Der Soldat Franz Hautz stammte aus Hofreit, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Kößlarn. Im Ersten Weltkrieg diente er als Landwehrmann in einem Regiment, das ich leider nicht ermitteln konnte. Die Angaben auf dem Sterbebild sind falsch. Am 05.11.1914 fiel er im Alter von 35 Jahren in Frankreich. Die Grablage von Franz Hautz ist unbekannt.
Sterbebild von Franz HautzRückseite des Sterbebildes von Franz Hautz
Der Soldat Joseph Freudenstein stammte aus Fuchsöd, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Kößlarn. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 2. Kompanie des 1. bayerischen Jäger-Bataillons. Am 24.06.1916 fiel er im Alter von 21 Jahren während der Schlacht um Verdun in der Nähe vom Fort Douaumont und dem Dorf Fleury-devant-Douaumont.
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Über den Todestag von Joseph Freudenstein berichtet die Regimentsgeschichte des 1. bayerischen Jäger-Bataillons:
„Die währned der Nacht zum 24.06. eingelaufenen Meldungen brachten über die Lage der einzelnen Kompanien zum größten Teil Klarheit. Die beiden in Linien 824 – 828 befindlichen Kompanien des 2. Jäger-Bataillons unter Oberleutnant Hock wurden dem Infanterie-Leib-Regiment unterstellt; dasselbe galt für die innerhalb der Kompanien dieses Regiments befindlichen Teile des Reserve-Jäger-Bataillons 2.
Oberleutnant Hock, der auch für den 24.06. seine erste Aufgabe in der Sicherung der rechten Flanke des Infanterie-Leib-Regiments sah, hatte zu diesem Zwecke zwei Gruppen auf Punkt 822 zum 24. bayerischen Infanterie-Regiment abgestellt.
Die beiden Kompanien hatten sowohl nachts, als auch am Tage sehr viel von der feindlichen Artillerie zu leiden, besonders empfindlich machten sich aber gegen Abend die sehr niedrig kreisenden Flieger geltend, gegen die Abwehrmittel nicht vorhanden waren.
Auch die übrigen Teile des Regiments erlitten durch die feindlichen Artilleriegeschosse erhebliche Verluste. Die bisherigen Verstärkungsarbeiten am Steilhang boten noch sehr geringen Schutz.“
Die Lage des Grabes von Joseph Freudenstein ist offiziell unbekannt. Ich bin mir jedoch sicher, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville beigesetzt wurde, wo man auch seine Regimentskameraden begrub, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.
Leutnant der Reserve Martin Radlmaier, gefallen am 09.06.1916, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in Block 13, Grab 2;
Oberjäger Hans Höchst, gefallen am 12.06.1916 bei Fleury, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab;
Oberjäger Johann Weber, gefallen am 13.06.1916 bei Douaumont, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab;
Jäger Peter Schwabbauer, gefallen am 24.06.1916 bei Fort Douaumont, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab;
Jäger Jakob Pollner, gefallen am 25.06.1916 bei Thiaumont, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab;
Sterbebild von Joseph FreudensteinRückseite des Sterbebildes von Joseph Freudenstein
Hermann Lebmann stammte aus Malgertsham, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Kößlarn, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Sanitäts-Unteroffizier in der Magazin-Fuhrpark-Kolonne und wurde mit dem bayerischen Militär-Verdienst-Kreuz mit Krone und Schwertern ausgezeichnet. Am 30.04.1917 verstarb er im Alter von 30 Jahren im Kriegslazarett Labroye an Genickstarre.
Man begrub Hermann Lebmann auf dem Soldatendfriedhof Labry in Block 2, Grab 144.
Sterbebild von Hermann LebmannRückseite des Sterbebildes von Hermann Lebmann
Der Unteroffizier Jakob Schrädobler stammte aus Schachlöd, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Kößlarn, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 4. Kompanie des 16. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 22.05.1915 fiel er im Alter von 23 Jahren während der Stellungskämpfe an der Somme bei einem Sturmangiff bei Roclincourt (Arras) durch einen Granatschuss am Kopf.
Man begrub Jakob Schrädobler auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in Block 3, Grab 1325.
Sterbebild von Jakob SchrädoblerRückseite des Sterbebildes von Jakob Schrädobler
Franz Pfaffinger stammte aus Ragern, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Kößlarn und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 10. Kompanie des 16. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 06.07.1916 fiel er wöhrend der Schlacht an der Somme im Alter von 21 Jahren in einem Wald bei Mametz in Frankreich durch Granatschuss.
Über den Todeszeitraum von Franz Pfaffinger berichtet die Regimentsgeschichte des 16. bayerischen Infanterieregiments:
„Der Feind begann am 04.07. sich mit den Geschützen schweren Kalibers auf die Stellungen unter Fliegerbeobachtung einzuschießen.
Ortschaften, Straßen und die lange Mulde nördlich der Stellung lagen vollständig unter Schrapnell- und Granatfeuer; jeder Verkehr wurde sehr erschwert und musste in die späten Abend- oder frühen Morgenstunden verlegt werden. Leider kamen fast gar keine Baustoffe, wie Stollenhölzer, Draht usw. in die Stellung, dazu fiel auch noch Regenwetter ein, das die Gräben, da Sickerlöcher und Roste fehlten, in grundlosen Schlamm verwandelten. Um die Wälder von Trones und Bernasay und um den Mametz-Wald tobte bereits der Kampf. Sie mussten in den Besitz der Engländer kommen, bevor sie zum Stoß gegen die dahinterliegende Hauptstellung ansetzen konnten. In den Südzipfel des Mametz-Waldes waren sie schon eingedrungen. Die 11. Kompanie trieb sie mit Handgranaten wieder hinaus. Drei Angriffe wurden auf diese Weise zunichte.
Mit immer größerer Künheit beobachteten die feindlichen Flieger das Feuer ihrer Artillerie. Ganz niedrig fliegend nahmen sie jede unvorsichtige Bewegung in den Gräben unter Feuer und lenkten das Feuer der schweren Geschütze auf die einzenlnen wenigen Unterstände. Das bisherige Einschießen wurde am 07.07. zum Wirkungsschießen. Longueval, Bazentin le Grand und Bazentin le Petit hatten besonders darunter zu leiden. Die Verluste stiegen beträchtlich. Die zum Teil sehr schweren Grabenbeschädigungen wurden während der Feuerpausen in der Nacht wieder ausgebessert. Das II. Bataillon arbeitete hauptsächlich an der Befestigung von Longueval durch Anlage eines neuen Verbindungsgrabens und einer Riegelstellung etwa in der Ortsmitte.“.
Die Lages des Grabes von Franz Pfaffinger ist unbekannt. Es könnte jedoch gut sein, dass sein Leichnam, oder das was von ihm übrig blieb, anonym auf dem Soldatenfriedhof Fricourt beigesetzt wurde. Dort wurden seine ebenfalls gefallenen Kameraden aus der 10. Kompanie beigesetzt, die im gleichen Zeitraum wie er fielen:
Gefreiter Josef Meisinger, gefallen am 10.07.1916 im Mametzer Wald, begraben auf dem Soldatenfriedhof Fricourt in einem Massengrab;
Sergant Anton Seybold, gefallen am 14.07.1916 im Mametzer Wald, begraben auf dem Soldatenfriedhof Fricourt in einem Massengrab;
Ersatz-Reservist Ignaz Lang, gefallen am 10.07.1916 im Mametzer Wald, begraben auf dem Soldatenfriedhof Fricourt in einem Massengrab;
Infanterist Xaver Fetschele, gefallen am 10.07.1916 im Mametzer Wald, begraben auf dem Soldatenfriedhof Fricourt in einem Massengrab;
Infanterist Michael Eichmayr, gefallen am 10.07.1916 im Mametzer Wald, begraben auf dem Soldatenfriedhof Fricourt in einem Massengrab;
Sterbebild von Franz PfaffingerRückseite des Sterbebildes von Franz PfaffingerPortraitaufnahme von Franz Pfaffinger
Der theoretische Weg von Franz Pfaffinger von seinem Geburtsort über seinen wahrscheinlichen Sterbeort zu seinem wahrscheinlichen Grab: