Der Soldat Vinzenz Rauh wurde am 16.09.1897 in Ellmeney geboren, einem Weiler des Ortsteils Hofs, der Stadt Leutkirchen im Allgäu im heutigen Bundesland Baden-Württemberg. Sein Vater war Landwirt. Im Ersten Weltkrieg diente er als Schütze in der 2. Maschinengewehr-Kompanie des 5. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiment. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Seit dem 04.10.1917 wird er als in der Dritten Flandernschlacht vermisst gemeldet. Er wurde 23 Jahre alt.
Ich konnte keinerlei Unterlagen und Hinweise finden, die auf die Grablage von Vinzenz Rauh hindeuten könnten. Ich vermute, er wurde anonym in einem Massengrab auf einem der zahllosen Friedhöfe in Flandern begraben.
Der Soldat Franz Xaver Asenbeck stammte aus Neufahrn, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Mettenheim, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er als Schütze in der 2. Maschinengewehr-Kompanie des 3. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 02.07.1916 fiel er im Alter von 20 Jahren beim zweiten Sturm über Kolonie Nowi Emilin hinaus (Kämpfe am Styr und Stochod) in der heutigen Ukraine – damals Russland – durch einen Granatvolltreffer.
Die Regimentsgeschichte des 3. bayerischen Infanterie-Regiments berichtet von dem Todestag und den Todesumständen von Franz Xaver Asenbeck:
„Sturm über Kolonie Nowi Emelin hinaus bis zum Waldsaum 2.7.1916
Der 02.07. ist wieder Angriffstag für die Division Rusche. Diesem Vorgehen hatte sich der rechte Flügel der 11. bayerischen Infanterie-Division (Gruppe Stengel) anzuschließen. Erst hatte sich das rechte Flügelbataillon I./22. Bayerisches Infanterie-Regiment anzutreten. Kurz darauf traten auch II./3. und 12./3. bayerisches Infanterie-Regiment zum Angriff an. Der Feind wurde aus seinen Stellungen, in mehreren Linien die Kolonie Nowi Emilin durchzogen, geworfen und bis an den Waldsaum gegenüber Miroslawka verfolgt.“
AM Ende des Tages war Franz Xaver Asenbeck tot – von den Verlusten des Tages kein Wort in der Regimentsgeschichte.
Die Lage des Grabes von Franz Xaver Asenbeck ist unbekannt. Es existiert wahrscheinlich nicht mehr.
Der Soldat Ludwig Ruchti wurde am 16.05.1886 in Hiemenhofen geboren, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Ruderatshofen, und war Kaufmann von Beruf. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Schütze in einer Maschinengewehr-Kompanie. Zu welchem Regiment er gehörte, konnte ich nicht ermitteln. Am 19.09.1917 verstarb er im Alter von 31 Jahren im Garnisons-Lazarett Kempten an einer Krankheit.
Die Lage des Grabes von Ludwig Ruchti ist nicht registriert. Vermutlich wurde er auf einem örtlichen Friedhof in Kempten im militärischen Bereich beigesetzt. Sein Grab könnte heute noch existieren.
Der Soldat Johann Haselsberger wurde am 24.11.1897 in Willing als Sohn eines Kleinbauern (Gütler) geboren. Willing ist ein Ortsteil der bayerischen Stadt Osterhofen. Im Ersten Weltkrieg diente er als Schütze in der 2. Maschinengewehr-Kompanie des 13. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 27.06.1918 fiel er im Alter von 20 Jahren während der Stellungskämpfe zwischen Oise und Marne durch Gasvergiftung. Dies war ein besonders grausamer Tod, denn er war, wie es bei Gasvergiftungen häufig vorkam, nicht sofort tot, sondern litt erst noch einige Tage unter den Folgen des Gases, dass er bei Saconin-et-Breuil in der Nähe von Soissons eingeatmet hatte.
Die Lage des Grabes von Johann Haselsberger ist unbekannt.
