Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.872: Lorenz Fürstenberger

Der Soldat Lorenz Fürstenberger stammte aus Mauerschwang, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Kraiburg am Inn, und war der Sohn eines Landwirts (Huberbauer). Im Ersten Weltkrieg diente er als Unteroffizier in der 4. Kompanie des 29. preußischen Ersatz-Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und mit dem bayerischen Verdienstkreuz ausgezeichnet. Am 14.03.1915 fiel er im Alter von 26 Jahren bei Markirch (französisch: Sainte-Marie-aux-Mines)

Man begrub Lorenz Fürstenberger auf dem Soldatenfriedhof Ste.-Marie-aux-Mines in Block 1, Grab 50.

Seine Heimatgemeinde Kraiburg am Inn gedenkt Lorenz Fürstenberger noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/kraiburg-frauendorf_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Lorenz Fürstenberger
Rückseite des Sterbebildes von Lorenz Fürstenberger

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.817: Stephanus Nußmann

Der Soldat Stephanus Nußmann wurde am 16.11.1880 geboren und stammte aus Sommersbach, heute ein Stadtteil der Stadt Isny im Allgäu im heutigen Bundesland Baden Württemberg. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Unteroffizier in der 7. Kompanie des 123. Landwehr-Infanterie-Regiments. Am 04.11.1914 fiel er im Alter von 33 Jahren bei Markirch (französisch: Sainte-Marie-aux-Mines) am  Zuckerhut, Petite Chaume, Tete de Violu.

Über den Todestag und die Todesumstände von Stephanus Nußmann berichtet die Regimentsgeschichte des 123. Landwehr-Infanterie-Regiments:

„Am 01.11. kam wieder Leben in den eintönigen Kasernen- und Wachtdienst herein. Das II./Landwehr-Infanterie-Regiment 123 wurde alarmiert und abends 7 Uhr auf Bahnhof Wanne in Mülhausen verladen und nach St. Kreuz bei Markirchen transportiert. Von dort aus wurde es am 02.11. nach Markirch beordert. Auch hier lag die deutsche Truppe in schwerem Gebirgskampf mit den an Zahl überlegenen Feinden. Mehrere Kuppen waren nach schwerem Ringen verloren gegangen. So warf das Armeeoberkommando seinbe ganze Armeereserve an die bedrohte Stelle. Sie war dem späteren Kommandeur des Regiments, Generalmajor z. D. von Dinkelacker, der zu diesem Zwecke abkommandiert worden war, unterstellt. Er hatte den Auftrag, im Verbande der Brigade Ferling die westlich und südwestlich Markirch in die Hände des Gegners gefallenen Höhen wieder zu nehmen.

Alsbald erstieg das Bataillon unter gewaltiger Anstrengung den Zuckerhut, um von Punkt 753,8 gegen Punkt 851,2 anzugreifen. 5., 6. und 7./Landwehr-Infanterie-Regiment 123 wurden in vorderster Linie eingesetzt, 8./Landwehr-Infanterie-Regiment 123 in Reserve gehalten. Kaum aber waren die Kompanien vorgegangen, als sie vom Gegner entdeckt und unter heftigstes und schwerstes Artilleriefeuer genommen wurden. Dabei traten empfindliche Verluste ein. Unter anderem wird der schneidig vorgehende Führer der 6. Kompanie, Oberleutnant Dietrich, durch Brustschuss schwer verwundet. Das Artilleriefeuer wird schließlich so stark, dass der Sturm ins Stocken gerät und das Bataillon hinter den Kamm des Zuckerhuts zurückgezogen werden musste. Auch ein zweiter und dritter Versuch scheiterten. Doch kamen die braven Wehrleute des II. Bataillons auch nicht vorwärts, so wichen sie auch nicht und bissen sich am Nord- und Nordwestabhang des Zuckerhutes fest. Was die bayerische Landwehr und die 81er nicht halten konnten, brachte schwäbische Zähigkeit fertig. Den ganzen 3. und 4.11. hielten sie die Stellung.

Am 04.11.1914 abends wurden 5. und 6. Kompanie Landwehr-Infanterie-Regiment 123 in das Waldstück gegen Punkt 808,9 vorgezogen und für die nächsten Tage dem IV./99 unterstellt. Auch ein am 05.11. gegen den Bernhardstein unternommener Angriff scheiterte. Es blieb nichts anderes übrig, als die Stellung so wie sie war zu halten und zu verstärken.

Offiziell ist für Stephanus Nußmann keine Grablage bekannt. Ich bin mir jedoch sicher, dass er, wenn seine Gebeine bis heute geborgen werden konnten, diese anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof beigesetzt wurden, wo man auch seine Regimentskameraden begrub, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.

 

 

Sterbebild von Stephanus Nußmann
Rückseite des Sterbebildes von Stephanus Nußmann

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 2.021: Georg Wagner

Der Soldat Georg Wagner stammte aus der bayerischen Gemeinde Forsting und war der Pflegesohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 9. Kompanie des 15. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 06.09.1914 verstarb er nach einer Verwundung im Alter von 26 Jahren in einem Lazarett bei La Croix-aux-Mines
während der Stellungskämpfe in den mittleren Vogesen.

Die Lage des Grabes von Georg Wagner ist offiziell unbekannt. Ich bin mir jedoch sicher, dass er auf dem nahegelegenen Soldatenfriedhof Ste.-Marie-aux-Mines anonym in einem Massengrab beigesetzt wurde.

Sterbebild von Georg Wagner
Rückseite des Sterbebildes von Georg Wagner

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.529: Josef Egger

Der Ersatz-Reservist Josef Egger wurde am 28.11.1886 in Remmelsberg als Sohn eines Landwirts geboren, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Untrasried. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 2. Kompanie des 2. (bayerischen) Brigade-Ersatz-Bataillons. Am 12.02.1916 fiel er im Alter von 29 Jahren während der Stellungskämpfe in den mittleren Vogesen am 3 Kilometer nördlich Markirch gelegenen Bois du Chena bei Wisembach.

Josef Egger wurd auf dem Soldatenfriedhof Bertrimoutier in einem Massengrab beigesetzt.

Seine Heimatgemeinde Untrasried gedenkt Josef Egger noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/untrasried_1805-15_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Josef Egger
Rückseite des Sterbebildes von Josef Egger

Der theoretische Weg von Josef Egger von seinem Geburtsort über seinen Sterbeort zu seinem Grab:

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 541: Heinrich Mayer

Der Gefreite Heinrich Mayer stammte aus Oberleiten, heute ein Teil der Gemeinde Wagging, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er im 15. Infanterie-Regiment, 2. Kompanie. Am 23.08.1914 fiel er im Alter von 24 Jahren bei St. Kreuz.

Man begrub Heinrich Mayer auf dem Soldatenfriedhof Ste.-Marie-aux-Mines in einem Massengrab.

Sterbebild von Heinrich Mayer
Rückseite des Sterbebildes von Heinrich Mayer

 

Der theoretische Weg von Heinrich Mayer von seinem Geburtsort über seinen Sterbeort zu seinem Grab:

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 310: Josef Adamhuber

Der Landwehrmann Josef Adamhuber wurde in Gweng, einem Ortsteil der Gemeinde Polling. geboren und war Landwirt von Beruf. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 8. Kompanie des 2. Landwehr-Infanterie-Regiments. Am 04.08.1915 (Volksbund: 05.08.1915) wurde er im Alter von 34 Jahren während der Kämpfe in den Vogesen bei Markirch (französisch: Sainte-Marie-aux-Mines) im Elsass durch einen Gewehrschuss getötet.

Das Grab von Josef Adamhuber befindet sich auf dem Soldatenfriedhof Hohrod. Dort liegt er in einem Massengrab begraben.

Seine Heimatgemeinde gedenkt noch heute Josef Adamhuber auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/polling-oberflossing_1866_1870-71_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Josef Adamhuber
Rückseite des Sterbebildes von Josef Adamhuber

Theoretischer Weg von Josef Adamhuber von seinem Heimatort über seinen Sterbeort zu seinem Grab:

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 225: Heinrich Mayer

Der Bauerssohn Heinrich Mayer stammte aus Oberleiten, heute ein Ortsteil der Gemeinde Obing. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 2. Kompanie des Brigade-Ersatz-Bataillon Nr. 4 als Gefreiter. Am 23.08.1914 fiel er bei St. Kreuz (französisch: Sainte-Croix-aux-Mines) im Elsass während der ersten Vogesenkämpfe im Alter von 24 Jahren.

Die sterblichen Überreste von Heinrich Mayer liegen heute auf dem Soldatenfriedhof Ste.-Marie-aux-Mines in einem Massengrab (siehe Foto unten).

Vorderseite des Sterbebildes von Heinrich Mayer
Rückseite des Sterbebildes von Heinrich Mayer
Grabinschrift von Heinrich Mayer am Massengrab
Die Grabplatte am Massengrab, in dem auch Heinrich Mayer begraben liegt
Das Massengrab in Ste.-Marie-aux-Mines

Der theoretische Weg von Heinrich Mayer von seinem Heimatort über seinen Sterbeort zu seinem Grab:

Das Grab von Maurice Fitz James von Berwick in Sainte-Marie-aux-Mines

Als ich vor einigen Jahren erstmals den deutschen Soldatenfriedhof in Sainte-Marie-aux-Mines besuchte, fiel mir ein Grab auf, das gar nicht auf den Friedhof zu gehören schien. Augenscheinlich war dort kein deutscher Soldat begraben worden. Ich fotografierte das Grab und nahm mir vor, den Sachverhalt zuhause zu recherchieren. Aber irgendwie geriet der Vorgang bei mir in Vergessenheit.

