Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.570: Josef Nützl

Der Soldat Josef Nützl wurde am 04.04.1897 Eschlbach, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Schönberg, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er im 18. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiment. Man zeichnete Josef Nützl mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse aus. Er geriet in französische Kriegsgefangenschaft und erkrankte an Typhus. Am 16.02.1919 verstarb er im Alter von 22 Jahren in einem Lazarett in Saint-Dizier (Département Haute-Marne) an dieser schweren Krankheit.

Die Lage des Grabes von Josef Nützl ist unbekannt, ich weiß jedoch, dass viele Soldatengräber dieser Region nach dem Krieg auf dem Soldatenfriedhof Connantre zusammengelegt wurden – beispielsweise wurde auch mein Großonkel Johann Steil dorthin überführt und in einem Massengrab beigesetzt – zunächst anonym.

Sterbebild von Josef Mützl
Rückseite des Sterbebildes von Josef Mützl

Sonderbeitrag: „ir gedenken den Opfern des Faschismus

Wir gedenken den folgenden Opfern des deutschen Faschismus:

18.02.1933 Hans Kestler, am 28.05.1900 in Sossenheim geboren, einem Ortsteil von Frankfurt am Main, von der SA erschossen;

19.02.1937 Klaus Vassilliere bei der Verteidigung des demokratischen Spanien gefallen;

19.02.1942 Wilhelm Göntgens, Dortmund, hingerichtet;

19.02.1945 Karl Wiese und Max Borck hingerichtet;

20.02.1945 Werner Etter, Hamburg, hingerichtet;

21.02.1944 Willy Tietze, Berlin, hingerichtet;

21.02.1945 Wilhelm Ebert, Bielefeld, im KZ Mauthausen umgekommen;

22.02.1940 Albert Willimsky, katholischer Geistlicher, in Sachsenhausen umgekommen;

22.02.1940 Max Eckert, München, im KZ Mauthausen ermordet;

22.02.1943 Hans und Sophie Scholl und Christop Probst hingerichtet;

22.02.1943 Dagobert Lubinski, Düsseldorf, im KZ Auschwitz umgebracht;

22.02.1944 Pfarrer Dr. Alfons Maria Wachsmann hingerichtet.

Wir gedenken…den Opfern des deutschen Faschismus

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.569: Sebastian Mayr

Der Soldat Sebastian Mayr wurde am 19.12.1891 in Altenham geboren, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Tacherting, und war Landwirt (Huber-Gütler). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 5. Kompanie des 3. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 09.04.1917 fiel er im Alter von 35 Jahren während der Stellungskämpfe im Oberelsass. Sein Bataillon wurde vom 03.04.1918 an der 26. württembergischen Landwehr-Division zugeteilt und marschierte nach Ungersheim, Feldkirch und Bunzenheim beordert. Seit dieser Zeit gilt Sebastian Mayr als vermisst. Sein Sterbeort und seine Grablage war nicht zu recherchieren.

Es könnte gut sein, dass Sebastian Mayr auf dem rund 13 Kilometer entfernt von seinem letzten Aufenthaltsort gelegenen Soldatenfriedhof Cernay als unbekannter Soldat begraben wurde.

Sterbebild von Sebastian Mayr
Rückseite des Sterbebildes von Sebastian Mayr