Der Bauerssohn Michael Leitl stammte aus Perling, heute ein Ortsteil der bayerischen Stadt Außernzell. Im Zweiten Weltkrieg kämpfte er in einem Infanterie-Regiment. Am 20.07.1941 fiel er im Alter von 21 Jahren im Osten. Die Lage seines Grabes ist unbekannt.
Sterbebild von Michael LeitlRückseite des Sterbebildes von Michael Leitl
Der Wachtmeister Englbert Kneitl wurde am 04.11.1900 in Reisdorf, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Schweitenkirchen, als Sohn eines Landwirts geboren. Am 12.04.1944 verstarb er im Alter von 43 Jahren auf dem Hauptverbandsplatz Busk in der Ukraine nach einer schweren Verwundung, die er sich am 06.04.1944 zugezogen hatte.
Die sterblichen Überreste von Englbert Kneitl ruhen auf einem Friedhof bei Busk in der Ukraine.
Sterbebild von Englbert KneitlRückseite des Sterbebildes von Englbert Kneitl
Der theoretische Weg von Englbert Kneitl von seinem Geburtsort zu seinem Sterbeort und Grab:
Der Säger Josef Asenbauer wurde am 18.03.1912 in Enzerweis geboren, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Eichendorf, lebte jedoch in Moos. Im Zweiten Weltkrieg kämpfte er als Gefreiter in einem Infanterie-Regiment. Am 02.03.1942 fiel er im Alter von 30 Jahren in Welish bei Krasnoje
Man begrub Josef auf einem Friedhof bei Krasnoje / Welish in Russland.
Sterbebild von Josef AsenbauerRückseite des Sterbebildes von Josef Asenbauer
Die München-Augsburger Abendzeitung vom 72.11.1914 berichtete vom Untergang des deutschen Schiffes „Emden“ mit folgender Kopfzeile:
„Kapitän von Müller über das letzte Gefecht seiner Emden„
Darunter findet sich dann folgende Notiz:
„Von dem Kommandanten Sr. M. S. „Emden“, Fregattenkapitän v. Müller[Karl Friedrich Max von Müller, 1873 – 1923] ist nachstehender telegraphischer Bericht über das Gefecht Sr. M. S. mit dem englischen Kreuzer „Sydney“ bei den Cocos-Inseln eingertoffen: Der englische Kreuzer „Sydney“ näherte sich den Cocos-Inseln mit hoher Fahrt, als dort gerade eine von Sr. M. S. Emden ausgeschiffte Landungsabteilung das Kabel zerstörte. Das Gefecht zwischen den beiden Kreuzern begann sofort. Unser Schießen war zuerst gut, aber binnen kurzem gewann das Feuer der schweren englischen Geschütze die Überlegenheit, wodurch schwere Verluste unter unseren Geschützbedienungen eintraten. Die Munition ging zu Ende und die Geschütze mussten das Feuer einstellen. Trotzdem die Ruderanlage durch das feindliche Feuer beschädigt war, wurde der Versuch gemacht, auf Torpedoschussweite an die „Sydney“ heranzukommen. Dieser Versuch missglückte, da die Schornsteine zerstört waren und infolgedessen die Geschwindigkeit der „Emden“ stark berabgesetzt war. Das Schiff wurde deshalb mit voller Fahrt an der Nord- (Luv-) Seite der Cocos-Inseln auf ein Riff gesetzt. Inzwischen war es der Landungsabteilung gelungen, auf einem Schooner von der Insel zu entkommen. Der englische Kreuzer nahm die Verfolgung auf, kehrte am Nachmittag wieder zurück und feuerte auf das Wrack der „Emden“. Um weiteres Blutvergießen zu vermeiden, kapitulierte ich mit dem Rest der Besatzung. Die Verluste Sr. M. S. „Emden“ betragen 6 Offiziere, 26 Unteroffiziere und 93 Mann gefallen, ein Unteroffizier und 7 Mann schwer verwundet.“
Der Obergefreite Georg Peter stammte aus dem bayerischen Eichendorf und war der Sohn eines Hausbesitzers. Im Zweiten Weltkrieg diente er in einem Infanterie-Regiment. Am 17.12.1941 fiel er im Alter von 22 Jahren bei Rafki an der Ostfront.
Sterbebild von Georg PeterRückseite des Sterbebildes von Georg Peter
Der Gefreite Josef Biermeier wurde am 20.10.1913 in Hörgolding als Sohn eines Landwirts geboren, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Hengersberg. Er diente im Zweiten Weltkrieg in einem Infanterie-Regiment. Am 05.08.1941 fiel er im Alter von 28 Jahren bei Tschepowitschi an der Ostfront durch einen Kopfschuss.
Man begrub Josef Biermeier auf dem Soldatenfriedhof Kiew in einem Massengrab.
