Der Soldat Johann Englberger stammte aus der bayerischen Gemeinde Schwarzach und war der Sohn eines Maurers. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 6. Kompanie des 11. bayerischen Infanterie-Regiments. Mitte 1915 wurde er leicht verwundet. Am 06.11.1916 fiel er im Alter von 23 Jahren während der Schlacht an der Somme und den Stellungskämpfen bei La Bassée. Er wurde bei Wavrin getötet.
Man begrub Johann Englberger auf dem Soldatenfriedhof Salomé in Block 2, Grab 540.
Sterbebild von Johann EnglbergerRückseite des Sterbebildes von Johann Englberger
Der Soldat Franz Holzhammer wurde am 26.06.1886 geboren, stammte aus Brandstatt und war Landwirt. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Landwehrmann in der 11. Kompanie des 2. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 07.06.1915 fiel er im Alter von 29 Jahren während der Schlacht bei La Bassée und Arras.
Die Lage des Grabes von Franz Holzhammer war nicht zu ermitteln.
Sterbebild von Franz HolzhammerRückseite des Sterbebildes von Franz Holzhammer
Der Soldat Sebastian Hutterer stammte aus Stockham, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Obing, und war ein Kleinbauer (Irlhubergütler). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Jäger in der 1. Kompanie des 1. bayerischen Reserve-Jäger-Bataillons. Am 12.05.1915 fiel er während der Schlacht bei La Bassée und Arras im Alter von 30 Jahren bei Carency.
Die Lage des Grabes von Sebastian Hutterer ist offiziell unbekannt. Er ist wahrscheinlich als unbekannter Toter anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy begraben worden, wo man auch seine Kameraden begrub, die am gleichen Tag fielen, z. B.
Leutnant Max Scheibenbogen, gefallen am 12.05.1915 bei Carency, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab;
Oberjäger Karl Schubert, gefallen am 10.05.1915 bei Carency, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.
Der Soldat Johann Huber wurde am 23.12.1893 in Sturzholz geboren, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Bad Birnbach, und war der Sohn eines Kleinbaueren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Ersatz-Reservist in der 12. Kompanie des 2. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 30.05.1915 fiel er im Alter von 21 Jahren während der Schlacht bei La Bassée und Arras.
Man begrub Johann Huber auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.
Sterbebild von Johann HuberRückseite des Sterbebildes von Johann Huber
Der Soldat Johann Georg Seiler wurde am 24.10.1882 geboren und stammte aus der bayerischen Gemeinde Palling und war Gastwirt und landwirt. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Ersatz-Reservist in der 1. Kompanie des 1. bayerischen Reserve-Jäger-Bataillons. Am 12.05.1915 fiel er nach den Angaben des Sterbebildes im Alter von 32 Jahren während der Schlacht bei La Bassée und Arras durch schwere Verwundung. Laut den amtlichen Verlustlisten galt er zunächst als vermisst. Dann wurde 1917 gemeldet, er sei zunächst in Gefangenschaft geraten und dort am 19.05.1915 gestorben.
Die Lage des Grabes von Johann Georg Seiler ist unbekannt. Ich vermute jedoch, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Neuville-St.Vaast begraben wurde, wo man auch seine Regimentskameraden begrub, die im gleichen Zeitruam fielen, u. a.
Gefreiter Joseph Seibold, gefallen am 07.05.1915 bei Souchez, begraben auf dem Soldatenfriedhof Neuville-St.Vaast in einem Massengrab;
Infanterist Georg Bachmeier, gefallen am 09.05.1915 bei Fromelles, begraben auf dem Soldatenfriedhof Neuville-St.Vaast in einem Massengrab;
Oberjäger Otto Birk, gefallen am 07.05.1915 bei Carency, begraben auf dem Soldatenfriedhof Neuville-St.Vaast in einem Massengrab;
Wehrmann Josef Wiedemann, gefallen am 07.05.1915 bei Neuville, begraben auf dem Soldatenfriedhof Neuville-St.Vaast in einem Massengrab.
Sterbebild von Georg SeilerRückseite des Sterbebildes von Georg Seiler
Der Soldat Martin Stubhann (eigentlich Stubhahn) stammte aus Ragging und lebte in Muckham, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Saaldorf-Surheim, und war ein Kleinbauer. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 5. Kompanie des 1. bayerischen Reserve-Jäger-Bataillons. Am 09.05.1915 fiel er im Alter von 31 Jahren während der Schlacht bei La Bassée und Arras bei Carency.
Offiziell ist für Martin Stubhann keine Grablage bekannt. Ich vermute jedoch, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy begraben wurde, wo man auch seine Regimentskameraden beisetzte, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.
Oberjäger Otto Birk, gefallen am 09.05.1915 bei Carency, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab;
Leutnant Max Scheibenbogen, gefallen am 12.05.1915 bei Carency, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab;
Gefreiter Joseph Seibold, gefallen am 07.05.1915 bei Souchez, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.
Sterbebild von Martin StubhannRückseite des Sterbebildes von Martin Stubhann
Der Soldat Georg Rieger stammte aus Blamberg, heute ein Ortsteil der bayerischen Stadt Vilsbiburg, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Landwehrmann in der 8. Kompanie des 2. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 11.05.1915 fiel er im Alter von 31 Jahren während der Schlacht bei La Bassée und Arras.
Offiziell ist für Georg Rieger keine Grablage bekannt. Ich vermuste jedoch, dass er, wenn sein Leichnam geborgen wurde, er auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy anonym in einem Massengrab beigesetzt wurde, wo man auch seine Regimentskameraden begrub, die am gleichen Tag fielen und in der gleichen Kompanie dienten, u. a.
Kriegsfreiwilliger Ernst Ruck, gefallen am 11.05.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in Block 3, Grab 1270;
Wehrmann Ludwig Sommer, gefallen am 11.05.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in Block 1, Grab 358;
Wehrmann Josef Sterr, gefallen am 11.05.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in Block 1, Grab 354;
Reservist Mathias Winner, gefallen am 11.05.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in Block 1, Grab 419.
Sterbebild von Georg RiegerRückseite des Sterbebildes von Georg Rieger
Der Soldat Heinrich Rommelsberger stammte aus der bayerischen Gemeinde Schonstett und war Maurer und Hausbesitzer. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Ersatz-Reservist in der 2. Kompanie des 3. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 09.05.1915 fiel er im Alter von 30 Jahren während der Schlacht bei La Bassée und Arras (Lorettoschlacht) bei Arras.
Man begrub Heinrich Rommelsberger auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.
Sterbebild von Heinrich RommelsbergerRückseite des Sterbebildes von Heinrich Rommelsberger
Der Soldat Ludwig Graml wurd eam 19.05.1890 in Burgerding geboren, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Tettenweis, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 6. Kompanie des 2. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Er fiel am 06.06.1915 während der Schlacht bei La Bassée und Arras im Altern von 25 Jahren bei Arras durch eine feindliche Granate, die ihn in den Kopf traf.
Die Grablage von Ludwig Graml ist offiziell unbekannt. Ich bin mir jedoch sicher, dass er auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy anonym in einem Massengrab beigesetzt wurde, wo auch seine Regimentskameraden begraben wurden, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.
Infanterist Alois Gangl, gefallen am 07.06.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab;
Infanterist Lorenz Kronseder, gefallen am 06.06.1915 bei Arras, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab;
Infanterist Georg Meisinger, gefallen am 10.06.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in Block 2, Grab 713;
Infanterist Josef Niedermayer, gefallen am 07.06.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in Block 1, Grab 438.
Sterbebild von Ludwig GramlRückseite des Sterbebildes von Ludwig Graml
Während meines derzeitigen Sommerurlaubs in Le Tréport in der Normandie stieß ich durch Zufall auf einen britischen Soldatenfriedhof. Interessant ist, dass auf diesem Soldatenfriedhof auch drei deutsche Soldaten des Ersten Weltkrieges begraben liegen. Sie wurden nicht, wie sonst üblich, nach dem Krieg auf einen deutschen Soldatenfriedhof umgebettet. Es handelt sich dabei um folgende Gefallenen:
Der Gefreite Alfred Meyer stammte aus der Stadt Bochum im heutigen Bundesland Nordrhein-Westfalen. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 8. Kompanie des 15. Infanterie-Regiment. Am 05.06.1915 starb er in Gefangenschaft, in die er während der Schlacht bei La Bassee und Arras geraten war. Man begrub ihn in Block 1 Reihe O Grab 4
Grab von Alfred Meyer
Ersatz-Reservist Theodor Schug aus Hörschhausen im heutigen Bundesland Rheinland-Pfalz. Er kämpfte in der 5. Kompanie des 57. Infanterie-Regiment. Er fiel am 27.05.1916 (Regimentsgeschichte: gestorben am 27.05.1915) und wurde in Block 2 Reihe M Grab 7 begraben.
Grab von Theodor Schug
Der Musketier Karl Terner stammte aus der Hauptstadt des heutigen Bundeslandes Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 3. Kompanie des 57. Infanterie-Regiment. Am 23.05.1916 (Regimentsgeschichte: 23.05.1915) starb er in französischer Kriegsgefangenschaft. Man begrub ihn in Block 2 Reihe M Grab 8.
Grab von Karl Terner
Hier ein paar fotografische Eindrücke des Friedhofs, der ausgesprochen gut gepflegt wird: