Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.187: Joseph Knaier

Der Soldat Joseph (Volksbund: Josef) Knaier wurde am 14.03.1879 in Niederlauer geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Landwehrmann in der 9. Kompanie des 4. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments. Am 22.06.1915 fiel er im Alter von 36 Jahren bei Leintrey in Frankreich.

Man begrub Joseph Knaier auf dem Soldatenfriedhof Reillon in einem Massengrab.

Seine Heimatgemeinde Niederlauer gedenkt Joseph Lauer noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2015/niederlauer_lk-rhoen-grabfeld_wk1_wk2_bay.html

Sterbebild von Joseph Knaier
Rückseite des Sterbebildes von Joseph Knaier

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.185: Max Speck

Der Soldat Max Speck wurde am 08.03.1890 in Hofen geboren, heute ein Ortsteil der Stadt Spaichingen im heutigen Baden-Württemberg. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Reservist in der 2. Kompanie des 127. Infanterie-Regiments. Am 10.09.1914 fiel er im Alter von 24 Jahren während der Schlacht bei VaubecourtSommaisne in Frankreich.

Über den Todestag von Max Speck berichtet die Regimentsgeschichte des 127. Infanterie-Regiments:

„Der 10. September brach an. Es sollte ein denkwürdiger Tag für das Regiment und für alle hier kämpfenden Truppen werden, der schwerste auf jeden Fall für das Regiment im Bewegungskrieg 1914!

Beim Gegner waren sehr beträchtliche Verstärkungen  festgestellt worden.

Da man der überlegenen Artilleriewirkung nicht Herr zu werden vermochte, ordnete der Armeebefehl für die Nacht vom 9./10. September einen gewaltigen Nachtangriff in einer Ausdehnung von mehr als 20 Kilometer Breite an, durch den die feindliche Artilleriestellungen überrannt und unschädlich gemacht werden sollten. Im Falle des Gelingens konnte dieser Entschluss ungeahnte Früchte zeigen.

Das XIII. Armeekorps sollte zu diesem Zweck bis 2 Uhr morgens im allgemeinen die westliche von Rembercourt nach St. on la Vaux Marie führende Kleinbahnlinie überschritten haben und um 5.30 Uhr vormittags bis über Rembercourt, auf Erize la Petite und an die Höhen nördlich Neuville vorgestoßen sein. Den Nachbarkorps wurden ähnliche weite Ziele gesteckt.

Um 12.30 Uhr nachts rückte das Infanterie-Regiment 127 (ohne das III. Bataillon beim Infanterie-Regiment 120) in rabenschwarzer Finsternis und unter fortwährenden Regenschauern von Baubecourt über Pretz auf Sommaisne vor, das um 3.15 Uhr morgens erreicht wurde. Von vorne tönte leise Gewehrfeuer, hin und wieder klatschte ein Querschläger an die Mauern, während man man das Dorf durchschritt. Dunkle Wolken zogen am Himmel dahin und verhießen kein sonniges Wetter für den bevorstehenden Schlachttag. Der Boden war grundlos. Der Divisionsbefehl wies dem Regiment die feindlichen Batterien bei Höhe 309 (südlich Vaux Marie Ferme) als Ziel.

Um 3.30 Uhr morgens begann das Vorgehen, zunächst gegen die Bahnlinie bei St. on la Vaux Marie. Die Gewehre waren entladen, um nicht durch vorzeitige Schüsse sich dem Gegner zu verraten, die Seitengewehre aufgepflanzt. Um im Dunkel die Verbindung aufrecht erhalten zu können, bildete man dicht aufgeschlossene Kolonnen mit Schützenschleiern davor. Gespannteste Erwartung erfüllte alle. Jede Sekunde konnte man im Dunkel auf den Gegner stoßen. Schweigend, keuchend vor Anstrengung auf dem verschlammten Ackerboden, ging es weiter und weiter. Am Horizont stiegen die ersten bleichen Strahlen des nahenden Morgens empor. Eine erdrückende Stille lag über dem weiten Feld.

Man kam in die Nähe des kleinen Bahnhofs la Vaux Marie heran. Er bestand aus einem kleinen Stationsgebäude und einem Güterschuppen. Von dort blitzten Schüsse auf, man warf sich hin und erkannte, dass die Bahnlinie besetzt war. Versprengte Kameraden verschiedener Regimenter schlossen sich dem Regiment an.

Die Zeit drängte. Schon wurde es heller und heller, die Entscheidung musste jetzt in kürzester Zeit fallen. Krampfhaft umfasste die Hand das treue Gewehr, ein leises Kommando, „Sprung auf, Marsch-Marsch“, Schüsse blitzen, hier und dort sinkt einer zu Boden, aber im Augenblick ist man am Bahnkörper angelangt. Der Güterbahnhof wird von der 5. Kompanie gestürmt. „Morgenrot, Morgenrot, leuchtest mir zum frühen Tod!“ Wem ist in jenen Stunden dieses Lied nicht in den Sinn gekommen? Für wie viele wurde es Wahrheit? Auch der Regimentsführer, Major Drausnick erhält einen tödlichen Schuss, ebenso wie eine Anzahl der vorausspringenden Offiziere. Major Fack übernimmt die Führung des Regiments.

Durch das Vorgehen des Regiments wurden auch die daneben liegenden Teile der anderen Regimenter vorwärtsgerissen und an allen Stellen die Bahnlinie erreicht. Der Gegner flutete nach einer 800 Meter weiter südlich gelegenen Höhe zurück. Das Zurückgehen musste im eigenen Feuer erfolgen, rasch konnte auch noch ein Maschinengewehr in Stellung gebracht werden. Unter solchen Umständen erlitt der Gegner vernichtende verluste. Als der Tag anbrach, sah man überall in den halbgemähten Feldern gleich rotem Mohn und blauen Kornblumen die roten Hosen, die blauen Röcke der gefallenen Franzosen herumliegen.

Leider machte sich der Verlust der vielen Offiziere und sonstigen Dienstgrade in unheilvoller Weise bemerkbar. Teilweise stürzten die Mannschaften in nicht mehr zu haltendem Draufgängertum unter Vergessen aller Vorsicht nach vorwärts und erlitten führerlos durch das bald einsetzende feindliche Artilleriefeuer schwere Verluste. Zum Teil kamen sie ab und wurden seither vermisst. Daraus erklärt sich auch die große Zahl der Vermissten an diesem Tage.

Zu früh für heute brach der Tag an. Es war nicht gelungen, das Endziel, die feindliche Artillerie, zu erreichen. Teilweise war man ganz nahe herangekommen, aber infolge der Verluste, der Führerlosigkeit, der durch das nächtliche Vorgehen erklärlichen Auflösung der Verbände fehlte dann die Kraft, sie im Sturm zu nehmen. Feindliche Infanterie hatte sich am Schluss kaum mehr gezeigt. Sie schien erschüttert zu sein oder nicht den Mut zum Gegenangriff zu haben. Auf jeden Fall trug auf feindlicher Seite an diesem Tage einzig und allein die zahlenmäßig überlegene Artillerie die Last des Kampfes.

Als die Sonne allmählich in den feuchtkalten Herbstmorgen hinein ihre ersten Strahlen sandte, eröffnete auch die feindliche Artillerie wieder ihr Massenfeuer. Es schien, als hätte sie sich im Laufe der Nacht noch weiter vermehrt, was bei der Nähe der Festung Verdun ja leicht möglich und sehr wahrscheinlich war. Denn auch der Gegner musste wissen, dass es hier um eine große Entscheidung ging. Wohin man sah, einschlagende Granaten, emporspritzende Erdfontänen, ein Regen von Eisen und Feuer. Der Bahnhof von la Vaux Marie war in Brand geschossen und seine Rauchfahne ragte hoch in die Luft. Ringsum ein Leichenfeld, stehen gebliebene feindliche Fahrzeuge, weggeworfene Waffen, verendende Pferde, verschlammte Felder und darüber sprühender kalter Regen. So verging der Tag. Als gegen Abend die Sanitätsmannschaften kamen, um die Verwundeten zu holen, wurden auch sie beschossen. Wo sich auch nur irgend etwas regte, da lag auch schon feindliches schweres Feuer. Der Gegner war als zum Regiment Nr. 76, 101, 301 und Jägerbataillon 20 gehörig festgestellt.

42 Tote, 473 Verwundete, 214 Vermisste zählte das Regiment an diesem Tage. Man muss dabei bedenken, dass es sich um keine vollen Verbände handelte, im Gegenteil war die Gefechtsstärke schon an und für sich sehr gering. Besonders schwer waren die Offiziersverluste an diesem blutigen Tag: 5 Offiziere gefallen außer dem Regimentsführer Major Drausnick (Hauptmann Laurösch, Leutnant der Reserve Eßlinger, Dietenberger, Offizierstellvertreter Findeisen, Rees), 10 verwundet, 3 vermisst (Oberleutnant Nübling, Leutnant der Reserve Rempis, Offizierstellvertreter Dörpinghaus, wahrscheinlich sämtlich im Nahkampf gefallen). Außerdem waren in den kurz vorhergehenden Kämpfen noch Leutnant Ahrens und Leutnant der Reserve Kattner gefallen.“

Offiziell ist für Max Speck keine Grablage bekannt. Ich vermute jedoch, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Brieulles-sur-Meuse begraben wurde, wo auch seine Regimentskameraden beigesetzt wurden, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.

  • Franz Bailer, gefallen am 31.08.1914 bei Sassey, begraben auf dem Soldatenfriedhof Brieulles-sur-Meuse in einem Massengrab;
  • Gefreiter Georg Reyer, gefallen am 15.09.1914, begraben auf dem Soldatenfriedhof Brieulles-sur-Meuse Block 4 Grab 167;
  • Unteroffizier Christian Aichele, gefallen am 31.08.1914 bei Sassey, begraben auf dem Soldatenfriedhof in einem Massengrab.

Seine Heimatgemeinde Spaichingen gedenkt Max Speck noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2013/spaichingen_lk-tuttlingen_wk1_bawue.html

Sterbebild von Max Speck
Rückseite des Sterbebildes von Max Speck

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.177: Franz Echtler

Der Soldat Franz Echtler wurde am 10.09.1885 in Morgenbach geboren, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Wildsteig. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Landwehrmann in der 4. Kompanie des 15. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiment (Fehler auf Sterbebild). Am 06.09.1914 fiel er im Alter von 28 Jahren während der Schlacht vor Nancy – Epinal in den Vogesen.

Die Lage des Grabes von Franz Echtler ist offiziell unbekannt. Es könnte jedoch sein, dass seine Gebeine, sofern sie geborgen werden konnten, anonym auf dem Soldatenfriedhof Bertrimoutier in einem Massengrab beigesetzt wurden, wo auch sein Regimentskamerad Oberleutnant Franz Pappenhoff begraben wurde, der am gleichen Tag bei Le Chipal fiel.

Seine Heimatgemeinde Bad Wildsteig gedenkt Franz Echtler noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/wildsteig_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Franz Echtler
Rückseite des Sterbebildes von Franz Echtler

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.170: Josef Stadler

Der Soldat Josef Stadler wurde am 28.02.1897 in Peustelsau geboren, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Wildsteig, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 1. Batterie des 1. bayerischen Fuß-Artillerie-Regiments als Kanonier. Am 03.02.1918 verstarb er im Alter von 20 Jahren in einem Lazarett nach drei Monaten Leiden an Malaria.

Die Lage des Grabes von Josef Stadler ist unbekannt.

Seine Heimatgemeinde gedenkt Josef Stadler noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/wildsteig_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Josef Stadler
Rückseite des Sterbebildes von Josef Stadler

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.169: Martin Fendt

Der Soldat Martin Fendt wurde am 02.08.1894 in Perau, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Wildsteig geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 3. Kompanie des 18. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 24.10.1915 fiel er im Alter von 21 Jahren in den Vogesen.

Man begrub Martin Fendt auf dem Soldatenfriedhof Breitenbach in Block 9, Grab 55.

Seine Heimatgemeinde Wildsteig gedenkt Martin Fendt noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/wildsteig_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Martin Fendt
Rückseite des Sterbebildes von Martin Fendt

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.167: Leopold Göbl

Der Soldat Leopold Göbl wurde am 11.10.1888 in der bayerischen Gemeinde Wildsteig als Sohn eines Landwirts geboren. Er selbst war auch Landwirt. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 2. Kompanie des 20. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 25.06.1916 (Regimentsgeschichte: 24.06.1916) fiel er im Alter von 27 Jahren bei Thiaumont  in den Abwehrkämpfen beiderseits der Weinberg-Schlucht während der Schlacht um Verdun.

