Sonderbeitrag: Kriegsgewinnler im Ersten Weltkrieg: Biocitin

Auch im Ersten Weltkrieg gab es, wie in jedem Krieg, sogenannte Kriegsgewinnler, als Menschen, die mit Hilfe und unter Ausnutzung des Leids anderer Menschen im Krieg private Geschäfte machten. Ein solcher Fall kam mir bei Recherchen in alten Tageszeitungen des Jahres 1914 unter. Ich fand in der Berliner Volkszeitung vom 08.11.1914 eine Anzeige für das Stärkungsmittel Biocitin. Man warb damit, dass Soldaten im Feld durch Biocitin bei Strapazen und Entbehrungen Hilfe erhielten.

Hergestellt wurde das Präparat durch die Biocitin-Fabrik GmbH in Berlin. Entwickelt hatte das Präparat Professor Dr. Habermann. Biocitin beinhaltete Lecithin.

Über die Wirkungsweise von Biocitin schreibt der Produzent in einer Werbung aus dem Jahr 1912:

„BIOCITIN-Fabrik, Berlin – Biocitin · das Erneuerungsmaterial für die Nerven. Durch Ueberarbeitung, Aufregung, Sorge, Kummer, aber auch durch Freude und Lust, Vergnügen und Ausschweifung wird Nervenkraft verbraucht, die kostbare Nervensubstanz oft geradezu vergeudet. Soll der Organismus sich seine körperliche und geistige Leistungsfähigkeit bewahren bzw. sie wiedererlangen, so muss für einen Ersatz der verbrauchten Nervensubstanz, für eine Kräftigung der Nerven und des Körpers Sorge getragen werden. Der lebenswichtige Bestandteil von Nerven, Gehirn und Rückenmark ist das Lecithin, das neuerdings auch direkt Nervensubstanz genannt wird. Diese Nervensubstanz kann dem Körper in genügender Menge durch Biocitin zugeführt werden. Nach dem patentierten Verfahren von Hofrat Prof. Habermann hergestellt, enthält das Biocitin das physiologisch reine Lecithin aus dem Hühnerei, das in seiner Zusammensetzung dem Lecithin des menschlichen Körpers am nächsten steht. BIOCITIN-FABRIK G. m. b. H., Berlin.“

Biocitin

Die Männer des Zweiten Weltkrieges – Teil 1.331: Michael Kilger

Der Gefreite Michael Kilger stammte aus Wieshof und war der Sohn eines Landwirts. Im Zweiten Weltkrieg diente er in einem Artillerie-Regiment. Am 26.08.1943 fiel er im Alter von 24 Jahren bei Isjum (Wikniew) in der heutigen Ukraine.

Man begrub Michael Kilger auf dem Soldatenfriedhof Charkow in der heutigen Ukraine unter den Unbekannten.

Sterbebild von Michael Kilger
Rückseite des Sterbebildes von Michael Kilger

Die Männer des Zweiten Weltkrieges – Teil 1.330: Ludwig Hauser

Der Obergefreite Ludwig Hauser wurde am 19.01.1918 in Wiedemen geboren, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Hopferau. Im Zweiten Weltkrieg kämpfte er in einem motorisierten Panzer-Pionier-Zug. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und mit dem Infanterie-Sturmabzeichen ausgezeichnet. Am 17.02.1942 fiel er im Alter von 24 Jahren an der Ostfront bei Chmelcwaja.

Man begrub Ludwig Hauser wahrscheinlich auf dem Soldatenfriedhof Kursk – Besedino unter den Unbekannten.

Sterbebild von Ludwig Hauser
Rückseite des Sterbebildes von Ludwig Hauser

Sonderbeitrag: Die Todesanzeige der der Direction der Disconto-Gesellschaft in der Norddeutschen allgemeinen Zeitung vom 03.07.1915

Die u. a. Todesanzeige der Direction der Disconto-Gesellschaft (heute Teil der Deutschen Bank) fand ich bei Recherchen in der Norddeutschen allgemeinen Zeitung vom 03.07.1915.

  1. Gerhard Janssen
    Beamter der Filiale Bremen
    Gefreiter in der 6. Kompanie des 75. Reserve-Infanterie-Regiments, gefallen am 19.04.1915
  2. Friedrich Dieckhoff
    Beamter der Filiale Bremen
    Kriegsfreiwilliger in der 12. Kompanie des Reserve-Infanterie-Regiments 214, gefallen am 24.04.1915
  3. Konrad Riedel
    Beamter im Hauptgeschäft
    Leutnant der Reserve in der 10. Kompanie des Infanterie-Regiments Nr. 48, Eisernes Kreuz 2. Klasse, gefallen am 25.04.1915 bei Les Éparges,
    begraben auf dem Soldatenfriedhof in Viéville-sous-les-Côtes (Département Meuse), Block 2, Grab 12
  4. Carl Gronau
    Beamter im Hauptgeschäft
    Kriegsfreiwilliger in der 7. Kompanie des Reserve-Infanterie-Regiments 204, Eisernes Kreuz 2. Klasse, gestorben am 30.04.1915 im Reserve-Lazarett 2 in Altona nach schwerer Verwundung bei Dixmuiden am 28.10.1914.
  5. Paul Aderhold
    Beamter im Hauptgeschäft
    Offiziersstellvertreter in der 5. Kompanie des Infanterie-Regiments Nr. 46, Eisernes Kreuz 2. Klasse, gefallen am 02.05.1915
  6. Fritz Burchhardt
    Beamter im Hauptgeschäft
    Leutnant der Reserve in der 11. Kompanie des Infanterie-Regiments Nr. 154, Eisernes Kreuz 2. Klasse, gefallen am 05.05.1915
  7. Kurt Weiland
    Beamter im Hauptgeschäft, geboren am 07.03.1892
    Kriegsfreiwilliger in der 3. Kompanie des 3. Garde-Regiments zu Fuß, gefallen am 09.05.1915 im Alter von 23 Jahren
    begraben auf dem Friedhof Berlin-Wilmersdorf, Friedhof Wilmersdorf, Deutschland in Block A 4, Reihe 3, Grab 6
  8. Hermann Sax
    Beamter im Hauptgeschäft
    Kriegsfreiwilliger im Feldartillerie-Regiment Nr. 43, gefallen am 21.05.1915
  9. Eduard Reh
    Beamter im Hauptgeschäft
    Unteroffizier in der 12. Kompanie des Garde-Füsilier-Regiments, gefallen am 27.05.1915
  10. Hermann Sieler
    Beamter im Hauptgeschäft
    Füsilier in der 8. Kompanie des Füsilier-Regiments Nr. 35, gefallen am 12.06.1915
  11. Bruno Finke
    Lehrling
    Kriegsfreiwilliger in der 9. Kompanie des Königin Augusta Garde-Grenadier-Regiments Nr. 4, gestorben am 14.06.1915 nach schwerer Verwundung im Feldlazarett Nr. 8 des Garde-Korps.

 

Todeanzeige der Direction der Disconto-Gesellschaft Norddeutsche allgemeine Zeitung 03.07.1915

Die Männer des Zweiten Weltkrieges – Teil 1.329: Heinrich Zimmerl

Der Panzergrenadier Heinrich Zimmerl wurde am 06.07.1920 in Hausbach in Österreich geborengeboren. Im Zweiten Weltkrieg fiel er am 10.08.1942 im Alter von 22 Jahren bei Wjasma in der Nähe des russischen Smolensk.

Man begrub Heinrich Zimmerl auf einem Friedhof bei Rjabinki / Gagarin in Russland.

Sterbebild von Heinrich Zimmerl
Rückseite des Sterbebildes von Heinrich Zimmerl

Die Männer des Zweiten Weltkrieges – Teil 1.328: Franz Schuh

Der Gefreite Franz Schuh wurde am 29.11.1919 in Limpfings in Österreich geboren. Im Zweiten Weltkrieg diente er in einem Infanterie-Regiment. Am 10.06.1942 fiel er im Alter von 22 Jahren bei Stewo – Lina im damaligen Russland.

Man begrub Franz Schuh auf einem Friedhof bei Nowyj Liman in der heutigen Ukraine.

Sterbebild von Franz Schuh
Rückseite des Sterbebildes von Franz Schuh

Die Männer des Zweiten Weltkrieges – Teil 1.327: August Zirngibl

Der Oberschütze August Zirngibl stammte aus Unterlaichling, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Schierling (Oberpfalz). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in einem Infanterie-Regiment. Er wurde mit dem Verwundeten-Abzeichen  ausgezeichnet. Am 07.09.1942 fiel er im Alter von 23 Jahren bei Woronesh in Russland.

Sterbebild von August Zirngibl
Rückseite des Sterbebildes von August Zirngibl

Die Männer des Zweiten Weltkrieges – Teil 1.326: Willi Riedle

Der Obergefreite Willi Riedle wurde am 31.07.1915 in Dietmanns geboren, heute ein Ortsteil Stadt Bad Wurzach in Baden-Württemberg. Im Zweiten Weltkrieg diente er in einem Infanterie-Regiment. Er nahm am Krieg gegen Frankreich teil. Am 10.06.1942 fiel er im Alter von 26 Jahren bei Petschengi im damaligen Russland und in der heutigen Ukraine.

Man begrub Willi Riedle auf einem Friedhof bei Charkow in einem Massengrab.

Man gedenkt Willi Riedle noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2008/leutkirch-hofs_wk1u2_bw.htm

Sterbebild von Willi Riedle
Rückseite des Sterbebildes von Willi Riedle

Die Männer des Zweiten Weltkrieges – Teil 1.325: Thomas Kienle

Der Obergefreite Thomas Kienle wurde am 17.08.1906 in Brunnhof geboren, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Bernbeuren. Im Zweiten Weltkrieg kämpfte er in einem Grenadier-Regiment. Er wurde mit dem Verwundeten-Abzeichen, dem Infanterie-Sturmabzeichen in Silber und mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 28.03.1945 verstarb er nach schwerer Verwundung im Alter von 38 Jahren im Reserve-Lazarett in Reinbeck bei Hamburg.

Man begrub Thomas Kienle auf dem Friedhof Reinbek in Reihe 5, Grab 55.

 

Sterbebild von Thomas Kienle
Rückseite des Sterbebildes von Thomas Kienle

Der theoretische Weg von Thomas Kienle von seinem Geburtsort zu seinem Sterbeort und Grab:

Die Männer des Zweiten Weltkrieges – Teil 1.324: Michl Weiß

Michl Weiß stammte aus Metten, einer bayerischen Gemeinde, und war der Sohn eines Gastwirts. Im Zweiten Weltkrieg diente er in einem Infanterie-Regiment. Am 19.09.1941 fiel er im Alter von 21 Jahren, ausgezeichnet mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse.

Wo Michl Weiß fiel und wo sein Grab sich befand oder befindet, ließ sich nicht recherchieren.

Sterbebild von Michl Weiß
Rückseite des Sterbebildes von Michl Weiß