Sterbebild von Johann HaselsbergerRückseite des Sterbebildes von Johann Haselsberger
Der Soldat Karl Wasmeier stammte aus Kilgered, einem Weiler in der bayerischen Gemeinde Roßbach. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in einer Maschinengewehr-Kompanie in einem bayerischen Reserve-Infanterie-Regiment. Am 28.08.1917 fiel er im Alter von 21 Jahren in Russland durch Granatschuss.
Die Lage des Grabes von Karl Wasmeier ist unbekannt. Es existiert wahrscheinlich nicht mehr.
Der Soldat Xaver Huber stammte aus Forst, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Moosthenning, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er als Schütze in der 2. Maschinengewehr-Kompanie des 16. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 25.03.1918 fiel er im Alter von 21 Jahren in Lothringen durch Granatverwundung.
Man begrub Xaver Huber auf dem Soldatenfriedhof Lafrimbolle in einem Massengrab.
Sterbebild von Xaver HuberRückseite des Sterbebildes von Xaver Huber
Der Soldat Conrad Aretz wurde am 24.12.1896 in Allrath geboren, einem Dorf der Stadt Grevenbroich im heutigen Bundesland Nordrhein-Westfalen. Im Ersten Weltkrieg diente er als Schütze in der Maschinengewehr-Kompanie des 29. Infanterie-Regiments. Am 25.02.1917 fiel er im Alter von 20 Jahren während der Kämpfe an der oberen Styr–Stochod in der heutigen Ukraine.
Die Lage des Grabes von Conrad Aretz ist unbekannt.
Der Soldat Mathias Huber stammte aus Lichtenhaag, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Gerzen, und war der Sohn eines Kleinbauern (Häuslers). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er latut Sterbebild als Schütze in der Maschinengewehr-Kompanie des 2. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Nach Angaben des Volksbundes war er Kavallerist. Diese Angabe wird bestätigt durch die Verlustlisten, nach denen er im unberittenen Schützenzug des 1. bayerischen Reserve-Kavallerie-Regiments kämpfte. Er wurde mit dem bayerischen Mitlitär-Verdienstkreuz 3. Klasse mit Schwertern ausgezeichnet. Am 27.10.1916 verstarb er nach schwerer Verwundung bei Colligis im Alter von 23 Jahren an der Aisne.
Man begrub Joseph Ringlstetter auf dem Soldatenfriedhof Cerny-en-Laonnois in Block 1, Grab 2.136.
Der Soldat Josef Egger stammte aus Lupperting, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Engelsberg. Im Ersten Weltkrieg diente er als Schütze in einer Maschinengewehr-Kompanie. Am 22.01.1917 fiel er im Alter von 19 Jahren durch schwere Verwundung.
Der Sterbeort und die Lages des Grabes von Josef Egger sind unbekannt.
Sterbebild von Josef EggerRückseite des Sterbebildes von Josef Egger
Der Soldat Martin Höcker stammte aus Berg, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Dorfen, und war der Sohn eines Landwirts (Edelthalhamer). Im Ersten Weltkrieg diente er als Gefreiter in der 2. Maschinengewehr-Kompanie des 1. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem bayerischen Militär-Verdienst-Kreuz 3. Klasse ausgezeichnet. Am 15.04.1918 fiel er nach 40 Monate Kriegsdienst im Alter von 23 Jahren bei Zelobes und Robecq in Nordfrankreich. Den auf dem Sterbeort angegebenen Ort „Cormel Malo“ konnte ich nicht identifizieren. Ich gehe davon aus, dass es sich um einen Hörfehler handelt. Mangels Fremdsprachenkenntnissen wurde ausländische Orte so aufgeschrieben, wie man sie hörte. Meist finde ich bei französischen Orten heraus, um welchen Ort es sich dann handelt. In diesem Fall ist es mir nicht gelungen.
Die Lage des Grabes von Martin Höcker ist offiziell unbekannt. Ich vermute jedoch, dass er anonym in einm Massengrab auf dem rund 8 Kilometer entfernten Soldatenfriedhof Laventie begraben wurde, wo man die deutschen Gefallenen der Region begrub.
Sterbebild von Martin HöckerRückseite des Sterbebildes von Martin Höcker