Über den Todestag und die Todesumstände von Leopold Göbl berichtet die Regimentsgeschichte des 20. bayerischen Infanterie-Regiments:

„Im ersten Einsatz war das Regiment noch getrennt. Das I. Bataillon rückte in der gewitterreichen Nacht zum 24. zur Verfügung des Kommandeurs 10. Infanterie-Regiment in die Gegend des Zwischenwerkes Thiaumont und wurde dann in vorderster Linie beiderseits der Batterie e eingesetzt. Die Ausfälle in dem zum größeren Teil aus jungen, kriegsunerfahrenen Ergänzungsmannschaften bestehenden Bataillons waren bedeutend, seine Gefechtskraft schon mit dem Einrücken in die Stellung erheblich gemindert. Der bereits am Mittag des 24. gegebene Befehl, dass die Unterstellung des Bataillons unter das 10. Infanterie-Regiment aufgehoben ist und das Bataillon im Rahmen des das 24. Infanterie-Regiment ablösenden 20. Infanterie-Regiments die rechte Abschnittshälfte zu besetzen hat, drang erst im Laufe des 25. durch. So hatte die 3. Kompanie Gelegenheit, sich am 25. kurz nach 4 Uhr auszuzeichnen, indem sie inmitten der Reste der erschöpften Zehner einen aus nordwestlicher Richtung über das benachbarte preußische Reserve-Infanterie-Regiment 92 hinwegkommende  Angriff abwehrte und dabei 200 Gefangene machte.

Das II. Bataillon, das mit dem dritten Einsatz vor Verdun wieder Major Schemmel übernommen hatte, war am 23. abends aus dem Fossewald entlassen worden mit dem Befehl, in den Raum zwischen dem Rücken Kalte Höhe und Fleury zu rücken und dem stockenden Angriff des 24. Infanterie-Regiments durch Vorstoß beiderseits der tief eingeschnittenen Weinberg-Schlucht neuen Impuls zu geben. Voraussetzung für diesen Angriff war aber, dass zunächst einmal die vorderste Linie gefunden und geschlossen besetzt wurde. Führer nach vorne fehlten jedoch. Ein Wunder und ein Glück zugleich, dass die ins Ungewisse entlassenen drei Kompanien des vorderen Treffens sich nach beträchtlichen Umwegen und schmerzlichen Verlusten, vor allem an Offizieren (hierbei ist Leutnant Vestner Rudolf der 6. Kompanie gefallen), im Morgengrauen des 24. in der ungefähren Linie Punkt 815 – Batterie b südostwärts Punkt 825 zusammengeunden hatten. Allerdings fehlte noch die Verbindung mit dem 10. Infanterie-Regiment auf der Kalten Erde. Erst am 24. vormittags gelang dem mit der 7. und Maschinengewehrkompanie am Steilhang Douaumont befindlichen Bataillonskommandeur die unmittelbare Verbindung mit dem Kommandeur des 10. Infanterie-Regiments im Zwischenwerk Thiaumont. Major Schemmel erfuhr auf diese Weise auch, dass der geplante Angriff zu unterbleiben habe. Noch klaffte aber eine bedenkliche Lücke zu dem auf der Kalten Höhe eng zusammengeschobenen 10. Infanterie-Regiment, denn in den M-Räumen bei Punkt 814 und den ostwärts und südlich anschließenden Weinbergen saß starker Feind. Das I./20 aber, das in die Lücke geschoben werden sollte, war noch nicht in allen Teilen gefunden. Als Bindeglied schickte Major Schemmel in der Nacht zum 25. die 7. Kompanie mit einem Maschinengewehrzug in die Gegend Punkt 820 – Punkt 821 – Punkt 823 und ging selbst mit dem noch verbliebenen Maschinengewehrzug in die Batterie c (Punkt 367) vor. Der 24.06. war in vorderster Linie bei der 5. Kompanie in aufregenden Teilkämpfen verlaufen. Der Franzose hatte mehrmals versucht, aus seinen guten Deckungen in den Weinbergen, besonders den Wabengräben südlich Punkt 818 in den Rücken der Kompanie zu kommen. Der Held des Tages war hier der Gefreite Ignaz Rimmel der 5. Kompanie. Er warf sich mehrmals mit seiner Gruppe den Franzosen entgegen, schoss die meisten von ihnen ab und trieb den Rest zurück. Beim letzten dieser Gegenstöße ist der Tapfere gefallen.“

Man begrub Leopold Göbl auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab.

Seine Heimatgemeinde Wildsteig gedenkt Leopold Göbl noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/wildsteig_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Leopold Göbl
Rückseite des Sterbebildes von Leopold Göbl

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.163: Albert Zinsberger

Der Soldat Albert Zinsberger stammte aus Oberhitzling, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Bad Birnbach, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist im 5. bayerisches Reserve-Infanterie-Regiment. Am 25.08.1914 fiel er im Alter von 27 Jahren bei Lamath.

Man begrub Albert Zinsberger auf dem Soldatenfriedhof Morhange in einem Massengrab.

Seine Heimatgemeinde Bad Birnbach gedenkt Alber Zinsberger noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2011/bad_birnbach-asenham_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Albert Zinsberger
Rückseite des Sterbebildes von Albert Zinsberger

Sonderbeitrag: Das Denkmal für die Gefallenen von 1870/71 in Salmünster (Hessen)

Im Stadtteil Salmünster der hessischen Stadt Bad Soden-Salmünster steht ein Denkmal für die gefallenen Bürger des Deutsch-Französischen Krieges von 1870/71.

Auf dem Denkmal sind folgende Soldaten verzeichnet:

Joseph Habig

August Henrich

Carl J. Wirthmann (Füsilier in der 11. Kompanie des 1. Garde-Regiment zu Fuß, gefallen am 18.08.1870 bei Saint-Privat-la-Montagne)

Joseph Auhl

 

Das Denkmal für die Gefallenen im Krieg von 1870/71 in Salmünster
Der das Denkmal krönende Adler
Die Namenstafel mit den Namen der Gefallenen

Sonderbeitrag: Oberleutnant Hermann Stöve

Der Soldat Hermann Stöve stammte aus Varel im heutigen Bundesland Niedersachsen. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Oberleutnant im 95. Infanterie-Regiment, war jedoch abgeordnet in die 12. Kompanie des 233. Reserve-Infanterie-Regiments. Am 05.04.1916 fiel er belgischen Flandern an der Westfront. Er wurde während der Stellungskämpfe an der Yser getötet.

Man begrub Hermann Stöve auf dem Soldatenfriedhof Langemark in Block B Grab 14069.

In Varel gedenkt man Hermann Stöve noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2024/varel_lkr-friesland_wk1_ns.html

Oberleutnant Hermann Stöve

Sonderbeitrag: Brigade-Adjutant Oberleutnant Egmont Schweitzer

Der Soldat Egmont Schweitzer wurde am 29.08.1890 in Meiningen im heutigen Bundesland Thüringen geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Brigade-Adjutant und Oberleutnant im 95. Infanterie-Regiment. Am 26.10.1916 fiel er im Alter von 26 Jahren während der Schlacht an der Somme. Er wurde in der Gegend bei Thiepval und Saint-Pierre-Divion getötet.

Sterberegion von Egmont Schweitzer:

Über den Todestag und die Todesumstände von Egmont Schweitzer berichtet die Regimentsgeschichte des 95. Infanterie-Regiment:

“ In den Tagen vom 25. – 27.10. lösten dann die Bataillone das Reserve-Regiment 109 in der Stellung ab, nachdem vorher der Regimentsadjutant Leutnant von Aulock mit dem Kommandeur der 109er alle Einzelheiten der Ablösung besprochen hatte. Ein Teil der Kompanien erlitt bereits beim Anmarsch Verluste. Schon vom Vorkommando des II. Bataillons fielen ein Unteroffizier und ein Mann durch Granatvolltreffer. Von der 10. Kompanie wurden unmittelbar vor der Stellung die Musketiere Herget und Bender, beide schon in manchem Sturm erprobt, durch Maschinengewehr-Feuer tödlich verletzt. Beim Vormarsch der 11. Kompanie scheuten durch den plötzlichen Abschuss eines Geschützes die Pferde eines Wagens und rasten in die Marschkolonne; 6 Mann blieben schwerverletzt liegen. Wenig später schlugen 2 Granaten in die 12. Kompanie, töteten 2 Mann, darunter den Feldwebel Neuhaus, und verwundeten mehr als ein Dutzend. Am 26. Oktober gegen Mittag fiel auch der Brigade-Adjutant Oberleutnant Schweitzer.“

Man überführte den Leichnam von Egmont Schweitzer auf den Friedhof Coburg (Friedhof Am Glockenberg) in Oberfranken (Bayern) und begrub ihn dort im Familiengrab.

In Coburg und Hildburghausen gedenkt man Egmont Schweitzer noch heute auf zwei Denkmälern: http://www.denkmalprojekt.org/2021/coburg_frdh-am-glockenberg_wk1_wk2_by.html und http://www.denkmalprojekt.org/2022/hildburghausen_denkmal_lkr-hildburghausen_wk1_th.html.

Brigade-Adjutant Oberleutnant Egmont Schweitzer