Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.536: Franz Xaver Leitl

Der Soldat Franz Xaver Leitl stammte aus der bayerischen Stadt Mühldorf und war Gastwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 3. Kompanie des 15. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 23.08.1914, gleich zu Beginn des Ersten Weltkrieges, fiel er im Alter von 23 Jahren während der Schlacht von NancyEpinal bei Montigny (Meurthe-et-Moselle).

Über den Todestag und die Todesumstände von Franz Xaver Leitl berichtet die Regimentsgeschichte des 15. bayerischen Infanterie-Regiments:

„23.08. In Fortsetzung des Angriffs marschierte das Regiment 7 Uhr morgens durch Blâmont nach Domèvre und dann in der Reihenfolge I./12. (das dem 15. Infanterie-Regiment zugeteilt war) II./15., I./15., Maschinengewehr-Kompanie, III./15. gegen Montigny vor.


Diese Kräfte bildeten, zusammen mit einer Abteilung Artillerie, die Vorhut der Division. Die Straße Domevre – Montigny lag unter starkem feindlichen Artilleriefeuer. und südlich des Bois le Comté hielt sich ein kräftiger Gegner. I./12. und II./15. drangen über den Wald hinaus vor, I./15. östlich der Straße. In zähen Kämpfen wurde der Gegner von der Höhe nördlich Montigny vertrieben und um die Mittagszeit das Dorf selbst genommen. Anschließend daran gewannen die drei Bataillone auch die Höhen südlich Montigny, wobei sie unter schwerem Artilleriefeuer litten. Trotz des Befehls, diese Linie nicht zu überschreiten, waren die im Artilleriefeuer nch vorwärts drängenden Schützenlinien nicht mehr zu halten, bis auch die nächste Höhenlinie erreicht war (nördlich Reherrey). Die Kompanien hatten sich in der glühenden Sonnenhitze und der ungemein heftigen Gegenwehr der besten französischen Truppen (Kolonial- und Marine-Infanterie) hervorragend gehalten und hatten die schweren Verluste (12 %) keinen Augenblick gescheut. Abends biwakierten I., II. und Maschinengewehr-Kompanie westlich Montigny.

III./15. marschierte a, Vormittag an der Spitze des Gros der Division und wurde 11 Uhr vormittags zusammen mit 12. Infanterie-Regiment gegen Mignéville eingesetzt. Vom Bois de Bousey vorbrechend drang III./15. östlich an Mignéville vorbei, erreichte gegen 12 Uhr mittags die Straße Montigny – Ogéviller und stürmte in zügigem Vorgehen, das feindliche Artilleriefeuer oft unterlaufend, die von französischer Infanterie besetzten Höhen nördlich Reherrey. Dort bekam es Befehl zu halten. Das Bataillon fand gegen die feindliche Artillerie größtenteils in den erstürmten Gräben Deckung. Am Nachmittag brachte das Eingreifen der eigenen Artillerie Erleichterung. Abends wurde das Bataillon am Südausgang von Mignéville zusammengezogen.“

Man begrub Franz Xaver Leitl auf dem Soldatenfriedhof Reillon in einem Massengrab.

Sterbebild von Franz Xaver Leitl
Rückseite des Sterbebildes von Franz Xaver Leitl

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Sonderbeitrag Frankfurter Volkszeitung 9: Carl Fensterer

Der Soldat Carl Fensterer stammte aus Frankfurt am Main und war Abiturient der Klinger-Oberrealschule in Frankfurt am Main. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Kriegsfreiwilliger in der 3. Kompanie des 223. Reserve-Infanterie-Regiment. Am 30.10.1914 (Volksbund: Gefallen am 21.08.1914)  fiel er in Frankreich bei Montigny in Lothringen.

Man begrub Carl Fensterer auf dem Soldatenfriedhof Reillon in einem Massengrab.

Todesanzeige für Carl Fensterer in der Frankfurter Volkszeitung Mitte April 1915

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 473: Georg Eimer

Der Wehrmann Georg Eimer diente im Ersten Weltkrieg beim 2. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiment. Am 19.12.1914 verstarb er im Alter von 31 Jahren im Lazarett Montigny an Typhus, einer häufigen Erkrankung unter Soldaten im Ersten Weltkrieg.

Begraben wurde Georg Eimer auf dem Soldatenfriedhof Dourges im Block 4, Grab 427.

Sterbebild von Georg Eimer
Rückseite des Sterbebildes von Georg Eimer

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 197: Johann Grandl

Der Bauernsohn stammte aus Prost, Pfarrei Pleiskirchen. Als Reservist und Landwehrmann kämpfte er im Ersten Weltkrieg in der 5. Kompanie des 15. Reserve-Infanterie-Regiments. Am 23.08.1914, also zugleich zu Beginn des Krieges, wurde er bei Kampfhandlungen bei Montigny in Lothringen in der Nähe von St. Johann von Bassel im Alter von 25 Jahren getötet.

Die sterblichen Überreste von Johann Grandl ruhen heute auf dem Soldatenfriedhof Gosselming in einem Massengrab.

Anmerkung: Der Volksbund gibt den 20.08.1914 als Todesdatum an.

Johann Grandl