Der Soldat Heinrich Bösl wurde am 01.02.1891 in Utzenhofen geboren, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Kastl (Lauterachtal), und war der Sohn eines Landwirts. Er arbeitete als Gemeindediener. Im Ersten Weltkrieg diente er als Ersatz-Reservist in der 6. Kompanie des 7. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 13.05.1915 fiel er im Alter von 24 Jahren in Mericourt.
Man begrub Heinrich Bösl auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in Block 3, Grab 349.
Sterbebild von Heinrich BöslRückseite des Sterbebildes von Heinrich Bösl
Der Gefreite Anton Sießmeier wurde am 25.09.1894 in Egling als Sohn eines Gutsbesitzers geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 5. Kompanie des 31. bayerischen Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und mit dem bayerischen Militär-Verdienst-Kreuz ausgezeichnet. Am 28.09.1918 fiel er im Alter von 24 Jahren bei Somme-Py.
Die Lages des Grabes von Anton Sießmeier ist offiziell unbekannt. Er gilt seit dem 28.09.1918 als vermisst. Ich gehe jedoch davon aus, dass er, wenn seine Leiche geborgen wurde, anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Souain beigesetzt wurde, wo auch seine Regimentskameraden begraben wurden, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a. Leutnant Felix Goldhofer, gefallen am 28.09.1918 bei Somme-Py, begraben auf dem Soldatenfriedhof Souain in einem Massengrab.
Sterbebild von Anton SießmeierRückseite des Sterbebildes von Anton Sießmeier
Der Gefreite Konrad Johannliemke wurde am 02.08.1890 in Kaunitz im heutigen Nordrhein-Westfalen geboren, heute ein Ortsteil der Stadt Verl, und war Aktuar (Gerichtsschreiber) von Beruf. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 1. Kompanie des 98. Metzer Infanterie-Regiments. Am 18.04.1915 fiel er im Alter von 24 Jahren in den Argonnen bei den erbitterten Kämpfen um das kleine Dorf Vauquis. Er wurde während des Sturms einer feindlichen Barrikade von zwei Kugeln in die Brust getroffen.
Über den Todestag und die Todesumstände von Konrad Johannliemke berichtet die Regimentsgeschichte des 98. Infanterie-Regiments:
„18.04.1915 Nachdem um 2.30 Uhr nachmittags eine Sturmkolonne von 1. Kompanie eine gegen Abschnitt IV. stark wirkende Barrikade gestürmt, jedoch wegen ausgebliebener Unterstützung wieder aufgeben musste, machte 5.15 Uhr nachmittags eine solche von Freiwilligen vom I. Bataillon den gleichen vergeblichen Versuch.“
Die Lage des Grabes von Konrad Johannliemke ist unbekannt. Es könnte sein, dass er hinter den Schützengräben am Berg von Vauquis beigesetzt wurde und dass das Grab in den nachfolgenden schweren Kämpfen und bei den Minensprengungen zerstört wurde, so dass seine Gebeine in den Berg gewühlt wurden. Dann ruhen seine sterblichen Überreste noch heute im Hügel von Vauquis, wo noch viele Gebeine liegen.
Sterbebild von Konrad JohannliemkeRückseite des Sterbebildes von Konrad Johannliemke
Der Soldat Paul Einicke wurde am 04.03.1886 in Lennep geboren, heute ein Stadtteil von Remscheid in Nordrhein-Westfalen, und arbeitete als Gerichts-Assessor beim Magistrat in Breslau. Er kämpfte als Jäger in der 3. Kompanie des 6. Reserve-Jäger-Bataillons. Am 09.04.1916 fiel er während der Schlacht um Verdun bei den Kämpfen um Höhe 304 im Alter von 30 Jahren.
Die Lage des Grabes von Paul Einicke ist unbekannt. Ich gehe jedoch davon aus, dass er, wenn seine Gebeine bis heute geborgen wurden, anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Consenvoye begraben wurde, wo man auch seine Regimentskameraden begrub, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a. Josef Nickel, geboren am 08.03.1895, gefallen am 09.04.1916 an Toter Mann, begraben auf dem Soldatenfriedhof Consenvoye in einem Massengrab.
Die nachfolgende Todesanzeige wurde vom Verein Deutscher Studenten Bonn aufgegeben.
Todesanzeige für Paul Einicke von seiner Frau MariaTodesanzeige für Paul Einicke vom Verein Deutscher Studenten Bonn
Der Landsturmmann Joseph Gschaider stammte aus Lehen, heute ein Ortsteil der bayerischenGemeinde Simbach bei Landau und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 8. Kompanie des 25. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 22.05.1916 fiel er nach schwerer Verwundung im Alter von 27 Jahren während der Schlacht um Verdun durch Kopfschuss
Man begrub Joseph Gschaider auf dem Soldatenfriedhof Romagne-sous-les-Cotes in Grab 636.
Der Soldat Max Maier stammte aus Simbach (bei Landau), und war der Sohn eines Bahnarbeiters. Im Ersten Weltkrieg diente er als Fahrer in der 3. leichten Munitions-Kolonne des 21. bayerischen Feld-Artillerie-Regiments. Am 24.03.1916 fiel er während der Schlacht um Verdun im Alter von 21 Jahren in der Nähe von Ivoiry bei Montfaucon-d’Argonne durch einen Rückenschuss.
Man begrub Max Maier auf dem Soldatenfriedhof Brieulles-sur-Meuse in einem Massengrab.
Häufig berichte ich hier von deutschen Soldaten, die im Wald von Ailly, östlich Saint-Mihiel und südlich Verdun fielen. Mir liegt diese Region der ehemaligen Schlachtfelder besonders am Herzen. Heute stelle ich das Schicksal einen französischen Soldaten vor, der auf der anderen Seite der Front kämpfte und sein junges Leben verlor:
Antonin Dessevre Labry wurde 1888 in Jambles geboren. Er war Krankenträger im 10. französischen Infanterieregiment. Er wurde im April 1915 mit dem Croix de Guerre ausgezeichnet. Am 07.07.1915 wurde er von deutschen Truppen an den Vorposten des Waldes von Ailly (Maas) getötet:
Man begrub ihn zuerst auf dem Friedhof von Marbotte (Maas) auf der Nécropole nationale de Marbotte. Später wurde sein Leichnam nach dem Krieg seiner Familie übergeben. Er ist auf dem Friedhof von Jambles begraben und im Denkmal für die Toten der Gemeinde eingetragen. Posthum wurde ihm die Militärmedaille verliehen.
Der Soldat Joseph Rott wurde am 11.03.1894 in der bayerischen Gemeinde Vogtareuth geboren und war der Sohn eines Schuhmachers. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 10. Kompanie des 2. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 29.01.1917 verstarb er im Alter von 23 Jahren im Reserve-Lazarett in München an einer schweren Verwundung, die er sich am 09.02.1916 während des 3. Angriffsgefechtes von La Folie bei Vimy zugezogen hatte.
Ich gehe davon aus, dass Joseph Rott auf einem Friedhof in München im militärischen Teil begraben wurde und dass sein Grab noch heute existiert.
Sterbebild von Joseph RottRückseite des Sterbebildes von Joseph Rott
Der französische Soldat Auguste Peix wurde 1894 in Châteauroux-les-Alpes
geboren und wuchs in Réallon in den Hautes Alpes auf. Er war der Sohn eines Landwirts. Als einfacher Gefreiter 2. Klasse gehörte er dem 157. französischen Infanterie-Regiment an und war wie seine Kameraden den Schrecken dieses Krieges besonders ausgesetzt.
Im November 1914 schrieb er wahrscheinlich seine letzten Worte an seine Eltern auf die Rückseite seines Fotos: „Je pars pour Gap le 1er décembre et en arrivant de vais demander une permission“.
Auguste opferte seine Jugend und sein Leben. Er fiel am 5. April 1915 in Flirey (Meurthe-et-Moselle). Er wurde nur 20 Jahre alt.
Sein Halbbruder François Sébastien Peix fiel am 15. August 1915 am elsässischen Lingekopf im Alter von 32 Jahren.
Ihre Namen erscheinen auf den Kriegsdenkmälern von Réallon (für Auguste) und Châteauroux (für François).
Der Soldat Engelbert Holzgrandl stammte aus Klebing, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Pleiskirchen, und war der Sohn eines Kleinbauern. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 7. Kompanie des 2. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 25.09.1914 fiel er im Alter von 22 Jahren beim 1. Angriff auf Lihons an der Somme.
Über den Todestag Engelbert Holzgrandls berichtetb die Regimentsgeschichte des 2. bayerischen Infanterie-Regiments:
„25.09.1914 Auch in den ersten Nachmittagsstunden gelingt es nicht, Lihons zu nehmen. Um 5.40 Uhr erhält das Regiment Befehl zum Sturm. Nach Artilleriebeschießung gehen I. und III. Bataillon und II./16. Infanterie-Regiment zum Sturm vor; sie erreichen nur mit Teilen den Ortsrand und müssen etwa 400 Meter von Lihons entfernt in Stellung gehen. II. Bataillon dringt bis zum Feldweg Lihons – Herbévillers vor. Die Verluste sind beträchtlich.“
Einer der Verluste ist Engelbert Holzgrandl.
Offiziell ist für Engelbert Holzgrandl keine Grablage bekannt. Ich bin mir jedoch sicher, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers begraben wurde. Dort ruhen auch die Gebeine seiner Kameraden, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.
Gefreiter Joseph Knoller, gefallen am 25.09.1914 bei Foucaucourt, begraben auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab;
Infanterist Hellmuth Schwarz, gefallen am 25.09.1914 bei Vermandovillers, begraben auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab;
Reservist Michael Berger, gefallen am 25.09.1914 bei Vermandovillers, begraben auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab;
Infanterist Martin Lehrberger, gefallen am 26.09.1914 bei Vermandovillers, begraben auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab.