Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 3.085: Peter Treutwein

Der Soldat Peter Treutwein wurde am 13.04.1890 in der bayerischen Gemeinde Eppishausen geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er als Sergant in der 6. Kompanie des 26. bayerischen Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und mit dem bayerischen Militärverdienstkreuz 3. Klasse mit Krone und Schwertern ausgezeichnet. Am 16.07.1918 fiel er im Alter von 28 Jahren bei der Angriffsschlacht an der Marne und in der Champagne, während des Angriffs auf Fleury-la-Rivière.

Über den Todestag von Peter Trautwein berichtet die Regimentsgeschichte des 26. bayerischen Infanterie-Regiments:

„Angriff auf Fleury la Rivière 16. und 17.07.1918

In den frühen Morgenstunden des 16.07. trifft Brigadebefehl für den Angriff ein. Hiernach hat das Regiment zu dem bereits für 15.07. befohlenen Angriff um 5 Uhr morgens nach Artillerievorbereitung anzutreten. Das Regiment geht zur befohlenen Zeit mit linkem Flügel antlang der Straße la Neuville – la Charmoise – Belval – Grand Pre zum Angriff auf Fleury la Rivière vor, II. und I. Bataillon in vorderer Linie, III. Bataillon rechts rückwärts gestaffelt, Anschluss I. Bataillon. Jedes Bataillon zwei Kompanien in 1. Gefechtslinie, die in drei Wellen angreift, die beiden anderen Kompanien folgen mit 300 Meter Abstand. Um 5.35 Uhr vormittags erreicht das Regiment die Straße la Charmoise – Cuchery, ohne auf feindlichen Widerstand zu stoßen. Dort werden die Verbände neu geordnet.

Von hier aus wird um 6 Uhr vormittags zum Weitervorgehen wieder angetreten. Während des Vorgehens erhält das I./26 starkes flankierendes Maschinengewehr-Feuer aus Richtung la Poterne, trotzdem wird der Südrand des Waldes westlich Belval 10 Uhr vormittags erreicht. Einzelne Artillerie-Schüsse liegen nunmehr auf dem Ost- und Südrand dieses Waldes.

Hier gliedert sich das Regiment erneut für die Fortsetzung des Angriffs wie folgt:

II. Bataillon in vorderer Linie, III. Bataillon rechts, I. Bataillon links gestaffelt. Inzwischen war durch Patrouillen festgestellt, dass Grand Pré und die Waldstücke südwestlich stark besetzt sind.

II./26 gewinnt bis 1 Uhr nachmittags die Waldstücke um Grand Pré und setzt sich hier fest, weiteres Vorarbeiten ohne ausgiebigste Artillerie-Unterstützung erweist sich zunächst als unmöglich, da sich der Feind in stark verdrahteten Stellungen aufgebaut hat. Außerdem erhält das Bataillon starkes Flanken-, teilweise sogar Rückenfeuer aus der Gegend von la Poterne.

Auf Antrag wird dem Regiment die II./Fußartillerie-Regiment 276 und 1./bayerisches Fußartillerie-Regiment 8 zur weiteren Durchführung des Angriffs unterstellt. Nach 1stündiger Artillerievorbereitung von 6.15 – 7.15 Uhr abends sollte der Angriff fortgesetzt werden. Die Verbindung mit den unterstellten Artillerie-Verbänden ist jedoch leider sehr mangelhaft, die beiden Artillerie-Verbindungs-Offiziere sind statt mit Draht nur durch Meldeorgane mit ihren Batterien verbunden. Gegen 3 Uhr nachmittags setzt starkes feindliches Artillerie-Feuer ein, II. Bataillon erleidet erhebliche Verluste.

Für den geplanten Angriff verschiebt sich III. Bataillon rechts neben das II. Bataillon, das I./26 bleibt wie bisher linke Flügelstaffel mit dem besonderen Auftrag feindlicher Einwirkung aus Richtung Grand Pre und la Poterne zu verhindern.

III. Bataillon erhält Auftrag, mit dem Angriff zu beginnen und in südostwärtiger Richtung vorzustoßen, das II./26 sollte sich vom rechten Flügel beginnend dem Vorgehen des III. Bataillons anschließen.

Der zur befohlenen Zeit ansetzende Angriff dringt jedoch nicht durch, insbesondere erhält das II. Bataillon alsbald erdrückendes Artillerie- und Maschinengewehr-Sperrfeuer, das schwere Verluste verursacht. Jeder Versuch, Raum nach vorwärts zu gewinnen, scheitert an der ungeminderten feindlichen Feuerwirkung. Demgemäß muss sich der Regimentskommandeur zur Einstellung des Angriffs entschließen. Das Regiment erhält Befehl, die erreichte Linie zu halten und sich zur Abwehr zu gliedern.

Am Misslingen des Angriffs trug in erster Linie die ungenügende Artillerieunterstützung schuld, die ihrerseits in der völlig mangelhaften Verbindung begründet war, ferner das heftige feindliche Feuer und endlich die Unmöglichkeit, unsere Bewegungen der feindlichen Sicht zu entziehen. Die feindlichen Fesselballone beherrschten das Angriffsfeld des Regiments in jeder Weise.

Für die Nacht wurde das III./26 wieder hinter den rechten Flügel des II./26, das in vorderer Linie verblieb, zurückgestaffelt zur Verhinderung feindlicher Einwirkung gegen den eigenen rechten Flügel.“

Offiziell ist für Peter Treutwein keine Grablage bekannt. Wahrscheinlich wurde er auf einem Feldfriedhof provisorisch beigesetzt. Bei der Zusammenlegung der Friedhöfe nach dem Krieg waren seine Gebeine durch Kriegsweinwirkungen dann nicht mehr identifizierbar. Man setzte ihn daher wahrscheinlich anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Marfaux bei, wo man auch seine Regimentskameraden begrub, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.

  • Ersatz-Reservist Martin Rechenauer, gefallen am 20.07.1918 bei Grand Pre, begraben auf dem Soldatenfriedhof Marfaux in einem Massengrab;
  • Gefreiter Johann Jakob, gefallen am 16.07.1918 bei Grand Pre, begraben auf dem Soldatenfriedhof Marfaux in einem Massengrab;
  • Ersatz-Reservist Joseph Fendt, gefallen am 26.07.1918 bei Reims, begraben auf dem Soldatenfriedhof Marfaux in einem Massengrab;
  • Ersatz-Reservist Franz Felber, gefallen am 07.07.1918, begraben auf dem Soldatenfriedhof Marfaux in Grab 33.

Seine Heimatgemeinde Eppishausen gedenkt Peter Treutwein noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2020/eppishausen_lkr-unterallgaeu_70-71_wk1_wk2_by.html

Sterbebild von Peter Treutwein
Rückseite des Sterbebildes von Peter Treutwein

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.827: Albert Danzer

Der Soldat Albert Danzer stammte aus Gramsham, einem Ortsteilo der bayerischen Gemeinde Feichten an der Alz, und war der Sohn eines Kleinbauern (Lausch-Gütler). Im Ersten Weltkrieg diente er als Sergant in der 17. bayerische Sanitäts-Kompanie. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse, mit dem bayerischen Verdienstkreuz 3. Klasse mit Schwertern und der 9jährigen Dienstauszeichnung ausgezeichnet. Am 16.11.1918 verstarb er im Alter von 38 Jahren nach 4 Jahren und drei Monaten Kriegsdienst im Lazarett Bochum an einem Granatsplitter.

Man begrub Albert Danzer auf dem Friedhof Bochum-Blumenstraße in Grab 48.

Sterbebild von Albert Danzer
Rückseite des Sterbebildes von Albert Danzer

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.322: Hermann Klaus

Der Soldat Hermann Klaus wurde am 23.01.1891 geboren und stammte aus Altenmahrhorst, heute ein Ortsteil der niedersächsischen Stadt Twistringen. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Sergant in der 2. Batterie des 88. Fuß-Artillerie-Bataillons. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 1. und 2. Klasse ausgezeichnet. Am 09.08.1918 fiel er im Alter von 26 Jahren bei Lihons.

Man begrub Hermann Klaus auf dem Soldatenfriedhof Peronne in Block 2, Reihe B, Grab 36.

Hier ein Beitrag zur Begräbnisstätte von Hermann Klaus, wo auch sein Name aufgelistet ist: http://www.denkmalprojekt.org/2017/peronne_brit_kriegsgraeber_departement-somme_hauts-de-france_frk.html

Sterbebild von Hermann Klaus
Rückseite des Sterbebildes von Hermann Klaus

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.533: Hans Buchwinkler

Der Sergant Hans Buchwinkler stammte aus Salzburghofen in Oberbayern und war ein Bahnverlader in Freilassing bevor er im Ersten Weltkrieg in die 3. Kompanie des 15. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments einberufen wurde. Am 02.08.1918 verstarb er nach vier Jahren Kriegsdienst im Alter von 32 Jahren, nachdem er zuvor schwer verwundet worden war.

Man begrub Hans Buchwinkler auf dem Soldatenfriedhof Montaigu I in Block 3, Grab 192.

Seine Heimatgemeinde Freilassing gedenkt Hans Buchwinkler noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2009/freilassing_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Hans Buchwinkler
Rückseite des Sterbebildes von Hans Buchwinkler

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.524: Georg Hörmann

Der Sergant Georg Hörmann wurde am 11.11.1873 in Schlegelsberg geboren, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Erkheim, und war Gutsbesitzer und Bürgermeister. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 2. Batterie eines bayerischen Fußartillerie-Regiments. Am 28.09.1918 fiel er im Alter von 44 Jahren im französischen Flandern.

Man begrub Georg Hörmann auf dem Soldatenfriedhof St.-Étiennes-à-Arnes in Block 5, Grab 301.

Noch heute gedenkt seine Heimatgemeinde Georg Hörmann auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2008/erkheim_kk_1805-15_1870-71_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Georg Hörmann
Rückseite des Sterbebildes von Georg Hörmann

Der theoretische Weg von Georg Hörmann von seinem Geburtsort zu seinem Grab:

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.421: Benedikt Kirschner

Der Sergant Benedikt Kirschner wurde am 08.02.1885 in Starnberg in Bayern geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 1. Maschinengewehr-Kompanie des 12. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und mit dem Verdienstkreuz mit Krone und Schwertern ausgezeichnet. Am 16.10.1918 fiel er nach vier Jahre Kriegsdienst während der Kämpfe in der Hundingstellung bei Verdun im Alter von 34 Jahren durch einen Granattreffer.

Man begrub Benedikt Kirschner auf dem Soldatenfriedhof Consenvoye in Block 2, Grab 1427.

Sterbebild von Benedikt Kirschner
Rückseite des Sterbebildes von Benedikt Kirschner

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.288: Ludwig Schroll

Der Sergant Ludwig Schroll stammte aus Seeon und war Gärtner von Beruf. Er arbeitete bei der Stadtgärtnerei München. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 6. Kompanie des 24. bayerischen Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Verdienst-Kreuz mit Krone und Schwertern, mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und mit einer Dienstauszeichnung für 9 jährige Dienste ausgezeichnet. Am 18.05.1918 verstarb er nach 46 Monaten Kriegsdienst im Alter von 32 Jahren. Der Regimentsgeschichte ist nicht zu entnehmen, dass Ludwig Schroll bei einer Kampfhandlung oder durch einen Unfall verstarb. Er starb am Tag des Festes des dreijährigen Bestehens des Regimentes. Es scheinen also gesundheitliche Gründe zu dem Tod geführt zu haben.

Man begrub Ludwig Schroll auf dem Soldatenfriedhof Orfeuil in Block 3, Grab 10.

Sterbebild von Max und Ludwig Schroll
Rückseite des Sterbebildes von Max und Ludwig Schroll

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 1.059: Georg Hofer

Der Sergant Georg Hofer wurde am 01.11.1889 geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 9. Kompanie des 123. Grenadier-Regiments. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und mit der Württembergischen silbernen Verdienstmedaille ausgezeichnet. Ende 1917 wurde er leicht verwundet. Am 08.08.1918 fiel er im Alter von 28 Jahren während der Abwehrschlacht zwischen Somme und Oise. Er wurde bei der Tankschlacht zwischen Ancre und Avre (8. und 9. August 1918) getötet.

Die Lage des Grabes von Georg Hofer ist unbekannt. Er könnte anonym auf den Soldatenfriedhof Rancourt begraben worden sein.

Sterbebild von Georg Hofer
Rückseite des Sterbebildes von Georg Hofer

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 941: Josef Gmelch

Josef Gmelch stammte aus Unterpindhart, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Geisenfeld, und war der Sohn eines Landwirts, ebenso wie sein Bruder Georg, den ich gestern vorgestellt habe. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Sergant in der 10. Kompanie des 4. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 08.08.1918 fiel er im Alter von 25 Jahren in Plieunes, südöstlich Amiens (Frankreich).

Eine Grablage ist für Josef Gmelch nicht bekannt.

Sterbebild von Georg und Josef Gmelch
Rückseite des Sterbebildes von Georg und Josef Gmelch

 

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 929: Franz Marchl

Der Sergant Franz Marchl wurde am 01.04.1893 in der Stadt Simbach am Inn in Bayern als Rentsamtsdienerssohn geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 11. Kompanie des 4. bayerischen Infanterie-Regiments und wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse, der Prinzregent-Luitpold-Medaille und dem bayerischen Militärverdienstkreuz mit Krone und Schwertern ausgezeichnet. Er fiel am 15.01.1917 in Frankreich bei den Kämpfen an der Somme durch  schwere Verwundung.

Eine Grablage ist für Franz Marchl offiziell nicht bekannt. Ich kann auch keine halbwegs fundierte Vermutung anstellen, die meinen eigenen Ansprüchen gerecht wird.

Seine Heimatgemeinde Simbach am Inn gedenkt noch heute Franz Marchl auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2009/simbach_am_inn_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Franz Marchl
Rückseite des Sterbebildes von Franz Marchl