Sonderbeitrag: Friedrich Happel

Der Soldat Friedrich Happel wurde am 18.11.1893 in Hausen geboren, einem Ortsteil der hessischen Stadt Pohlheim. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Musketier und Schreiber im Generalkommando des XVII. Armee-Korps, wobei er eigentlich in der 2. Kompanie des 132. Armierungs-Bataillon diente, vermutlich jedoch auf Krankheitsgründen in das Generalkommando abgeordnet wurde. Am 04.08.1916 verstarb er im Alter von 22 Jahren im Reserve-Lazarett II. in Erfurt, Abteilung Gutenbergschule, an einer Krankheit.

Man überführte Friedrich Happel in die Heimat. Dort wurde er in seiner Heimatstadt in seinem Heimatort begraben. Bei meinem Besuch am 05.06.2026 stellte ich fest, dass sein Grab nicht mehr existiert.

Todesanzeige für Friedrich Happel im Gießener Anzeiger
Todesanzeige des Turnverein Hausen und Gesangsverein Hausen für Friedrich Happel im Gießener Anzeiger
Auf diesem Denkmal gedenkt man Friedrich Happel noch heute in Pohlheim-Hausen
Auf dieser Gedenkplatte am Denkmal in Pohlheim-Hausen ist Friedrich Happels Name verzeichnet
Der Name und der Todestag von Friedrich Happel auf dem Denkmal in Pohlheim-Hausen

Sonderbeitrag: Eugen Wirth

Der Soldat Eugen Wirth stammte aus der Stadt Eppingen im heutigen Bundesland Baden-Württemberg. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als kriegsfreiwilliger Oberjäger in der 3. Kompanie des Garde-Schützen-Bataillons. Man zeichnete ihn mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und mit der badischen Tapferkeitsmedaille aus. Am 13.08.1916 fiel er während der Kämpfe in den Vogesen im Alter von 20 Jahren durch schwere Verwundung nahe Schweighausen bei Thann (französisch: Schweighouse-Thann).

Man begrub Eugen Wirth auf dem Soldatenfriedhof Cernay in Block 6, Grab 257.

In seiner Heimatstadt Eppingen gedenkt man Eugen Wirth noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2017/eppingen_lk-heilbronn_wk1_wk2_bw.html

Die Todesanzeige für Eugen Wirth im Gießener Anzeiger

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.938: Leo Wagner

Der Soldat Leo Wagner wurde am 11.04.1890 in Jungensberg, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Stiefenhofen, geboren. Er wurde Lehrer an der Hohenzollernschule in München. Heute wird die Schule Hermann-Frieb-Schule genannt. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Ersatz-Reservist in der 1. Kompanie des 16. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 01.12.1914 fiel er während der Stellungskämpfe in Flandern im Alter von 24 Jahren bei Messines (niederländisch: Mesen) durch Granattreffer.

Über den Todestag und die Todesumstände von Leo Wagner berichtet die Regimentsgeschichte des 16. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:

„Im Alarmquartier Messines übernimmt Oberstleutnant von Langlois am 01.12. das Regiment, dessen Gefechtsstärke 21 Offiziere und Offiziersstellvertreter, 1.432 Unteroffiziere und Mannschaften, dessen Verpflegungsstärke 25 Offiziere, 1.652 Mannschaften und 180 Pferde betrug. Zehn Tage später war die Gefechtsstärke bereits auf 31 Offiziere, 1.528 Mann, die Verpflegungsstärke auf 34, bzw. 1.809 gestiegen. Die infolge des häufigen Kommandeurwechsels verschiedene Auslegung des Begriffs Verpflegungsstärke erhält dadurch Stetigkeit, dass hinfort Mannschaften der Bagage nicht mehr zur Gefechtsstärke gerechnet werden.

In der Stellung wird Nacht für Nacht die Dreiteilung des Dienstes in Schützen- und Arbeitsmannschaften sowie nahe Bereitschaft durchgeführt. Zwei Drittel der Mannschaft stehen allnächtlich wachend und schanzend, gefechtsbereit in der vordersten Linie, nur ein Drittel erholt sich im Unterstand von den Strapazen. Dieser Dienst im Schützengraben erfährt durch Divisionsbefehl vom 2. Dezember eine grundlegende Milderung: 50 Prozent der Mannschaft sollte bei Nacht, 30 Prozent bei Tag gefechtsbereit Posten stehen. Die Einsicht der Unterführer in die wirklichen Bedürfnisse und in die ertragbare Leistung milderte diesen Befehl weiterhin ab, dass tagsüber von jeder Gruppe nur ein Mann zu wachen hatte, eine Einrichtung, die sich den ganzen Krieg hindurch bewährte.

Tag um Tag kostete Opfer an Mut und Blut, keiner verging ohne Verluste durch das feindliche Feuer. Das Infanteriefeuer flaute ab, wurde schwach und schwächer, tagsüber fielen höchstens vereinzelte Schüsse der Scharfschützen. Doch unterhielt der Gegner ein gutgezieltes heftiges Artilleriefeuer mit Granaten und Schrapnells auf unsere Schützengräben, am 27. November, damals noch eine Seltenheit, geleitet durch feindliche Flieger.“

Man begrub Leo Wagner auf dem Soldatenfriedhof Menen in Block A, Grab 3.171.

In der Hochschule für angewandte Wissenschaften (ehemals katholische Lehrerbildungsanstalt Pasing) gedenkt man noch heute Leo Wagner auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2010/m-pasing_lba_wk1_bay.htm

Todesanzeige von Leo Wagner