Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.853: Johann Berghammer

Johann Berghammer Asing, lebte in der bayerischen Gemeinde Winklarn und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 8. Kompanie des 13. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 10.09.1914 (Volksbund: 11.09.1914) fiel er im Alter von 22 Jahren während der Schlacht von Nancy – Epinal bei Drouville im Elsass.

Über den Todestag und die Todesumstände von Johann Berghammer berichtet die Regimentsgeschichte des 13. bayerischen Infanterie-Regiments:

„10.09.1914 Das schwere feindliche Artilleriefeuer ging weiter. Führung des III. an Stelle des durch Unfall verletzten Hauptmanns Popp übernahm Hauptmann Hofmann (2.) Nachts wurde wieder abgelöst: II. rechts vorne, III. links rückwärts, I. Serres (durfte erst 11.09. 4 Uhr vormittags Drouville verlassen).

11.09.1914 Feindlicher Teilangriff 10 Uhr vormittags wurde durch 7. und 8. aufgehalten, 1.30 Uhr nachmittags kam das alarmierte I. in die Mulde östlich Drouville an; 2.30 Uhr nachmittags erfolgte neuer Franzosenangriff gegen II. und III., erfolgreicher Gegenstoß des I. (Maschinengewehr-Unteroffizier Müller Max zeichnete sich besonders aus). 9 Uhr nachmittags jam der Divisionsbefehl für Abzug: I. 10 Uhr nachmittags Abmarsch in eine Nachhutstellung bei St. Libaire. II. Um 10 Uhr nachmittags, III. um 11.30 Uhr nachmittags Abmarsch nach Serres. I. erreichte zwischen 11 Uhr und 12 Uhr die Ferme und grub sich mit Hilfe einer Pionierkompanie vom preußischen Pionier-Bataillon 16 südlich derselben ein.“

Man begrub Johann Berghammer auf dem Soldatenfriedhof Gerbéviller in einem Massengrab.

Sterbebild von Johann Berghammer
Rückseite des Sterbebildes von Johann Berghammer

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.849: Michael Willnecker

Der Soldat Michael Willnecker stammte aus der bayerischen Stadt Pocking und war der Sohn eines Schreinermeisters. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist und Reservist in der 5. Kompanie des 13. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 01.09.1914 fiel er im Alter von 23 Jahren während der Schlacht vor Nancy-Epinal bei Luneville.

Offiziell ist für Michael Willnecker keine Grablage bekannt. Es liegt jedoch nahe, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Gerbéviller begraben wurde, wo man die Gefallenen seines Regiments begrub, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.

  • Unteroffizier Wilhelm Flessa, gefallen am 05.09.1914 bei Luneville, begraben auf dem Soldatenfriedhof Gerbéviller in einem Massengrab;
  • Unteroffizier Konrad Fleischmann, gefallen am 05.09.1914 bei Luneville, begraben auf dem Soldatenfriedhof Gerbéviller in einem Massengrab.

Man gedenkt Michael Willnecker noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2017/reichstorf_markt-eichendorf_wk1_wk2_by.html

Sterbebild von Michael Willnecker
Rückseite des Sterbebildes von Michael Willnecker

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.815: Johann Brambs

Der Soldat Johann Brambs stammte aus Giersdorf, einem Stadtteil der bayerischen Stadt Vilsbiburg, und war Tagelöhner (Söldner). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Jäger und Landsturmmann in der 2. Kompanie des 1. bayerischen Reserve-Jägerbataillons. Am 4./5.09.1914 wurde er schwer verwundet und verstarb am 24.09.1914 im Alter von 31 jahren in Lunéville in französischer Kriegsgefangenschaft.

„Nächtlicher Vorstoß über Frascati – Aux-quatre-vents – Vitrimont
4. bis 5. Septemberg 1914

Das Bataillon marschierte 7 Uhr nachmittags von Rappe zum befohlenen Angriff ab. Es hatte den Auftrag, links gestaffelt der linken Sturmkolonne der Brigade – Reserve-Infanterie-Regiment 13 mit 1 Reserve und 4. Feldpionier-Kompanie – zum Schutze der linken Flanke derselben zu folgen. Um 8.30 Uhr abends war das Bataillon auf das Reserve-Infanterie-Regiment 13 beim Schlösschen Friscati aufgeschlossen. Vorerst sollte das Bataillon bis Aux-quatre-vents diesem Regiment folgen und dann westlich Vitrimont vorbei von Norden nach Süden vorstoßen, den Feind nördlich und bei Vitrimont werfen und dann südlich Vitrimont mit Front nach Südwesten Schützengräben für zwei Kompanien ausheben gegen allenfalligen Angriff aus Foret de Vitrimont. Die 1. Jäger-Kompanie verbleibt mit der Maschinengewehr-Kompanie des Bataillons als Sicherheitsbesatzung in dem westlichen Teil der südlichen Friscatistellung.

9.30 Uhr nachmittags tritt die linke Sturmkolonne der Brigade in Anwesenheit des Brigadestabes an. Das Reserve-Jäger-Bataillon 1 folgt links gestaffelt am Südhang der Höhe 347. Etwa 10 Uhr nachmittags traf das Bataillon bei dem Straßenkreuz 1 Kilometer südlich Deuxville auf feindliche Schützengräben und erhielt aus diesen Feuer. zugleich kam das Bataillon auch in heftiges Feuer scgwerer Artillerie. Glücklicherweise schlugen die Geschosse jedoch meist unmittelbar hinter dem Bataillon ein. 2. und 4. Kompanie werden in vorderer Linie entwickelt, 3. Kompanie links gestaffelt, die Gewehre entladen und Seitengewehre aufgepflanzt. Der Feind räumt die Stellung, bevor das Bataillon zum Sturm überging. Das Bataillon ging nun bis Aux-quatre-vents vor. Bei Aux-quatre-wents erhält das Bataillon vom Brigadekommanderur persönlich den Befehl zum Vorgehen zunächst in westlicher, dann in südlicher Richtung und Wegnahme der westlich Vitrimont gelegenen feindlichen Schützengräben. Daraufhin geht das Bataillon zum Sturm gegen die feindlichen Schützengräben im Wegedreieck zwischen Vitrimont und Ferme de Léomont vor. Unter schweren Verlusten erstürmte die 3. Kompanie, rechts und links von der 4. und 2. Kompanie eingerahmt, die von etwa zwei französischen Kompanien besetzten Gräben. Auch das nördliche, an Vitrimont anstoßende Stück der Straße nach Dombasle wird im Laufschritt gewonnen und trotz des von allen Seiten losbrechenden Feuers die dort eingenisteten Franzosen geworfen. Aus dem Gehöft am Fuße des Léomontberges erhielt das Bataillon nun starkes flankierendes Infanterie- und Maschinengewehrfeuer. Ein Jägerzug wurde dorthin zum Sturm angesetzt. Er erobert das Gehöft und steckt es in Brand. Die Besatzung wurde größtenteils niedergemacht. Außerdem wurden drei Maschinengewehre erbeutet und 30 gefangene Franzosen eingebracht. Da Vitrimont vom Feinde frei gemeldet war, wurden die Gefangenen unter Bedeckung über Vitrimont nach Lunéville in Marsch gesetzt.

Auftragsgemäß ging nun das Bataillon etwa 3 Uhr vormittags nach Süden, westlich an Vitrimont vorbei und birschte sich, um Deckung gegen das immer noch über das Feld fegende Infanteriefeuer zu finden, in den Straßengraben vor. Eben ist das Bataillon im Begriffe, in einem Obstgarten am Nordwestrand von Vitrimont zu sammeln, wohin auch die Verwundeten gebracht wurden, da wird es aus dem Ort, in den der Feind von Süden her eingedrungen sein musste, plötzlich mit rasendem Feuer überfallen. Von allen Seiten beschossen, angesichts des Vorgehens feindlicher Abteilungen aus Richtung Anthelupt und mangels jeder Verbindung mit dem Reserve-Infanterie-Regiment 13 war das Bataillon zum eiligen Rückzug auf Aux-quatre-vents gezwungen, sodass die Verwundeten leider nur zum Teil geborgen werden konnten und die drei Beute-Maschinengewehre zerschlagen werden mussten. Schon hatte das Bataillon die Gegend von Aux-quatre-vents erreicht, da wurde es von den zwei dem Reserve-Infanterie-Regiment 13 zugeteilten Pionierkompanien, die es für Feind ansah, mit der blanken Waffe im Sturm angegriffen. Major Düwell ließ sofort seine Jäger hinlegen, trat allein den anstürmenden Pionieren entgegen und brachte sie durch Zuruf zum Stehen. Das Bataillon, das nunmehr aus knapp zwei Kompanien bestand, konnte daraufhin ungestört auf die Höhe bei Schlösschen Friscati abrücken, wo in den Morgenstunden noch zahlreiche Versprengt eintrafen.

Jäger und Landwehrmann Stießberger Martin, der 4. Kompanie zeichnete sich im nächtlichen Vorgehen auf Vitrimont (4. zum 5.9.) aus. Als beim Überschreiten eines Grabens die Kompanie Rückenfeuer erhielt, kehrte Stießberger aus eigenem Antrieb mit einigen Jägern sofort um, suchte nach den Schützen und entdeckte in dem durchschrittenen Graben 15 – 20 Turkos, die niedergemacht wurden. Die Kompanie wurde dann von rückwärts nicht mehr belästigt. Hierfür und da er außerdem am 15.05.1915 freiwillig einen schwer verwundeten Pionier mit noch anderen Kameraden von der Straße nach Carency zurückbrachte und ihn dadurch vor dem sicheren Tode errettete, wurde Stießberger mit der Silbernen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet.

Verluste am 04. und 05.09.:

Oberleutnant und Bataillonsadjutant Brendel am 04.09. leicht verwundet, kehrt am 05.09. wieder zum Bataillon zurück. Leutnant der Reserve Gschwendtner verwundet, ferner Oberjäger und Jäger tit 10, verwundet 73, vermisst 5.“

Man begrub Johann Brambs auf dem Soldatenfriedhof Gerbéviller in einem Massengrab.

Seine Heimatgemeinde Vilsbiburg gedenkt Johann Brambs noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2010/vilsbiburg-seyboldsdorf_wk1u2_bay.htm 

Sterbebild von Johann Brambs
Rückseite des Sterbebildes von Johann Brambs

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.799: Franz Xaver Maier

Der Soldat Franz Xaver Maier wurde am 03.05.1883 geboren und lebte in Niederseeon, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Moosach. Er war Kleinbauer (Gütler) und Distriktsstraßenwärter. Im Ersten Weltkrieg diente er als Landwehrmann in der 9. Kompanie des 1. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 07.09.1914 (Volksbund: 09.09.1914) fiel er im Alter von 31 Jahren bei Einville-au-Jard, in der Nähe von Lunéville.

Über den Todestag und die Todesumstände berichtet die Regimentsgeschichte des 1. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:

„Bewegungen von Patrouillen und kleinen Abteilungen im Bois de Crevic veranlasste unsere Artillerie zu einem starken Feuerüberfall. Während des Tages wurde das Regiment in Gefechtslinie, Bereitschaft und Reserve gegliedert. Am Stellungsbau wurde weitergearbeitet.

Abends traf der Befehl ein, dass sich das Regiment dem Angriff der nördlich stehenden 6. bayerischen Infanterie-Division anzuschließen habe. Das Angriffsziel war für das rechtsstehende II. Bataillon die Höhe nordöstlich des Bois de Crevic, für das Linksstehende I. Bataillon die Höhe 316 südlich des Waldes. III. Bataillon sollte als Reserve hinter dem linken Flügel folgen. Um 6 Uhr nachmittags wurde angetreten. Das I. Bataillon erreichte ohne Schwierigkeit die Höhe 316 und grub sich dort mit Front gegen Südwesten ein. Das III. Bataillon ging zunächst ohne feindliche Gegenwirkung bis in die Höhe des Ostrandes des Bois de Crevic vor, erhielt aber im weiteren Vorgehen dem Nordrand des Waldes entlang starkes Flankenfeuer aus dem Wald, wodurch die Bewegung zum Stehen kam. Da sich ein Vorgehen an dem Wald als unmöglich erwies, wurde zunächst 1, dann 2 weitere Kompanien gegen die Nordostecke des Waldes eingesetzt. Der Angriff der Kompanien, der gegen Mitternacht begann, stockte bald, da das feindliche Feuer sehr stark wurde und die in den Wald eindringenden Teile durch Drahthindernisse aufgehalten wurden. Außerdem ging die einheitliche Gefechtsleitung durch starke Führerverluste verloren. Übertriebene Nachrichten von dem Gefecht des II. Bataillons veranlassten das Regiment, 2 Kompanien des III. Bataillons vor dem Ostrand des Bois de Crevic bereitzustellen, um einen Gegenstoß des Gegners zurückzuweisen. Inzwischen war es aber schon gelungen, die in der Dunkelheit auseinandergeratenen Kompanien des II. Bataillons zu sammeln und die Verbindung im Regiment und mit dem benachbarten 13. bayerischen Infanterie-Regiment aufzunehmen. Um 1 Uhr vormittags war die Ordnung hergestellt. Das Feuer wurde schwächer und verstummte um 3.15 Uhr vormittags. – Auf Befehl der Brigade ging das Regiment in die alten Stellungen zurück, deren Besetzung um 5.15 Uhr vormittags beendet war.

