Der Soldat Franz Xaver Eichstetter wurde am 30.06.1896 in der bayerischen Gemeinde Gangkofen geboren und war der Sohn eines Zimmermanns. Er warbeitete als landwirtschaftlicher Arbeiter. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 7. Kompanie des 20. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 24.10.1916 fiel er im Alter von 20 Jahren während der Schlacht an der Somme bei Lesbœufs in Frankreich.
Über den Todestag und die Todesumstände von Franz Xaver Eichstetter berichtet die Regimentsgeschichte des 20. bayerischen Infanterie-Regiments:
„Der 24. Oktober begann ruhig. Erst am Nachmittag kam Artilleriefeuer, das immer stärker wurde und schließlich gegen 17 Uhr zu einem förmlichen Orkan anschwoll. Kurz nach 17 Uhr versuchte der gegner wieder einen Angriff. Auch diesmal brach er im prasselnden Abwehrfeuer des Regiments zusammen. Die Verluste waren erfreulicherweise nicht beträchlich, denn die Leute waren sehr richtig dem feindlichen Trommelfeuer nach vorwärts ausgewichen. In der Nacht zum 25. endlich erfolgte die ersehnte Ablösung des II. Bataillons in der Südfront durch das 12. Infanterie-Regiment.“
Die Lage des Grabes von Franz Xaver Eichstetter ist offiziell unbekannt. Ich vermute jedoch, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Fricourt beigesetzt wurde, wo man auch seine Regimentskameraden begrub, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.
- Ersatz-reservist Thomas Kopfmüller, gefallen am 28.10.1916 bei Lesbœufs , begraben auf dem Soldatenfriedhof Fricourt in einem Massengrab.