Sterbebild von Josef BiermeierRückseite des Sterbebildes von Josef Biermeier
Der theoretische Weg von Josef Biermeier von seinem Geburtsort über seinen Sterbeort zu seinem Grab:
In der München-Augsburger Abendzeitung vom 27.11.1914 findet man auf der 2. Seite folgende kleine Notiz:
„Der Kampf mit den Serben
Wien, 26. November. Vom südlichen Kriegsschauplatz wird amtlich unterm 26. November gemeldet: In den Kämpfen an der Kolubara ist seit gestern ein wesentlicher Fortschritt zu verzeichnen. Das Zentrum der feindlichen Front und die starke Stellung bei Lazarevatsch[Lazarevac] wurde von den durch ihren Elan rühmlich bekannten Regimentern Nr. 11, 73 und 102 erstürmt. Hierbei wurden acht Offiziere und 1.200 Mann gefangen und drei Geschütze, vier Munitionswagen und drei Maschinengewehre erbeutet. Auch südlich des Ortes Ljig gelang es, die östlich des gleichnamigen Flusses gelegenen Höhen zu nehmen und dabei 300 Gefangene zu machen. Die von Valjewo südwärts vorgerückten Kolonnen stehen vor Kosjerioi.“
Die Zeitungsmeldung
Die Zeitungsmeldung bezieht sich auf die Schlacht an der Kolubara, die vom 16.11.1914 bis zum 15.12.1914 stattfand. Die Schlacht endete, bei aller Euphorie der Zeitung, mit dem Sieg der Serben. Insgesamt 28.000 Menschen wurden getötet, 120.000 wurden verwundet und rund 77.000 Österreicher wurden gefangengenommen.
Die Lage der Orte, auf die sich der Artikel bezieht:
Der jüngste deutsche Soldat, der im Ersten Weltkrieg fiel, war der Kriegsfreiwillige Paul Mauk. Er wurde am 19.07.1900 in Waldkirch geboren. Er meldete sich mit seinen Brüdern freiwillig und diente in der 4. Kompanie des 113. badischen Infanterie-Regiments. Am 07.06.1915 fiel er mit 14 Jahren bei Hulluch. Die Regimentsgeschichte des 113. badischen Infanterie-Regimentes bericht:
„30.05. – 11.06.1915 Das Regiment verbleibt daselbst und löst sich ab. Die teilweise vollkommen zerstörte Stellung, angefüllt mit hunderten Leichen, wird in mühevoller Arbeit notdürftig hergerichtet. Täglich treten empfindliche Verluste ein. So fiel am 07.06. in vorderer Stellung der jüngste Frontkämpfer des Regiments und einer der jüngsten in der ganzen Armee, der Kriegsfreiwillige Paul Mauk 4./113 im Alter von noch nicht 15 Jahren. In heller Begeisterung war er gleich seinen beiden älteren, ebenfalls bei der 4./113 im Felde stehenden Brüdern hinausgezogen und fand nun mit vielen anderen tapferen Fünfern auf dem Soldatenfriedhof zu Lens sein Grab.“
Paul war am 09.05.1915 bei einem französischen Großangriff verwundet worden, schlich sich aber heimlich aus dem Feldlazarett, wo er behandelt wurde, und kehrte zu seiner Kompanie zurück. Am 06.06.1915 wurde er durch eine Granate schwer am Kopf verwundet und verstarb an seiner Wunde am nächsten Tag.
Man begrub Paul Mauk auf dem Soldatenfriedhof auf dem Soldatenfriedhof Lens-Sallaumines in Block 11, Grab 268.
Der Bauerssohn Hans Heißenhuber stammte aus Hacklöd, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Pilsting. Im Zweiten Weltkrieg kämpfte er als Obergefreiter in einem Infanterie-Regiment. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse, der Osteinsatz-Medaille und dem Verwundeten-Abzeichen ausgezeichnet. Am 04.10.1942 fiel er im Alter von 29 Jahren im Kaukasus. Er wurde zunächst auf dem Soldatenfriedhof Kljutschewaja begraben.
Sterbebild von Hans HeißenhuberRückseite des Sterbebildes von Hans Heißenhuber
Fritz Kreiner wurde am 12.01.1922 in Landau an der Isar in Bayern geboren. Im Zweiten Weltkrieg diente er als Oberschütze und Kradfahrer in einer Gebirgsschützen-Abteilung. Am 09.07.1942 fiel er im Alter von 20 Jahren bei Bilohoriwka in der Ukraine (russisch: Belogorowka).
Fritz Kreiner konnte im Rahmen der Umbettungsarbeiten des Volksbundes nicht geborgen werden. Die vorgesehene Überführung zum Sammelfriedhof in Charkow war somit leider nicht möglich.
Sterbebild von Fritz KreinerRückseite des Sterbebildes von Fritz Kreiner
Der theoretische Weg von Fritz Kreiner von seinem Geburtsort zu seinem Sterbeort und vermutlichen Grab: