Gefallene Soldaten aus Mittelhessen: Wilhelm Cellarius

Der Soldat Wilhelm Cellarius wurde am 21.04.1892 in der hessischen Stadt Darmstadt geboren und war Student (cand. theol.) an der Universität Gießen. Er war Mitglied der Deutschen Christlichen Studentenvereinigung Gießen. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Einjähriger Gefreiter in der 2. Kompanie des 115. Leibgarde-Infanterie-Regiments. Am 22.08.1914 fiel er während der Kämpfe bei Langemark in Belgien. Wilhelm Cellarius wurde 22 Jahre alt.

Man begrub Wilhelm Cellarius auf dem Soldatenfriedhof Langemark in einem Massengrab.

Todesanzeige für Wilhelm Cellarius im Gießener Anzeiger vom 22.09.1914

Gefallene Soldaten aus Mittelhessen: Gustav Fehrer

Der Soldat Dr. jur. rer. pol Gustav Fehrer stammte aus der hessischen Stadt Darmstadt und war von Beruf Gerichtsassessor. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Leutnant der Reserve in der 2. Kompanie des 115. Leibgarde Infanterie-Regiments. Am 28.08.1914 fiel er bei Raucourt-et-Flaba in den Ardennen.

Man begrub Gustav Fehrer auf dem Soldatenfriedhof Noyers-Pont-Maugis in Block A, Grab 76.

Die Todesanzeige für Gustav Fehrer im Gießener Anzeiger

Sonderbeitrag: Oberst Freiherr Friedrich von Rotsmann

Der Soldat Freiherr Friedrich von Rotsmann stammte aus der hessischen Stadt Darmstadt. Er diente als Flügeladjutant Kaiser Wilhelm II. von 1912-14. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Oberst und Regimentskommandeur des 1. Garde-Feldartillerie-Regiment. Am 25.03.1917 verstarb er in Berlin-Charlottenburg an einer Krankheit. Er starb bei einer Operation. Er hatte sich im Kriegseinsatz einer Blutvergiftung zugezogen.

Die Lage des Grabes von Freiherr Friedrich von Rotsmann konnte ich nicht ermitteln.

Oberst Freiherr Friedrich von Rotsmann

SONDERBEITRAG: Die Todesanzeige für Oberleutnant der Reserve Otto Heckler

Der Soldat Otto Heckler stammte aus Sprendlingen im heutigen Bundesland Rheinland-Pfalz. Er war Mitglied des Vorstands der Julius Berger Tiefbau AG und Regierungsbaumeister a. D.. Dieses Unternehmen ist die Wurzel der heutigen Firma Bilfinger AG (bis vor einigen Jahren hieß es Bilfinger und Berger AG) und wurde von Julius Berger gegründet. In der Zeit des Nationalsozialismus wurde er seiner Firma beraubt, rechtlos gestellt und mit seiner Frau nach Theresienstadt in das dortige Konzentrationslager deportiert. Dort starben Flora und Max Berger an Hunger und Entkräftung – Julius Berger am 13.07.1943 im Alter von 80 Jahren. Eine Schande, begangen von Deutschen und im Namen Deutschlands!

Im Ersten Weltkrieg kämpfte Otto Heckler als Oberleutnant der Reserve in der 11. Kompanie des 115. Leibgarde-Infanterie-Regiments. Am 22.08.1914 fiel er während der Schlacht bei Neufchâteau im Alter von 35 Jahren bei Anloy-Maissin in Belgien an der Westfront.

Man begrub Otto Heckler auf dem Soldatenfriedhof Maissin-National in Grab 313.

Auf dem Alten Friedhof in Darmstadt gedenkt man Otto Heckler noch heute auf einem privaten Gedenkkreuz: http://www.denkmalprojekt.org/2020/darmstadt_alter-frdh-private-grabsteine_70-71_wk1_wk2_he.html

Todesanzeige für Oberleutnant der Reserve Otto Heckler
2. Todesanzeige für Oberleutnant der Reserve Otto Heckler