Der Soldat Georg Gaßner stammte aus Gars am Inn in Bayern und war Diplomingenieur. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Wachtmeister und Reserve-Offiziers-Anwärter in einer Flak-Batterie. Er wurde mit dem Rumänischen Orden für treue Dienste mit Schwertern 2. Klasse ausgezeichnet. Am 22.10.1941 fiel er im Alter von 27 Jahren während der schweren Kämpfe auf der Krim in der heutigen Ukraine.
Die Lage des Grabes von Georg Gaßner ist heute unbekannt.
Der Soldat Wilhelm Schäfer wurde am 30.03.1895 in Eddersheim, einem Ortsteil der hessischen Stadt Hattersheim am Main, geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Einjährig-Kriegsfreiwilliger in der 1. Batterie des 21. Fußartillerie-Bataillon. Am 04.03.1915 fiel er im Alter von 19 Jahren in Russland durch einen Granatschuss – vermutlich bei den Gefechten am Bobr in der heutigen Ukraine.
Die Lage des Grabes von Wilhelm Schäfer ist unbekannt. Wahrscheinlich existiert es nicht mehr.
Die mit diesem Beitrag startende Serie „Sonderbeiträge Frankfurter Volkszeitung“ basieren auf alten Ausgaben der Frankfurter Volkszeitung, die ich antiquarisch erwerben konnte.
Die Frankfurter Volkszeitung erschien vom 01.10.1872 bis zum 31.03.1913 als Frankfurter Volksblatt. Dann wurde sie in Frankfurter Volkszeitung umbenannt. 1923 wurde sie in Rhein-Mainische Volkszeitung umbenannt. Unter diesem Titel erschien die Zeitung bis zum 30.09.1943.
Der Soldat Ernst Schneider stammte aus Frankfurt und war von Beruf Lehrer. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Einjährig-Kriegsfreiwilliger Musketier in der 3. Kompanie des 223. Reserve-Infanterie-Regiment. Im April 1916 fiel er während der Stellungskämpfe an der Strypa zwischen Wosuszka und Sereth in der heutigen Ukraine im Alter von 19 Jahren.
Die Lage des Grabes von Ernst Schneider ist unbekannt. Wahrscheinlich existiert es nicht mehr.
Todesanzeige für Ernst Schneider in der Frankfurter Volkszeitung vom 30.04.1915
Der Soldat Anton Steinmannstammte aus Großwaging, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Diersbach, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 4. österreichischen Infanterie-Divisions-Sanitäts-Abteilung. Am 23.06.1915 verstarb er im Alter von 23 Jahren im Feldmarodenhaus in Libiaz in Galizien. Dort wurde er auch begraben. Sein Grab existiert vermutlich heute nicht mehr.
Sterbebild von Anton SteinmannRückseite des Sterbebildes von Anton Steinmann
Der Soldat Peter Seiwald stammte aus Seethal, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Saaldorf-Surheim, und war der Sohn eines Fischers. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 3. Kompanie des 18. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Verdienstkreuz mit Schwertern 3. Klasse und mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 13.08.1917 fiel er im Alter von 25 Jahren nach 27 Monaten Kriegsdienst während der Stellungskämpfe nordöstlich Czernowitz in der heutigen Ukraine durch einen Brustschuss.
Die Lages des Grabes von Peter Seiwald ist unbekannt.
Sterbebild von Peter SeiwaldRückseite des Sterbebildes von Peter Seiwald
Der Musketier Sebastian Harrecker stammte aus Emertsham, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Tacherting, und war der Sohn eines Wagnermeisters. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 2. Kompanie des 5. preußischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 08.10.1916 fiel er im Alter von 22 Jahren während der Stellungskämpfe an der Narajowka, zwischen Narajowka und Zlota Lipa und an der Ceniowka.
Die Grablage für Sebastian Harrecker ist unbekannt, wie meist bei den Gefallenen des Ersten Weltkriegs auf den östlichen Schlachtfeldern. Vermutlich existiert sein Grab nicht mehr.
Sterbebild von Sebastian HarreckerRückseite des Sterbebildes von Sebastian Harrecker
Der Unterarzt Hans Reißmayr wurde am 31.07.1916 in Meran in Südtirol, also in Italien geboren. Im Zweiten Weltkrieg diente er bei den Ingolstädter Pionieren. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 05.09.1941 fiel er im Alter von 25 Jahren am Desna-Bogen bei Jelnia, östlich Smolensk.
Die Lage des Grabes von Hans Reißmayr ist heute unbekannt.
Sterbebild von Hans ReißmayrRückseite des Sterbebildes von Hans Reißmayr
Josef Maierhofer stammte aus Mühlbach, heute ein Ortsteil der österreichischen Gemeinde Moosdorf, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 1. Feldkompanie des 4. Feldjägerbataillons als Landsturm-Jäger. Am 08.10.1917 fiel er im Alter von 19 Jahren bei Dubrowa in Wolhynien, in der heutigen Ukraine.
Eine Grablage war für Josef Maierhofer, wie immer bei Österreichern, nicht zu recherchieren.
Sterbebild von Josef MaierhoferRückseite des Sterbebildes von Josef Maierhofer
Der Soldat Stefan Strobl wurde am 12.11.1891 in Abtsdorf als Sohn eines Käsereibesitzers geboren, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Saaldorf-Surheim. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Schütze in der 3. Maschinengewehr-Kompanie des 19. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 17.07.1917 fiel er im Alter von 25 Jahren an der Lomnica in Ostgalizien ( heutige Ukraine) in der Nähe von Dobrowlany.
Die Lage des Grabes ist ebenso unbekannt. Ob das Grab heute noch existiert, hablte ich für eher unwahrscheinlich.
Sterbebild von Stefan StroblRückseite des Sterbebildes von Stefan Strobl
Xaver Wagensonner stammte aus Harskirchen, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Adlkofen, und war wie sein Bruder Josef, den ich morgen vorstelle, Sohn eines Maurers. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 5. Kompanie des 3. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 02.07.1916 fiel er im Alter von 20 Jahren beim zweiten Sturm über Kolonie Nowi Emilin hinaus während der Kämpfe am Styr und Stochod in der heutigen Ukraine.
Über den Todestag berichtet die Regimentsgeschichte des 3. bayerischen Infanterie-Regiments:
„Der 02.07.1916 ist wieder ein Angriffstag für die Division Rusche. Diesem Vorgehen hatte sich der rechte Flügel der 11. bayerischen Infanterie-Division (Gruppe Stengel) anzuschließen. Erst hatte sich das rechte Flügelbataillon I./22. bayerisches Infanterie-Regiment anzutreten. Kurz darauf traten auch II./3. und 12./3. bayerisches Infanterie-Regiment zum Angriff an. Der Feind wurde aus seinen Stellungen, die in mehreren Linien die Kolonie Nowi Emilin durchzogen, geworfen und bis an den Waldsaum gegenüber Miroslawka verfolgt.“
Bei diesm Vorgehen fiel Xaver Wagensonner.
Das Grab von Xaver Wagensonner ist heute wahrscheinlich nicht mehr vorhanden, in jedem Fall ist die Lage seines (ehemaligen) Grabes nicht bekannt.
Sterbebild von Josef und Xaver WagensonnerRückseite von Josef und Xaver Wagensonner