Sonderbeitrag: Heinrich Laval

Der Soldat Heinrich Laval stammte aus der hessischen Universitätsstadt Gießen. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Sanitäts-Unteroffizier in der 1. Kompanie des 223. Reserve-Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und mit der Hessische Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet. Am 03.08.1916 verstarb er nach schwerer Verwundung im Alter von 30 Jahren.

Im Juli 1916 war das Reserve-Infanterie-Regiment 223 (RIR 223) als Teil der 48. Reserve-Division an der Ostfront im heutigen Westen der Ukraine (damals Galizien) eingesetzt.

Das Regiment stand mitten im Abwehrkampf gegen die massive russische Brussilow-Offensive.

Die Frontlage im Juli 1916
Nachdem das Regiment im Jahr 1915 an den verlustreichen Kämpfen in den Karpaten und der nachfolgenden Gorlice-Tarnów-Offensive teilgenommen hatte, wechselte es ab Spätsommer 1915 in den Stellungskrieg in Ostgalizien.

Einsatzraum: Das Regiment hielt Stellungen im Bereich der Flüsse Strypa und Sereth (westlich von Ternopil).

Der Rückzug: Unter dem enormen Druck der russischen Verbände im Zuge der Brussilow-Offensive mussten die deutschen Einheiten im Laufe des Sommers 1916 ihre vordersten Linien aufgeben. Das RIR 223 war im Juli in schwere, wechselvolle Abwehr- und Rückzugskämpfe verwickelt.

Die Auffanglinie: Die Division zog sich kämpfend nach Westen auf die Verteidigungslinien an der Zlota-Lipa (Goldene Lipa) und der Bystrzyca zurück, um dort die Front mühsam zu stabilisieren.

Das Regiment verblieb nach diesen schweren Sommerkämpfen noch bis zum Frühjahr 1917 an der Ostfront (unterstellt der k.u.k. 3. bzw. 2. Armee), bevor es im Mai 1917 an die Westfront nach Verdun verlegt wurde.

Die Lage des Grabes von Heinrich Laval ist unbekannt.

Die Todesanzeige für Heinrich Laval im Gießener Anzeiger

Sonderbeitrag: Heinrich Dern

Der Soldat Heinrich Dern stammte aus Langsdorf, einem Stadtteil der hessischen Stadt Lich. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Unteroffizier in der 1. Kompanie des 87. Reserve-Infanterie-Regiments. Er wurde mit der Hessische Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet. Am 21.08.1916 fiel er während der Schlacht um Verdun. Er wurde während der Kämpfe im Chapitre-Wald – der Souville-Schlucht – und Bergwald getötet.

Die Lage des Grabes von Heinrich Dern ist unbekannt.

In seinem Heimatort Langsdorf gedenkt man Heinrich Dern noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2017/langsdorf_stadt-lich_lk-giessen_wk1_wk2_hs.html

Die Todesanzeige des Turnverein Lich-Langsdorf für Heinrich Dern im Gießener Anzeiger

Sonderbeitrag: Oberleutnant Adolf Leib

Der Soldat Adolf Leib stammte aus der hessischen Universitätsstadt Gießen und war kaiserlicher Bankbuchhalter in der Reichsbanknebenstelle in Konstanz . Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Oberleutnant des Reserve und Kompanieführer der 7. Kompanie des  418. Infanterie-Regiments. Eigentlich gehörte er zum 87. Infanterie-Regiment, war aber abgeordnet. Man zeichnete ihn mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und mit der Hessischen Tapferkeitsmedaille  aus. Am 25.10.1916 fiel er während der Schlacht um Verdun in Frankreich.

Man begrub Adolf Leib auf dem Soldatenfriedhof Amel-sur-l’Etang in Block 2, Grab 397.

Die Todesanzeige für Adolf Leib im Gießener Anzeiger

Gefallene Soldaten aus Mittelhessen: Ferwinand Rausch

Der Soldat Ferdinand Rausch stammte aus der hessischen Stadt Gießen und war der Sohn des Geheimen Schulrats Dr. Rausch. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Hauptmann und Bataillonskommandeur im Stab des II. Bataillons des 26. Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernes Kreuz 1. und 2. Klasse und mit der hessischen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet. Am 16.07.1916 fiel er bei Le Transloy, südlich Flers.

Man begrub Ferdinand Rausch auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.

Die Todesanzeige für Ferwinand Rausch im Gießener Anzeiger