Der Pionier Martin Thaller stammte aus Bichling, einem Ortsteil der Gemeinde Oberbergkirchen. Er war der Sohn eines Kleinbauern. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 1. Kompanie des 23. Infanterie-Regiments. Am 31.03.1918 verstarb er im Alter von 19 Jahren auf dem Hauptverbandsplatz der Sanitätskompanie Nr. 103 bei Langei in Frankreich.
Alois Gangkofner wurde auf dem Soldatenfreidhof Lassigny in Block 1, Grab 207 begraben.
Der Bauerssohn Alois Gangkofner stammte aus Oberwiedersbach, ein Landgut im Markt Gangkofen. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 4. Batterie des 1. bayerischen Fuß-Artillerie-Regiments als Kanonier 23.02.1916. Mit 21 Jahren stirbt er nach 1 1/2 stündigem Leide schweren Leiden bei Arras an einer durch Granatsplitter erlittenen Kopfverletzung.
Sein Grab fand Alois Gangkofner auf dem Soldatenfriedhof Lens-Sallaumines, Block 6, Grab 304.
Georg Adam wurde am 16.08.1882 geboren und stammte aus Falkenberg, einem Markt in der Oberpfalz.. Im Ersten Weltkrieg war er Trainsoldat bei der 6. Etappen-Fuhrpark-Kolonne. Er erhielt das Eisernes Kreuz 2. Klasse als Auszeichnung. Am 16.09.1918 verstarb er im Alter von 36 Jahren an einer Lungenentzündung.
Beigesetzt wurde der Leichnam von Georg Adam auf dem Soldatenfriedhof Lille-Süd, Block 2, Grab 425.
Sterbebild von Georg AdamRückseite des Sterbebildes von Georg Adam
Der Bauerssohn Leo Niedermeier Stammte aus Grongörgen, einem Ortsteil der Gemeinde Haarbach. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Reservist in der 5. Kompanie des 16. Reserve-Infanterie-Regiments. Am 20.02.1915 verstarb er im Alter von 26 Jahren im Lazarett zu Peronne, nachdem er zuvor schwer verwundet worden war..
Leo Niedermeier wurde auf dem Soldatenfriedhof Maissemy in einem Massengrab beigesetzt.
Sterbebild von Leo NiedermeierRückseite des Sterbebildes von Leo Niedermeier
Der theoretische Weg von Leo Niedermeier von seinem Geburtsort über seinen Sterbeort zu seinem Grab:
Der Landsturmmann Johann Stelzer stammte aus Kammerdorf, einem Ortsteil der Gemeinde Cham in der Oberpfalz. Er fiel am 04.02.1918 im Alter von 42 Jahren durch einen Granatschuss.
Begraben wurde Johann Stelzer auf dem Soldatenfriedhof Maissemy im Block 1, Grab 1630.
Sterbebild von Johann StelzerRückseite des Sterbebildes von Johann Stelzer
Der Gefreite Franz Lindinger wurde am 18.08.1892 geboren und stammte aus Triftern und war der Sohn eines Kleinbauern. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 11. Kompanie des 17. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 27.05.1918 fiel er im Alter von 25 Jahren. Er war mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und dem bayerischen Militärverdienstkreuz mit Schwertern ausgezeichnet worden und stand 43 Monate im Feld.
Begraben wurde Franz Lindinger auf dem Soldatenfriedhof Montaigu I, Block 2, Grab 281.
Der Belgier Oscar Omer Cornille wurde am 01.11.1902 in Emelgem, einem Ortsteil der Gemeinde Izegem, geboren. Er war Mitglied der Feuerwehr und starb am 06.05.1945 in einem Konzentrationslager in der ehemaligen Tschechoslowakei. Es könnte das KZ Theresienstadt gewesen sein. Er war politischer Gefangener der Deutschen.
Sterbebild von Oscar Omer CornilleRückseite des Sterbebildes von Oscar Omer Cornille
Heute stelle ich einen besonderen Fall vor. Es handelt sich um den Belgier Roger-Victor Terrin. Er wurde am 11.06.1923 in Roeselare geboren und beteiligte sich am Widerstand im Zweiten Weltkrieg. Er war der Sohn von Maurice (offiziell Alfons) Terrin und Ivonne Callebert und ein Schüler der Nationalen Mittelschule. Als die Deutschen ihn 1943 für seine Arbeit nach Deutschland verschleppen wollten, versteckte er sich bei einem flämischen Bauern in Frankreich. Die Deutschen wollten seinen Vater nach Deutschland schicken. Der Vater war jedoch ein wichtiges Mitglieder des Widerstandes und wurde von seinem Kommandanten gezwungen, nach seinem Sohn zu suchen. Roger ging dann nach Berlin, wo er für die Firma AEG Zwangsarbeit leisten musste. Am 27. Januar 1944 verbrannte er bei einem Luftangriff lebendig. In den Abendstunden des 27. Januar griff die britische RAF Berlin mit 481 Bombern an, die 1761 Tonnen Bomben auf die Stadt warfen. Laut Bericht des Oberkommandos der Wehrmacht wurden durch Luftminen, Spreng- und Brandbomben vor allem dicht besiedelte Wohnviertel und Kulturstätten zerstört oder beschädigt. Die Royal Air Force verlor 33 Flugzeuge. Roger-Victor Terrin war ein Opfer dieses Angriffs.
Logo der Royale Union des Services de Renseignement et d’Action
Wegen seiner Opferbereitschaft für seinen Vater, seinen Widerstand, seine Intelligenz und seinen Mut wurde Roger 1946 rückwirkend zum März 1943 zum Adjutant der 4. Kategorie der S.A.R., der Service de renseignement et d’Aktion (der Widerstand) ernannt. Nähere Informationen zum belgischen Widerstand gibt es in deutscher Sprache bei Wikipedia hier. Die Organisation, die an die Erinnerung an die Menschen pflegen soll, die im belgischen Widerstand aktiv waren, heißt RUSRA und ihre Internetseiten findet man unter https://sites.google.com/site/rusraasbl/
Sterbebild von Roger-Victor TerrinRückseite des Sterbebildes von Roger-Victor Terrin
Der Fähnrich Otto Hofmiller wurde am 10.10.1898 in Augsburg geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 11. Kompanie des 12. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 04.04.1918 fiel er im Alter von nur 19 Jahren bei Moreuil.
Begraben wurde Otto Hofmiller auf dem Soldatenfriedhof Montdidier in einem Massengrab.
Sterbebild von Otto HofmillerRückseite des Sterbebildes von Otto Hofmiller
Der theoretische Weg von Otto Hofmiller von seinem Geburtsort über seinen Sterbeort zu seinem Grab:
Der Kanonier Alois Lipp wurde am 16.01.1892 in Landshausen, einem Ortsteil der Gemeinde Syrgenstein, geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er im Bataillons-Stab des 1. bayerischen Reserve-Fuß-Artillerie-Regiments als Fernsprecher. Er wurde am 10.04.1917 im Alter von 25 Jahren bei Lawal (vermutlich Laval-en-Laonnois) während der Kämpfe am Chemin-des-Dames getötet. Hier fand die Schlacht an der Aisne statt.
Sein Grab befindet sich auf dem Soldatenfriedhof Montaigu I, Block 3, Grab 24.
Sterbebild Alois LippRückseite des Sterbebildes von Alois Lipp