Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.963: Sebastian Woller

Der Soldat Sebastian Woller stammte aus Wiesmühl an der Alz, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Engelsberg, und war Bierbrauer von Beruf. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 10. Kompanie des 1. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 13.08.1916 fiel er während der Schlacht an der Somme im Alter von 31 Jahren bei Cléry-sur-Somme.

Über den Todestag und die Todesumstände von Sebastian Woller berichtet die Regimentsgeschichte des 1. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:

„Während der Nacht wurde bekannt, dass die Postenlinie überrannt und die braune Linie in die Hände der Franzosen gefallen war. Von der 1. und 3. Kompanie kamen nur mehr einige Leute zurück. Um 11 Uhr nachts wurden 9. und 12. Kompanie in die Mulde lstlich Cléry und 10. und 11. Kompanie an den Ostrand von Cléry vorgezogen. Ein Versuch, die braune Linie in der Nacht durch Gegenstoß wiederzugewinnen, zu dem 6. und 4. Kompanie, verstärkt durch 9. KLompanie, fertiggestellt waren, misslang infolge der Dunkelheit und der schwierigen Orientierung, da der größte Teil der Führer und Mannschaften die Lage der braunen Linie nicht kannten. Bis 4 Uhr vormittags dauerte der Infanteriekampf, dann flaute das Feuer langsam ab. Um 5 Uhr vormittags lag starkes Artilleriefeuer auf der ganzen Stellung. Von Mitternacht ab wurde ununterbrochen die Verbindung mit dem nördlich stehenden Reserve-Infanterie-Regiment 2 gesucht. Bei Dämmerung wurde die 12. Kompanie in die Lücke eingeschoben. Aber auch dadurch war der Anschluss noch nicht völlig hergestellt. Am Vormittag des 13. zunächst Sperrfeuer, dann ab 11 Uhr vormittags schweres Feuer auf dem Westrand von Cléry. Am Nachmittag verstärkte sich das Feuer gegen die ganze Stellung, geleitet durch tieffliegende feindliche Infanterieflieger. Trotzdem kein Angriff erfolgte, war der Tag für die Infanterie infolge der andauernden Beschießung mit schweren Kalibern sehr aufreibend und forderte große Verluste. In der Nacht wurde 5. und 8. Kompanie durch 10. und 11. abgelöst, 4. Kompanie wurde aus dem Riegel nach Cléry zurückgezogen. Durch Missverständnis aber blieb 9. Kompanie noch bis zum 14. im Riegel stehen.“

Offiziell ist für Sebastian Woller keine Grablage bekannt, ich vermute jedoch, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Rancourt beigesetzt wurde, wo man auch seiner Regimentskameraden begrub, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.

  • Leutnant Ludwig Muggenthaler, gefallen am 03.09.1916 bei Cléry, begraben auf dem Soldatenfriedhof Rancourt in einem Massengrab;
  • Unteroffizier Georg Purzeller, gefallen am 01.09.1916 bei Cléry, begraben auf dem Soldatenfriedhof Rancourt in einem Massengrab;
  • Gefreiter Franz Dorfhuber, gefallen am 14.08.1916 bei Cléry, begraben auf dem Soldatenfriedhof Rancourt in einem Massengrab;
  • Gefreiter Alois Stephan, gefallen am 13.09.1916 bei Cléry, begraben auf dem Soldatenfriedhof Rancourt in einem Massengrab.

 

Sterbebild von Sebastian Woller
Rückseite des Sterbebildes von Sebastian Woller

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.962: Franz Irgmeier

Der Soldat Franz Irgmeier stammte aus Maisenberg, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Engelsberg, und war der Sohn eines Landwirts (Kieferbauer). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 2. Maschinengewehr-Abteilung und 1. Kompanie des Wasserburger Landsturms. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse, mit dem Verdienstkreuz mit Krone und Schwertern und mit der Dienstauszeichnung ausgezeichnet. Am 26.10.1918 verstarb er im Alter von 43 Jahren nach 50 Monaten Kriegsdienst im Feldlazarett Colmar.

Man begrub Franz Irgmeier auf dem Soldatenfriedhof Colmar in Grab 721.

Sterbebild von Franz Irgmeier
Rückseite des Sterbebildes von Franz Irgmeier

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.961: Xaver Huber

Der Soldat Xaver Huber stammte aus Forst, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Moosthenning, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er als Schütze in der 2. Maschinengewehr-Kompanie  des 16. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 25.03.1918 fiel er im Alter von 21 Jahren in Lothringen durch Granatverwundung.

Man begrub Xaver Huber auf dem Soldatenfriedhof Lafrimbolle in einem Massengrab.

Sterbebild von Xaver Huber
Rückseite des Sterbebildes von Xaver Huber

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.960: Johann Köppl

Der Soldat Johann Köppl stammte aus Hangersöd, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Rimbach, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Reservist in der 7. Kompanie des 15. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 11.02.1915 fiel er im Alter von 24 Jahren während der Stellungskämpfe an der Somme bei Herbecourt durch einen Granatschuss.

Man begrub Johann Köppl auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab.

Seine Heimatgemeinde Gangkofen gedenkt Johann Köppl noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2009/gangkofen-reicheneibach_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Johann Köppl
Rückseite des Sterbebildes von Johann Köppl

Sonderbeitrag: Rudolf Schneider, Gießen

Der Soldat Rudolf Schneider wurde am 13.08.1892 in Steinbach geboren, einem Ortsteil der hessischen Gemeinde Fernwald. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Gardist in der 8. Kompanie des 115. Leib-Garde-Regiments. Am 10.10.1914 verstarb er im Alter von 22 Jahren im Vereins-Lazarett des Roten Kreuzes in Gießen, nachdem er zuvor im Kampf schwer verwundet worden war.

Man begrub Rudolf Schneider auf dem in Block 2, Reihe, E Grab 17.

Die Todesanzeige für Rudolf Schneider im Gießener Anzeiger

 

Sonderbeitrag: Wilhelm Jung, Kleinlinden

Der Soldat Wilhelm Jung wurde am 04.03.1886 in Kleinlinden geboren, einem Stadtteil der hessischen Universitätsstadt Gießen. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Unteroffizier der Reserve in der 10. Kompanie des 81. Reserve-Infanterie-Regiments. Am 26.09.1914 fiel er im Alter von 28 Jahren in Frankreich, nahe der Ortschaft Ville-sur-Tourbe.

Man begrub Wilhelm Jung auf dem Soldatenfriedhof Berru in einem Massengrab.

Die Todesanzeige für Wilhelm Jung im Gießener Anzeiger

Sonderbeitrag: Wilhelm Müller (Kleinlinden)

Der Soldat Wilhelm Müller stammte aus Kleinlinden, einem Teil der hessischen Universitätsstadt Gießen. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Musketier in der 3. Kompanie des 116. Infanterie-Regiments. Am 26.09.1914 fiel er im Alter von 22 Jahren bei Gruny und Crémery an der Somme.

Über den Todestag und die Todesumstände von Wilhelm Müller berichtet die Regimentsgeschichte des 116. Infanterie-Infanterie-Regiments:

Am folgenden Tage hatten die vor Gruny und Crémery liegenden Bataillone viel unter Granaten zu leiden. Die feindlichen Batterien, darunter auch schwere Schiffsgeschütze, standen bei Roye und beschossen unsere Gräben fast den ganzen Tag. Dadurch erlitt besonders das I. Batl., das dem Feuer gegen Gruny zu ausweichen wollte, beim Verlassen der Deckung harte Verluste. Aus einer Verschiebung der Kompagnien beim II. Batl. zog der Gegner offenbar falsche Schlüsse und versuchte gegen Abend einen Angriff, der aber mühelos abgewiesen wurde. Im Schutze der Dämmerung wurde die Besetzung der Gräben neu geregelt: Das hart mitgenommene I. Batl. wurde als Reserve nach Sept Fours zurückgezogen; in seine Stellung vor Gruny rückte das II. Batl., während das III. die bisherige Stellung des II. besetzte.

Offiziell ist für Wilhelm Müller keine Grablage bekannt. Ich gehe jedoch davon aus, dass er, wenn seine Gebeine bis heute geborgen wurden, anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Roye-St.Gilles beigesetzt wurde.

Die Todesanzeige für Wilhelm Müller im Gießener Anzeiger

Sonderbeitrag: Johann Dietrich Bork

Der Soldat Johann Dietrich Bork wurde am 06.05.1884 in der Gemeinde Fronhausen geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Wehrmann in der 6. Kompanie des 143. Infanterie-Regiments. Am 28.09.1914 fiel er im Alter von 30 Jahrenan der Hurtebise-Ferme im französischen Ort Bouconville-Vauclair.

Die Lage des Grabes von Johann Dietrich Bork ist unbekannt.

Die Todesanzeige des Männergesangverein Fronhausen für Johann Dietrich Bork im Gießener Anzeiger

Sonderbeitrag: Wilhelm Niebch

Der Soldat Wilhelm Niebch wurde am 25.11.1884 in der hessischen Ortschaft Krofdorf-Gleiberg geboren, einem Ortsteil der Gemeinde Wettenberg. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Reservist (Volksbund: Musketier) in der 10. Kompanie des 81. Reserve-Infanterie-Regiments. Am 15.09.1914 starb er im Alter von 29 Jahren in französischer Gefangenschaft.

Man begrub Wilhelm Niebch auf dem Soldatenfriedhof Rembercourt-aux-Pots in Grab 210.

Die Todesanzeige des Gesangsverein Germania Krofdorf für Wilhelm Niebch

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.959: Franz Xaver Reiseck

Der Soldat Franz Xaver Reiseck stammte aus Thannenmais und war wohnhaft in Unterkenading, beides Ortsteile der bayerischen Gemeinde Reisbach. Er war der Sohn eines Gastwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er als Wehrmann in der 8. Kompanie des 2. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 29.11.1914 fiel er im Alter von 28 Jahren während der Stellungskämpfe im Artois bei Arras.

Man begrub Franz Xaver Reiseck auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.

Seine Heimatgemeinde Reisbach gedenkt Franz Xaver Reiseck noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2009/failnbach-reisbach_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Franz Xaver Reiseck
Rückseite des Sterbebildes von Franz Xaver Reiseck