Der Schreiner Alois Peter wurde am 24.02.1899 in Straubing geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 4. Kompanie des Minenwerfer Bataillons 21 als Minenwerfer. Am 27.10.1918 verstarb er im Alter von 19 Jahren an einer schweren Verwundung, die er sich im Kampf zugezogen hatte, wenige Tage vor Ende des Krieges.
Die Lage des Grabes konnte ich nicht ermitteln.
Sterbebild von Alois PeterRückseite des Sterbebildes von Alois Peter
Josef Gmelch stammte aus Unterpindhart, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Geisenfeld, und war der Sohn eines Landwirts, ebenso wie sein Bruder Georg, den ich gestern vorgestellt habe. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Sergant in der 10. Kompanie des 4. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 08.08.1918 fiel er im Alter von 25 Jahren in Plieunes, südöstlich Amiens (Frankreich).
Eine Grablage ist für Josef Gmelch nicht bekannt.
Sterbebild von Georg und Josef GmelchRückseite des Sterbebildes von Georg und Josef Gmelch
Georg Gmelch stammte aus Unterpindhart, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Geisenfeld, und war der Sohn eines Landwirts, ebenso wie sein Bruder Josef, den ich morgen vorstelle. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 5. Kompanie des 21. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 01.10.1916 fiel er im Alter von 23 Jahren in Frankreich – vermutlich bei den Kämpfen an der Somme.
Eine Grablage ist für Georg Gmelch nicht bekannt.
Sterbebild von Georg und Josef GmelchRückseite des Sterbebildes von Georg und Josef Gmelch
Der Landwirt Simon Kern stammte aus Kirchensur, einem Teil der bayerischen Gemeinde Amerang. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 4. Kompanie des 5. Reserve-Infanterie-Regiments als Landwehrmann. Am 11.09.1916 fiel er im Alter von 34 Jahren während der Schlacht an der Somme in Frankreich im Foureaux-Wald. Er hatte 25 Monate Kriegsdienst geleistet.
Offiziell ist für Simon Kern keine Grablage bekannt. Ich vermute jedoch, dass seine sterblichen Überreste auf dem Soldatenfriedhof Fricourt anonym in einem Massengrab beigesetzt worden sind, ebenso wie dokumentiert ist, dass seine Kameraden aus der selben Kompanie dort in einem Massengrab beigesetzt worden sind:
Jakob Eberlein, gefallen am 09.09.1916 im Foureaux-Wald, begraben auf dem Soldatenfriedhof Fricourt in einem Massengrab;
Karl Wittmann, gefallen am 09.09.1916 im Foureaux-Wald, begraben auf dem Soldatenfriedhof Fricourt in einem Massengrab;
Jakob Dilg, gefallen am 09.09.1916 im Foureaux-Wald, begraben auf dem Soldatenfriedhof Fricourt in einem Massengrab;
Das Sterbebild von Simon Kern ist leider in einem schlechten Zustand. Da es mir jedoch nicht um das Sammeln von Sterbebildern geht, sondern um die Dokumentation von Soldaten Schicksalen, habe ich es erworben und publiziere es hiermit.
Sterbebild von Simon KernRückseite des Sterbebildes von Simon Kern
Der Landwirt Johann Bauer stammte aus Renholzberg, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Windorf. Im Zweiten Weltkrieg diente er in einem Infanterie-Regiment als Gefreiter. Am 22.07.1941 fiel er im Alter von 28 Jahren nach 2 Jahren Kriegseinsatz im Osten Europas.
Die Grablage für Johann Bauer ist unbekannt.
Sterbebild von Johann BauerRückseite des Sterbebildes von Johann Bauer
Der Tagelöhner Johann Kufner stammte aus Tegernbach, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Egglkofen. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er im 18. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiment als Landsturmmann. Am 18.08.1917 fiel er im Alter von 32 Jahren im Osten durch Brustschuss.
Eine Grablage ist für Johann Kufner nicht bekannt.
Der Kanonier Thomas Fellner stammte aus Machendorf, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Kirchdorf am Inn, und war der Sohn eines Oberaufsehers und Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 7. Batterie des 19. bayerischen Feldartillerie-Regiments. Am 31.12.1918 verstarb er nach Kriegsende im Alter von 21 Jahren in Liegnitz (Niederschlesien) (polnisch: Legnica) an einer im Feld zugezogenen schweren Krankheit.
Eine Grablage ist für Thomas Fellner nicht bekannt. Ich gehe jedoch davon aus, dass er auf dem örtlichen Friedhof in Liegnitz (Niederschlesien) beigesetzt wurde. Schlesien gehört seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges nicht mehr zu Deutschland, sondern zu Polen. Die deutschen Bewohner wurden vertrieben. Aus Ostpolen durch die Russen vertriebene Polen wurden in Schlesien zwangsangesiedelt. Ob die neuen Bewohner des Ortes Liegnitz das Grab erhalten haben, ist unsicher. Nach meinen Beobachtungen während meinen Reisen durch Polen musste ich feststellen, dass der Umgang mit den Gräbern der ehemaligen deutschen Bewohner sehr unterschiedlich war. Wenn ich wieder nach Niederschlesien reise, werde ich versuchen, das Grab von Thomas Fellner zu finden.
Sterbebild von Thomas FellnerRückseite des Sterbebildes von Thomas Fellner
Eine Grablage ist für Franz Marchl offiziell nicht bekannt. Ich kann auch keine halbwegs fundierte Vermutung anstellen, die meinen eigenen Ansprüchen gerecht wird.
Der Bauerssohn Johann Blabsreiter wurde am 11.01.1886 Reit(h) geboren, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Rechtmehring. Im Ersten Weltkrieg diente er im 3. Reserve-Infanterie-Regiment als Soldat. Seit dem 09.04.1917 gilt er im Alter von 32 Jahren bei Arras in Frankreich als vermisst.
Sterbebild von Johann BlabsreiterRückseite des Sterbebildes von Johann Blabsreiter
Der Schneidermeisterssohn Felix Mayer wurde am 21.03.1892 im bayerischen Au am Inn geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er als Soldat in der 3. Kompanie des 19. Reserve-Infanterie-Regiments. Ende 1915 wurde er leicht verwundet. Er fiel nach dreimaliger Verwundung am 21.12.1916 im Alter von 23 Jahren im Feldlazarett in Madefalva (Schreibfehler auf Sterbebild) (rumänischer Name: Siculeni) in Siebenbürgen (Rumänien) nach einem Kopfschuss.
Die Lage des Grabes von Felix Mayer ist unbekannt.