Der Soldat Ludwig Konrad stammte aus der bayerischen Gemeinde Roßbach und war Landwirt. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Gefreiter in der 4. Kompanie des 2. bayerischen Landsturm-Infanterie-Bataillons Passau. Am 24.06.1918 wurde er im Alter von 44 Jahren bei einem Granatvolltreffer in ein Feld-Magazin.
Man begrub Ludwig Konrad auf dem Soldatenfriedhof Senones in Block 2, Grab 43.
Der Soldat Karl Huber stammte aus Rembach, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Roßbach, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 4. Kompanie des 1. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 13.08.1916 fiel er im Alter von 33 Jahren während der Schlacht an der Somme durch einen Bauchschuss bei Cléry-sur-Somme.
Über den Todestag und die Todesumstände von Karl Huber berichtet die Regimentsgeschichte des 1. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:
„Während der Nacht wurde bekannt, dass die Postenlinie überrannt und die braune Linie in die Hände der Franzosen gefallen war. Von der 1. und 3. Kompanie kamen nur mehr einige Leute zurück. Um 11 Uhr nachts wurden 9. und 12. Kompanie in die Mulde östlich Cléry und 10. und 11. Kompanie an den Ostrand von Cléry vorgezogen. Ein Versuch, die braune Linie in der Nacht durch Gegenstoß wiederzugewinnen, zu dem 6. und 4. Kompanie, verstärkt durch 9. Kompanie, fertiggestellt waren, misslang infolge der Dunkelheit und der schwierigen Orientierung, da der größte Teil der Führer und Mannschaften die Lage der braunen Linie nicht kannten. Bis 4 Uhr vormittags dauerte der Infanteriekampf, dann flaute das Feuer langsam ab. Um 5 Uhr vormittags lag starkes Artilleriefeuer auf der ganzen Stellung. Von Mitternacht ab wurde ununterbrochen die Verbindung mit dem nördlich stehenden Reserve-Infanterie-Regiment 2 gesucht. Bei Dämmerung wurde die 12. Kompanie in die Lücke eingeschoben. Aber auch dadurch war der Anschluss noch nicht völlig hergestellt. Am Vormittag des 13. zunächst Sperrfeuer, dann ab 11 Uhr vormittags schweres Feuer auf dem Westrand von Cléry. Am Nachmittag verstärkt sich das Feuer gegen die ganze Stellung, geleitet durch tieffliegende feindliche Infanterieflieger. Trotzdem kein Angriff erfolgte, war der Tag für die Infanterie infolge der andauernden Beschießung mit schweren Kalibern sehr aufreibend und forderte große Verluste. In der Nacht wurde 5. und 8. Kompanie durch 10. und 11. abgelöst, 4. Kompanie wurde aus dem Riegel nach Cléry zurückgezogen. Durch Missverständnis aber blieb die 9. Kompanie noch bis zum 14. im Riegel stehen.“
Offiziell ist für Karl Huber keine Grablage bekannt, ebenso wie für viele seiner Regimentskameraden. Ich bin mir jedoch sicher, dass seine Gebeine, wenn sie geborgen wurden, anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Rancourt begraben wurden, wo man auch seine Regimentskameraden begrub, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.
Infanterist Johann Samereier, gefallen am 12.08.1916 bei Cléry-sur-Somme, begraben auf dem Soldatenfriedhof Rancourt in einem Massengrab;
Landwehrmann Franz Cinyburg, gefallen am 12.08.1916, begraben auf dem Soldatenfriedhof Rancourt in einem Massengrab;
Infanterist Adolf Bort, gefallen am 12.08.1916 bei Cléry-sur-Somme, begraben auf dem Soldatenfriedhof Rancourt in einem Massengrab;
Gefreiter Josef Sandner, gefallen am 12.08.1916 bei Cléry-sur-Somme, begraben auf dem Soldatenfriedhof Rancourt in einem Massengrab;
Leutnant Ludwig Mistler, geboren 1889, gefallen am 02.09.1916 bei Cléry-sur-Somme, begraben auf dem Soldatenfriedhof Rancourt in einem Massengrab.
Sterbebild von Karl HuberRückseite des Sterbebildes von Karl Huber
Der Soldat Karl Wasmeier stammte aus Kilgered, einem Weiler in der bayerischen Gemeinde Roßbach. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in einer Maschinengewehr-Kompanie in einem bayerischen Reserve-Infanterie-Regiment. Am 28.08.1917 fiel er im Alter von 21 Jahren in Russland durch Granatschuss.
Die Lage des Grabes von Karl Wasmeier ist unbekannt. Es existiert wahrscheinlich nicht mehr.
Der Soldat Michael Abstreiter stammte aus Münchsdorf, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Roßbach, und war der Sohn eines Anwesensbesitzers. Im Ersten Weltzkrieg diente er als Infanterist in der 9. Kompanie des 16. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 24.08.1914 fiel er im Alter von 23 Jahren während der Schlacht bei Blâmont.
Man begrub Michael Abstreiter auf dem Soldatenfriedhof Reillon in einem Massengrab.
Sterbebild von Michael AbstreiterRückseite des Sterbebildes von Michael Abstreiter
Der Soldat Michael Berndobler stammte aus der bayerischen Gemeinde Roßbach und war der Sohn eines Tagelöhners (Söldner). Im Ersten Weltkrieg diente er als Unteroffizier in der 12. Kompanie des 6. Rheinischen Infanterie-Regiments Nr. 68. Am 03.08.1915 fiel er während eines Patrouillengangs in Kronin vor Soissons im Alter von 23 Jahren.
Man begrub Michael Berndobler auf dem Soldatenfriedhof Vauxbuin in Block 1, Grab 260.
Der Soldat Johann Hofbauer stammte aus Oberradelsbach, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Roßbach, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 3. Kompanie des 1. bayerischen Infanterie-Regiments Am 26.06.1916 starb er im Alter von 24 Jahren während der Schlacht um Verdun durch Kopfschuss und nach längerem Leiden in einem Lazarett in Romagne-sous-les-Côtes.
Man begrub Johann Hofbauer auf dem Soldatenfriedhof Romagne-sous-les-Cotes in Block 6, Grab 1.
Sterbebild von Johann HofbauerRückseite des Sterbebildes von Johann Hofbauer
Sebald Göth wurde am 11.11.1896 in Obergrafendorf geboren, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Roßbach, und war der Sohn eines Kunstmühlbesitzes. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er im 15. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiment. Am 01.08.1918 fiel er im Alter von 22 Jahren in Servenay bei Beugneux (Stenay ist eine Falschinformation auf dem Sterbebild) während eines Patroillengangs durch einen Treffer eines Granatsplitter in die Brust.
Man begrub Sebald Göth auf dem Soldatenfriedhof Vauxbuin in einem Massengrab.