Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.707: Ulrich Gebele

Der Soldat Ulrich Gebele wurde am 06.04.1890 in Pullach, einem Ortsteil der bayerischen Stadt Kolbermoor, als Sohn eines Hausbesitzers geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 12. Kompanie des 3. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem bayerischen Militärverdienstkreuz und mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 13.04.1918 fiel er nach 38 Monate Kriegsdienst im Alter von 28 Jahren in Frankreich während der Schlacht bei Armentières.

Die Lage des Grabes von Ulrich Gebele ist unbekannt.

Seine Heimatgemeinde Kolbermoor gedenkt Ulrich Gebele noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/kolbermoor_wk1_bay.htm

Sterbebild von Ulrich Gebele
Rückseite des Sterbebildes von Ulrich Gebele

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.605: Carl Hauner

Der Soldat Carl Hauner wurde am 06.09.1885 geboren und lebte in der bayerischen Gemeinde Schnaitsee. Er arbeitete als Magistratsassistent in München. Im Ersten Weltkrieg diente er als Unteroffizier und Offoziers-Aspirant in der 3. Kompanie des 2. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 24.09.1918 fiel er nach drei Jahren Kriegsdienst im Alter von 33 Jahren an der Westfront bei Carvin und Mons en Pévèle während der Stellungskämpfe im Artois und der Kämpfe an der Front ArmentièresLens durch einen Minentreffer.

Über den Todestag und die Todesumständer berichtet die Regimentsgeschichte des 2. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:

„24.09. 5 Uhr vormittags dringt Gegner in die linke Hälfte des Postengrabens; restlose Säuberung durch Stoßpatrouillen des I. Bataillons gelingt nicht; Gefangene wurden eingebracht; der Führer der 3. Kompanie, Leutnant der Reserve Gleixner, fiel.“

Man begrub Carl Hauner auf dem Soldatenfriedhof Carvin in Block 5, Grab 227.

Sterbebild von Carl Hauner
Rückseite des Sterbebildes von Carl Hauner

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.537: Franz Ertl

Der Soldat Franz Ertl wurde am 29.10.1896 in der bayerischen Gemeinde Gerzen geboren und war der Sohn eines Schreinermeisters. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 9. Kompanie des 2. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 12.04.1918 fiel er im Alter von 21 Jahren während der Schlacht bei Armentieres durch einen Maschinengewehrschuss.

Über den Todestag und die Todesumstände von Franz Ertl berichtet die Regimentsgeschichte des 2. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:

„Am 12.04. war der Angriff in gleicher Richtung im Verein mit dem linken Anschlussregiment fortzusetzen. Doch blieben die Verhältnisse zunächst die gleichen – freie Flanke. Es knallte, wie tags zuvor, von halbrechts, von vorne, von halblinks; schwere Granaten kommen von der Höhe bei Hinges. Einige Nester werden zum Schweigen gebracht; der Hauptstützpunkt wird aber nicht erkannt; man stellt sich als Scheibe hin, um das Feuer herauszulocken. Bei einer Häusergruppe bei la Tombe Willot und in deren Nähe müssen die Nester sein. Das Feuer der beiden Batterien (besonders der Batterie Reich), der schweren Maschinengewehre und leichten Minenwerfer wird dahin gelenkt – es liegt gut; einige Maschinengewehre werden erledigt. Der Feind ist aber aus dem Hauptstützpunkt nicht herauszubringen. Über den linken Nachbar wird bekannt, dass er ab 11 Uhr mit verstärktem rechten Flügel vorgehen wird, es sei aber noch Widerstand bei Locon zu brechen – also gerade keine günstiken Anschlussaussichten, und so muss der infanteristische Angriff ohne Anlehnung durchgeführt werden. Unter Niederhaltung des Stützpunktes durch Artillerie, leichte Minenwerfer und schwere Maschinengewehre hat III. Bataillon über I. Bataillon weg, frontal und von rechts, II. Bataillon links gestaffelt unter Flankenschutz von links anzugreifen. Dazu ist eine weitausholende Bewegung nach links nötig, die nur truppweise in Gräben und Gebüschreihen ausgeführt werden aknn; hauptsächlich 10. und 11., 5. und 6. Kompanie waren es, die sich heranprischten unter dem überhöhenden Feuer der 2. Maschinengewehr-Kompanie (Fischer), die sich auf den Trümmern eines Hauses und auf einer Dreschmaschine eingenistet hatte. Auf Leuchtzeichen wird Artilleriefeuer vorverlegt; mit Handgranaten und Bajonett unter dem Schutze der leichten Maschinengewehre in die Stützpunkte und sie umfassend (besonders 5., Gollwitzer). Ein technisch ausgezeichnet, mit erhabendem Schwung durchgeführeter Angriff; auf dem Kampffelde mussten wir erst unsere Angriffsweise gegen diese Nester zusammenschweißen. Der Gegner (Schottländer) leistete zähesten, bewundernswerten Widerstand; er erlag meist erst im Handgemenge; gegen 100 unverwundete Gefangene wurden eingebracht, ein Teil war entwichen; dazu viele Schwerverwundete und Tote; über ein Dutzend Maschienngewehre hatte der Gegner hier eingebaut. Seine ungemein reichliche Ausstattung mit dieser Waffe, die sich gerade in diesem Gelände raffiniert verwenden ließ, hatte uns viel Arbeit und Zeit gekostet. So war erst gegen 4.15 Uhr nachmittags diese Gegend, die größtenteils außerhalb unseres Streifens lag, in der Hauptsache gesäubert. III. Bataillon, dahinter II. los auf Le Vert bois! Dort nur wenig Widerstand, einige kleine Nester; beim Vordringen in Linie le Cornet Malo Süd – la Pannerie in Richtung Kanallinie geftioges Maschinengewehr-Feuer und Granaten links von der Höhe von Hinges. Das ebene Gelände, trefflich von Süden eingesehen, schließt jede zügige Bewegung aus; der Wald wird noch teilweise erreicht; eingegraben, festgehalten; in Gefechtsgliederung wird die Nacht zugebracht; ständig feindliche Flieger über uns. Rechts waren Teile der 16. Infanterie-Division und des Reserve-Infanterie-Regiments 3 in Riez du Vinage eingedrungen; auch links zeitweise Fühlung.“

Die Lage des Grabes von Franz Ertl ist unbekannt. Es könnte sein, dass er auf dem Soldatenfriedhof Lens-Sallaumines anonym in einem Massengrab beigesetzt wurde, wo man auch viele seiner toten Regimentskameraden begrub.

Sterbebild von Franz Ertl
Rückseite des Sterbebildes von Franz Ertl

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 1.168: Franz Huber

Franz Huber wurde am 04.03.1896 in Hofkirchen in Niederbayern geboren,  lebte in Rosenheim, Aisingerlandstraße, und war der Sohn eines Landwirts und Hausbesitzers. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 2. Kompanie des 3. bayerischen Infanterie-Regiments als Infanterist. Am 13.04.1918 fiel er bei Zwartemolenhoek im Alter von 22 Jahren bei einem Sturmangriff durch einen Maschinengewehrschuss während der Schlacht bei Armentières und der Schlacht um den Kemmel. Er war mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet und hatte 2 1/2 Jahre Kriegsdienst geleistet.

Man begrub Franz Huber auf dem Soldatenfriedhof Langemark in einem Massengrab.

Noch heute gedenkt seine Heimatgemeinde Rosenheim Franz Huber auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2015/aising_stadt-rosenheim_wk1_wk2_bay.html

Sterbebild von Franz und Philipp Huber
Rückseite des Sterbebildes von Franz und Philipp Huber

Der theoretische Weg von Franz Huber von seinem Geburtsort zu seinem Grab: