Der Soldat Franz Xaver Maier wurde am 03.05.1883 geboren und lebte in Niederseeon, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Moosach. Er war Kleinbauer (Gütler) und Distriktsstraßenwärter. Im Ersten Weltkrieg diente er als Landwehrmann in der 9. Kompanie des 1. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 07.09.1914 (Volksbund: 09.09.1914) fiel er im Alter von 31 Jahren bei Einville-au-Jard, in der Nähe von Lunéville.
Über den Todestag und die Todesumstände berichtet die Regimentsgeschichte des 1. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:
„Bewegungen von Patrouillen und kleinen Abteilungen im Bois de Crevic veranlasste unsere Artillerie zu einem starken Feuerüberfall. Während des Tages wurde das Regiment in Gefechtslinie, Bereitschaft und Reserve gegliedert. Am Stellungsbau wurde weitergearbeitet.
Abends traf der Befehl ein, dass sich das Regiment dem Angriff der nördlich stehenden 6. bayerischen Infanterie-Division anzuschließen habe. Das Angriffsziel war für das rechtsstehende II. Bataillon die Höhe nordöstlich des Bois de Crevic, für das Linksstehende I. Bataillon die Höhe 316 südlich des Waldes. III. Bataillon sollte als Reserve hinter dem linken Flügel folgen. Um 6 Uhr nachmittags wurde angetreten. Das I. Bataillon erreichte ohne Schwierigkeit die Höhe 316 und grub sich dort mit Front gegen Südwesten ein. Das III. Bataillon ging zunächst ohne feindliche Gegenwirkung bis in die Höhe des Ostrandes des Bois de Crevic vor, erhielt aber im weiteren Vorgehen dem Nordrand des Waldes entlang starkes Flankenfeuer aus dem Wald, wodurch die Bewegung zum Stehen kam. Da sich ein Vorgehen an dem Wald als unmöglich erwies, wurde zunächst 1, dann 2 weitere Kompanien gegen die Nordostecke des Waldes eingesetzt. Der Angriff der Kompanien, der gegen Mitternacht begann, stockte bald, da das feindliche Feuer sehr stark wurde und die in den Wald eindringenden Teile durch Drahthindernisse aufgehalten wurden. Außerdem ging die einheitliche Gefechtsleitung durch starke Führerverluste verloren. Übertriebene Nachrichten von dem Gefecht des II. Bataillons veranlassten das Regiment, 2 Kompanien des III. Bataillons vor dem Ostrand des Bois de Crevic bereitzustellen, um einen Gegenstoß des Gegners zurückzuweisen. Inzwischen war es aber schon gelungen, die in der Dunkelheit auseinandergeratenen Kompanien des II. Bataillons zu sammeln und die Verbindung im Regiment und mit dem benachbarten 13. bayerischen Infanterie-Regiment aufzunehmen. Um 1 Uhr vormittags war die Ordnung hergestellt. Das Feuer wurde schwächer und verstummte um 3.15 Uhr vormittags. – Auf Befehl der Brigade ging das Regiment in die alten Stellungen zurück, deren Besetzung um 5.15 Uhr vormittags beendet war.
08.09. Arbeiten in der Stellung wurden während des Tages von feindlicher Artillerie gestört, so dass nur mehr nachts gearbeitet werden konnte. Tagsüber lebhaftes Artilleriefeuer auf dei Stellung. Patrouillen, die gegen Bois de Crevic vorgeschickt wurden, konnten nicht in den Wald eindringen.
09.09. Das Artilleriefeuer nahm an Stärke zu. Nachts ging ein schweres Gewitter nieder, das die Gräben mit Wasser anfüllte und die Stellung stark beschädigte.“
Vermutlich wurde er auf dem Soldatenfriedhof Gerbéviller in einem Massengrab beigesetzt.

