Der Gefreite Wilhelm Gießen (Schreibfehler auf Sterbebild) wurde am 20.09.1884 in St. Tönnis (heute Tönisvorst) in Nordrhein-Westfalen geboren und war Lederfabrikant. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 3. Kompanie des 8. Reserve-Jäger-Bataillons als Jäger. Am 12.05.1915 fiel er im Alter von 30 Jahren am Hartmannsweilerkopf.
Vermutlich wurde Wilhelm Gießen als unbekannter Toter anonym auf dem Soldatenfriedhof Cernay in einem Massengrab beigesetzt.
Sterbebild von Wilhelm GiesenRückseite des Sterbebildes von Wilhelm Giesen
Simon Saugspier wurde am 18.07.1922 in Fickenhof, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Aicha vorm Wald, als Sohn eines Landwirts geboren. Im Zweiten Weltkrieg kämpfte er als Gefreiter in einer Nachrichten-Abteilung. Er wurde mit der rumänischen Medaille (Kreuzzug gegen den Bolschewismus) ausgezeichnet. Am 12.03.1943 fiel er im Alter von 20 Jahren am Flugplatz Barwenkowa südlich von Isjum. Zunächst wurde er auf Friedhof Barwenkowa Süd begraben.
Das Grab von Simon Saugspier befindet sich auf dem Soldatenfriedhof Charkow in Block 4, Reihe 20, Grab 1697.
Der Fabrikarbeiter Alois Schmiedinger wurde am 24.05.1902 in Garching, Engelsberg in Bayern geboren. Im Zweiten Weltkrieg kämpfte er als Gefreiter. Am 30.03.1945 fiel er im Alter von 42 Jahren bei Kakany (Kroatien) Krs. Visoko nach zwei Jahren Kriegsdienst.
Seine Gebeine sollen noch bei Kakanj in Bosnien-Herzegowina ruhen – nicht auf einem ordentlichen Soldatenfriedhof.
Sterbebild von Alois SchmidingerRückseite des Sterbebildes von Alois Schmidinger
Andreas Kaindl stammte aus Brandach, heute ein Ortsteil des bayerischen Marktes Kraiburg am Inn. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 6. Kompanie des 16. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments als Gefreiter. Am 28.05.1918 fiel er im Alter von 34 Jahren bei Terny-Sorny nach 46 Monate im Feld durch einen Kopfschuss.
Man begrub Andreas Kaindl auf dem Soldatenfriedhof Soupir in einem Massengrab.
Bei dem heutigen Soldaten bin ich etwas ratlos, da ich so gut wie keine bzw. widersprüchliche Informationen zu seinem Schicksal finde:
Der Bauerssohn Josef Steffel stammte aus Großgrundertshausen in Niederbayern. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 12. Kompanie des 10. Infanterie-Regiments als Gefreiter. Laut Sterbebild fiel er am 03.09.1914 im Alter von 22 Jahren bei Nancy.
Es ergeben sich aber folgende Fragen, die ich (noch) nicht klären kann:
Wieso steht unter dem Foto auf dem Sterbebild „Erhard Steffel“?
Wieso ist für Josef Steffel kein Grab bekannt, obwohl er in einer Region fiel, in dem die meisten Gräber erhalten sind?
Ich vermute, dass Josef Steffel, sofern seine Gebeine heute noch in einem ordentlichen Grab liegen, sich in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Gerbéviller befinden, wo seine Kameraden aus der 12. Kompanie beigesetzt wurden, die im gleichen Zeitraum fielen.
Erhard Steffel, vermutlich der Brunder von Josef Steffel, fiel Ende 1917. Auch seine Grablage ist unbekannt.
Sterbebild von Josef SteffelRückseite des Sterbebildes von Josef Steffel
Der Gefreite Otto Buchschmied (Schreibfehler auf Sterbebild) stammte aus Hardt, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Leiblfing, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 5. Kompanie des 21. Infanterie-Regiments. Am 13.03.1915 fiel er im Alter von 21 Jahren bei Neuve-Chapelle in Frankreich.
Die Gebeine von Otto Buchschmied wurden auf dem Soldatenfriedhof Lens-Sallaumines in einem Massengrab beigesetzt.
Der Gefreite Lorenz Kern wurde am 04.08.1895 in Brünnthal, heute ein Ortsteil der oberbayerischen Gemeinde Saaldorf-Surheim, als Sohn eines Landwirts geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 3. Kompanie des 1. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 21.08.1918 fiel er im Alter von 23 Jahren bei Blérancourt in Frankreich.
Man begrub Lorenz Kern auf dem Soldatenfriedhof Champs in einem Massengrab.
Sterbebild von Lorenz KernRückseite des Sterbebildes von Lorenz Kern
Der theoretische Weg von Lorenz Kern von seinem Geburtsort über seinen Sterbeort zu seinem Grab:
Der Gefreite Franz Winklhofer stammte aus Derschlhof, heute ein Ortsteil der bayerischen Stadt Simbach am Inn. Sein Vater war Gastwirt. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 6. Kompanie des 16. Infanterie-Regiments und wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse sowie dem Verdienstkreuz 3. Klasse mit Krone und Schwertern ausgezeichnet. Am 12.11.1916 fiel er im Alter von 23 Jahren bei Belbori in Rumänien durch einen Kopfschuss. Er hatte 27 Monate Kriegsdienst geleistet.
Wie oft bei Kriegsopfern auf östlichen Schlachtfeldern ist für Franz Winklhofer keine Grablage bekannt.
Der Gefreite Franz Kroiß wurde in Gastag als Bauerssohn geboren, heute ein Ortsteil der bayerischen Stadt Laufen. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 10. Kompanie des 1. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 05.12.1915 fiel er im Alter von 24 Jahren bei Givenchy durch einen Brustschuss.
Man begrub Franz Kroiß auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.
Sterbebild von Franz KroißRückseite des Sterbebildes von Franz Kroiß
Der theoretische Weg von Franz Kroiß von seinem Geburtsort über seinen Sterbeort zu seinem Grab:
Der Bauerssohn Sebastian Katzenbogen wurde am 20.07.1887 in Hirschhausen geboren, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Schweitenkirchen. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 6. Kompanie des 2. Reserve-Infanterie-Regiments als Gefreiter. Am 05.09.1914 wurde er im Alter von 27 Jahren bei Einville schwer verwundet und galt als vermisst. Später stellte sich heraus, dass er verstorben war.
Offiziell ist keine Grablage für Sebastian Katzenbogen bekannt. Er könnte jedoch als unbekannter Toter auf dem Soldatenfriedhof Gerbéviller in einem Massengrab begraben sein. Ich stütze meine Annahme mit dem Schicksal seiner Kameraden aus der 6. Kompanie, die in am gleichen Tag fielen und dort beigesetzt wurden. Es sind die u. a.
Infanterist Joachim Birnbeck, gefallen am 05.09.1914 bei Einville, begraben auf dem Soldatenfriedhof Gerbéviller in einem Massengrab,
Wehrmann Anton Schuhbäck, gefallen am 05.09.1914 bei Einville, begraben auf dem Soldatenfriedhof Gerbéviller in einem Massengrab,
Infanterist Alois Eder, gefallen am 06.09.1914 bei Arracourt, begraben auf dem Soldatenfriedhof Gerbéviller in einem Massengrab,
Sterbebild von Sebastian KatzenbogenRückseite des Sterbebildes von Sebastian Katzenbogen