Das Denkmal von Altenstadt für die Soldaten von 1870/71

Gerade weile ich für ein paar Tage im Kloster Engelthal in Altenstadt (Hessen). Einer meiner Spaziergänge führte mich zum Friedhof der Gemeinde. Davor befinden sich drei Denkmäler für die Soldaten der drei letzten Kriege. Heute habe ich mir das Denkmal für die Kämpfer und Gefallenen des Krieges von 1870/71 gegen Frankreich vorgenommen, um es hier vorzustellen.

Der Krieg von 1870/71 war der letzte Krieg, den Deutschland gewonnen hat. Er wurde mit Frankreich ausgefochten und führte letztlich zu Gründung des zweiten deutschen Reiches unter Kaiser Wilhelm I. Die Umstände der Reichsgründung sorgten allerdings dafür, dass der Friede eher brüchig war, was Frankreich betraf. Frankreich zu demütigen war ein Ziel des Sieges. So wurde das neue Kaiserreich der Deutschen nicht in Frankfurt ausgerufen, wie es vielleicht naheliegend gewesen wäre, sondern im Spiegelsaal des Schlosses von Versailles. Dies war eigentlich der Platz, an dem die französischen Herrscher gekrönt wurden – ein besonders „heiliger“ Ort der französischen Nation – die Handlung also folglich eine besondere Demütigung.

Am Krieg nahmen aus Altenstadt (Hessen) teil:

W. Kaiser
M. Klarmann
J.A.Schüssler
J. H. Eberhardt
S. Kassel
P. Völzing
H. Weber
K. Rahn
F. Münch
K. Stahl
E. Büttner
J. Müller
F. Corvinus
H. Henrich
W. Thöt
J. W. Wagner
K. Altenburg
J. Lemp
J. Kress
Fh. Kress
H. Bökel
K. Karl
G. H. Emmerich
K. W. Finkernagel

In diesem Krieg fielen:
Leutnant W. Kullmann
K. Holzapfel
M. Fuld

Verwundet wurden:
A. Enders
Ch. Jung
P. Volk
Ph. Repp
E. Hofmann
Th. Münch

Das Denkmal für die Soldaten von 1870/71 in Altenstadt (Hessen)
Das Denkmal für die Soldaten von 1870/71 in Altenstadt (Hessen)
Das Denkmal für die Soldaten von 1870/71 in Altenstadt (Hessen)
Das Denkmal für die Soldaten von 1870/71 in Altenstadt (Hessen)
Die Altenstädter Soldaten von 1870/71
Die Altenstädter Soldaten von 1870/71
Die Widmungsinschrift des Denkmals von Altenstadt

Die Altenstädter gefallenen und verwundeten Soldaten von 1870/71

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 468: Georg Brunner

Der Kanonier Georg Brunner stammte aus Oberhornbach und war der Sohn eines Gastwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er im 8. Reserve-Feld-Artillerie-Regiment. Am 02.05.1915 verstarb er im Alter von 19 Jahren im Lazarett Gebweiler (französisch Guebwiller).

Georg Brunner wurde auf dem Soldatenfriedhof Gerbéviller in Block 7, Grab 75 begraben.

 

Der theoretische Weg von Georg Brunner von seinem Geburtsort über seinen Sterbeort zu seinem Grab:

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 467: Johann Beimler

Johann Beimler wurde in Woppenrieth als Bauerssohn geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 2. Kompanie des 12. Infanterie-Regiments als Infanterist. Am 27.07.1917 starb er an einer Gasvergiftung.

Beigesetzt wurde Johann Beimler auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy, Block 1, Grab 1192. Zunächst war er auf einem Militärfriedhof in Beaumont begraben worden.

Sterbebild von Franz und Johann Beimler
Rückseite des Sterbebildes von Franz und Johann Beimler

 

Der theoretische Weg von Johann Beimler von seinem Geburtsort über seinen Sterbeort zu seinem Grab:

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 466: Franz Josef Beimler

Franz Josef Beimler wurde am 07.10.1892 in Woppenrieth als Sohn eines Landwirts geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 5. Kompanie des 21. Infanterie-Regiments als Infanterist. Am 07.10.1914 wurde er durch Gewehrschuss in den Kopf  bei Apremont getötet.

Begraben wurde Franz Josef Beimler auf dem Soldatenfriedhof Saint Mihiel in einem Massengrab.

Morgen stelle ich seinen Bruder Johann vor.

Sterbebild von Franz Beimler und seinem Bruder Johann
Rückseite des Sterbebildes von Franz Josef Beimler

 

Der theoretische Weg von Franz Josef Beimles von seinem Geburtsort über seinen Sterbeort zu seinem Grab:

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 465: Johann Peter Böhm

Der Unteroffizier Johann Peter Böhm wurde am 09.02.1889 in Kirchenthumbach geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 6. Kompanie des 3. bayerischen Reserve-Fußartillerie-Regiments und wird mit dem Eisernen Kreuz und dem bayerischen Militärverdienstkreuz 3. Klasse mit Schwertern ausgezeichnet. Am 27.01.1917 27 fiel er während der Kämpfe an der Somme durch Granatschuss.

Begraben wurde Johann Peter Böhm auf dem Soldatenfriedhof Neuville-St.Vaast in Block 6, Grab 966.

Sterbebild von Johann Peter Böhm
Rückseite des Sterbebildes von Johann Peter Böhm

 

Der theoretische Weg von Johann Böhm von seinem Geburtsort zu seinem Grab:

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 464: Johann Schallinger

Der Unteroffizier Johann Schallinger wurde am 19.11.1890 geboren stammte Osterloh, Pfarrei Teisendorf und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 3. Kompanie des 26. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 23.12.1916 fiel er im Alter von 26 Jahren, ausgezeichnet mit einem Eisernen Kreuz, bei einem Sturmangriff.

Über den Verbleib seiner sterblichen Überreste ist heute nichts bekannt und ich konnte auch bei meinen Recherchen keine begründete Vermutungen und Schlüsse erarbeiten.

Sterbebild von Johann Schallinger
Rückseite des Sterbebildes von Johann Schallinger

 

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 463: Johann Schuhegger

Der Ersatz-Reservist Johann Schuhegger war der Sohn eines Landwirts und stammte aus Schuhegg, heute ein Ortsteil der Gemeinde Waging am See. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 2. Kompanie des 15. Reserve-Infanterie-Regiments. Am 04.03.1916 verstarb er nach schwerer Verwundung im Alter von 29 Jahren im Lazarett von Labry (Schreibfehler auf dem Sterbebild).

Beigesetzt wurde Johann Schuhegger auf dem Soldatenfriedhof Labry, Block 1, Grab 55.

Sterbebild von Johann Schuhegger
Rückseite des Sterbebildes von Johann Schuhegger

Die Männer des Widerstands – Teil 463: Dr. Johann Maier

Der katholische Priester Dr. Johann Maier wurde am 23.06.1906 in Berghofen, heute ein Teil der Gemeinde Aham, geboren und wurde Domprediger in Regensburg. Am 24.04.1945 wurde er im Alter von 39 Jahren in Regensburg von fanatischen Nationalsozialisten hingerichtet, nachdem er sich für eine kampflose Übergabe der Stadt Regensburg an die amerikanischen Truppen eingesetzt hatte und sich gegen sinnlosen Widerstand ausgesprochen hatte, der unnötige Verluste auf Seiten der Zivilisten bedeutet hätte.

Das Grab von Dr. Johann Maier befindet sich in der Bischofsgrablege des Domes. Im Dom erinnert eine Gedenktafel an ihn. Ebenso erinnert eine Statue auf dem Dachauplatz an ihn und an Josef Zirkl und Michael Lottner.

In Wikipedia befindet sich ein guter Artikel über Dr. Johann Maier https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Maier_(Domprediger)

Sterbebild von Dr. Johann Maier
Rückseite des Sterbebildes von Dr. Johann Maier

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 462: Karl Hartung

Der Bürgermeistersohn Karl Hartung wurde am 05.07.1890 in Frankenhofen, heute ein Ortsteil der Gemeinde Kaltental in Schwaben. geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er als Armierungssoldat in der 1. Kompanie des 5. bayerischen Armierungs-Bataillon. Am 16.07.1916 fiel er im Alter von 26 Jahren an der Somme.

Dem Volksbund ist keine Grablage für Karl Hartung bekannt. Ich gehe jedoch davon aus, dass er auf dem Soldatenfriedhof Fricourt in einem Massengrab beigesetzt wurde. Gefallene seiner Kompanie, die in dem Zeitraum des Todes Karl Hartungs verstarben, wurden dort so beigesetzt. Hier zwei Beispiele:

  • Pionier Ludwig Eder, gefallen am 12.07.1916 bei Pozieres, begraben auf dem Soldatenfriedhof Fricourt im Massengrab
  • Xaver Taufratshofer, gefallen am 12.07.1916 bei Pozieres, begraben auf dem Soldatenfriedhof Fricourt im Massengrab
Sterbebild von Karl Hartung
Rückseite des Sterbebildes von Karl Hartung

Schwelle von 1.000 Sterbebildern überschritten

Heute habe ich die Zahl der Sterbebilder in meinem Archiv von 1.000 überschritten. Gerade habe ich wieder einige Konvolute an Sterbebildern erworben, womit ich diesen Meilenstein überschreiten konnte. Veröffentlicht habe ich rund 3/4, etwa ein Viertel befinden sich in der vorbereiteten Warteschlange der Sterbebilder und Soldaten Schicksalen, die ich bereits recherchiert, bearbeitet und fertiggestellt habe, und nun innerhalb der nächsten Monate veröffentlicht werden.

Wie geht es weiter mit diesem Forschungsprojekt? So wie bisher. Für die nächsten 1 1/2 Jahre ist die Arbeit organisatorisch und finanziell gesichert. Darüber hinaus ist die Arbeit auch nach so langer Zeit noch interessant, ich bin noch immer neugierig und habe Spaß an der Arbeit.