Sonderbeitrag: Das Grab des ersten gefallenen deutschen Soldaten im Ersten Weltkrieg

Albert Mayer

Der Soldat Albert Otto Walter Mayer wurde am 24.04.1892 in Magdeburg geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Leutnant im 5. Jäger-Regiment zu Pferd. Er fiel als Patrouillenführer und erster deutscher Soldat am 02.08.1914 bei Delle im Raum Belfort.

 

 

 

Über den Todestag und die Todesumstände von Albert Mayer berichtet der damalige Gefreite Heinze in der Regimentsgeschichte des 5. Jäger-Regiments zu Pferd:

„Ich war im Jahre 1914 Gefreiter bei der 3. Eskadron des Jäger‑Regiments zu Pferde Nr. 5. Am 1. August 1914, nachmittags 4³⁰, rückte unsere Eskadron aus Mühlhausen nach der Grenze. In Wahlbach wurde eine Offizierspatrouille gebildet, bestehend aus Leutnant Mayer, mir als Gefreiten, ferner den Jägern Peters, Hillbrint, Platt, Martin und Grigo. Ob noch mehrere Reiter bei dieser Patrouille waren, ist mir unbekannt. Von Wahlbach ritt die Patrouille nach Bisel, wo wir in einer Wirtschaft, ich glaube im „Schwanen“, Quartier nahmen. Die Pferde wurden im Stall abgesattelt und die Mannschaften blieben im Stall bei ihnen. Leutnant Mayer richtete sich in der Wirtschaft ein Nachtlager ein. Am Westausgang des Dorfes wurde ein Doppelposten aufgestellt.
Am 2. August 1914, vormittags 10 Uhr, erhielten wir Befehl, über die Grenze zu reiten, um Erkundungen über feindliche Truppenansammlungen u.s.w. einzuholen. Der Befehl, über die Grenze zu gehen, wurde, soviel ich weiß, von einem Radfahrer überbracht. Leutnant Mayer gab sofort Befehl zum Satteln und wir ritten am Südlings vorbei über die Grenze 3 km westlich Mr. Gepst und kamen auf Courtelevant, wo wir im Trabe durchritten, ohne feindliche Posten zu bemerken und ohne beschossen zu werden. Wir ritten weiter nach Faverois, wo wir am Eingang des Dorfes französische Soldaten sahen. Wir machten einen Umweg und kamen am anderen Dorfrande wieder auf die Hauptstraße nach Joncherey. Kurz darauf wurden wir von hinten beschossen, jedoch wurde niemand von uns verletzt. Als wir ungefähr den halben Weg nach Faverois zurückgelegt hatten, bemerkten wir, daß uns französische Soldaten folgten und herankamen. Etwa 10 m vor uns stand ein französischer Radfahrer, der sofort nach Faverois zurückritt. Wir ritten nach Joncherey weiter. Rechts der Chaussee war eine mit Gestrüpp bewachsene Böschung und dahinter ein kleiner Hügel. Als wir die ersten Häuser erreichten, sahen wir im Gebüsch rechts der Chaussee einen französischen Doppelposten stehen. Die beiden Soldaten standen etwa bis zur Brust im Gebüsch und hielten Gewehr bei Fuß. Der Posten sah uns zunächst nicht und wir ritten nur etwa 10 m rechts von der Chaussee und mit leichtem Trabe an ihm vorüber. Leutnant Mayer gab uns Zeichen zum Aufmarsch und Angriffsstellung. Wir ritten in zwei Linien und zwar Leutnant Mayer, ich, Peters, Lirbrink und Platt in erster Linie, die übrigen Jäger in der zweiten Linie.

Mit gefällter Lanze ritten wir in langem Galopp auf den französischen Posten zu. Die Franzosen bemerkten uns erst, als wir nur noch einige Schritte entfernt waren. Sie schienen vollständig erschrocken und überrascht zu sein und wollten noch im letzten Augenblick die uns gegenüberliegende Böschung hinauflaufen. In diesem Augenblick hatten wir sie erreicht und Leutnant Mayer hieb dem einen mit seinem Pallasch über den Kopf, während ich dem anderen meine Lanze niederschoß. Hierbei verlor ich meine Lanze, da der Mann umfiel und die Lanze mit sich riß. Ob die Lanze ihn in den Kleidern oder in der Brust getroffen hatte, konnte ich später beim Herüberreiten nicht mehr feststellen, da er regungslos auf dem Boden lag. Ob er tot war, kann ich nicht sagen. Dieser erste Zusammenstoß war an dem Feldwege, der parallel mit der Chaussee oberhalb der Böschung läuft. Hieb und Stich gegen die beiden Franzosen erfolgten nach links, so daß dieselben nach links die Chaussee hinunterfielen.

Ob die beiden Franzosen hinter uns wieder aufgestanden sind und hinter uns her geschossen haben, kann ich nicht sagen, auf jeden Fall wurde von hinten auf uns geschossen.

Wir ritten nun weiter und kurz nach diesem Vorfall erblickten wir am Ende des Feldweges eine französische Feldwache in Stärke von etwa 15 Mann, die in geschlossener Gruppe zusammenstanden und uns erst sahen, als wir auf etwa 40 Meter herankamen. Ich rief dem Leutnant Mayer zu: „Jetzt sind wir dicht bei ihnen!“ Leutnant Mayer rief zurück: „Halt nicht, nur durch!“ Er sah sich nach uns um und ritt in schnellem Galopp voran. Im Galopp riefen wir „Hurra“. Es ist anzunehmen, daß die Franzosen ebenso erschrocken waren, es seien eigene Reiter, bis sie uns erkannten. Sie schossen dann aus fester Überzeugung, daß sie den Meinen nach allen Seiten hin herum und gleichzeitig auf uns geschossen. Erst als wir die Gruppe hinter uns hatten, eröffneten sie vom Chausseegraben aus, wohin sie geflüchtet waren, das Feuer. Beim Durchbruch durch die Feldwache machten wir von unserer Waffe keinen Gebrauch, da wir bestrebt waren, durchzukommen und die Franzosen gleich in den Chausseegraben flüchteten. Ich hatte, da ich meine Lanze verloren hatte, den Degen genommen, auch Leutnant Mayer hatte noch seinen Pallasch in der Hand. Mit Bestimmtheit kann ich sagen, daß wir von unserer Schußwaffe keinen Gebrauch machten.

Nachdem wir etwa 50 Meter weiter geschlossen rechts und links der Chaussee zugeritten waren und von der Feldwache aus starkes Feuer erhielten, stürzte Leutnant Mayer vom Pferd. Ich wendete mich um und sah, wie er eine Handbewegung zum Weiterreiten machte. Ich war nun allein vorne. Das Pferd von Leutnant Mayer sprengte uns nach. Vor uns lag die Ortschaft Joncherey, wo der Dorfeingang mit Barrikaden gesperrt war. Hinter den Barrikaden sah ich deutlich die Franzosen hin- und herlaufen. Ich rief den Leuten zu: „alles rechts raus!“, um den nächsten Waldrand, der etwa 200 Meter entfernt war, zu erreichen. Wir bogen nun alle rechts ab, während das Pferd von Leutnant Mayer auf der Hauptstraße blieb und nach Joncherey lief. Wir ritten ausgezeichnet dem Walde entgegen und bekamen ununterbrochen lebhaftes Feuer auf der Schußfahrt her. Die vor dem Walde gelegene Wiese war sehr sumpfig, und die Pferde kamen nur sehr langsam vorwärts. Ich sah noch Pferde und Platt vom Pferde fallen. Wir ritten bis an den Waldrand. Das Feuer war nun schwächer geworden, und wir gelangten glücklich in den Wald. Ich ritt noch etwa 100 Meter weiter und hielt dann an. Das Feuer war nun ganz eingestellt. Von anderen Jägern habe ich nichts mehr gesehen. Wir ritten nun etwa 200 Meter im Walde und kamen auf einen schmalen, von einem querlaufenden Bach durchflossenen Weg. Wir ritten diesen Weg entlang und kamen auf eine Chaussee, die von Joncherey nach Belfort führt. Wir ritten diese Chaussee entlang und kamen bald auf die Höhe, von der man Belfort sehen konnte. Ich rief: „Da ist Belfort!“, und wir ritten weiter. Hierauf ritt die Eskadron in Bisel ein.

Leutnant Mayer war an der Schläfe und am Oberschenkel getroffen worden; er war der erste deutsche Offizier, der im Weltkriege fiel. Er wurde auf dem Dorffriedhof in Joncherey von den französischen Soldaten mit militärischen Ehren beigesetzt. Der katholische Ortsgeistliche vollzog die religiöse Handlung. Sein Grab pflegte jahrelang der Geistliche. Die Franzosen ehrten Leutnant Mayer als einen ehrlichen deutschen Kämpfer. Jetzt ruht er auf dem Soldatenfriedhof in Altkirch, wohin ihn die Franzosen nach dem Kriege gebracht haben. Erst später benutzte Frankreich auch den Todesritt des Leutnants Mayer zur Stimmungsmache gegen Deutschland. Der französische Soldat, den Mayer mit seinem Pallasch getroffen hatte, wurde tot, von drei Schüssen durchbohrt, aufgefunden. Es war dies der Korporal Peugeot, der erste im Weltkriege gefallene Franzose. Frankreich behauptete, Peugeot wäre von Mayer mit drei Schüssen niedergestreckt worden, ehe er selbst fiel. Dieser Behauptung ist die Aussage Heinsings gegenüber. Nach kavalleristischer Erfahrung ist es auch ganz ausgeschlossen, daß ein Reiter im langen Galopp einen Menschen mit der Revolverladung treffen kann. Wahrscheinlich ist Peugeot in der Verwirrung durch eigene Schüsse der Franzosen getroffen worden.“

Albert Mayer

Sterbeort und erste Grablage von Albert Mayer:

Französische Soldaten begrub Walter Mayer zunächst mit allen Ehren in Jonchéry, man bettet ihn aber später nach dem Krieg auf den Soldatenfriedhof Illfurth in Block 4, Grab 181 um.

Das Grab von Albert Mayer auf dem Soldatenfriedhof Illfurth

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.853: Johann Berghammer

Johann Berghammer Asing, lebte in der bayerischen Gemeinde Winklarn und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 8. Kompanie des 13. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 10.09.1914 (Volksbund: 11.09.1914) fiel er im Alter von 22 Jahren während der Schlacht von Nancy – Epinal bei Drouville im Elsass.

Über den Todestag und die Todesumstände von Johann Berghammer berichtet die Regimentsgeschichte des 13. bayerischen Infanterie-Regiments:

„10.09.1914 Das schwere feindliche Artilleriefeuer ging weiter. Führung des III. an Stelle des durch Unfall verletzten Hauptmanns Popp übernahm Hauptmann Hofmann (2.) Nachts wurde wieder abgelöst: II. rechts vorne, III. links rückwärts, I. Serres (durfte erst 11.09. 4 Uhr vormittags Drouville verlassen).

11.09.1914 Feindlicher Teilangriff 10 Uhr vormittags wurde durch 7. und 8. aufgehalten, 1.30 Uhr nachmittags kam das alarmierte I. in die Mulde östlich Drouville an; 2.30 Uhr nachmittags erfolgte neuer Franzosenangriff gegen II. und III., erfolgreicher Gegenstoß des I. (Maschinengewehr-Unteroffizier Müller Max zeichnete sich besonders aus). 9 Uhr nachmittags jam der Divisionsbefehl für Abzug: I. 10 Uhr nachmittags Abmarsch in eine Nachhutstellung bei St. Libaire. II. Um 10 Uhr nachmittags, III. um 11.30 Uhr nachmittags Abmarsch nach Serres. I. erreichte zwischen 11 Uhr und 12 Uhr die Ferme und grub sich mit Hilfe einer Pionierkompanie vom preußischen Pionier-Bataillon 16 südlich derselben ein.“

Man begrub Johann Berghammer auf dem Soldatenfriedhof Gerbéviller in einem Massengrab.

Sterbebild von Johann Berghammer
Rückseite des Sterbebildes von Johann Berghammer

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.846: Karl Maier

Der Soldat Karl Maier stammte aus Forsthart, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Künzing, und war der Sohn eines Kleinbauern. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 3. Kompanie des 11. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 22.06.1915 fiel er im Alter von 24 Jahren bei Ban-de-Sapt.

Offiziell ist für Karl Maier keine Grablage bekannt. Ich vermute jedoch, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof von Senones, wo man auch seine Regimentskameraden begrub, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.

  • Unteroffizier Anton Halbritter, gefallen am 22.06.1915 bei Ban-de-Sapt, begraben auf dem Soldatenfriedhof Senones in einem Massengrab;
  • Wehrmann Johann Reitheier, gefallen am 22.06.1915 bei Ban-de-Sapt, begraben auf dem Soldatenfriedhof Senones in einem Massengrab;
  • Feldwebel Hans Eibl, gefallen am 23.06.1915 bei Laitre, begraben auf dem Soldatenfriedhof Senones in einem Massengrab;
  • Landwehrmann Joseph Burger, gefallen am 22.06.1915 bei Ban-de-Sapt, begraben auf dem Soldatenfriedhof Senones in einem Massengrab;
  • Infanterist Georg Brunner, gefallen am 22.06.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof Senones in einem Massengrab.

 

Sterbebild von Karl Maier
Rückseite des Sterbebildes von Karl Maier

Sonderbeitrag: Ernst Paulus

Der Soldat Ernst Paulus stammte aus Zürich (Schweiz). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Kanonier in der 399. bayerischn Fußartillerie-Batterie. Am 06.08.1916 verstarb er im Alter von 20 Jahren, nachdem er zuvor am 05.08.1916 während der Kämpfe in den Vogesen schwer verwundet worden war.

Man begrub Ernst Paulus auf dem Soldatenfriedhof Bisping in Grab 41. Ich konnte dieser Tage sein Grab besuchen. Ein Foto des Grabes findet man unten auf dieser Seite.

Im Münchner Stadtteil Thalkirchen gedenkt man Ernst Paulus noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2020/thalkirchen-st-maria_stadt-muenchen_wk1_bay.html

Die Todesanzeige für Ernst Paulus
Das Grab des Soldaten Ernst auf dem Soldatenfriedhof Bisping

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.833: Hugo Müller

Der Soldat Hugo Müller wurde am 27.10.1894 in Kempten geboren. Er warbeitete als Schlosser bei der Schlosserei Elhard in Kempten. Am 07.11.1914 wurde er als Infanterist in die 3. Kompanie des 19. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments einberufen. Am 19.02.1915 fiel er im Alter von 20 Jahren am Reichsackerkopf.

Über den Todestag und die Todesumstände von Hugo Müller berichtet die Regimentsgeschichte des 19. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:

„Am 19.02.1915 6 Uhr früh gings weiter. Der Regimentsstab erreichte auf langem steinigen Weg unter Führung eines Hirtenbuben zunächst Eckersberg und nach kurzem Aufenthalt Breitenbach durch dessen Häuserreihen bereits vereinzelte Weitgänger vom Reichackerkopf herunterpfiffen. Inzwischen hatten I. und II./R. 19 teils auf den Brücken in Breitenbach und Sendenbach teils ohne Brücke die Fecht überschritten und waren in raschem Anlauf übers Katzenköpfel und Stocka gegen Reichackerkopf und Sattel vorgedrungen. Schon war I./R 19 7.30 Uhr vormittags mit der mittleren Kompanie (3., Kollmann) ohne Verlust an den Waldrand 200 Meter nördlich des Katzenköpfl herangekommen, als es sich plötzlich in dem steilansteigenden Waldhang starken Draht- und Baumverhauen gegenüber sah und nicht nur von der Front, sondern vor allem aus der rechten Flanke starkes Feuer erhielt, das namentlich von Oberwida gegen den Mönchberg, also östlich am Katzenköpfl vorbei angesetzten 4. Kompanie (Hauptmann Seitz) das Vorwärtskommen außerordentlich erschwerte und böse Verluste brachte. Unter den ersten, die hier den Heldentod fanden, war Leutnant der reserve Bernheimer (4.), Offiziersstellvertreter Micheler (3.) und der Fahnen-Unteroffizier Josef Schmid aus Kornau bei Oberstorf, der mit der Fahne in der Hand neben seinem Kommandeur, Major Veith, fiel. Gelang es nun auch der 4. Kompanie, trotz der Unterstützung, die ihr durch den vom Regiment über Fronzell vorbefohlenen Zug Einberger (1./R 19) zugedacht war, zunächst nicht weiter vorzukommen und hatte auch die am linken Flügel von 1./R. 19 im Klängle sich vorarbeitende 2. Kompanie (Oberleutnant Auffhammer) infolge des aus den Astverhauen frontal und flankierend einschlagenden Feuers einen schweren Stand, so kämpfte sich doch trotz aller Schwierigkeiten die 3. Kompanie im heftigen feindlichen Feuer unaufhaltsam vor und wurde von ihr im Verein mit einem Zug der 2. Kompanie 10.35 Uhr vormittags die stark verschanzte Stellung der feindlichen Feldwache am Weg 300 Meter südlich der Kuppe des Reichackerkopfs im Sturm genommen. Mit welcher Sicherheit dabei ungeachtet der gewaltigen körperlichen Anstrengungen und ständigen Todesgefahr unsere zähen Schwaben und Altbayern schossen, bewiesen die 25 toten Alpenjäger des 51. französischen Alpenjägerbataillons, die fast durchweg durch den Kopf getroffen hinter ihren kleinen Schießscharten in den aus mächtigen Fichtenstämmen errichteten Barrikaden lagen. II./R. 19 war inzwischen mit 5., 6., 7. Kompanie von Sendenbach mit rechtem Flügel über Roth – Obereck bis auf 300 Meter an den Sattel vorgedrungen und da mit diesem günstigen Ergebnis gleichzeitig von I./L. 121 gemeldet wurde, dass es den Mönchberg genommen habe und vom R. I. R. 18, dass der Altmattkopf erreicht sei, so hielt sich der Regimentsstab berechtigt, auf baldigen, restlosen Sieg zu hoffen. Umso bitterer war die Enttäuschung, als sich ein paar Stunden später herausstellte, dass diese beiden Meldungen völlig auf Irrtum beruhten und da wiederum gleichzeitig auch II./R. 19 meldete: „Wegnahme des Sattels und der Kuppe unmöglich, da Hindernisse zu stark, Wirkung unserer Artillerie gleich Null und in der linken Flanke drei feindliche Kompanien; gehe mit Bataillon einige 100 Meter zurück und biege linke Hälfte der Front nach Westen“, da sah sich die Führung mangels jeder unmittelbar verfügbaren Reserve plötzlich in sehr misslicher Lage. Eben – es mochte etwa 7 Uhr abends sein – wurde die Anforderung von Reserven aus Münster und verstärkte Artilleriewirkung auf Reichackerkopf, Klängle-Sattel und Sattelköpfchen erwogen, als die befreiende Meldung vom I./R. 19 eintraf: „Abteilung Kollmann – 3./19, zug Schuster 2./19, Zug Amode und Fürst 4./19, Maschinengewehr-Zug Reim und 6 Mann R.P.K. 8 – hat 6.15 Uhr abends den Reichackerkopf genommen; Feind in nördlicher und nordwestlicher Richtung zurückgegangen; erreichte Stellung wird gehalten und verschanzt“. Damit war der beherrschende Punkt zwischen der großen und kleinen Fecht westlich Münster gewonnen und der selbsttätige Oberleutnant Kollmann im Verein mit Oberleutnant Kein und den anwesenden Zugführern gegen 4 Uhr nachmittags gefasste Entschluss, trotz der vorausgegangenen gewaltigen Anstrengungen und Kämpfe, noch am gleichen Tag die Kuppe wegzunehmen, wird für Führer und Truppe allzeit ein Ruhmesblatt in der Geschichte  R. I. R. 19 bleiben. Dass die Durchführung gelingen konnte, war allerdings nur durch den Maschinengewehr-Zug Keim möglich, dessen Leistungen an diesem Tage allein schon was die körperlichen Anstrengungen anlangt, vorzüglich waren. Unteroffizier Mac-Carty als Erkunder, Schütze Geyer als Meldegänger und Gefreiter Albrecht als Richtschütze haben sich überdies dabei durch Schneid und Gewandheit besonders bewährt. – Inzwischen war längst nass und kalt die Nacht hereingebrochen und deckte Freund und Feind mit ihrem schwarzen Schleier, unter dem nicht weniger als drei Offiziers-Dienstgrade (Leutnant der Reserve Bernheimer (4.), Offiziers-Stellvertreter Micheler (3.) und Feldwebel-Leutnant Gabler (7.), 8 Unteroffiziere und 30 Mann, darunter Infanterist Josef Müller (5.), der seinen im feindlichen Drahtverhau vor dem Sattelköpfle liegenden angeschossenen Kameraden herausholen wollte), für immer ruhten und drei Offiziere (Leutnant Lindner (3.), Leutnant der Reserve Angerer (5.), Leutnant Roßkopf (7.), ein Offiziers-Stellvertreter (Merwald) und 179 Unteroffiziere und Mannschaften teilweise schwer verwundet geborgen werden mussten.“

Offiziell ist für Hugo Müller keine Grablage bekannt. Ich gehe jedoch davon aus, dass seine Gebeine, wenn sie geborgen wurden, anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Breitenbach begraben wurden, wo man auch seine Regimentskameraden begrub, die am gleichen Tag fielen, u. a.

  • Unteroffizier Joseph Schmid, gefallen am 19.02.1915 am Reichsackerkopf, begraben auf dem Soldatenfriedhof Breitenbach in einem Massengrab;
  • Leutnant Rudolf Bernheimer, gefallen am 19.02.1915 bei Fronzell, begraben auf dem Soldatenfriedhof Breitenbach in einem Massengrab;
  • Feldwebelleitnant Karl Gabler, gefallen am 19.02.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof Breitenbach in Block 2, Grab 60;

 

Seine Heimatgemeinde Kempften gedenkt Hugo Müller noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/kempten_kath_frdh_wk1_bay.htm

 

Foto von Hugo Müller
Rückseite des Fotos von Hugo Müller

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.830: Xaver Huber

Der Soldat Xaver Huber stammte aus Spitzgrub, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Gangkofen, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Reservist in der 3. Kompanie des 23. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 29.01.1916 (Volksbund: 27.01.1916) verstarb er im Alter von 28 Jahren nach schwerer Verwundung während des Stellungskampfes im Oberelsass bei Münster im Lazarett Colmar.

Man begrub Xaver Huber auf dem Soldatenfriedhof Colmar in Grab 331.

Sterbebild von Xaver Huber
Rückseite des Sterbebildes von Xaver Huber

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.817: Stephanus Nußmann

Der Soldat Stephanus Nußmann wurde am 16.11.1880 geboren und stammte aus Sommersbach, heute ein Stadtteil der Stadt Isny im Allgäu im heutigen Bundesland Baden Württemberg. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Unteroffizier in der 7. Kompanie des 123. Landwehr-Infanterie-Regiments. Am 04.11.1914 fiel er im Alter von 33 Jahren bei Markirch (französisch: Sainte-Marie-aux-Mines) am  Zuckerhut, Petite Chaume, Tete de Violu.

Über den Todestag und die Todesumstände von Stephanus Nußmann berichtet die Regimentsgeschichte des 123. Landwehr-Infanterie-Regiments:

„Am 01.11. kam wieder Leben in den eintönigen Kasernen- und Wachtdienst herein. Das II./Landwehr-Infanterie-Regiment 123 wurde alarmiert und abends 7 Uhr auf Bahnhof Wanne in Mülhausen verladen und nach St. Kreuz bei Markirchen transportiert. Von dort aus wurde es am 02.11. nach Markirch beordert. Auch hier lag die deutsche Truppe in schwerem Gebirgskampf mit den an Zahl überlegenen Feinden. Mehrere Kuppen waren nach schwerem Ringen verloren gegangen. So warf das Armeeoberkommando seinbe ganze Armeereserve an die bedrohte Stelle. Sie war dem späteren Kommandeur des Regiments, Generalmajor z. D. von Dinkelacker, der zu diesem Zwecke abkommandiert worden war, unterstellt. Er hatte den Auftrag, im Verbande der Brigade Ferling die westlich und südwestlich Markirch in die Hände des Gegners gefallenen Höhen wieder zu nehmen.

Alsbald erstieg das Bataillon unter gewaltiger Anstrengung den Zuckerhut, um von Punkt 753,8 gegen Punkt 851,2 anzugreifen. 5., 6. und 7./Landwehr-Infanterie-Regiment 123 wurden in vorderster Linie eingesetzt, 8./Landwehr-Infanterie-Regiment 123 in Reserve gehalten. Kaum aber waren die Kompanien vorgegangen, als sie vom Gegner entdeckt und unter heftigstes und schwerstes Artilleriefeuer genommen wurden. Dabei traten empfindliche Verluste ein. Unter anderem wird der schneidig vorgehende Führer der 6. Kompanie, Oberleutnant Dietrich, durch Brustschuss schwer verwundet. Das Artilleriefeuer wird schließlich so stark, dass der Sturm ins Stocken gerät und das Bataillon hinter den Kamm des Zuckerhuts zurückgezogen werden musste. Auch ein zweiter und dritter Versuch scheiterten. Doch kamen die braven Wehrleute des II. Bataillons auch nicht vorwärts, so wichen sie auch nicht und bissen sich am Nord- und Nordwestabhang des Zuckerhutes fest. Was die bayerische Landwehr und die 81er nicht halten konnten, brachte schwäbische Zähigkeit fertig. Den ganzen 3. und 4.11. hielten sie die Stellung.

Am 04.11.1914 abends wurden 5. und 6. Kompanie Landwehr-Infanterie-Regiment 123 in das Waldstück gegen Punkt 808,9 vorgezogen und für die nächsten Tage dem IV./99 unterstellt. Auch ein am 05.11. gegen den Bernhardstein unternommener Angriff scheiterte. Es blieb nichts anderes übrig, als die Stellung so wie sie war zu halten und zu verstärken.

Offiziell ist für Stephanus Nußmann keine Grablage bekannt. Ich bin mir jedoch sicher, dass er, wenn seine Gebeine bis heute geborgen werden konnten, diese anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof beigesetzt wurden, wo man auch seine Regimentskameraden begrub, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.

 

 

Sterbebild von Stephanus Nußmann
Rückseite des Sterbebildes von Stephanus Nußmann

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.815: Johann Brambs

Der Soldat Johann Brambs stammte aus Giersdorf, einem Stadtteil der bayerischen Stadt Vilsbiburg, und war Tagelöhner (Söldner). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Jäger und Landsturmmann in der 2. Kompanie des 1. bayerischen Reserve-Jägerbataillons. Am 4./5.09.1914 wurde er schwer verwundet und verstarb am 24.09.1914 im Alter von 31 jahren in Lunéville in französischer Kriegsgefangenschaft.

„Nächtlicher Vorstoß über Frascati – Aux-quatre-vents – Vitrimont
4. bis 5. Septemberg 1914

Das Bataillon marschierte 7 Uhr nachmittags von Rappe zum befohlenen Angriff ab. Es hatte den Auftrag, links gestaffelt der linken Sturmkolonne der Brigade – Reserve-Infanterie-Regiment 13 mit 1 Reserve und 4. Feldpionier-Kompanie – zum Schutze der linken Flanke derselben zu folgen. Um 8.30 Uhr abends war das Bataillon auf das Reserve-Infanterie-Regiment 13 beim Schlösschen Friscati aufgeschlossen. Vorerst sollte das Bataillon bis Aux-quatre-vents diesem Regiment folgen und dann westlich Vitrimont vorbei von Norden nach Süden vorstoßen, den Feind nördlich und bei Vitrimont werfen und dann südlich Vitrimont mit Front nach Südwesten Schützengräben für zwei Kompanien ausheben gegen allenfalligen Angriff aus Foret de Vitrimont. Die 1. Jäger-Kompanie verbleibt mit der Maschinengewehr-Kompanie des Bataillons als Sicherheitsbesatzung in dem westlichen Teil der südlichen Friscatistellung.

9.30 Uhr nachmittags tritt die linke Sturmkolonne der Brigade in Anwesenheit des Brigadestabes an. Das Reserve-Jäger-Bataillon 1 folgt links gestaffelt am Südhang der Höhe 347. Etwa 10 Uhr nachmittags traf das Bataillon bei dem Straßenkreuz 1 Kilometer südlich Deuxville auf feindliche Schützengräben und erhielt aus diesen Feuer. zugleich kam das Bataillon auch in heftiges Feuer scgwerer Artillerie. Glücklicherweise schlugen die Geschosse jedoch meist unmittelbar hinter dem Bataillon ein. 2. und 4. Kompanie werden in vorderer Linie entwickelt, 3. Kompanie links gestaffelt, die Gewehre entladen und Seitengewehre aufgepflanzt. Der Feind räumt die Stellung, bevor das Bataillon zum Sturm überging. Das Bataillon ging nun bis Aux-quatre-vents vor. Bei Aux-quatre-wents erhält das Bataillon vom Brigadekommanderur persönlich den Befehl zum Vorgehen zunächst in westlicher, dann in südlicher Richtung und Wegnahme der westlich Vitrimont gelegenen feindlichen Schützengräben. Daraufhin geht das Bataillon zum Sturm gegen die feindlichen Schützengräben im Wegedreieck zwischen Vitrimont und Ferme de Léomont vor. Unter schweren Verlusten erstürmte die 3. Kompanie, rechts und links von der 4. und 2. Kompanie eingerahmt, die von etwa zwei französischen Kompanien besetzten Gräben. Auch das nördliche, an Vitrimont anstoßende Stück der Straße nach Dombasle wird im Laufschritt gewonnen und trotz des von allen Seiten losbrechenden Feuers die dort eingenisteten Franzosen geworfen. Aus dem Gehöft am Fuße des Léomontberges erhielt das Bataillon nun starkes flankierendes Infanterie- und Maschinengewehrfeuer. Ein Jägerzug wurde dorthin zum Sturm angesetzt. Er erobert das Gehöft und steckt es in Brand. Die Besatzung wurde größtenteils niedergemacht. Außerdem wurden drei Maschinengewehre erbeutet und 30 gefangene Franzosen eingebracht. Da Vitrimont vom Feinde frei gemeldet war, wurden die Gefangenen unter Bedeckung über Vitrimont nach Lunéville in Marsch gesetzt.

Auftragsgemäß ging nun das Bataillon etwa 3 Uhr vormittags nach Süden, westlich an Vitrimont vorbei und birschte sich, um Deckung gegen das immer noch über das Feld fegende Infanteriefeuer zu finden, in den Straßengraben vor. Eben ist das Bataillon im Begriffe, in einem Obstgarten am Nordwestrand von Vitrimont zu sammeln, wohin auch die Verwundeten gebracht wurden, da wird es aus dem Ort, in den der Feind von Süden her eingedrungen sein musste, plötzlich mit rasendem Feuer überfallen. Von allen Seiten beschossen, angesichts des Vorgehens feindlicher Abteilungen aus Richtung Anthelupt und mangels jeder Verbindung mit dem Reserve-Infanterie-Regiment 13 war das Bataillon zum eiligen Rückzug auf Aux-quatre-vents gezwungen, sodass die Verwundeten leider nur zum Teil geborgen werden konnten und die drei Beute-Maschinengewehre zerschlagen werden mussten. Schon hatte das Bataillon die Gegend von Aux-quatre-vents erreicht, da wurde es von den zwei dem Reserve-Infanterie-Regiment 13 zugeteilten Pionierkompanien, die es für Feind ansah, mit der blanken Waffe im Sturm angegriffen. Major Düwell ließ sofort seine Jäger hinlegen, trat allein den anstürmenden Pionieren entgegen und brachte sie durch Zuruf zum Stehen. Das Bataillon, das nunmehr aus knapp zwei Kompanien bestand, konnte daraufhin ungestört auf die Höhe bei Schlösschen Friscati abrücken, wo in den Morgenstunden noch zahlreiche Versprengt eintrafen.

Jäger und Landwehrmann Stießberger Martin, der 4. Kompanie zeichnete sich im nächtlichen Vorgehen auf Vitrimont (4. zum 5.9.) aus. Als beim Überschreiten eines Grabens die Kompanie Rückenfeuer erhielt, kehrte Stießberger aus eigenem Antrieb mit einigen Jägern sofort um, suchte nach den Schützen und entdeckte in dem durchschrittenen Graben 15 – 20 Turkos, die niedergemacht wurden. Die Kompanie wurde dann von rückwärts nicht mehr belästigt. Hierfür und da er außerdem am 15.05.1915 freiwillig einen schwer verwundeten Pionier mit noch anderen Kameraden von der Straße nach Carency zurückbrachte und ihn dadurch vor dem sicheren Tode errettete, wurde Stießberger mit der Silbernen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet.

Verluste am 04. und 05.09.:

Oberleutnant und Bataillonsadjutant Brendel am 04.09. leicht verwundet, kehrt am 05.09. wieder zum Bataillon zurück. Leutnant der Reserve Gschwendtner verwundet, ferner Oberjäger und Jäger tit 10, verwundet 73, vermisst 5.“

Man begrub Johann Brambs auf dem Soldatenfriedhof Gerbéviller in einem Massengrab.

Seine Heimatgemeinde Vilsbiburg gedenkt Johann Brambs noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2010/vilsbiburg-seyboldsdorf_wk1u2_bay.htm 

Sterbebild von Johann Brambs
Rückseite des Sterbebildes von Johann Brambs

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.811: Mathias Hager

Der Soldat Mathias (Volksbund: Matthias) Hager wurde am 22.01.1880 in Dürmentingen geboren, einer Gemeinde im heutigen Bundesland Baden-Württemberg. Im Ersten Weltkrieg diente er als Offiziers-Stellvertreter in der 6. Kompanie des 123. Landwehr-Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und mit der Silbernen Verdienstmedaille ausgezeichnet. Am 19.02.1917 fiel er im Alter von 36 Jahren bei Höhe 425 in der Nähe von  Sennheim (französisch: Cernay)im Elsass.

Über den Todestag und die Todesumstände von Mathias Hager berichtet die Regimentsgeschichte des 123. Landwehr-Infanterie-Regiments:

„Das feindliche Zerstörungsfeuer auf Höhe 425 am 19.02.1917

Der Feind musste natürlich das lebhafte Treiben und Arbeiten auf der Höhe 425 bemerken. Um sie zu stören, konzentrierte er am 19. Februar, nachmittags von 4.45 bis 7.15 Uhr das Feuer seiner ganzen Artillerie und seiner Minenwerfer auf Abschnitt A, B und D der Höhe (etwa 1.300 Granaten und 300 schwere und mittlere Minen).

Sofort wurde das Bataillon alarmiert und in Gefechtsbereitschaft gesetzt. Dabei starb der Offiziers-Stellvertreter Hager der 6. Kompanie, ein pflichtgetreuer und wackerer Soldat, Vater von 7 Kindern, den Heldentod. Wir erwiderten hauptsächlich mit den zwei mittleren Minenwerfern, der Minenwerferkompanie 113 angehörend, und den Minen- und Ladungswerfern des II. Bataillons. Doch blieb der erwartete Infanterieangriff aus. Die Mühsam erst hergestellten Gräben und Hindernisse waren wieder einmal gründlich beschädigt und teilweise zerstört.

.

Man begrub Mathias Hager auf dem Heimat-Friedhof Dürmenting in einem Einzelgrab.

Sterbebild von Mathias Hager
Rückseite des Sterbebildes von Mathias Hager

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.808: Johann Lachermaier

Der Soldat Johann Lachermaier stammte aus Waidhausen und war Schmied-Geselle. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Landwehrmann in der 10. Kompanie des 1. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments. Am 21.06.1915 wurde er bei Metzeral im Münstertal schwer verwundet und verstarb am 24.06.1915 im Alter von 35 Jahren auf dem Hauptverbandplatz Münster (Elsass).

Man begrub Johann Lachermaier auf dem Soldatenfriedhof Breitenbach in einem Massengrab.

Sterbebild von Johann Lachermaier
Rückseite des Sterbebildes von Johann Lachermaier