Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 743: Karl Rainer

Der Landwirt Karl  Rainer (eigentlich laut Verlustliste „Reiner“) wurde am 31.10.1877 in Haag geboren, heute ein Ortsteil der schwäbischen Gemeinde Oy-Mittelberg. Er lebte in Oberschöneberg in Schwaben. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 10. Kompanie des 3. Landwehr-Infanterie-Regiments als Landwehrmann. Am 21.02.1915 fiel er im Alter von 37 Jahren am Hörnleskopf in der Nähe des Lingekopfs bei Münster (Elsass).

Offiziell ist für Karl Rainer keine Grablage bekannt. Ich gehe jedoch davon aus, dass er wie seine am gleichen Zeitraum gefallenen Kameraden aus der 10. Kompanie als unbekannter Toter auf dem Soldatenfriedhof Hohrod in einem Massengrab beigesetzt wurde. Ich begründe meine Annahme mit dem Schicksal folgender seiner Kameraden:

  1. Leutnant Alois Müller, gefallen am 21.02.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hohrod in Block 2, Grab 223,
  2. Unteroffizier Karl Bub, gefallen am 21.02.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hohrod in einem Massengrab,
  3. Gefreiter Leo Karg, gefallen am 21.02.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hohrod in einem Massengrab.

 

Seine Heimatgemeinde Oy-Mittelberg gedenkt noch heute Karl Tainer auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/oy-mittelberg_1870-71_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Karl Rainer
Rückseite des Sterbebildes von Karl Rainer

Der theoretische Weg von Karl Rainer von seinem Geburtsort zu seinem Grab:

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 668: Ludwig Dietrich

Ludwig Dietrich wurde am 31.01.1879 in Dietmannsried in Bayern geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 10. Kompanie des 3. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments. Er fiel bei einem Sturmangriff während der Ersten Schlacht um Münster am 21.02.1915 am Lingekopf in den Vogesen in Frankreich.

Die Regimentsgeschichte des 3. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments schreibt über diesen Tag:

„Am 20., 21. und 22. bekam der Angriff mehr die Richtung nach Süden, das Bataillon stürmte der Reihe nach den Kleinkopf, den Eichwald und die Katzensteine, während im Münstertal Stoßweier, Mönchberg und Reichackerkopf fielen. Bis zum 25.2. lag dann das Bataillon in 2. Linie bei Hochrodberg, sodann rückte es nach Münster, das im feindlichen Feuer lag.

Bei dieser geschilderten Operation fiel Ludwig Dietrich.

Die Lage des Grabes von Ludwig Dietrich ist dem Volksbund heute nicht bekannt. Ich gehe jedoch davon aus, dass er auf dem Soldatenfriedhof Hohrod begraben wurde, ebenso wie folgende seiner Kameraden aus der 10. Kompanie, die am gleichen Tag fielen:

  • Landwehrmann Johann Hipp, gefallen am 21.02.1915 am Hörnleskopf, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hohrod in einem Massengrab;
  • Wehrmann Georg Holzmann, gefallen am 21.02.1915 am Lingekopf, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hohrod in einem Massengrab;
  • Wehrmann Ulrich Kaspar, gefallen am 21.02.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hohrod in einem Massengrab;
  • Wehrmann Simon Linder, gefallen am 21.02.1915 am Hörnleskopf, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hohrod in einem Massengrab;

 

Seine Heimatgemeinde Dietmannsried gedenkt Ludwig Dietrich noch heute auf einem Denkmal:  http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/dietmannsried_1870-71_wk1u2_bay.htm

Der theoretische Weg von Ludwig Dietrich von seinem Geburtsort über seinen Sterbeort zu seinem Grab: