Der Soldat Fritz Stang stammte aus Lahm, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Itzgrund,und war Seminarist. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Kriegsfreiwilliger in der 6. Kompanie des 5. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 02.11.1914 fiel er während der ersten Flandernschlacht im Alter von 19 Jahren bei Hollebeke in Belgien (Flandern). Er wurde während des Angriffs auf das Gelände hinter dem Schloß und Straße nach Klein-Zillebeke getötet.
Man begrub Fritz Stang auf dem Soldatenfriedhof Langemark in einem Massengrab.
Der Soldat Alois Dechantsreiter wurde am 29.04.1894 in Reith in Bayern geboren und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 1. Kompanie des 16. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments, in dem Auch Adolf Hitler diente. Am 04.03.1915 fiel er im Alter von 21 Jahren bei Comines durch einen Granattreffer.
Über den Todestag und die Todesumstände von Alois Dechantreiter berichtet die Regimentsgeschichte des 16. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:
„Vom Dämmern der Nacht bin zum Grauen des Morgens wird immer häufiger das ferne, dumpfe Grollen verderbenspeiender Geschütze hörbar. Die Frühjahresoffensive kündigt sich an. Sie sollen uns auf dem Posten finden. Die Kompanien in Warneton werden nachts zu Schanzarbeiten in die Stellung vorgezogen. Unsere Unterstände stehen bei dem hohen Stand des Grundwassers stets unter Wasser. Das viele Wasser mag mit schuld sein, dass drüben am 4. März ein zug Engländer übers freie Feld marschiert, den unsere 2. Kompanie unter Gruppenfeuer nimmt. Der Gegner antwortet mit einem äußerst heftigen Vergeltungsfeuer mit 30 cm. Kalibern auf unsere Gräben, vom Kemmel und aus Wulverghem rollen ganze Artilleriesalven an. In kurzer Zeit sind sämtliche Fernsprechleitungen abgeschossen, sieben Unterstände gehen zu Grunde. Die Nacht vom 4./5. März wird eine der unruhigsten, seitdem das die Stellung hat.“
Man begrub Alois Dechantsreiter auf dem Soldatenfriedhof Menen ini Block A, Grab 3.284.
Sterbebild von Alois DechantsreiterRückseite des Sterbebildes von Alois Dechantsreiter
Der Soldat Alois Haßlberger wurde am 21.06.1881 in Weingarten geboren, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Ruhrpolding, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 10. Kompanie des 3. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 25.08.1915 verstarb er im Alter von 34 Jahren in Folge einer Erkrankung in Nordfrankreich während der Stellungskämpfe in Flandern und Artois.
Die Lages des Grabes von Alois Haßlberger ist unbekannt.
Sterbebild von Alois HaßlbergerRückseite des Sterbebildes von Alois Haßlberger
Der Reservist Dionys (Volksbund: Dyonis) Hauner wurde am 09.10.1891 in Gerabach (Ortsteil der bayerischen Gemeinde Bayerbach bei Ergoldsbach) als Sohn eines Schuhmachermeisters geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 12. Kompanie des 21. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 03.11.1914 verstarb er im Alter von 23 Jahren im Lazarett Kassel, nachdem er bei der 1. Schlacht bei Ypern schwer verwundet worden war.
Johann Kastner wurde am 24.12.1890 geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 6. Kompanie des 14. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. An 16.08.1917 fiel er im Alter von 26 Jahren in Flandern durch Granatschuss. Er war mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet.
Eine Grablage für Johann Kastner konnte ich nicht ermitteln.
Sterbebild von Johann KastnerRückseite des Sterbebildes von Johann Kastner
Anton Kämpfle (Schreibfehler auf Sterbebild) wurde am 24.11.1895 in Unterrohr geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 8. Kompanie des 5. bayerischen Infanterie-Regiments als Infanterist. Am 20.05.1915 fiel er im Alter von 19 Jahren während der Stellungskämpfe bei Mesen (Messines) in Flandern in Nordfrankreich.
Man begrub Anton Kämpfle auf dem Soldatenfriedhof Bauvin in Block 6, Grab 173.
Sterbebild von Anton KempfleRückseite des Sterbebildes von Anton Kempfle
Der Tagelöhner Josef Braun wurde am 12.05.1877 in Moosburg an der Isar geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 4. Kompanie des 17. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments als Reservist. Am 12.03.1915 fiel er im Alter von 37 Jahren während der Schlacht bei Neuve-Chapelle in Frankreich.
Man begrub Joseph Braun auf dem Soldatenfriedhof Lens-Sallaumines in einem Massengrab.
Sterbebild von Joseph BraunRückseite des Sterbebildes von Joseph Braun
Der theoretische Weg von Joseph Braun von seinem Geburtsort über seinen Sterbeort zu seinem Grab:
Der Bauerssohn Anton Hausberger wurde am 30.08.1888 geboren und stammte aus Obereck und war ExpositurHaunzenbergersöll (Schreibfehler). Im Ersten Weltkrieg diente er in der 3. Kompanie des 16. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments („List“), in dem auch der spätere Diktator Adolf Hitler Dienst tat. Am 21.11.1914 fiel er im Alter von 26 Jahren bei Wyschaette im belgischen Westflandern während der Schlacht bei Ypern, bei der 373 Regimentsangehörige starben.
Eine Grablage ist für Anton Hausberger offiziell nicht bekannt. Ich gehe jedoch davon aus, dass er mit seinen Kameraden aus der 3. Kompanie, die am gleichen Tag fielen, als unbekannter Toter in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Langemark beigesetzt wurde. Ich begründe meine Annahme mit folgenden von mir recherchierten Fällen:
Infanterist Anton Hopf, gefallen am 21.11.1914, beigesetzt auf dem Soldatenfriedhof Langemark in einem Massengrab;
Ersatz-Reservist Nikolaus Eder, gefallen am 21.11.1914, beigesetzt auf dem Soldatenfriedhof Langemark in einem Massengrab;
Infanterist Paulus Heilmeier, gefallen am 21.11.1914, beigesetzt auf dem Soldatenfriedhof Langemark in einem Massengrab.
Der Gefreite Michael Kopplstetter stammte aus Oberschwarzenhof, einem Ortsteil der Gemeinde Simbach am Inn, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 5. Kompanie des 2. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 13.06.1917 fiel er im Alter von 34 Jahren nach 23 Monaten Kriegsdienst in Französisch-Flandern.
Das Grab von Michael Kopplstetter befindet sich auf dem Soldatenfriedhof Beaucamps-Ligny, Block 1, Grab 150.
Sterbebild von Michael KopplstetterRückseite des Sterbebildes von Michael Kopplstetter
Der theoretische Weg von Michael Kopplstetter von seinem Geburtsort über seinen Sterbeort zu seinem Grab:
Der Bauerssohn Jakob Bienninger stammte aus Allersbach. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 1. Batterie des 6. Reserve-Fußartillerie-Bataillons. Am 04.11.1914 fiel er im Alter von 27 Jahren bei Oosttaverne (auf dem Sterbebild falsch geschrieben) in Nordfrankreich während der ersten Flandernschlacht.
VL: Wytschaete
Jakob Blenninger wurde auf dem Soldatenfriedhof Langemark in einem Massengrab beigesetzt.
Sterbebild von Jakob BlenningerRückseite des Sterbebildes von Jakob Blenninger
Der theoretische Weg von Jakob Blenninger von seiner Heimat über seinen Sterbeort zu seinem Grab: