Der Sergant Georg Hörmann wurde am 11.11.1873 in Schlegelsberg geboren, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Erkheim, und war Gutsbesitzer und Bürgermeister. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 2. Batterie eines bayerischen Fußartillerie-Regiments. Am 28.09.1918 fiel er im Alter von 44 Jahren im französischen Flandern.
Man begrub Georg Hörmann auf dem Soldatenfriedhof St.-Étiennes-à-Arnes in Block 5, Grab 301.
Der Musketier Dominikus Hodrus wurde am 06.08.1892 in Urlau geboren, heute ein Ortsteil der bayerischen Stadt Leutkirch im Allgäu. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er im 127. Infanterie-Regiment. Am 30.11.1914 fiel er im Alter von 22 Jahren während der Kämpfe in den Argonnen bei Vienne-le-Château im Vallée Moreau.
Man begrub Dominikus Hodrus auf dem Soldatenfriedhof Servon-Melzicourt in Block 2, Grab 813.
Der Hornist Philipp Jäckle wurde am 30.04.1897 in Oberschopfheim, einem Ortsteil der Gemeinde Friesenheim in Baden-Württemberg, geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er im 114. Infanterie-Regiment. Er verstarb am 23.07.1917 im Marinelazarett Ostende, nachdem er bei Nieuport, genauer gesagt bei Lombartzyde, verwundet worden war.
Man begrub Philipp Jäckle auf dem Soldatenfriedhof Vladslo in Block 3, Grab 2042.
Der Gerber Paul Roth stammte aus Starnberg. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 4. Kompanie des 17. ungarischen Landsturm-Regiments. Am 04.09.1916 fiel er im Alter von 40 Jahren.
Der Landsturmmann Josef Podany wurde am 13.11.1880 in Todtnau im heutigen Baden-Württemberg geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 5. Kompanie des 114. Infanterie-Regiments. Am 07.08.1916 verstarb er nach schwerer Verwundung während der Stellungskämpfe in der Champagne im Alter von 35 Jahren im Lazarett in Vouziers.
Man begrub Josef Podany auf dem Soldatenfriedhof Vouziers in Block 2, Grab 194.
Der Gefreite Josef Niedermayer stammte aus Viechtach in Bayern. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 4. Kompanie des 6. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 30.11.1914 fiel er im Alter von 23 Jahren bei Saint-Mihiel durch Granatschuss.
Man begrub Josef Niedermayer auf dem Soldatenfriedhof Troyon in Block 9, Grab 47.
Der Infanterist Martin Mayer stammte aus Laiming, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde bei Frasdorf. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 4. Kompanie des 18. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 13.03.1915 verstarb er im Alter von 22 Jahren im Lazarett Münster im Ober-Elsass an einer schweren Verwundung während der Schlacht bei Münster.
Man begrub Martin Mayer auf dem Soldatenfriedhof Münster in Block 2, Grab 41.
Alfons Wechs wurde am 20.04.1900 in Hinterstein geboren, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Bad Hindelang. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er im 1. bayerische Jäger-Bataillon. Am 16.11.1918 starb er im Alter von 18 Jahren in Immenstadt an den Kriegsfolgen.
Ich vermute, Alfons Wechs wurde in Immenstadt beigesetzt. Sein Grab dürfte heute noch existieren.
Der Landsturmmann Maximilian Doser wurde am 01.10.1885 in Überauchen geboren, heute ein Ortsteil der baden-württembergischen Gemeinde Brigachtal. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 1. Kompanie des 111. Reserve-Infanterie-Regiments. Am 02.07.1916 fiel er im Alter von 20 Jahren bei Fricourt zu Beginn der Schlacht an der Somme in Frankreich.
Offiziell ist für Maximilian Doser keine Grablage bekannt. Ich gehe jedoch davon aus, dass er auf dem in der Nähe seines Sterbeortes gelegenen Soldatenfriedhof Fricourt anonym in einem Massengrab beigesetzt wurde.
Der Unteroffizier der Reserve Gustav Schmidt wurde am 16.07.1887 in Hausach im heutigen Baden-Württemberg geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 11. Kompanie des 170. Infanterie-Regiments. Am 25.09.1914 verstarb er nach Verwundung bei den Kämpfen zwischen Maas und Artois im Feldlazarett 12 bei Limey und Vandieres.
Über den Todeszeitraum Gustav Schmidts berichtet die Regimentsgeschichte des 170. Infanterie-Regiments:
„24.09.1914 Zn 1.30 Uhr morgens marschiert I. Bataillon nach Limey, bezieht dort bis Mittag Alarmquartiere und steht am Nachmittag nordlich Limey als Reserve bereit. Um 8.30 Uhr abends Zurücknahme des Bataillons nach dem Südrande des Bois de Mort – Mare, wo es sich einschanzt. Vom II. Bataillon stellen sich Stab, 7. und 8. Kompanie in der Mulde nördlich Limey bereit und rücken 10.15 Uhr vormittags nach dem Bois de la Voisogne zur Reserve des Infanterie-Regiments 169. Abends Rückmarsch nach dem Südrande des Bois de Mort – Mare zum Ausheben von Schützengräben. III. Bataillon bleibt in seiner Stellung im Bois de la Voisogne.
25.09.1914 Der Feind hat im Laufe des Tages die Straße Flirey – Limey mit Infanterie wieder besetzt. I. und II. Bataillon bauen ihre Stellung aus. III. Bataillon rückt am frühen Morgen über Limey nach Robert – Menil als Reserve.“
Man begrub Gustav Schidt zunächst auf einem Soldatenfriedhof in Vandiers. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde dieser Friedhof aufgelöst und damit verliert sich die Spur des Leichnams von Gustav Schmidt. Vermutlich konnten seine Gebeine nicht mehr zugeordnet werden (durch Kampfhandlungen oder Witterung zerstörtes Grab). Ich gehe davon aus, dass man seine sterblichen Überreste daher anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Thiaucourt-Regniéville begraben hat.