08.09. Arbeiten in der Stellung wurden während des Tages von feindlicher Artillerie gestört, so dass nur mehr nachts gearbeitet werden konnte. Tagsüber lebhaftes Artilleriefeuer auf dei Stellung. Patrouillen, die gegen Bois de Crevic vorgeschickt wurden, konnten nicht in den Wald eindringen.

09.09. Das Artilleriefeuer nahm an Stärke zu. Nachts ging ein schweres Gewitter nieder, das die Gräben mit Wasser anfüllte und die Stellung stark beschädigte.“

Vermutlich wurde er auf dem Soldatenfriedhof Gerbéviller in einem Massengrab beigesetzt.

Sterbebild von Franz Xaver Maier
Rückseite des Sterbebildes von Franz Xaver Maier

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.792: Johann Irrgang

Der Soldat Johann Irrgang stammte aus Wulting, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Schorndorf, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 1. Kompanie des 5. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 26.08.1914 fiel er während eines Gefechts zwischen Mortagne und Xermaménil im Alter von 22 Jahren bei Mont (Mont-sur-Meurthe?) in Frankreich.

Man begrub Johann Irrgang auf dem Soldatenfriedhof Gerbéviller in einem Massengrab.

Seine Heimatstadt Untertraubenbach gedenkt Johann Irrgang noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2009/cham-untertraubenbach_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Johann Irrgang
Rückseite des Sterbebildes von Johann Irrgang

 

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.773: Max Riesinger

Der Soldat Max Riesinger stammte aus Ötzing, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Tiefenbach, und war der Sohn eines grundbesitzlosen Tagelöhners (Inwohner). Im Ersten Weltkrieg diente er als Jäger der Reserve in der 2. Kompanie des 1. bayerischen Reserve-Jäger-Bataillons. Am 05.09.1914 fiel er im Alter von 27 Jahren während der Schlacht von Nancy – Epinal bei Vitrimont (Regimentsgeschichte Frescati, einem Ortsteil der französischen Gemeinde Deuxville) während eines nächtlichen Sturmangriffs.

Man begrub Max Riesinger auf dem Soldatenfriedhof Gerbéviller in einem Massengrab.

Sterbebild von Max Riesinger
Rückseite des Sterbebildes von Max Riesinger

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.765: Georg Sigl

Der Soldat Georg Sigl wurde am 05.07.1890 in der bayerischen Gemeinde Aicha als Sohn eines Landwirts geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er als Tambour in der 12. Kompanie des 2. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 05.09.1914 fiel er im Alter von 24 Jahren bei dem Gefecht bei Maixe.

Über den Todeszeitraum und die Todesumstände von Georg Sigl berichtet die Regimentsgeschichte des 2. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:

„Gefecht bei Maixe
(oder auch bei „Crévic“ oder „bei Höhe 316“ oder auch bei „Einville“ genannt)

4. und 5.9.1915

Der rechte Flügel des deutschen Heeres war durch Belgien in Richtung Paris siegreich im Vormarsch. Es lag nahe, dass die Franzosen zur Verstärkung ihres angeschlagenen linken Heeresflügels Kräfte aus Lothringen dorthin zogen. Dies zu verhindern, wurde Angriff auf Lothringen befohlen. Das Ersatzkorps, III. bayerisches Armee-Korps und I. bayerisches Reserve-Korps, verstärkt durch verschiedene Belagerungsformationen, hatten den Angriff auf Nancy mit seinen Befestigungsgruppen durchzuführen. Zur Vorbereitung dazu sollte zunächst im Vorgelände der Festung Raum für die schwere Artillerie gewonnen werden. 2 Uhr nachmittags Vormarsch der 1. Reserve-Brigade vom Biwak über Henaménil, Bauzemont auf Einville. Beträchtliche Marschverluste infolge der Gluthitze. Bereitstellung: Reserve-Infanterie-Regiment 1 rechts, Reserve-Infanterie-Regiment 2 links zwischen Balhey und Einville. Demnächst sollte das Reserve-Infanterie-Regiment 2 die Höhe 316 nordwestlich Maixe nehmen und hatte am 05.09. früh in dem westlich davon gelegenen Wald von Crévic eingegraben zu sein. Vom Feinde, namentlich über dessen schwere Artillerie im Festungsvorgelände, war nichts bekannt. Nach der Tiefe des Angriffsraumes, der vorgerückten Tagesstunde und der Schwäche der Artillerie (eine Batterie) für die Brigade, sowie der Unklarheit über feindliche Gruppierung und Stärke eine gewaltige Aufgabe! Im Anschlusse rechts der Brigade stand 6. bayerische Infanterie-Division vom III. Armee-Korps; links und zwar südlich des Sânon-Kanals sollte die 2. Reserve-Infanterie-Brigade vorgehen.

Das Betreten der Ortschaften Maixe (nördliches Ufer) und Crévic (südliches Ufer des Kanals) – beide also an der Trennungslinie der Brigaden – die von der schweren Artillerie des Armeekorps in Brand geschossen werden sollten, war ausdrücklich verboten worden.

Eine bisherige Sicherungs-Abteilung der 6. bayerischen Infanterie-Division in Einville teilte noch mit, dass die französische Artillerie hervorragend eingeschossen sei, was sich unmittelbar darauf bei einer Beschießung des erkundenden Brigade- und Regimentsstabes bestätigte. Das Regiment mit zwei zugeteilten Kompanien 19. preußisches Pionier-Regiment entsandte nur zwei Kompanien (5. und 8.), durch den dichten, unwegsamen Wald, alles übrige in drei Linien II., III., I. Bataillon ging gegen 5 Uhr nachmittags südlich des Waldes von Einville vor, Der Westrand des Waldes durfte zunächst nur von Patrouillen überschritten werden. Das Vorgehen dorthin vollzog sich fast ohne Störung durch den Feind, erst im Südwestteil des Waldes gab es kleinere Zusammenstöße. Auf dem Angriffsfelde verrieten deutsche Tote, dass hier früher schon heftig gekämpft worden war.

Um das Herankommen der links zurückbefindlichen 2. Reserve-Infanterie-Brigade abzuwarten, musste die Fortsetzung des Angriffs vor der 1. Reserve-Brigade auf 9 Uhr abends verschoben werden.

III. Bataillon und 6. und 7. Kompanie hatten zu dieser Zeit unter Major Staudacher die Höhe 316 wegzunehmen und weiter aufzuklären. 5. und 8. Kompanie steckten noch im Walde. – Mondschein gebünstigte die Bewegung.

Regimentsstab, I. Bataillon mit Maschinengewehr-Kompanie und Pioniere – Reserve – und demnächst der Sanitätswagen mit Regimentsarzt folgten bis in den Grund des l‘ Etangbaches, wo ein Steg geschlagen wurde. Der Besitz der Höhe wurde bald gemeldet. Allmählich wurde aber erkannt, dass der Feind noch in Schützengräben auf dem eigentlichen plateauartigen Höhenkamme lag. Von hier aus und namentlich aus der linken Flanke – Richtung Maixe, das selbst heftig von der Artillerie des Armeekorps beschossen wurde, ohne zu brennen – lag während der ganzen langen Nacht stoßweise feindliches Infanterie- und Maschinengewehr-Feuer (rafales) auf unseren Linien und Reserven. Das Feuer wurde aber vorerst absichtlich nicht beantwortet, um unsere Stärke und Gruppierung nicht zu verraten. Das Eingraben in vorderster Linie war bei dem harten Boden und dem wenigen Schanzzeug nur in geringem Umfange möglich. Die Artillerie war in Unterkunft gegangen. Zum Schutz gegen feindliche Überraschung aus der linken Flanke, Richtung Maixe, wurde die 4. Kompanie (Storch) gegen Süden, 2. (Hofferberth) zur Verlängerung links des III. Bataillons eingesetzt. Später wurden zwei Maschinengewehr-Züge ins III. Bataillon, ein Zug in die 4. Kompanie eingeschoben, mit dem Auftrag, sobald nach dem Aufblitzen der Schüsse die feindliche Stellung festgestellt war, durch energisches Feuer den Feind nieder zu halten.

Die Fortsetzung des nächtlichen Angriffes bis zum Walde von Crévic unterblieb zunächst auf Befehl der Brigade wegen des Zurückbleibens der 2. Reserve-Brigade, der ungeklärten Verhältnisse vor der Front, sowie bei Maixe, und wohl auch wegen der Unklarheit beim Reserve-Infanterie-Regiment 1.

Das Angriffsziel – Wald von Crévic – konnte bis zur befohlenen Zeit nur noch gewonnen werden, wenn der Angriff spätestens bei Tagesanbruch mit starker Staffelung links und kräftiger Artillerieunterstützung, die ausdrücklich in der Nacht zweimal vom Regiment über die Brigade erbeten wurde, erfolgte.

Die Brigade stimmte dem zu und so stürmte das Regiment mit den Maschinengewehrzügen sowie den nächsten Teilen des Reserve-Infanterie-Regiments 1 nach heftigem Feuerschlag um 4.50 Uhr vormittags die stark besetzten feindlichen Gräben der Höhe 316..