Als ich im Juli 2018 mit meiner Tochter erneut in Sainte-Marie-aux-Mines war, um zu Gefallenenschicksalen zu recherchieren, sah ich das Grab erneut und erinnerte mich des Vorgangs. Zuhause angekommen schloss ich zunächst die recherchierten Soldatenschicksale ab und widmete mich dann dem bemerkenswerten Grab. Dabei kam ich zu folgenden Informationen:

  • Maurice Fitz James von Berwick wurde am 20.9.1783 in Dimitriefka geboren
  • sein Vater war Baron Joseph von Berwick, Generalleutnant im Dienst des Kaisers von Russland
  • seine Mutter war Baronin Marie von Newbury
  • er war verheiratet mit Marie Cécile Adélaïde Pelagie von Roguier.
  • die Familie seine Frau besaß in der Nähe des Grabes in Sainte-Marie-aux-Mines ein Anwesen
  • Maurice Fitz James von Berwick verbrachte mit seiner Frau viele Sommer auf dem Anwesen seiner Schwiegereltern
  • Baron Berwick äußerte zu Lebzeiten, dass er in Sainte-Marie-aux-Mines begraben werden möchte
  • Er wurde Oberst der Husaren der russischen kaiserlichen Garde, Ritter der russischen Orden von St. Anna, St. Vladimir, des Ordens von Preußen und des Heilige Grabes von
    Jerusalem.
  • Er starb im April 1835 in Nancy (am 12. oder am 20.) im Alter von 51 Jahren im Hause seines Schwiegervaters, Herrn De Roguier, Berater am königlichen Hof von Nancy.
  • Der Körper des Verstorbenen wurde nach Sainte-Marie-aux-Mines gebracht und nach einem feierlichen Gottesdienst in der Kirche zum Friedhof gebracht und dort in einem reservierten Grab begraben.

 

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 137: Andreas Wörle

Andreas Wörle wurde am 20.06.1888 in Voglegg geboren, heute ein Ortsteil von Bernbeuren.. Als Soldat kämpfte er in der 4. Kompanie des 15. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 22.08.194, also kurz nach Kriegsbeginn, fiel er bei den Gefechten um Markirch – heute Sainte-Marie-aux-Mines.

Der Verbleib seines Leichnams ist unbekannt. Ich vermute, er wurde als unbekannter Toter auf dem Soldatenfriedhof Sainte-Marie-aux-Mines begraben.

Hier liegen vermutlich die sterblichen Überreste von Andreas Wörle

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 33: Johann Lipp

Diese Serie über Teilnehmer des Ersten Weltkriegs soll die Menschen zeigen, die mit ihrem Schicksal für den Ersten Weltkrieg stehen, weil sie für ihr Vaterland litten und starben. Geblieben ist von ihnen allenfalls ein Vermerk auf einem Denkmal und / oder ein Sterbebild. Oftmals nicht einmal dies.

Krieg ist nicht nur ein militärisches, geschichtliches und politisches Ereignis sondern auch ein grausames Schicksal für viele Menschen – auf beiden Seiten! Die Männer, die ich an dieser Stelle vorstellen möchte, sind Beispiele für das Grauen und sollen uns alle mahnen, Krieg zu ächten. Sie sollen nicht vergessen sein!

Johann Lipp wurde 1881 geboren. Er war Rotgerbereibesitzer in Dorfen und Mitglied des Gemeinde-Kollegiums. Am 15.08.1914, also gleich zu Beginn des Krieges, fiel er als Unteroffizier in St. Kreuz (französisch Sainte-Croix-aux-Mines) im Elsass bei den Vogesenkämpfen im Alter von 34 Jahren.

Johann Lipp ruht auf der Kriegsgräberstätte in Markirch (französisch Sainte-Marie-aux-Mines), Block 5 Grab 176.

 

Sterbebild_Johann_Lipp_v

Sterbebild_Johann_Lipp_h

Ich habe im April 2013 das Grab von Johann Lipp aufgesucht. Hier die Fotos von meinem Besuch:

Das Grab von Johann Lipp
Das Grab von Johann Lipp
Sterbebild und Grabkreuz von Johann Lipp
Sterbebild und Grabkreuz von Johann Lipp
Die Umgebung des Grabes von Johann Lipp
Die Umgebung des Grabes von Johann Lipp