Der Gefreite Franz Alberer stammte aus der bayerischen Gemeinde Kastl und war der Sohn eines Landwirts. Zuletzt lebte er in Gradelreuth. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 10. Kompanie des 15. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments als Reservist. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und mit dem Militär-Verdienstkreuz 3. Klasse ausgezeichnet. Am 08.08.1916 fiel er im Alter von 27 Jahren bei Verdun, vermutlich bei Kämpfen um das Fort Vaux.
Man begrub Franz Alberer auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab.
Jakob Wastlhuber stammte aus Rudlfing, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Kraiburg am Inn, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 8. Kompanie des 15. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 15.07.1918 fiel er im Alter von 22 Jahren bei einem Sturmangriff nach 30 Monaten Kriegsdienst während der Angriffsschlacht in der Champagne und an der Marne bei Souain-Perthes-lès-Hurlus.
Über den Todestag und die Todesumstände von Jakob Wastlhuber schreibt die Regimentsgeschichte des 15. bayerischen Infanterie-Regiments:
„Am Morgen des 15.07. gibng von 1.10 Uhr bis 4.50 Uhr unser Trommelfeuer mit ungeheurer Wucht auf die feindlichen Stellungen nieder. Pünktlich um 4.50 Uhr vormittags erfolgte sodann der Einbruch der Infanterie, während die Artillerie eine langsame vor den Sturmtruppen dahinrollende Feuerwalze bildete. Die erste Stellung, die von unserem Feuer gänzlich zerschlagen worden war, hatte der Gegner nur ganz schwach besetzt und was an Lebenden darin angetroffen wurde, ergab sich. Ganz anderes aber ereignete sich vor der 2. Stellung, die etwa 2 1/2 km weiter südlich lag. Sie war von unserem Trommelfeuer fast gar nicht gefasst worden und unsere Sturmtrupps sahen sich dafür plötzlich unversehrten Gräben gegenüber, welche durch breite Hindernisse geschützt waren. Unbedenklich liegen sie dagegen an, aber hier fanden sie den zähesten Widerstand. Unsere Artillerie hatte ihr Massenfeuer bereits eingestellt und so konnte die feindliche Stellungsbesatzung, die sich Kopf an Kopf in den Gräben drängte, ungestört unseren Angriff abwehren. Mit einem Hagel von Geschossen empfing sie die Stürmenden. Zugleich setzte ein planmäßiges Artilleriefeuer ein, das sich bald zum Sperrfeuer einer vollständig zur Abwehr aufgebauten und vorzüglich geleiteten Artillerie verdichtete. Im Nu hatte sie zwei von unseren Tanks kampfunfähig gemacht, nachdem die anderen zwei wegen Motordefekts hatten zurückbleiben müssen. Da auch die übrigen Spezialwaffen, Flammenwerfer und Infanterie-Geschützbatterie, nicht rechtzeitig zur Stelle waren, so trat die Infanterie allein den Kampf um die 2. Stellung an. Die Kompanien des zweiten Treffens sowie I./15. schoben sich in die Kampflinie, sodass sich dort Teile aller Kompanien des Regiments befanden. Den vereinten Anstregungen gelang es auch an einigen Stellen mit ihren Spitzen in die feindlichen Gräben einzudringen. Dort kam es überall zu erbitterten Nahkämpfen. Am rechten Flügel waren 8. und 5. Kompanie vorgestoßen. Die Franzosen machten einen Gegenstoß und im Bajonettkampf fanden hier sämtliche Zugführer der 5. Kompanie den Heldentod. Östlich davon kämpften 6. und 7. Kompanie. Mit größter Tapferkeit hatten sie den Gegner aus einigen Grabenstücken verdrängt, aber während seiner hartnäckigen Gegenwehr fielen fast sämtliche Dienstgrade und ein großer Teil der Mannschaft. Dicht daneben fiel Leutnant der Reserve Heilbronner, der tapfere Führer der 1. Kompanie, mit zwei seiner Zugführer und einer Reihe von wackeren Leuten. Die 10. Kompanie drang in einem Laufgraben vor; auch ihr gelang es nicht in der 2. feindlichen Stellung festen Fuß zu fassen. Ihr Führer, Leutnant der Reserve Weber, ließ mit zehn schneidigen Begleitern sein Leben. Im Laufgraben stießen auch 3., 4. und 11. Kompanie vor. Aber das Feuer mehrere Maschinengewehre versperrte ihnen den Weg und brachte ihnen schwere Verluste.
Den ganzen Vormittag währten diese blutigen Kämpfe. Schließlich zwang die Erkenntnis, dass es unmöglich sei, ohne gründliche Artillerievorbereitung die feindliche Stellung zu stürmen, zum Abbruch des Angriffs. Die Truppen zogen sich zurück und setzten sich einige hundert Meter vom Gegner entfernt fest. Das Ergebnis des Angriffs, der über weite Geländestrecken hätte führen sollen, bestand also lediglich in einem 3 km breiten Streifen, einer Anzahl Waffen und etwas mehr als 100 Gefangenen. Die ganze Erklärung dieses Misserfolges liegt in der Aussage eines dieser Gefangenen, dass der Angriff bestimmt erwartet worden sei.
Den ganzen Tag über waren Infanterie und Artillerie sehr rege. Ein neuer Angriff, der 8.00 Uhr abends versucht wurde, scheiterte im Beginn daran, dass auch jetzt das feindliche Hindernis unzerstört und der Gegner vollkommen gerüstet war.„
Ein sinnloser Tod also.
Offiziell ist für Jakob Wastlhuber keine Grablage bekannt. Ich vermute jedoch, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Souain beigesetzt wurde. Dort wurden seine Regimentskameraden begraben, die im gleichen Zeitraum fielen:
Leutnant der Reserve Emil Heilbronner, gefallen am 15.07.1918 bei Souain, begraben auf dem Soldatenfriedhof Souain in einem Massengrab;
Der Bauerssohn Lorenz Schön wurde am 17.10.1892 in Ellenberg geboren, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Marktoberdorf. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 13. Kompanie des 3. bayerischen Jäger-Regiments als Soldat. Am 11.08.1916 fiel er im Alter von 23 Jahren in Rumänien.
Die Lages des Grabes von Lorenz Schön konnte ich leider nicht ermitteln.
Sterbebild von Lorenz SchönRückseite des Sterbebildes von Lorenz Schön
Johann Keller wurde am 13.12.1890 in Bichels als Sohn eines Landwirts geboren, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Lengenwang. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 1. Kompanie des 8. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 07.05.1915 fiel er im Alter von 24 Jahren bei den Kämpfen um Verdun bei Les Eparges.
Offiziell ist für Johann Keller keine Grablage bekannt. Ich gehe jedoch davon aus, dass er auf dem Soldatenfriedhof Troyon anonym in einem Massengrab begraben wurde. Dort ruhen seine Kameraden der 1. Kompanie des 8. bayerischen Infanterie-Regiments, die im gleichen Zeitraum fielen:
Gefreiter Georg Mader, gefallen am 05.05.1915 bei Les Eparges, begraben auf dem Soldatenfriedhof Troyon in Block 6, Grab 40;
Reservist Karl Nittel, gefallen am 06.05.1915 bei Les Eparges, begraben auf dem Soldatenfriedhof Troyon in einem Massengrab;
Reservist Fabian Stegmeier, gefallen am 06.05.1915 bei Les Eparges, begraben auf dem Soldatenfriedhof Troyon in einem Massengrab;
Infanterist Heinrich Kraus, gefallen am 08.05.1915 bei Les Eparges, begraben auf dem Soldatenfriedhof Troyon in einem Massengrab.
Sterbebild von Johann KellerRückseite des Sterbebildes von Johann Keller
Der theoretische Weg von Johann Keller von seinem Geburtsort über seinen Sterbeort zu seinem Grab:
Der Infanterist Peter Weinberger stammte aus Sandtal, heute ein Ortsteil der österreichischen Gemeinde Handenberg, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 12. Kompanie des 59. kaiserlich und königlichen Infanterie-Regiments. Am 04.10.1914 fiel er im Alter von 24 Jahren bei einem Gefecht bei Leschaisk.
Sterbebild von Peter WeinbergerRückseite des Sterbebildes von Peter Weinberger
Max Zellner wurde am 07.09.1896 in kühhof geboren, heute ein Ortsteil der bayerischen Stadt Regen, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 9. Kompanie des 20. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 26.12.1916 fiel er im Alter von 20 Jahren.
Man begrub Max Zellner auf dem Soldatenfriedhof Billy-Montigny in Block 4, Grab 537.
Sterbebild von Max ZellnerRückseite des Sterbebildes von Max Zellner
Karl Krotzer stammte vom Größlhubergute in Anzenberg, heute ein Ortsteil der Gemeinde Uttendorf – Helpfau, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente der Österreicher in der 15. Kompanie des 3. kaiserlich und königlichen Landesschützen-Regiment. Am 24.05.1916 fiel er im Alter von 20 Jahren am Salvaterabhang in Italien durch Brustschuss.
Wie üblich bei Österreichern, war die Grablage für Karl Krotzer nicht in Erfahrung zu bringen.
Sterbebild von Karl KrotzerRückseite des Sterbebildes von Karl Krotzer
Josef Schreiner wurde am 02.11.1887 in Schollenried, einem Ortsteil der bayerischen Stadt Regen, als Sohn eines Landwirts geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er in einem Feld-Artillerie-Regiment als Kanonier. Am 22.06.1917 fiel er im Alter von 29 Jahren durch Granatschuss.
Man begrub Josef Schreiner auf dem Soldatenfriedhof Thiaucourt-Regniéville in Block 19, Grab 91.
Sterbebild von Josef SchreinerRückseite des Sterbebildes von Josef Schreiner
Der theoretische Weg von Josef Schreiner von seinem Geburtsort zu seinem Grab:
Der Reservist Lorenz Huber stammte aus Altenburg in Bayern und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 1. Kompanie des 18. Reserve-Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Verdienstkreuz 3. Klasse mit Schwertern und mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 23.07.1916 fiel er im Alter von 29 Jahren bei Clery durch Verschüttung nach 24 Monaten Kriegsdienst.
Man begrub Lorenz Huber auf dem Soldatenfriedhof Fricourt in einem Massengrab.
Sterbebild von Lorenz HuberRückseite des Sterbebioldes von Lorenz Huber
Johann Lindlbauer wurde in Steinberg bei Stubenberg als Sohn eines Landwirts geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Pionier in der 4. bayerischen Minenwerfer-Kompanie. Am 08.01.1917 verstarb er im während der Stellungskämpfe in Flandern und Artois Alter von 29 Jahren in einem Feldlazarett an einem Bauchschuss, damals eine fast immer tödlich verlaufende Verwundung, da Antibiotika noch nicht entdeckt waren.
Man begrub Johann Lindlbauer auf dem Soldatenfriedhof Wambrechies in Block 4, Grab 361.
Sterbebild von Johann LindlbauerRückseite des sterbebildes von Johann Lindlbauer
Der theoretische Weg von Johann Lindlbauer von seinem Geburtsort zu seinem Grab: