Der Bauerssohn Josef (Verlustlisten: Joseph) Eberl wurde am 02.10.1895 in Oberneukirchen geboren und wohnte in Bubing (Ampfing). Im Ersten Weltkrieg diente er in der 4. Kompanie des 3. bayerischen Infanterie-Regiments als Soldat, als er am 12.10.1915 im Alter von 20 Jahren in Serbien während der Gefechte bei Petha und Požarevac fiel.
Wie so oft bei Gefallenen des Ersten Weltkrieges in Serbien ist für Josef Eberl keine Grablage bekannt.
Sterbebild von Josef EberlRückseite des Sterbebildes von Josef Eberl
Der Unteroffizier Georg Thurnhuber wurde am 12.05.1894 im bayerischen Pfaffenham geboren, heute ein Ortsteil des bayerischen Gemeinde Schnaisee. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 12. Kompanie des 3. Infanterie-Regiments. Am 30.03.1917 starb er im Alter von 22 Jahren im Gefangenenlager Sipote in Rumänien, eine berüchtigten Gefangenenlager, das für sehr viele Gefangene den Tod bedeutete.
Sterbebild von Georg ThurnhuberRückseite des Sterbebildes von Georg Thurnhuber
Der Gastwirtssohn Michael Huber wurde in Esbaum, Teil der oberbayerischen Gemeinde Samerberg, geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 10. Kompanie des 3. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 27.10.1916 geriet er bei Rasoviţa in Rumänien in Gefangenschaft. Am 29.01.1917 starb er im Alter von 20 Jahren in einem rumänischen Gefangenenlager bei Șipote an Fieber.
Sterbebild von Michael HuberRückseite des Sterbebildes von Michael Huber
Der theoretische Weg von Michael Huber von seinem Geburtsort über den Ort seiner Gefangennahme zu seinem Sterbeplatz:
Anton Spengler wurde am 18.08.1893 im bayerischen Aretsried geboren, heute ein Ortsteil des Marktes Fischach. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 8. Kompanie des 3. bayerischen Infanterie-Regiments als Infanterist. Zunächst war er während der Schlacht bei Nancy – Épinal in der Nähe von Doncières in Nordfrankreich als vermisst gemeldet worden. Später wurde er gerichtlich für für tot erklärt. Man legte den 25.08.1914 als Todesdatum fest. Er war zu diesem Zeitpunkt 25 Jahre alt. Seine sterblichen Überreste wurden später aufgefunden. Er fiel nur wenige Kilometer entfernt von der Stelle, an der wenige Tage später der bemerkenswerte deutsche Sozialdemokrat Ludwig Frank fiel.
Man begrub Anton Spengler auf dem Soldatenfriedhof Bertrimoutier in einem Massengrab.
Sterbebild von Anton SpenglerRückseite des Sterbebildes von Anton Spengler
Der theoretische Weg von Anton Spengler von seinem Geburtsort über seinen Sterbeort zu seinem Grab:
Der Bauerssohn Otto Niedermaier (bei Volksbund „Niedermeier“) wurde am 29.02.1892 in Landstorf in Niederbayern geboren und lebte in Aholfing. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 3. Kompanie des 3. bayerischen Infanterie-Regiments als Ersatz-Reservist. Am 15.05.1917 verstarb er im Alter von 25 Jahren in einem Feldlazarett in Frankreich nach schwerer Verwundung.
Man begrub Otto Niedermaier auf dem Soldatenfriedhof Sissonne in Block 10, Grab 889.
Sterbebild von Otto NiedermaierRückseite des Sterbebildes von Otto Niedermaier
Der theoretische Weg von Otto Niedermaier von seinem Geburtsort zu seinem Grab:
Franz Paul Wimmer wurde am 13.03.1895 in Blaika als Sohn eines Landwirts geboren, heute ein Ortsteil der Gemeinde Wackersberg. Im Ersten Weltkrieg diente er als Soldat in der 10. Kompanie des 3. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 04.01.1917 fiel er im Alter von 22 Jahren in Rumänien, vermutlich bei Braila. 45 Angehörige der Kompanie fielen an diesem Tag, einer davon war Franz Wimmer.
Ein Grablage ist für Franz Wimmer offiziell nicht bekannt. Ich gehe jedoch davon aus, dass er auf dem Soldatenfriedhof Braila anonym als unbekannter Toter in einem Massengrab beigesetzt wurde. Ich schließe dies aus dem dokumentierten Schicksal seiner Kameraden aus der 10. Kompanie, die mit ihm am gleichen Tag fielen:
Gefreiter Josef Schwarzmann, gefallen am 04.01.1917, beigesetzt auf dem Soldatenfriedhof Braila in einem Massengrab;
Landsturmmann Josef Schröttle, gefallen am 04.01.1917, beigesetzt auf dem Soldatenfriedhof Braila im Block 5.
Sterbebild von Franz WimmerRückseite des Sterbebildes von Franz Wimmer
Johann Biendl (bei Volsbund auch „Baptist“) stammte aus Kothmühle und war ein Müllerssohn. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 9. Kompanie des 3. bayerischen Infanterie-Regiments als Infanterist. Am 20.03.1916 fiel er im Alter von 26 Jahren in der Nähe von Verdun beim Montfaucon Wald.
Das Grab von Johann Biendl befindet sich auf dem Soldatenfriedhof Consenvoye. Dort wurde er in einem Massengrab beigesetzt.
Sterbebild von Johann BiendlRückseite des Sterbebildes von Johann Biendl
Der theoretische Weg von Johann Biendl von seinem Geburtsort über seinen Sterbeort zu seinem Grab:
Der Ersatz-Reservist Joseph Thanner stammte aus Neubeuern und war Schlossarbeiter und Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 4. Kompanie des 3. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 09.08.1915 fiel er im Alter von 32 Jahren in Russland, nachdem bereits sein Bruder Fridolin gefallen war.
Die Lage seines Grabes ist wie bei den meisten Gefallenen auf den östlichen Kriegsschauplätzen, unbekannt.
Diese Serie über Teilnehmer des Ersten Weltkriegs soll die Menschen zeigen, die mit ihrem Schicksal für den Ersten Weltkrieg stehen, weil sie für ihr Vaterland litten und starben. Geblieben ist von ihnen allenfalls ein Vermerk auf einem Denkmal und / oder ein Sterbebild. Oftmals nicht einmal dies.
Krieg ist nicht nur ein militärisches, geschichtliches und politisches Ereignis sondern auch ein grausames Schicksal für viele Menschen – auf beiden Seiten! Die Männer, die ich an dieser Stelle vorstellen möchte, sind Beispiele für das Grauen und sollen uns alle mahnen, Krieg zu ächten. Sie sollen nicht vergessen sein!
Johann Maurer wurde 09.05.1893 als Häuslersohn in Kleinholzhausen geboren, heute ein Ortsteil von Raubling. Er diente im Ersten Weltkrieg als Unteroffizier in der 10. Kompanie des 3. bayerisches Infanterie-Regiments. Er war Inhaber des Eisernen Kreuzes 1. und 2. Klasse sowie des Verdienstkreuzes 3. Klasse mit Krone und Schwertern – also ein tapferer Mann. Mitte 1916 wurde er leicht verwundet.
Er wird seit der zweiten Schlacht an der Marne am 18.07.1918 vermisst. Er wurde 25 Jahre alt und war 40 Monate seiner Pflicht als Soldat nachgekommen.
Johann MaurerSterbebild von Johann MaurerRückseite des Sterbebildes von Johann Maurer