Die Franzosen, etwa gleich stark, flohen namentlich in den Wald von Crévic, bedrängt von unseren Kompanien. 9. (Gaul) und 11. (Pfannenstiel) erreichen diesen Wald gegen 7 Uhr vormittags, während 10. (Hartlmaier) mit Maschinengewehr-Zug (Kleemann) und 12. (Dentler) feindliches Feuer aus Richtung nordöstlich Crévic erwiderten. 6. Molenar) und 7. (Hafelmayr) befanden sich im III. Bataillon verteilt eingeschoben.

Am linken Flügel beim I. Bataillon (Dittelberger) stürmten 2. und 4. Kompanie den Rand eines Weinberges, von dem aus das III. Bataillon empfindlich flankiert gewesen war. 3. (Dittmar) wurde links gestaffelt nachgezogen; 1. Bataillon (Rost) mit dem linken Flankenschutz des Regiments beauftragt.

Die zwei preußischen Pionierkompanien blieben Reserve.

Vor dem linken Flügel wurde um diese Zeit eine feindliche Marschkolonne – 1 – 1 ½ Regimenter mit Artillerie – im Rückmarsch von Petite Maixe – Crévic auf Sommerviller erkannt. Schwächere feindliche Infanterie bei Petite-Maixe und beim Friedhof Crévic lag noch immer im Feuer gegen Höhe 316. Offenbar wollten diese Truppen, die die schweren Beschießungen von Maixe und Crévic ausgehalten hatten, nun nach Nancy zurückmarschieren. Der überraschende Stoß des Regiments war geglückt und alles wartete gespannt auf unser Artilleriefeuer, und auf die Einwirkung der 2. Reserve-Infanterie-Brigade links, sowie der 6. bayerischen Infanterie-Division rechts. Die 3. Kompanie nahm die nächsten Teile der feindlichen Marschkolonne bei Petite-Maixe unter Feuer.

Die Franzosen stellten nun den Rückmarsch ein. Ihre Infanterie entwickelte gedeckt, verstärkte zunächst beim Friedhof nördlich des Kanals; zwei ihrer Batterien weiter östlich. Zugleich brach ein heftiges Artilleriefeuer aus südlicher Richtung los, das die Höhe 316 und die Hänge dahinter planmäßig und heftig überstreute. Während die Mitte und der linke Flügel stark durch Infanterie- und Artilleriefeuer litten, wurden 9. und 11. am Walde von Crévic emflindlich gefasst.

Die Franzosen flankierten ungehindert auf beiden Seiten; ihre Artillerie, namentlich schwere Artillerie der Festung Nancy, gab verheerendes Feuer ab.

Das brave Regiment, den glänzenden Sieg in Händen, kann ihn nicht halten, da die eigene Artillerieunterstützung ausblieb und die Nachbarbrigaden rechts und links zur Entlastung nicht fühlbar wurden. Trotz dieser bitteren Erkenntnis begann die unhaltbare Front nur langsam und zögernd abzubröckeln, die Teile, wo immer nur möglich, wieder Feuerhalte machend.

Major Staudacher, der die Front in der Hoffnung an das Eingreifen unserer Artillerie zu halten versuchte, fiel mit dem Ordonanzoffizier Leutnant Hochleitner durch Granatschuss. Dem unerschrockenen Verhalten des Hauptmann Dittelberger, der mehrmals verwundet, trotzdem die Führung in dieser entscheidenden Zeit beibehielt, gelang es am linken Flügel, die Rückbewegung planmäßig zu leiten. Er mit Leutnant Hanfstingel folgten als die letzten. Am rechten Flügel wirkten Hauptmann Hafelmayr und Oberleutnant Gaul an verschiedenen Punkten ebenso. In höchster Aufopferung schleppten die Mannschaften ihre Verwundeten, Führer und Kameraden mit zurück.

Maschinengewehrzüge, die den Angriff wirksam vorbereitet und mitgemacht hatten, wobei sich Oberleutnant Kleemann gegen den rechten französischen Flügel besondere Verdienste erwarb und trotz Brustverwundung aushielt, litten beim Zurückgehen besonders stark. Die Bedienung eines Gewehrs fiel vollständig aus. Infanterist Ganslmeier des Regiments mit Infanterist Gnotzer 2./Reserve-Infanterie-Regiment 1 brachten das Gewehr zurück. Die Franzosen wagten nicht auf die Höhe 316 zu folgen. Nur ungeheures Artilleriefeuer streute hinter die Höhe und zugleich setzte wieder starkes Infanterieflankenfeuer aus der Richtung Maixe ein. Eine kombinierte Kompanie aus den gestrigen Marschverlusten der Brigade erwies sich ungeeignet für Verwendung hiegegen. Von der eben erst aus dem Walde von Einville eintreffenden 8. Kompanie (Weißmann) wurde ein Zug gegen den flankierenden Feind entsandt. Der Führer, Leutnant der Reserve a. D. Pfister, Amtsgerichtsrat aus Passau (52 jähriger Kriegsfreiwilliger) (Leutnant Bernhard Pfister, geboren am 31.03.1862 in Klingenberg, gefallen am 05.09.1915 bei Maixe, begraben auf dem Soldatenfriedhof Gerberviller in einem Massengrab, Denkmal auf Arber ⇒ http://www.denkmalprojekt.org/2013/bayerisch-eisenstein_gr-arbersee_lk-regen_bay.htm), fiel und der Zug glitt wieder hinter die schützende Geländewelle.

Der gefallene Pfister wurde vom Regimentsstab während des Gefechtes an Ort und Stelle begraben und ihm ein stilles Gebet geweiht,

Zur Aufnahme des Regiments wurden nun 1. und 8. Kompanie, sowie die beiden Pionierkompanien an den Westrand des Waldes von Einville befohlen. Die 5. Kompanie (Korb-Müller) war im Anmarsch aus dem Walde von Einville, konnte aber nicht mehr eingesetzt werden.

Das Regiment war in musterhafter Haltung und Ordnung zurückgegangen und wurde rasch gesammelt. Nachdem das Bataillon Wucher vom Reserve-Infanterie-Regiment 12 die Aufnahmestellung übernommen hatte, wurde das ganze Regiment zur Saline von Einville zurückgenommen. Der dortige Offiziersappell, sowie Manschafts-Rapport, wies erschütternde Lücken auf:

241 Tote, darunter Major Staudacher, Hauptmann Storch, Oberleutnant der Reserve Hofferberth und Dittmar, die Leutnante Hochenleitner, Schmidmayer, die Leutnante der Reserve Dentler, Kellermann, Leutnant der Reserve a. D. Pfister, Offiziersstellvertreter Reder, Bächstein.

365 Verwundete, darunter Hauptmann Dittelberger, Hartlmaier, Oberleutnant Benzino, Pfannstiel, Oberleutnante der Reserve Helfer, Kleemann, Leutnante der Reserve Eisenschmid, Kaindl und Brey. Vizefeldwebel Offiziersstellvertreter Hilz, Diedrich, Reichold, Eigl.

Das Gefecht ist eine Rumestat des Regiments. Ganz allein auf sich angewiesen und trotz höchster Verluste haben Führer und Mannschaften Glänzendes und Vorbildliches geleistet“.

Die Lage des Grabes von Georg Sigl ist offiziell unbekannt. Ich bin mir jedoch sicher, dass Georg Sigl, wenn seine Gebeine bis heute geborgen wurden, anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Gerbéviller, wo man auch seine Kameraden der 12. Kompanie begrub, die am gleichen Tag fielen, u. a.

  • Leutnant der Reserve Florentin Dentler, gefallen am 05.09.1914 bei der Höhe 316, 2 Kilometer nordwestlich Maixe, begraben auf dem Soldatenfriedhof Gerbéviller in einem Massengrab;
  • Infanterist Josef Kinateder, gefallen am 05.09.1914 bei Maixe, begraben auf dem Soldatenfriedhof Gerbéviller in einem Massengrab;
  • Infanterist Andreas Kölbl, gefallen am 05.09.1914, begraben auf dem Soldatenfriedhof Gerbéviller in einem Massengrab;
  • Infanterist Heinrich Grünberger, gefallen am 05.09.1914, begraben auf dem Soldatenfriedhof Gerbéviller in einem Massengrab.

 

Sterbebild von Georg Sigl
Rückseite des Sterbebildes von Georg Sigl

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.692: Otto Schleindlsberger

Der Soldat Otto Schleindlsberger (Volksbund: Schleindelsberger) stammte aus Walburgskirchen, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Tann, und war Viehändler. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 9. Kompanie des 16. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 05.09.1914 verstarb er im Alter von  23 Jahren im Kriegslazarett Blamont nach schwerer Verwundung während der Schlacht vor Nancy – Epinal.

Die Lage des Grabes von Otto Schleindlsberger ist unbekannt. Ich vermute, dass er anonym in einem Massengrab auf dem rund 35 Kilometer von seinem Sterbeort entfernten Soldatenfriedhof Gerbéviller beigesetzt wurde.

