Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.634: Vinzenz Hunklinger

Der Gefreite Vinzenz Hunklinger wurde am 19.07.1883  in Anger in Bayern geboren und war Postbote in München. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 9. Kompanie des 2. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiment. Mitte 1915 wurde er leicht verwundet und mit dem Verdienstkreuz mit Schwertern ausgezeichnet. Im Oktober 1916 wurde Vinzenz Hunklinger vermisst gemeldet. Franzosen hatten ihn am 03.09.1916 während der Stellungskämpfe im Artois gefangen genommen. Im Februar 1917 teilten die Militärbehörden dann mit, dass er in Kriegsgefangenschaft geraten sei. Am 16.05.1918 verstarb er im Alter von 35 Jahren nach 21 Monaten in französischer Kriegsgefangenschaft.

Man begrub Vinzenz Hunklinger auf dem Soldatenfriedhof Saint Nazaire in Block L, Grab 21.

Sterbebild von Vinzenz Hucklinger
Rückseite des Sterbebildes von Vinzenz Hucklinger

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.509: Gustav Schmidt

Der Unteroffizier der Reserve Gustav Schmidt wurde am 16.07.1887 in Hausach im heutigen Baden-Württemberg geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 11. Kompanie des 170. Infanterie-Regiments. Am 25.09.1914 verstarb er nach Verwundung bei den Kämpfen zwischen Maas und Artois im Feldlazarett 12 bei Limey und Vandieres.

Über den Todeszeitraum Gustav Schmidts berichtet die Regimentsgeschichte des 170. Infanterie-Regiments:

„24.09.1914 Zn 1.30 Uhr morgens marschiert I. Bataillon nach Limey, bezieht dort bis Mittag Alarmquartiere und steht am Nachmittag nordlich Limey als Reserve bereit. Um 8.30 Uhr abends Zurücknahme des Bataillons nach dem Südrande des Bois de Mort – Mare, wo es sich einschanzt. Vom II. Bataillon stellen sich Stab, 7. und 8. Kompanie in der Mulde nördlich Limey bereit und rücken 10.15 Uhr vormittags nach dem Bois de la Voisogne zur Reserve des Infanterie-Regiments 169. Abends Rückmarsch nach dem Südrande des Bois de Mort – Mare zum Ausheben von Schützengräben. III. Bataillon bleibt in seiner Stellung im Bois de la Voisogne.

25.09.1914 Der Feind hat im Laufe des Tages die Straße Flirey – Limey mit Infanterie wieder besetzt. I. und II. Bataillon bauen ihre Stellung aus. III. Bataillon rückt am frühen Morgen über Limey nach Robert – Menil als Reserve.“

Man begrub Gustav Schidt zunächst auf einem Soldatenfriedhof in Vandiers. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde dieser Friedhof aufgelöst und damit verliert sich die Spur des Leichnams von Gustav Schmidt. Vermutlich konnten seine Gebeine nicht mehr zugeordnet werden (durch Kampfhandlungen oder Witterung zerstörtes Grab). Ich gehe davon aus, dass man seine sterblichen Überreste daher anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Thiaucourt-Regniéville begraben hat.

Seine Heimatgemeinde Hausach gedenkt Gustav Schmidt noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2016/hausach-wk1-wk2-bawue.html

Sterbebild von Gustav Schmidt
Rückseite des Sterbebildes von Gustav Schmidt

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.392: Johann Stubhan

Der Soldat Johann Stubhan wurde am 13.11.1885 in Muckham geboren, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Saaldorf-Surheim, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Landsturmmann in der 4. Kompanie des 2. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 28.03.1917 fiel er im Alter von 31 Jahren während der Stellungskämpfe in Französisch-(Belgisch-)Flandern und Artois.

Johann Stubhan wurde auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in Block 2, Grab 62 begraben.

Sterbebild von Johann Stubhan
Rückseite des Sterbebildes von Johann Stubhan

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 1.171: Johann Lindlbauer

Johann Lindlbauer wurde in Steinberg bei Stubenberg als Sohn eines Landwirts geboren.  Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Pionier in der 4. bayerischen Minenwerfer-Kompanie. Am 08.01.1917 verstarb er im während der Stellungskämpfe in Flandern und Artois Alter von 29 Jahren in einem Feldlazarett an einem Bauchschuss, damals eine fast immer tödlich verlaufende Verwundung, da Antibiotika noch nicht entdeckt waren.

Man begrub Johann Lindlbauer auf dem Soldatenfriedhof Wambrechies in Block 4, Grab 361.

Sterbebild von Johann Lindlbauer
Rückseite des sterbebildes von Johann Lindlbauer

Der theoretische Weg von Johann Lindlbauer von seinem Geburtsort zu seinem Grab:

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 953: Martin Hunner

Der Unteroffizier Martin Hunner wurde am 22.10.1893 in Meckenhausen geboren und lebte in Köstlbach, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Postbauer-Heng. Er war der Sohn eines Landwirts und diente im Ersten Weltkrieg in der 6. Kompanie des 14. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 23.10.1916 fiel er im Alter von 23 Jahren durch Schrapnellkopfschuss bei den Stellungskämpfen in Flandern und Artois.

Man begrub Martin Hunner auf dem Soldatenfriedhof Haubourdin in Grab 528.

Seine Heimatgemeinde gedenkt noch heute Martin Hunner auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2015/heng_markt-postbauer-heng_lk-neumarkt-in-der-oberpfalz_bay.html

Sterbebild von Martin Hunner
Rückseite des Sterbebildes von Martin Hunner

Der theoretische Weg von Martin Hunner von seinem Geburtsort zu seinem Grab:

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 950: Johann Kletzl

Der Landwehrmann Johann Kletzl stammte aus Saaldorf in Bayern und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 8. Kompanie des 1. Reserve-Infanterie-Regiments. Am 27.10.1914 fiel er im Alter von 32 Jahren bei St. Laurent während der Stellungskämpfe am Artois.

Die Regimentsgeschichte des 1. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments schreibt über diesen Tag:

„27.10. Der Vormittag verlief ruhig und wurde zum Ausbau der Stellung verwendet. Gegen 4 Uhr nachmittags setzte sehr starkes feindliches Artilleriefeuer auch aus schweren Kalibern gegen den Westrand ein, das sich gegen Einbruch der Dunkelheit noch steigerte, so dass mit einem Angriff gerechnet werden musste. Gegen 9 Uhr abends setzte Sperrfeuer gegen den Bahndamm ein. Gleichzeitig entstand bei den Franzosen großes Geschrei und schwache Schützenlinien gingen gegen die Stellung vor, wurden aber sofort zum Stehen gebracht. Weitere schwächliche Angriffe während der Nacht wurden mühelos abgewehrt.“

Der Tod bzw. die Umstände des Todes von Johann Kletzl werden nicht deutlich. Es scheint so, als sei es ein harmloser Tag gewesen – der allerdings Kletzl das Leben gekostet hat.

Man begrub Johann Kletzl auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.

Sterbebild von Johann Kletzl
Rückseite des Sterbebildes von Johann Kletzl

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 574: Karl Fürst

Der Schuhmachersohn Karl Fürst wurde am 27.07.1889 in Algerting, einem Ortsteil von Vilshofen an der Donau, geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er als Pionier im 2. Pionier-Bataillon. Am 10.12.1916 verstarb er an einer im Kampf zugezogenen schweren Verwundung im Alter von 27 Jahren auf einem Hauptverbandplatz. Vermutlich fiel er während der Stellungskämpfe in Flandern und Artois.

Eine Grablage ist für Karl Fürst nicht bekannt.

Sterbebild von Karl Fürst