Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 3.086: Joseph Weiß

Der Soldat Joseph Weiß wurde am 14.07.1886 in der bayerischen Stadt Tirschenreuth geboren und  lebte als Landwirt in Poppenreuth, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Mähring. Im Ersten Weltkrieg diente er als Gefreiter im 1. Eskadron der 3. Train-Ersatz-Abteilung. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 04.05.1918 verstarb er nach achtwöchiger schwerer Krankheit im Alter von 31 Jahren bei Hebuterne (Arras). Er hatte 28 Monate Kriegsdienst geleistet.

Man begrub Joseph Weiß auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.

 

Sterbebild von Joseph Weiß
Rückseite des Sterbebildes von Joseph Weiß

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 3.072: Andreas Wölfl

Der Soldat Andreas Wölfl wurde am 10.11.1888 in Lohnsitz geboren, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Tirschenreuth, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Reservist und Infanterist in der 1. Kompanie des 1. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 27.09.1914 wurde er im Alter von 26 Jahren bei Cappy während einer Schlacht an der Somme getötet. Zunächst galt er noch als vermisst. Später (1919) stellte sich heraus, dass er gefallen war.

Die Grablage von Andreas Wölfl ist unbekannt. Vermutlich wurde er auf dem rund 10 Kilomter entfernten Soldatenfriedhof Vermandovillers anonym in einem Massengrab beigesetzt.

Sterbebild von Andreas und Ludwig Wölfl
Rückseite des Sterbebildes von Andreas und Ludwig Wölfl

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 3.071:Ludwig Bäuml

Der Soldat Ludwig Bäuml wurde am 28.02.1893 in Matzersreuth (Ortsteil der bayerischen Stadt Tirschenreuth) als Sohn eines Landwirts geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 3. Kompanie des 7. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 28.06.1917 fiel er im Alter von 25 Jahren während eines Gefechts bei Oppy in der Nähe von Arras.

Über den Todestag und die Todesumstände von Ludwig Bäuml berichtet die Regimentsgeschichte des 7. bayerischen Infanterie-Regiments:

„28.06.1917 Das Artilleriefeuer steigert sich Abends zum Trommelfeuer aller Kaliber auf Oppy und die anschließenden Abschnitte. Ein heftiger Wolkenbruch setzt ein, der den Angriff der englischen Massen verschleiert. I. Bataillon (Hauptmann Dietz) ist Kampfbataillon, III. Bataillon in Bereitschaft, II. Bataillon nach siebentägiger Abwesenheit von Quiery la Motte zurückgekommen. Der Angriff richtet sich besonders gegen den vorspringenden Teil der Stellung bei der 1. Kompanie, deren Offiziere Leutnant der Reserve Vogel und Schöller als erste fallen. Von der zweiten Linie wird dem Engländer Halt geboten. Auch bei der 2. Kompanie kommt der Feind nicht üpber die erste Linie hinaus, die 3. und 4. Kompanie werfen ihn in wiederholten Gegenstößen erfolgreich zurück. Hervorragenden Anteil an der Abwehr der anstürmenden Massen haben die Maschinengewehre.“

Man begrub Ludwig Bäuml auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.

Seine Heimatgemeinde Tischenreuth gedenkt Ludwig Bäuml noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2014/maehring_lk-tirschenreuth_wk1_wk2_bay.html

Sterbebild von Josef und Ludwig Bäuml
Rückseite des Sterbebildes von Josef und Ludwig Bäuml

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 3.070: Josef Bäuml

Der Soldat Josef Bäuml wurde am 08.11.1891 in Matzersreuth (Ortsteil der bayerischen Stadt Tirschenreuth) als Sohn eines Landwirts geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 3. Kompanie des 7. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 28.06.1917 fiel er im Alter von 25 Jahren während eines Gefechts bei Oppy in der Nähe von Arras.

Über den Todestag und die Todesumstände von Josef Bäuml berichtet die Regimentsgeschichte des 7. bayerischen Infanterie-Regiments:

„28.06.1917 Das Artilleriefeuer steigert sich Abends zum Trommelfeuer aller Kaliber auf Oppy und die anschließenden Abschnitte. Ein heftiger Wolkenbruch setzt ein, der den Angriff der englischen Massen verschleiert. I. Bataillon (Hauptmann Dietz) ist Kampfbataillon, III. Bataillon in Bereitschaft, II. Bataillon nach siebentägiger Abwesenheit von Quiery la Motte zurückgekommen. Der Angriff richtet sich besonders gegen den vorspringenden Teil der Stellung bei der 1. Kompanie, deren Offiziere Leutnant der Reserve Vogel und Schöller als erste fallen. Von der zweiten Linie wird dem Engländer Halt geboten. Auch bei der 2. Kompanie kommt der Feind nicht üpber die erste Linie hinaus, die 3. und 4. Kompanie werfen ihn in wiederholten Gegenstößen erfolgreich zurück. Hervorragenden Anteil an der Abwehr der anstürmenden Massen haben die Maschinengewehre.“

Man begrub Josef Bäuml auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.

Seine Heimatgemeinde Tischenreuth gedenkt Josef Bäuml noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2014/maehring_lk-tirschenreuth_wk1_wk2_bay.html

Morgen stelle ich seinen Bruder, Ludwig Bäuml vor.

Sterbebild von Josef und Ludwig Bäuml
Rückseite des Sterbebildes von Josef und Ludwig Bäuml

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.697: Bernhard Baumgärtl

Der Soldat Bernhard Baumgärtl wurde am 25.11.1887 in Wondreb geboren, einem Ortsteil der bayerischen Stadt Tirschenreuth. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Reservist und Infanterist in der 3. Kompanie des 6. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 17.11.1914 fiel er im Alter von 26 Jahren bei Saint-Mihiel, rund 30 Kilometer südlich von Verdun, wo 1 ½ Jahre später ein furchtbares Morden einsetzen sollte.

Über den Todestag und die Todesumstände von Bernhard Baumgärtl berichtet die Regimentsgeschichte des 6. bayerischen Infanterie-Regiments:

„Die Franzosen wollen St. Mihiel wieder

16. – 18. November 1914

Der Franzose, der am 24. September St. Mihiel so rasch räumen musste, hat sich anscheinend erst jetzt von seinem Schrecken erholt. Schon seit einigen Tagen verstärkt er das Feuer seiner Batterien auf die Stellungen des 6. Infanterie-Regiments, auf Brücke und Maasviertel und mit einem Schlage bricht am 16. November ein Feuerorkan los, wie wir ihn noch nicht erlebt haben. In kürzester Zeit ist die vordere Linie in Rauch und Staub gehüllt. Kein Beobachtungsposten kann mehr sehen, die Fernsprechdrähte sind abgeschossen; auf der Maasbrücke rollt, kracht und donnert es – die Truppen westlich des Flusses sind vollständig abgeriegelt. Erst um 3.40 Uhr nachmittags erreicht das Regiment die erste Meldung, dass die in der Kaserne befindliche 1. Kompanie von starken Kräften angegriffen wird, dass ihr Führer, Hauptmann Reitzenstein, verwundet und Hilfe in der Kaserne dringend notwendig sei. Die 10. und 12. Kompanie eilen durch die fürchterliche Feuerwand über die Brücke, die 12. Kompanie in das Proviantamt als Reserve, die 10. Kompanie in die Kaserne. Hier stößt sie zur 1. Kompanie, die in den rückwärtigen Gebäuden der Mac-Mahon-Kaserne verzweifelt mit dem Feinde ringt. Der Kompanieführer, Oberleutnant Neumeier, rafft die durcheinandergekommenen Teile der 1., 10. und 4. Kompanie zusammen und gibt den Befehl zur Säuberung der Kaserne. Da wird er, während die Kompanie das Seitengewehr aufpflanzt, verwundet. Vizefeldwebel der Reserve Hermann führt den Befehl weiter; mit Gewehr, Messer, Kolben und Bajonett trägt er mit seinen Leuten den Gegenangriff bis zur westlichen Kasernenmauer vor. Gerade im rechten Augenblick ist auch Zug Pitzer der 12. Kompanie eingetroffen. Schon steht man vor dem Lazarett, da wird Hermann durch Schuss, Kolbenschlag und Bajonettstich verletzt. Der Angriff bleibt stecken. Auch das Eingreifen der 9. Kompanie vermag den Angriff nicht bis ins Lazarett vorzutragen.

Um 8 Uhr abends ist folgende Linie erreicht:

An der westlichen Kasernenmauer liegen Teile der 1., 4., 10., 9. und 12. Kompanie, vor dem Lazaretteingang der Zug Hagen der 9. Kompanie, an der Nord-Ost-Seite Leute der 1. und 9. Kompanie, an der Exerzierhausmauer und beim Schießstand Zug Gleißner der 10. Kompanie. Die 5. Kompanie überschreitet ebenfalls die Maas und bildet in der Mac-Mahon-Kaserne den Rückhalt für die vordere Linie. Ein Angriff auf das Lazarett kann in der völlig dunklen Nacht nicht durchgeführt werden.

Während der Nacht ist es ruhig, da jagen bei einbrechender Morgendämmerung die deutschen leichten Feldhaubitzen hinter dem Fort Granaten auf Granaten ins Lazarett und dicht hinter den Einschlägen nacheilend setzt sich ein Zug der 5. und ein Zug der 9. Kompanie in den Besitz des nordöstlichen Lazarettgebäudes. Sie erleiden schwere Verluste, da der Feind im nordwestlichen Lazarettgebäude in den Granatlöchern, in verschütteten Unterständen und hinter der Süd-West-Mauer sich festgesetzt hat. Wer sich von Deutschen zeigt, wird auf nächste Entfernung unter Feuer genommen. Die Pioniere der 3. Feld-Pionier-Kompanie versuchen das Gebäude zu sprengen. Vergebens! Ohne die Mitwirkung der schweren Artillerie ist die Wiedereroberung mit zu schweren Opfern verbunden.

Der Gegner mochte mit seinem Erfolg wohl nicht zufrieden sein! Schon 8.45 Uhr vormittags schiebt er sich von den Schützengräben am Steinbruch Malimbois vor, muss aber unter dem Feuer des 8. Feld-Artillerie-Regiments wieder zurück. Um 11 Uhr hat ein gleicher Vorstoß denselben Misserfolg. Um 4.20 Uhr nachmittags versucht der Franzose sein Glück zum dritten Male, auch dieser Angriff kommt bald zum Stehen.

In den Abendstunden treffen zwei mittlere Minenwerfer auf Kraftwagen ein, die in der Nordwestecke der Canrobert-Kaserne eingebaut werden. Just um dieselbe Stunde probierte der Franzose zum vierten Male einen Angriff: Zwei französische Kompanien greifen die 11. Kompanie links des Höhenweges an. Sie werden mit Schnellfeuer überschüttet und fliehen. An der gleichen Stelle rennt der Feind um 7.30 Uhr und um 8 Uhr nochmals an. Auf den nächsten Entfernungen brechen die Angriffe zusammen. An die 80 tote Franzosen bedecken das Kampffeld. Die Franzosen lassen die Nacht nicht untätig verstreichen, besonders im Lazarett haben sie sich bedeutend verstärkt. Sie eröffnen am 18. November um 5 Uhr vormittags ein wütendes Feuer und stürmen bald darauf gegen die Kaserne vor, werden aber von den deutschen Verteidigern sofort zu Boden gestreckt.

Hauptmann Krummel leitet den Angriff auf das Lazarett ein: Die ersten Minen fliegen ins Gebäude; eine gewaltige Detonation lässt weithin das Gelände erbeben; baumstarke Balken werden in die Höhe gewirbelt. Die 21-cm Mörser und leichten Feldhaubitzen brüllen gegen den Wasserturm, Lazarett-Mauer und -Gebäude, während die Feldgeschütze in die feindlichen Schützen- und Verbindungsgräben Schuss auf Schuss jagen. Den Franzosen wird die Sache unheimlich, gruppenweise laufen sie davon, werden aber bald von den Kasern-Verteidigern sowie von der 8. Kompanie, die in der rechten Höhenstellung liegt, abgeschossen. Von hier aus entdeckt man auch eine geschlossene französische Kompanie an der südlichen Kasernenmauer. Ein solches Ziel lassen sich die Maschinengewehre nicht entgehen. Der Führer der 8. Kompanie, Leutnant Dostler (Joseph), leitet das Feuer selbst und bald wälzt sich der größte Teil der Franzosen im Blute. Punkt 11 Uhr verlegt die eigene Artillerie ihr Feuer und die Kasernen-Kompanien treten zum Sturme an. Zwei Offiziere, 38 Mann ergeben sich im Lazarett. Nur am Westrand desselben hält sich noch der Franzose. Je 15 Mann der 5., 9. und 10. Kompanie unter Führung des Leutnants Dost gehen mit zwei französischen Offizieren gegen sie vor, fordern sie zur Übergabe auf, worauf sich der Rest ergibt (drei Offiziere, 100 Mann).

Drei Tage heißer Kämpfe sind vorüber, die für die Franzosen schwere Verluste gebracht haben. Außer fünf Offizieren und 300 Mann haben sie mindestens 700 Tote verloren. Schneidig haben sie gekämpft, es waren Freiwillige aus allen Regimentern zwischen Verdun und Toul. Als Führer haben ortskundige Offiziere gedient von den im Frieden hier liegenden Infanterie-Regiment 150. Hoch sind auch unsere Verluste, sie stehen aber in keinem Vergleich zu den gegnerischen. Ein Regiments-Befehl besagt: „Das Regiment hat 220 Mann Verluste, darunter 60 Tote. Wir werden das Andenken an unsere gefallenen Kameraden dadurch am besten ehren, dass wir in künftigen Gefechten unser Leben ebenso unverzagt einsetzen, wie sie es getan haben; dann wird auch künftig der Sieg auf unserer Seite sein.“

Offiziell ist beim Volksbund keine Grablage bekannt. Ich vermute jedoch, dass seine sterblichen Überreste anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Troyon begraben wurde, wo man auch seine Kameraden aus der 3. Kompanie des 6. bayerischen Infanterie-Regiments begrub, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.

  • Unteroffizier Karl Herold, gefallen am 16.11.1914, begraben auf dem Soldatenfriedhof Troyon in Block 1, Grab 143,
  • Infanterist Michael Merl, gefallen am 16.11.1914 bei Saint-Mihiel, begraben auf dem Soldatenfriedhof Troyon in einem Massengrab,
  • Reservist Josef Häberl, gefallen am 17.11.1914, begraben auf dem Soldatenfriedhof Troyon in einem Massengrab,
  • Reservist Alois Wein, gefallen am 17.11.1914, begraben auf dem Soldatenfriedhof Troyon in Block 1, Grab 123.

 

Sterbebild von Bernhard Baumgärtl
Rückseite des Sterbebildes von Bernhard Baumgärtl