Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.620: Johann Wolfseder

Der Soldat Johann Wolfseder wurde am 01.06.1896 geboren und stammte aus Pfaffenham, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Schnaitsee, und war der Sohn eines Landwirts (Ponthalerbauer). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 12. Kompanie des 3. bayerischen Infanterie-Regiments. Seit dem 27.10.1916 galt er seit der Grenzkämpfe am Bulkangebirge in der Walachei in Rumänien als vermisst, bis sich später herausstellte, dass er Anfang Februar 1917 im Alter von 20 Jahren in Sipote in russischer Gefangenschaft gestorben war.

Über die Umstände seiner Gefangennahme berichtet die Regimentsgeschichte:

„Gefecht bei Rasovita 27.10.1917

Am 26.10. abends erhielt das Bataillon Weisung, die Straße Targu Jiu – Francesti zu sperren. 11./3. bayerisches Infanterie-Regiment erreicht dementsprechend am 27.10. 2 Uhr morgens die Gegend nördlich Rasovita, das übrige Bataillon kommt 7 Uhr morgens dort an.  Als nun zur Besetzung von Rasovita geschritten wurde, wurde 11./3. bayerisches Infanterie-Regiment sofort aus südöstlicher Richtung scharf angegriffen, während 12./3. bayerisches Infanterie-Regiment den Westrand noch erreichte, dann spricht sich aber auch von Westen und Süden her ein Angriff stark überlegener Kräfte aus. 10./3. bayerisches Infanterie-Regiment besetzte gerade noch den Südrand. Die Maschinengewehr-Kompanie wird aufgeteilt. Endlich muss auch 9./3. bayerisches Infanterie-Regiment mit zwei Zügen am rechten Flügel der 12./3. bayerisches Infanterie-Regiment mit einem Zug zwischen 12./3. bayerisches Infanterie-Regiment und 10./3. bayerisches Infanterie-Regiment eingeschoben werden. Von drei Seiten her eingekreist und mit starkem Artilleriefeuer belegt, setzt sich das Bataillon kräftig zur Wehr. Wiederholt werden Stürme des Feindes abgeschlagen. Erst etwa 3 Uhr nachmittags gelingt es dem Feinde, im Handgemenge in die Mitte der Westfront von Rasovita einzudringen. Dadurch werden starke Teile des Bataillons abgeschnürt, während der Rest persönlich vom Bataillonsadjutanten, Leutnant der Reserve Kardel, geführt, sich auf Lelesti an Nebentruppen (I./22. bayerisches Infanterie-Regiment) heranzieht und am 28.10. morgens bei Schela vom Bataillonskommandeur wieder geordnet wird.“

Bei diesem Gefecht wurde Johann Wolfseder gefangen genommen.

Die Lage des Grabes von Johann Wolfseder ist unbekannt.

Sterbebild von Johann Wolfseder
Rückseite des Sterbebildes von Johann Wolfseder

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 855: Georg Thurnhuber

Der Unteroffizier Georg Thurnhuber wurde am 12.05.1894 im bayerischen Pfaffenham geboren, heute ein Ortsteil des bayerischen Gemeinde Schnaisee. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 12. Kompanie des 3. Infanterie-Regiments. Am 30.03.1917 starb er im Alter von 22 Jahren im Gefangenenlager Sipote in Rumänien, eine berüchtigten Gefangenenlager, das für sehr viele Gefangene den Tod bedeutete.

Sterbebild von Georg Thurnhuber
Rückseite des Sterbebildes von Georg Thurnhuber

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 772: Michael Huber

Der Gastwirtssohn Michael Huber wurde in Esbaum, Teil der oberbayerischen Gemeinde Samerberg, geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 10. Kompanie des 3. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 27.10.1916 geriet er bei Rasoviţa in Rumänien in Gefangenschaft. Am 29.01.1917 starb er im Alter von 20 Jahren in einem rumänischen Gefangenenlager bei Șipote an Fieber.

Sterbebild von Michael Huber
Rückseite des Sterbebildes von Michael Huber

Der theoretische Weg von Michael Huber von seinem Geburtsort über den Ort seiner Gefangennahme zu seinem Sterbeplatz: