Der Postbote Georg Pirzer stammte aus Pattendorf, heute ein Ortsteil der bayerischen Stadt Rottenburg an der Laaber. Am 07.06.1917 verstarb er im Alter von 54 Jahren.


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Der Postbote Georg Pirzer stammte aus Pattendorf, heute ein Ortsteil der bayerischen Stadt Rottenburg an der Laaber. Am 07.06.1917 verstarb er im Alter von 54 Jahren.


Der Handelsbevollmächtigter Otto Rall wurde am 19.08.1881 in Friolzheim im heutigen Baden Württemberg geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 12. Kompanie des 3. württembergischen Landwehr-Infanterie-Regiments als Unteroffizier. Er wurde mit dem Militärverdienstkreuz 3. Klasse mit Krone und Schwertern ausgezeichnet. Am 22.02.1915 fiel er am Katzenstein im Münstertal bei einer Erstürmung durch einen Oberschenkelschuss, an dem er verblutete.
Man begrub Otto Rall auf dem Soldatenfriedhof Breitenbach Block 2 Grab 204

Der theoretische Weg von Otto Rall von seinem Geburtsort über seinen Sterbeort zu seinem Grab:
Josef Müller wurde am 10.02.1899 in der bayerischen Gemeinde Wald als Sohn eines Schneidermeisters geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 3. Maschinengewehr-Kompanie des 12. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments und wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 04.10.1918 fiel er im Alter von 19 Jahren bei Verdun.
Offiziell ist für Josef Müller keien Grablage bekannt. Ich gehe jedoch davon aus, dass er auf dem Soldatenfriedhof Brieulles-sur-Meuse anonym in einem Massengrab beigesetzt worden ist. Dort wurden seine Kameraden des 12. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments beigesetzt, die in diesme Zeitraum fielen.


Johann Keller wurde am 13.12.1890 in Bichels als Sohn eines Landwirts geboren, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Lengenwang. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 1. Kompanie des 8. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 07.05.1915 fiel er im Alter von 24 Jahren bei den Kämpfen um Verdun bei Les Eparges.
Offiziell ist für Johann Keller keine Grablage bekannt. Ich gehe jedoch davon aus, dass er auf dem Soldatenfriedhof Troyon anonym in einem Massengrab begraben wurde. Dort ruhen seine Kameraden der 1. Kompanie des 8. bayerischen Infanterie-Regiments, die im gleichen Zeitraum fielen:


Der theoretische Weg von Johann Keller von seinem Geburtsort über seinen Sterbeort zu seinem Grab:
Der Füsilier Otto Anton Sinn wurde am 30.08.1893 in Sontheim, heute ein Ortsteil der Stadt Heilbronn, geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er im 122. würtembergischen Füsilier-Regiment. Am 27.08.1914 verstarb er in Longuyon, nachdem er zuvor am linken Arm leicht verwundet worden war.
Man begrub Otto Anton Sinn auf dem Soldatenfriedhof Longuyon in Block 2, Grab 197.


Der theoretische Weg von Otto Anton Sinn von seinem Geburtsort zu seinem Sterbeort und Grab:
Der Maurerpolier Ludwig Wagner stammte aus Sandtal, heute ein Ortsteil der österreichischen Gemeinde Handenberg. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 6. Kompanie des 2. kaiserlich und königlichen Landwehr-Infanterie-Regiments als Hornist. Am 17.10.1914 fiel er im Alter von 34 Jahren bei einem Gefecht bei Sablatze in der Nähe von Risankowitz.
Wie üblich bei Österreichern ist die Grablage für Ludwig Wagner nicht bekannt.


Der Mühlenbesitzer Josef Anton Kösl (Verlustliste: Koesl) wurde 13.02.1873 in Remnatsrid geboren, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Stötten am Auerberg, und war Bürgermeister. Im Ersten Weltkrieg diente er als Gefreiter im Bayerischen Landsturm-Infanterie-Bataillon Kempten. Am 06.03.1915 verstarb er nach schwerer Verwundung im Alter von 42 Jahren im Lazarett Wisch (französisch: Wisches) in den Vogesen in Frankreich. Er hinterließ fünf Kinder und seine Ehefrau.
Man begrub Anton Kösl auf dem Soldatenfriedhof La Broque in Block 1, Grab 137.




Der theoretische Weg von Anton Kösl von seinem Geburtsort über seinen Sterbeort zu seinem Grab:
Der Infanterist Peter Weinberger stammte aus Sandtal, heute ein Ortsteil der österreichischen Gemeinde Handenberg, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 12. Kompanie des 59. kaiserlich und königlichen Infanterie-Regiments. Am 04.10.1914 fiel er im Alter von 24 Jahren bei einem Gefecht bei Leschaisk.


Der Polizeiassistent Karl Wagner wurde am 20.01.1879 in Treffelstein in Bayern geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 1. Kompanie des 1. bayerischen Infanterie-Regiments als Feldwebel-Leutnant. Am 20.06.1916 fiel er im Alter von 37 Jahren bei Douaumont während der Schlacht um Verdun.
Über seinen Todestag schreibt die Regimentsgeschichte des 1. bayerischen Infanterie-Regimentes:
„19.06.1916 Auf den Wabengräben und Schluchten liegt schwerstes feindliches Feuer. 8.00 Uhr abends soll auf Befehl des 1. bayerischen Armeekorps ein an der Thiaumont-Schlucht noch stehendes Franzosennest gestürmt werden.
Im heftigsten MG-Feuer springen 1. und 2. Kompanie vor; die beiden Führer Leutnant Ferdinand Paraquin (Soldatenfriedhof Romagne-sous-les-Cotes, Block 3 Grab 196) und Oberleutnant der Reserve Ludwig Hällmayr (Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville, Endgrablage: Kameradengrab), mit ihnen ein großer Teil ihrer Leute fallen; der Sturm scheitert und gedrängt von einem französischen Gegenstoß ziehen sich die Kompanien in die Ausgangsstellung zurück.
20.06.1916 Sehr starkes Artilleriefeuer besonders wieder auf Wabengräben. Die 4. Kompanie, die bei dem völlig unübersichtlichen Gelände an falscher Stelle stund, wird durch einen gewandten Führer (Feldwebel De Griginis, 2. Kompanie) in der Morgendämmerung an den befohlenen Platz zwischen 1. und 2. Kompanie geführt; Feldwebel De Griginis fällt hierbei.
Ich vermute, dass Karl Wagner entweder schon in der Nacht vom 19.06. auf den 20.06.1916 fiel, oder aber am 19.06.1916 schwer verwundet wurde und am 20.06.1916 verstarb. Ein sinnloser Tod, selbst für die Verhältnisse der Schlacht um Verdun, die an sich schon sinnlos war. Beide Ereignisse waren ergebnislos.
Karl Wagners sterblichen Überreste wurden auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab beigesetzt.
Seine Heimatgemeinde Treffelstein gedenkt Karl Wagner noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2009/treffelstein_wk1u2_bay.htm


Der theoretische Weg von Karl Wagner von seinem Geburtsort über seinen Sterbeort zu seinem Grab:
Der Landwehrmann Thomas Schmid wurde am 12.01.1880 in Enisried geboren, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Lengenwang. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 7. Kompanie des 3. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments. Am 21.06.1915 fiel er im Alter von 35 Jahren in den Vogesen.
Offiziell ist keine Grablage für Thomas Schmid bekannt. Ich vermute jedoch, dass er auf dem Soldatenfriedhof Breitenbach anonym in einem Massengrab beigesetzt wurde. Auf diesem Friedhof wurden seine Kameraden der 7. Kompanie des 3. Landwehr-Regiments begraben, die im gleichen Zeitraum fielen:

