Sonderbeitrag: Heinrich Schulte

Der Soldat Heinrich Schulte wurde am 14.01.1892 in Uerdingen geboren, einem Stadtteil von Krefeld im heutigen Bundesland Nordrhein-Westfalen. Am 23.07.1918 fiel er im Alter von 26 Jahren an der Avre in Frankreich.

In seiner Heimatstadt in Uerdingen gedenkt man Heinrich Schulte noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/krefeld-uerdingen.htm

Gedenkplatte für Heinrich Schulte
Gedenkplatte für Heinrich Schulte

Die Gefallenen des Frankfurter Hauptfriedhofs – Teil 4: Alfred Mangold

Der Soldat Alfred Mangold wurde am 07.04.1893 in bayerischen Stadt Münnerstadt geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 6. Kompanie des 24. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 18.06.1916 verstarb er nach schwerer Verwundung während der Schlacht um Verdun in einem Lazarett in Frankfurt am Main.

Man begrub Alfred Mangold auf dem Hauptfriedhof Frankfurt am Main in Reihe F, Grab 42.

In seiner Heimatstadt Münnerstadt gedenkt man Alfred Mangold noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2017/muennerstadt_lk-bad-kissingen_wk1_wk2_bay.html

Grab von Alfred Mangold auf dem Hauptfriedhof in Frankfurt am Main

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.202: Simon Schoder

Der Soldat Simon Schoder wurde am 26.10.1893 in Langenmosen in Bayern als Sohn eines Landwirts geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 1. Kompanie des 10. bayerischen Infanterie-Regiments als Infanterist. Am 24.09.1914 fiel er im Alter von 20 Jahren bei Spada.

Über den Todestag von Simon Schoder berichtet die Regimentsgeschichte des 10. bayerischen Infanterie-Regiments:

„Am frühen 24. September musste der Angriff weitergeführt werden. Schon waren die ersten Schützenlinien in lautlosem Vorgehen auf den Höhenkamm gekrochen, da sah man vor sich französische Abteilungen, nördlich und südlich der Straße Lamorville – Lacroix, in überlegener Zahl marschieren. Unsere vordersten Schützen eröffneten sofort das Feuer – nun kam Leben in die feindlichen Haufen – aber auch die französische Artillerie blieb nicht untätig. Von Nordwest, aus Richtung la Gelouse und von links seitwärts, aus Fort les Paroches sausten die schwersten Granaten heran und brachten uns starke Verluste bei. Die französische Infanterie aber setzte zu einem gewaltigen Angriff in breiter Front an und bald brach ein furchtbares Infanteriefeuer über uns los. Einer der ersten Führer, der hier schwer verwundet wurde, war Hauptmann Karl Fischer, Führer der 11. Kompanie.

Nun kam unsere Vorwärtsbewegung ins Stocken.

Schon lag der Franzose auf 600 Meter gegenüber; immer mehr verdichteten sich seine Schützenlinien, immer stärkere Unterstützungen rückten nach, durch die Gunst des Geländes gedeckt. Die Preußen waren noch nicht da – unsere Lage begann immer kritischer zu werden. Die Verluste mehrten sich in unheimlicher Weise. Unter anderem wurde auch der Regimentsadjutant Schuster und der Bataillons-Adjutant I. Bataillon Leutnant Röhm schwer verwundet.

Eine zwischen dem 13. und 10. Regiment entstandene gefährliche Lücke hatte Oberstleutnant Mieg mit den Kompanien 6. Infanterie-Regiment ausgefüllt.

Das III. Bataillon lag am Hang der Höhe 294, das I. Bataillon links gestaffelt mit Front gegen Höhe 269; letztere war mit Sicherungen der Kompanie Heinzmann besetzt.

Gegen Mittag wurde ein französischer Vorstoß aus dem Gelousewald vom 13. Regiment abgewiesen; indes verstärkte sich das feindliche Artilleriefeuer immer mehr und überschüttete besonders das III. Bataillon 13. Infanterie-Regiments (Hofmann).

Unser 10. Regiment war ständig in der Flanke heftig beschossen und erlitt erhebliche Verluste.

Teile des 3. und 8. Feldartillerie-Regiments aus Senonville, Lavigneville und Gilaumontwald her feuernd, konnte keine Entlastung bringen.

Da sah man plötzlich, etwa um die zweite Nachmittagsstunde, das preußische 47. Regiment vorbrechen. Aber die vorzüglich beobachtende französische Artillerie überschüttete es derart mit Schnellfeuer, dass der schneidig vorgetragene Angriff zusammenbrach.

Nun verdoppelten die Franzosen ihre Anstrengungen, unsere Dünnen Linien, in denen mehr Tote und Verwundete als kampffähige Schützen lagen, zu durchbrechen. Die feindliche Artillerie flankierte in entsetzlicher Weise. Immer neue französische Kompanien rückten heran. Als dann noch Teile des 6. Infanterie-Regiments, die den befehl bekamen, bei Camp des Romains einzugreifen, herausgezogen wurden, schien die Lage unhaltbar, zumal die Rückwärtsbewegung dieser Teile des 6. Infanterie-Regiments Verwirrung anrichtete.

Oberstleutnant Mieg war inzwischen in der vordersten Kampflinie eingetroffen; das Einsetzen seiner Persönlichkeit in höchster Gefahr belebte den Mut der Kämpfenden und es gelang, dank dem vorbildlichen Einfluss beherzter Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften, unsere schwachen Linien zum Ausharren anzufeuern, die bedrohte Stellung bis zum Anbruch der Dunkelheit zu halten und die drohende Umfassung durch die weit überlegene französische Infanterie abzuwehren.

Besonders hielten unsere von feindlichen Gruppen oft bedrohten Maschinengewehr-Schützen zäh und standhaft aus – hier seien rühmend erwähnt der Unteroffizier Friedrich Fischer, der Gefreite Leonhard Binder, die Landwehr-Leute Georg Neuer und Josef Horndasch sowie der Reservist Johann Wagner.

Um 8 Uhr abends begann die Gefechtstätigkeit abzuflauen; der Gegner hatte offenkundig auch stark gelitten , denn als unsere Kompanien abbauten, folgte er nicht einmal mit Patrouillen nach.

Mit kaum 200 Mann ging unser III. Bataillon gemäß Brigandebefehl in eine Vorpostenstellung in die Waldstellung 1 km südwestlich Spada zurück, wo es 2 Uhr nachts eintrag. Das I. Bataillon rückte mit seinen Resten für die Nacht nach Chaillon ab.“

Man begrub Simon Schoder auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in einem Massengrab. ⇒ http://www.denkmalprojekt.org/2009/saint-mihiel_kgs_wk1_namen_s1_fr.htm

Sterbebild von Simon Schoder
Rückseite des Sterbebildes von Simon Schoder

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.194: Paul Kinzl

Der Soldat Paul Kinzl wurde am 05.03.1885 Wotzmannsreut geboren, heute ein Ortsteil der bayerischen Stadt Waldkirchen. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Landsturmmann in der 1. Kompanie des 15. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Mitte 1916 wurde er bei Kämpfen leicht verwundet. Am 11.01.1917 fiel er im Alter von 32 Jahren bei Festieux.

Man begrub Paul Kinzl auf dem Soldatenfriedhof Sissonne in Block 11, Grab 595.

Seine Heimatgemeinde Waldkirchen gedenkt Paul Kinzl noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2008/waldkirchen_oelbergkapelle_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Paul Kinzl
Rückseite des Sterbebildes von Paul Kinzl

Sonderbeitrag: Jakob Buchberger

Der Soldat Jakob Buchberger wurde am 29.09.1883 in der bayerischen Gemeinde Peiting geboren und war wohnhaft Hofheim in Oberbayern. Von Beruf war er Gasthofbesitzer. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Unteroffizier in der 6. Kompanie des 15. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 08.07.1915 verstarb er nach schwerer Verwundung im Alter von 31 Jahren im Feldlazarett Vigneulles.

Man begrub Jakob Buchberger auf dem Soldatenfriedhof Thiaucourt-Regniéville in Block 22, Grab 355.

Seine Heimatgemeinde Peiting gedenkt Jakob Buchberger noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2021/peiting_lk-weilheim-schongau_1812_70-71_wk1_wk2_bay.html

Sterbebild von Jakob Buchberger
Rückseite des Sterbebildes von Jakob Buchberger

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.188: Alfred Knaier

Der Soldat Alfred Knaier wurde am 23.08.1890 in Niederlauer in Bayern geboren. Gestern stellte ich seinen Bruder Joseph vor. Im Ersten Weltkrieg diente er als Ersatz-Reservist in der 5. Kompanie des 4. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 28.02.1916 fiel er im Alter von 25 Jahren während der Schlacht um Verdun bei Ronvaux und Haudiomont in Frankreich

Man begrub Alfred Knaier auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab.

Seine Heimatgemeinde Niederlauer gedenkt Alfred Lauer noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2015/niederlauer_lk-rhoen-grabfeld_wk1_wk2_bay.html

Sterbebild von Alfred Knaier
Rückseite des Sterbebildes von Alfred Knaier

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.187: Joseph Knaier

Der Soldat Joseph (Volksbund: Josef) Knaier wurde am 14.03.1879 in Niederlauer geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Landwehrmann in der 9. Kompanie des 4. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments. Am 22.06.1915 fiel er im Alter von 36 Jahren bei Leintrey in Frankreich.

Man begrub Joseph Knaier auf dem Soldatenfriedhof Reillon in einem Massengrab.

Seine Heimatgemeinde Niederlauer gedenkt Joseph Lauer noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2015/niederlauer_lk-rhoen-grabfeld_wk1_wk2_bay.html

Sterbebild von Joseph Knaier
Rückseite des Sterbebildes von Joseph Knaier

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.185: Max Speck

Der Soldat Max Speck wurde am 08.03.1890 in Hofen geboren, heute ein Ortsteil der Stadt Spaichingen im heutigen Baden-Württemberg. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Reservist in der 2. Kompanie des 127. Infanterie-Regiments. Am 10.09.1914 fiel er im Alter von 24 Jahren während der Schlacht bei VaubecourtSommaisne in Frankreich.

Über den Todestag von Max Speck berichtet die Regimentsgeschichte des 127. Infanterie-Regiments:

„Der 10. September brach an. Es sollte ein denkwürdiger Tag für das Regiment und für alle hier kämpfenden Truppen werden, der schwerste auf jeden Fall für das Regiment im Bewegungskrieg 1914!

Beim Gegner waren sehr beträchtliche Verstärkungen  festgestellt worden.

Da man der überlegenen Artilleriewirkung nicht Herr zu werden vermochte, ordnete der Armeebefehl für die Nacht vom 9./10. September einen gewaltigen Nachtangriff in einer Ausdehnung von mehr als 20 Kilometer Breite an, durch den die feindliche Artilleriestellungen überrannt und unschädlich gemacht werden sollten. Im Falle des Gelingens konnte dieser Entschluss ungeahnte Früchte zeigen.

Das XIII. Armeekorps sollte zu diesem Zweck bis 2 Uhr morgens im allgemeinen die westliche von Rembercourt nach St. on la Vaux Marie führende Kleinbahnlinie überschritten haben und um 5.30 Uhr vormittags bis über Rembercourt, auf Erize la Petite und an die Höhen nördlich Neuville vorgestoßen sein. Den Nachbarkorps wurden ähnliche weite Ziele gesteckt.

Um 12.30 Uhr nachts rückte das Infanterie-Regiment 127 (ohne das III. Bataillon beim Infanterie-Regiment 120) in rabenschwarzer Finsternis und unter fortwährenden Regenschauern von Baubecourt über Pretz auf Sommaisne vor, das um 3.15 Uhr morgens erreicht wurde. Von vorne tönte leise Gewehrfeuer, hin und wieder klatschte ein Querschläger an die Mauern, während man man das Dorf durchschritt. Dunkle Wolken zogen am Himmel dahin und verhießen kein sonniges Wetter für den bevorstehenden Schlachttag. Der Boden war grundlos. Der Divisionsbefehl wies dem Regiment die feindlichen Batterien bei Höhe 309 (südlich Vaux Marie Ferme) als Ziel.

Um 3.30 Uhr morgens begann das Vorgehen, zunächst gegen die Bahnlinie bei St. on la Vaux Marie. Die Gewehre waren entladen, um nicht durch vorzeitige Schüsse sich dem Gegner zu verraten, die Seitengewehre aufgepflanzt. Um im Dunkel die Verbindung aufrecht erhalten zu können, bildete man dicht aufgeschlossene Kolonnen mit Schützenschleiern davor. Gespannteste Erwartung erfüllte alle. Jede Sekunde konnte man im Dunkel auf den Gegner stoßen. Schweigend, keuchend vor Anstrengung auf dem verschlammten Ackerboden, ging es weiter und weiter. Am Horizont stiegen die ersten bleichen Strahlen des nahenden Morgens empor. Eine erdrückende Stille lag über dem weiten Feld.

Man kam in die Nähe des kleinen Bahnhofs la Vaux Marie heran. Er bestand aus einem kleinen Stationsgebäude und einem Güterschuppen. Von dort blitzten Schüsse auf, man warf sich hin und erkannte, dass die Bahnlinie besetzt war. Versprengte Kameraden verschiedener Regimenter schlossen sich dem Regiment an.

Die Zeit drängte. Schon wurde es heller und heller, die Entscheidung musste jetzt in kürzester Zeit fallen. Krampfhaft umfasste die Hand das treue Gewehr, ein leises Kommando, „Sprung auf, Marsch-Marsch“, Schüsse blitzen, hier und dort sinkt einer zu Boden, aber im Augenblick ist man am Bahnkörper angelangt. Der Güterbahnhof wird von der 5. Kompanie gestürmt. „Morgenrot, Morgenrot, leuchtest mir zum frühen Tod!“ Wem ist in jenen Stunden dieses Lied nicht in den Sinn gekommen? Für wie viele wurde es Wahrheit? Auch der Regimentsführer, Major Drausnick erhält einen tödlichen Schuss, ebenso wie eine Anzahl der vorausspringenden Offiziere. Major Fack übernimmt die Führung des Regiments.

Durch das Vorgehen des Regiments wurden auch die daneben liegenden Teile der anderen Regimenter vorwärtsgerissen und an allen Stellen die Bahnlinie erreicht. Der Gegner flutete nach einer 800 Meter weiter südlich gelegenen Höhe zurück. Das Zurückgehen musste im eigenen Feuer erfolgen, rasch konnte auch noch ein Maschinengewehr in Stellung gebracht werden. Unter solchen Umständen erlitt der Gegner vernichtende verluste. Als der Tag anbrach, sah man überall in den halbgemähten Feldern gleich rotem Mohn und blauen Kornblumen die roten Hosen, die blauen Röcke der gefallenen Franzosen herumliegen.

Leider machte sich der Verlust der vielen Offiziere und sonstigen Dienstgrade in unheilvoller Weise bemerkbar. Teilweise stürzten die Mannschaften in nicht mehr zu haltendem Draufgängertum unter Vergessen aller Vorsicht nach vorwärts und erlitten führerlos durch das bald einsetzende feindliche Artilleriefeuer schwere Verluste. Zum Teil kamen sie ab und wurden seither vermisst. Daraus erklärt sich auch die große Zahl der Vermissten an diesem Tage.

Zu früh für heute brach der Tag an. Es war nicht gelungen, das Endziel, die feindliche Artillerie, zu erreichen. Teilweise war man ganz nahe herangekommen, aber infolge der Verluste, der Führerlosigkeit, der durch das nächtliche Vorgehen erklärlichen Auflösung der Verbände fehlte dann die Kraft, sie im Sturm zu nehmen. Feindliche Infanterie hatte sich am Schluss kaum mehr gezeigt. Sie schien erschüttert zu sein oder nicht den Mut zum Gegenangriff zu haben. Auf jeden Fall trug auf feindlicher Seite an diesem Tage einzig und allein die zahlenmäßig überlegene Artillerie die Last des Kampfes.

Als die Sonne allmählich in den feuchtkalten Herbstmorgen hinein ihre ersten Strahlen sandte, eröffnete auch die feindliche Artillerie wieder ihr Massenfeuer. Es schien, als hätte sie sich im Laufe der Nacht noch weiter vermehrt, was bei der Nähe der Festung Verdun ja leicht möglich und sehr wahrscheinlich war. Denn auch der Gegner musste wissen, dass es hier um eine große Entscheidung ging. Wohin man sah, einschlagende Granaten, emporspritzende Erdfontänen, ein Regen von Eisen und Feuer. Der Bahnhof von la Vaux Marie war in Brand geschossen und seine Rauchfahne ragte hoch in die Luft. Ringsum ein Leichenfeld, stehen gebliebene feindliche Fahrzeuge, weggeworfene Waffen, verendende Pferde, verschlammte Felder und darüber sprühender kalter Regen. So verging der Tag. Als gegen Abend die Sanitätsmannschaften kamen, um die Verwundeten zu holen, wurden auch sie beschossen. Wo sich auch nur irgend etwas regte, da lag auch schon feindliches schweres Feuer. Der Gegner war als zum Regiment Nr. 76, 101, 301 und Jägerbataillon 20 gehörig festgestellt.

42 Tote, 473 Verwundete, 214 Vermisste zählte das Regiment an diesem Tage. Man muss dabei bedenken, dass es sich um keine vollen Verbände handelte, im Gegenteil war die Gefechtsstärke schon an und für sich sehr gering. Besonders schwer waren die Offiziersverluste an diesem blutigen Tag: 5 Offiziere gefallen außer dem Regimentsführer Major Drausnick (Hauptmann Laurösch, Leutnant der Reserve Eßlinger, Dietenberger, Offizierstellvertreter Findeisen, Rees), 10 verwundet, 3 vermisst (Oberleutnant Nübling, Leutnant der Reserve Rempis, Offizierstellvertreter Dörpinghaus, wahrscheinlich sämtlich im Nahkampf gefallen). Außerdem waren in den kurz vorhergehenden Kämpfen noch Leutnant Ahrens und Leutnant der Reserve Kattner gefallen.“

Offiziell ist für Max Speck keine Grablage bekannt. Ich vermute jedoch, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Brieulles-sur-Meuse begraben wurde, wo auch seine Regimentskameraden beigesetzt wurden, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.

  • Franz Bailer, gefallen am 31.08.1914 bei Sassey, begraben auf dem Soldatenfriedhof Brieulles-sur-Meuse in einem Massengrab;
  • Gefreiter Georg Reyer, gefallen am 15.09.1914, begraben auf dem Soldatenfriedhof Brieulles-sur-Meuse Block 4 Grab 167;
  • Unteroffizier Christian Aichele, gefallen am 31.08.1914 bei Sassey, begraben auf dem Soldatenfriedhof in einem Massengrab.

Seine Heimatgemeinde Spaichingen gedenkt Max Speck noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2013/spaichingen_lk-tuttlingen_wk1_bawue.html

Sterbebild von Max Speck
Rückseite des Sterbebildes von Max Speck

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.177: Franz Echtler

Der Soldat Franz Echtler wurde am 10.09.1885 in Morgenbach geboren, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Wildsteig. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Landwehrmann in der 4. Kompanie des 15. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiment (Fehler auf Sterbebild). Am 06.09.1914 fiel er im Alter von 28 Jahren während der Schlacht vor Nancy – Epinal in den Vogesen.

Die Lage des Grabes von Franz Echtler ist offiziell unbekannt. Es könnte jedoch sein, dass seine Gebeine, sofern sie geborgen werden konnten, anonym auf dem Soldatenfriedhof Bertrimoutier in einem Massengrab beigesetzt wurden, wo auch sein Regimentskamerad Oberleutnant Franz Pappenhoff begraben wurde, der am gleichen Tag bei Le Chipal fiel.

Seine Heimatgemeinde Bad Wildsteig gedenkt Franz Echtler noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/wildsteig_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Franz Echtler
Rückseite des Sterbebildes von Franz Echtler

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.170: Josef Stadler

Der Soldat Josef Stadler wurde am 28.02.1897 in Peustelsau geboren, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Wildsteig, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 1. Batterie des 1. bayerischen Fuß-Artillerie-Regiments als Kanonier. Am 03.02.1918 verstarb er im Alter von 20 Jahren in einem Lazarett nach drei Monaten Leiden an Malaria.

Die Lage des Grabes von Josef Stadler ist unbekannt.

Seine Heimatgemeinde gedenkt Josef Stadler noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/wildsteig_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Josef Stadler
Rückseite des Sterbebildes von Josef Stadler