Sterbebild von Otto Schleindlsberger
Rückseite des Sterbebildes von Otto Schleindlsberger

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.450: Alban Bockhart

Der Soldat Alban Bockhart wurde am 13.03.1893 in Raiggers geboren, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Kraftisried. Er war landwirtschaftlicher Arbeiter auf dem Hof seiner Eltern Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Unteroffiziers-Aspirant in der 4. Kompanie des 20. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 26.08.1914 fiel er im Alter von 21 Jahren bei Lunéville.

Man begrub Alban Bockhart auf dem Soldatenfriedhof Gerbéviller in einem Massengrab.

Noch heute gedenkt seine Heimatgemeinde Kraftisried Alban Bockhart auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/kraftisried_wk1_bay.htm

Sterbebild von Alban Bockhart
Rückseite des Sterbebildes von Alban Bockhart

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.447: Josef Stöckelhuber

Der Soldat Josef Stöckelhuber wurde am 16.03.1893 in der bayerischen Gemeinde Gnotzheim geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 8. Kompanie des 10. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 10.09.1914 wurde er bei der Serres schwer verwundet. Am 11.09.1914 verstarb er im Alter von 21 Jahren in einem Feldlazarett an seinen Wunden.

Über den Todestag und die Todesumstände von Josef Stöcklhuber berichtet die Regimentsgeschichte des 10. bayerischen Infanterie-Regiments:

„In der Nacht vom 10./11. September, sowie am 11. September selbst mussten gewaltsame feindliche Erkundungsversuche, Angriffe, welche mit starker Artillerievorbereitung bis auf 100 Meter an unsere Stellung vorgetragen wurden, abgewiesen werden. Daran hatte das III. Bataillon rühmlichen Anteil – Leutnant Freiherr von Harsdorf (9. Kompanie) fand den Heldentod. Das II. Bataillon, das zur Hilfe eilte, hatte in deckungslosem Gelände unter starkem feindlichen Artilleriefeuer schwer zu leiden.

Auch unseren wackeren Dreizehnern konnten die Franzosen nicht beikommen. In einem Briefe eines gefallenen Franzosen vom 146. Infanterie-Regiment, der an seine petite Mama gerichtet war, stand u. a.: „…Wir haben unglücklicherweise Bayern gegenüber, das ist schrecklich“. Der Aufenthalt im Ort Bellencourt selbst wurde bald unerträglich – alles eilte in die vorwärts gelegenen Schützengräben, wo man sich in unliebsamer Weise zusammendrängte.

Zu den bereits geschilderten seelischen und körperlichen Anstrenungen kam, dass strömender Regen einsetzte, welcher die Gräben bis Knietiefe unter Wasser und Schlamm setzte und die Waffen verschmutzte.

Brennende Ortschaften überall, grelle Blitze beleuchteten das furchtbar zerwühlte Kampfgelände mit all seinen Schauern des Todes – grausige, unvergessliche Eindrücke!

Einige Beispiele von pflichttreuem Ausharren und tapferem Verhalten sollen hier noch Erwähnung finden.

Der Infanterist der 2. Kompanie Andreas Brummet war am 10. September von seinem Kompanieführer wegen stark geschwollenen Fußes zum Arzt verwiesen worden. Allein er blieb freiwillig bei der Truppe, „weil gerade das Bataillon zur Unterstützung des bedrohten Nachbarregiments alarmiert worden war“.

Ungeachtet seiner Schmerzen hat er sich an diesem und an den folgenden Tagen wiederholt freiwillig zu gefährlichen Beobachtungsposten und Erkundungsgängen gemeldet.

Als am 11. September gegen Abend die Infanterielinie zurück zu verlegen war, kam ein Maschinengewehr in Gefahr, in Feindeshand zu fallen. Nur ein einziger Richtschütze, Ferdinand Gerstl, war noch unverwundet übrig geblieben. Er rief in der Nähe vorrübergehende Infanterie um Beistand an. Johann Neumeyer der 8. Kompanie kroch unaufgefordert sofort zum maschinengewehr heran und half der Gerstl, im heftigsten Infanterie- und Artilleriefeuer, das Maschinengewehr zunächst bis zu einer Artilleriegruppe zurückzubringen. Nach Einbruch der Dunkelheit schleppten sie es weiter in das Gehöft St. Libaire, wo es durch eine Bespannung abgeholt wurde.

Dann rückte Neumeyer wieder bei seiner Kompanie in die Gefechtsstellung ein.

Brummet, Gerstl und Neumeyer erhielten die wohlverdiente Silberne Tapferkeitsmedaille.“

Die Grablage von Josef Stöckelhuber ist offiziell unbekannt. Es könnte sein, dass man ihn anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Gerbéviller begraben hat.

Sterbebild von Josef Stöckelhuber
Rückseite des Sterbebildes von Josef Stöckelhuber