Der Soldat Alois Obermeier stammte aus Vorderbuchberg, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Neukirchen beim Heiligen Blut, und war Landwirt. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Landsturmmann in der 1. Kompanie des 119. Infanterie-Regiments. Am 25.10.1916 fiel er im Alter von 35 Jahren in Russland.
Die Grablage von Alois Obermeier ist, wie meist bei Gefallenen an der Ostfornt, unbekannt.
Der Soldat Albert Bail wurde am 04.04.1890 in Kirchberg an der Iller im heutigen Baden-Württemberg geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er als Gefreiter der Reserve in der 6. Kompanie des 2. württembergischen Infanterie-Regiments Nr. 120. Am 07.09.1914 fiel er im Alter von 24 Jahren bei den Kämpfe bei Pretz, Sommaisne – Rembercourt in der Nähe von Sommaisne (Schreibfehler auf Sterbebild).
Über den Sterbetag und die Sterbeumstände von Albert Bail berichtet die Regimentsgeschichte des 2. württembergischen Infanterie-Regiments Nr. 120:
„Mit dem 7. September setzte regnerisches Wetter ein. Zunächst wurde trotz heftigem Artilleriefeuer die Verfolgung des auf Sommaisne zurückgehenden Feindes wieder aufgenommen. In der Gegend von Pretz entstand ein längerer Halt, da dieser Ort durch Truppen der 26. Division von zurückgebliebenen Franzosen gesäubert werden musste. Das Regiment lag auf freiem Felde, immer dem Artilleriefeuer ausgesetzt. Der Brigadekommandeur, General Langer, wurde hierbei durch einen Granatsplitter verwundet und musste die Führung der Brigade abgeben. Erst mittags konnte sich das Regiment durch das Gelände nach Sommaisne durchschlängeln, das nun frei vom Feinde angetroffen wurde. Als sich die Truppen der südlich Sommaisne gelegenen Bahnlinie näherten, erkannte man, jenseits derselben, eine vom Gegner stark besetzte Stellung; ein weiteres Vorgehen war zunächst unmöglich, auch von der Führung nicht beabsichtigt. Unmittelbar südlich des Ortes, rechts an die 53. Brigade, links an die 26. Division angelehnt, grub sich das Regiment, dem ein Bataillon des Regiments 127 unterstellt war, schnellstens ein.“
Dabei fiel Albert Bail.
Die Grablage von Albert Bail ist offizielle unbekannt. Eine Vermutung kann ich nicht äußern.
Der Soldat Ludwig Heber stammte aus der bayerischen Gemeinde Fürstenzell und war Anwesensbesitzer. Im Ersten Weltkrieg diente er als Gefreiter in der 3. Kompanie des 1. bayerischen Landsturm-Infanterie-Bataillons Passau. Er wurde mit dem Verdienstkreuz 2. Klasse mit Krone und Schwertern ausgezeichnet. Am 06.07.1916 fiel er im Alter von 42 Jahren bei Wolschek in Wolhynien in der heutigen Ukraine durch einen Kopfschuss.
Die Lage des Grabes von Ludwig Herber ist heute unbekannt, wie meist bei Gefallenen in dieser Region.
Der Soldat Josef Reuter wurde am 16.04.1889 in Vlatten geboren, heute ein Ortsteil der Stadt Heimbach im heutigen Nordrhein-Westfalen. Im Ersten Weltkrieg diente er als Ersatz-Reservist in der 10. Kompanie des 29. Reserve-Infanterie-Regiments. Am 13.08.1915 fiel er während der Stellungskämpfe in der Champagne in Frankreich.
Die Lage des Grabes von Josef Reuter ist offiziell unbekannt. Mangels Datenmaterial kann ich auch keine Vermutung anstellen.
Der Soldat Wilhelm Braun wurde am 23.09.1880 in Vlatten geboren, heute ein Ortsteil der Stadt Heimbach im heutigen Nordrhein-Westfalen. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Unteroffizier in der 3. Kompanie des 349. Landwehr-Infanterie-Regiments. Am 22.09.1915 fiel er im Alter von 34 Jahren, einen Tag vor seinem 35. Geburtstag. Er hinterließ eine Ehefrau und vier Kinder.
Todesort und Lage des Grabes von Wilhelm Braun konnte ich nicht ermitteln. Ich kann mangels Daten auch keine Vermutung anstellen.
Der Soldat Johann Kugler war Braugehilfe bei der Schlossbrauerei Tüßling in Bayern. Im Ersten Weltkrieg diente er beim 2. bayerischen Infanterie-Regiment. Am 02.10.1914 fiel er im Alter von 22 Jahren bei Lihons an der Somme in Frankreich.
Die Lage des Grabes von Johann Kugler ist offiziell unbekannt. Ich bin mir jedoch sicher, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers sein Grab erhielt, wo auch seine Regimentskameraden begraben wurden, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.
Gefreiter Otto Wiest, gefallen am 02.10.1914 bei Lihons, begraben auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab;
Unteroffizier Simon Hellmeier, gefallen am 07.10.1914 bei Lihons, begraben auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab;
Reservist Josef Althammer, gefallen am 02.10.1914 bei Lihons, begraben auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab.
Der Soldat Josef Weiß wurde am 01.09.1896 in der bayerischen Gemeinde Benningen geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er als Fahrer in einer bayerischen Fuhrpark-Kolonne. Am 19.06.1917 verstarb er im Alter von 20 Jahren nach schwerer Verletzung durch einen Unfall in einem Feldlazarett.
Die Lage des Grabes von Josef Weiß ist unbekannt und konnte nicht von mir recherchiert werden.
Der Soldat Laurenz Zimmermann wurde am 08.03.1880 in Odesheim geboren, heute ein Ortsteil der Stadt Bad Münstereifel in Nordrhein-Westfalen. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Gefreiter in der 8. Kompanie des 7. Garde-Grenadier-Regiments. Laut Sterbebild fiel er am 16.12.1916 im Alter von 36 Jahren bei den Gefechten an der Somme im Westen. Laut Ehrentafel seines Regimentes fiel er am 16.08.1916 bei Louvemont. Ich halte die Angaben der Ehrentafel für zuverlässiger, u. a. weil am 16.12. kein weiterer Soldat seines Kompanie fiel, am 16.08.1916 jedoch sechs weitere Kameraden der 8. Kompanie.
Offiziell ist die Lage Grabes von Laurenz Zimmermann unbekannt.
Der Soldat Franz Zwinger wurde am 26.12.1877 in der bayerischen Gemeinde Altensteig Pforzen geboren und war Landwirt von Beruf. Um Ersten Weltkrieg diente er als Gefreiter im 3. Ersatz-Eskadron der 1. Train Ersatzabteilung. Am 07.06.1918 verstarb er im Alter von 40 Jahren in einem Lazarett in München.
Die Grablage von Franz Zwinger ist nicht feststellbar. Ich bin mir jedoch sicher, dass Franz Zwinger auf einem Münchener Friedhof im militärischen Teil beigesetzt wurde und dass sein Grab noch heute existiert.
Der Soldat Josef Fechter wurde am 19.03.1898 in der bayerischen Gemeinde Hohenwarth geboren und war der Sohn eines Kleinstbauern. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 7. Kompanie des 7. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 04.10.1918 verstarb er im Alter von 20 Jahren in einem Feldlazarett bei Verdun.
Man begrub Josef Fechter auf dem Soldatenfriedhof Consenvoye in Block 2, Grab 30.