Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 3.062: Joseph Schmauß

Der Soldat Joseph Schmauß stammte aus der bayerischen Gemeinde Inzell und war Schreinergehilfe von Beruf. Im Ersten Weltkrieg diente er als Jäger in der 1. Kompanie des 3. bayerischen Jäger-Regiments. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 23.06.1916 wurde er im Alter von 26 Jahren von einem Granatsplitter getötet.

Offiziell ist für Joseph Schmauß keine Grablage bekannt, ich bin mir jedoch sicher, dass seine Gebeine, wenn sie bis heute geborgen wurden, anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville beigesetzt wurden, wo man auch seine Kameraden aus der 1. Kompanie begrub, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.

  • Jäger Hans Ernst Hofmüller, gefallen am 21.06.1916 beim Fuminrücken vor Verdun, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab;
  • Jäger Jakob Widmann, gefallen am 21.06.1916 beim Fuminrücken vor Verdun, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab;
  • Gefreiter Otto Keil, gefallen am 21.06.1916 bei Vaux, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab;
  • Leutnant Hermann Pfalzer, gefallen am 21.06.1916 beim Fuminrücken vor Verdun, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab;
  • Jäger Pankraz Gasteiger, gefallen am 21.06.1916 bei Werk (?), begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab.

 

Seine Heimatgemeinde Inzell gedenkt Joseph Schmauß noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/inzell_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Joseph Schmauß
Rückseite des Sterbebildes von Joseph Schmauß

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 1.052: Michael Hirschbichler

Der Reservist Michael Hirschbichler stammte aus Kappel, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Inzell. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 3. Kompanie de 1. Landwehr-Infanterie-Regiments. Am 27.07.1915 fiel er im Alter von 24 Jahren am Lingekopf bei Münster im Elsass während der Vogesenkämpfe.

Offiziell ist für Michael Hirschbichler keine Grablage bekannt. Ich gehe jedoch davon aus, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Hohrod begraben wurde, so wie seine Kameraden aus der 3. Kompanie, die im selben Zeitraum fielen, u. a.:

  • Vizefeldwebel August Koch, gefallen am 20.071915 am Lingekopf, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hohrod Block 3, Grab 217;
  • Vizefeldwebel Friedrich Kraus, gefallen am 27.071915 am Lingekopf, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hohrod Block 2, Grab 524;
  • Unteroffizier Gregor Bieber, gefallen am 20.071915 am Lingekopf, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hohrod Block 2, Grab 205
  • Gefreiter Michael Schefthaler, gefallen am 27.071915 am Lingekopf, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hohrod Block 2, Grab 550;

 

Sterbebild von Michael Hirschbichler
Rückseite des Sterbebildes von Michael Hirschbichler

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 922: Fritz Dichtler

Der Hausbesitzerssohn Fritz (Friedrich) Dichtler wurde am 30.01.1895 im bayerischen Gemeinde Inzell geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 3. Maschinengewehr-Kompanie des 6. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments als Gefreiter. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und dem bayerischen Militär-Verdienst-Kreuz ausgezeichnet. Am 09.10.1917 fiel er im Alter von 22 Jahren bei den Kämpfen in Flandern bei Becelaere.

Eine Grablage ist für Fritz Dichtler nicht bekannt. Er könnte anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Langemark beigesetzt worden sein. Sein Regimentskamerad Vizefeldwebel Joseph Noll fiel am selben Tag bei den selben Kämpfen und wurde dort in einem Massengrab beigesetzt.

Seine Heimatgemeinde Inzell gedenkt noch heute Fritz Dichtler auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/inzell_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Fritz Dichtler
Rückseite des Sterbebildes von Fritz Dichtler

Der theoretische Weg von Fritz Dichtler von seinem Geburtsort über seinen Sterbeort zu seinem wahrscheinlichen Grab:

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 915: Josef Dufter

Der Unteroffizier Josef Dufter stammte aus Sulzbach, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Inzell, und war der Sohne eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 12. Kompanie des 1. bayerischen Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 19.10.1916 verstarb er im Alter von 25 Jahren im Feldlazarett 6 nach schwere Verwundung am 16.10.1916 bei Saillisel und St. Pierre-Vaast-Wald und nach 25 Monaten im Kriegseinsatz in Frankreich während der Schlacht an der Somme.

Über den Tag seiner schweren Verwundung schreibt die Regimentsgeschichte des 1. bayerischen Infanterie-Regiments:

„Am 16.10. trommelte der Feind wieder rastlos auf die Stellung; eine Kompanie der vordersten Linie zählte in einer Stunde in ihrem Abschnitt neben ungezählten leichten und mittleren Granaten allein 130 schwersten Kalibers.

Die Ablösung am 16./17.10. musste unter heftigem Gasbeschuss vor sich gehen. Nach einem endlosen Marsch in voller Dunkelheit, schwer bepackt mühsam aufwärts steigend, im Trichtergelände stolpernd und nur bemüht, trotz der das Atmen behindernden Gasmaske nicht den Vordermann zu verlieren, kamen die Kompanien, der Erschöpfung nahe, oben an.„

Am Ende der Beschießung war Josef Dufter schwer verwundet.

Man begrub Josef Dufter auf dem Soldatenfriedhof Maissemy in Block 2, Grab 192 .

Sterbebild von Josef Dufter
Rückseite des Sterbebildes von Josef Dufter

Der theoretische Weg von Josef Dufter von seinem Geburtsort über seinen Verwundungsort zu seinem Grab: