Der Soldat Ludwig Karrer wurde am 18.03.1893 in der bayerischen Gemeinde Haiming geboren und war der Sohn eines Kleinbauern (Gütler). Er war landwirtschaftlicher Arbeiter. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 2. Kompanie des 20. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 06.04.1915 starb er im Alter von 22 Jahren in der Nähe von Belloy-en-Santerre bei Peronne durch einen Unglücksfall.
Man begrub Ludwig Karrer auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab.
Der Soldat Johann Schlittenbauer stammte aus Frabertsham, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Obing, und war Braugehilfe von Beruf. Im Ersten Weltkrieg diente er als Gefreiter der Reserve in der 7. Kompanie des 1. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 07.09.1914 fiel er im Alter von 25 Jahren bei Einville-au-Jard im Bois de Crevic in den Vogesen.
Über den Todestag und die Todesumstände von Johann Schlittenbauer schreibt die Regimentsgeschichte des 1. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:
„Am 7. September 7 Uhr vormittags traf der erste Ersatz vom Ersatz-Bataillon Reserve-Infanterie-Regiment 10 ein: 6 Offiziere, 2 Offizier-Aspiranten, 47 Unteroffiziere, 443 Mannschaften. 8.45 Uhr vormittags wurde der Regimentsstab zum Brigades-Stab nach Friscati berufen; für das II. Bataillon in Jolivet wurde Marschbereitschaft angeordnet. Auf die linke Nachbargruppen war ein Angriff erfolgt, der jedoch ohne Hilfe des II. Bataillons abgewiesen wurde. Der Regimentsstab verblieb in Friscati und übernahm den Befehl über alle in vorderer Linie liegenden Truppen der Brigade.“
Man begrub Johann Schlittenbauer auf dem Soldatenfriedhof Gerbéviller in einem Massengrab.
Der Soldat Friedrich Steinmassl (Verlustlisten: „Steinmaßl„) wurde am 14.02.1897 geboren und stammte aus der bayerischen Gemeinde Petting und war der Sohn eines Postboten. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 2. Maschinengewehr-Kompanie des 1. bayerischen Reserve-Jäger-Bataillons. Am 26.05.1918 verstarb er im Alter von 21 Jahren nach schwerer Verwundung bei den Kämpfen zwischen Argonnen und Maas in einem Feldlazarett.
Die Lage des Grabes von Friedrich Steinmassl ist unbekannt. Mangels Datenmaterial und Literatur kann ich keine seriöse Vermutung zur Grablage abgebeben.
Der Soldat Dr. Kurt Lautenschlager stammte aus der bayerischen Stadt Wörth an der Donau und war Augenarzt in Essen an der Ruhr. Im Ersten Weltkrieg diente er als Oberarzt der Reserve im Stab des 4. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 14.12.1914 starb er im Alter von 33 Jahren auf einem Truppenverbandplatz bei Savonnières-en-Woëvre im Wald von Apremont-la-Forêt, unweit von Verdun, wo 1 ½ Jahre später eine der furchtbarsten Schlachten des Krieges stattfand
Dr. Kurt Lautenschlager hinterließ eine Ehefrau und zwei Kinder.
Man begrub Dr. Kurt Lautenschlager auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in einem Massengrab.
Der Soldat Anton Forstner stammte aus der bayerischen Gemeinde Waging und war der Sohn eines Restaurateurs. Im Ersten Weltkrieg diente er als Fahrer im Rekruten-Depot des 7. bayerischen Feldartillerie-Regiments. Am 21.07.1916 verstarb er nach dreimonatiger Krankheit und Leiden im Alter von nur 19 Jahren im Vereinslazarett München.
Die Lage des Grabes von Anton Forstener ist offiziell nicht registriert. ich gehe jedoch davon aus, dass er auf einem Münchener Friedhof im militärischen Bereich beigesetzt wurde und dass sein Grab noch heute existiert.
Bemerkenswert finde ich, dass sein Tod auch nicht in den Verlustlisten gemeldet wurde. Dies könnte darauf hindeuten, dass er sehr bald nach der Rekrutierung erkrankte und dass seine Krankheit nicht im Zusammenhang mit seinem Kriegsdienst stand.
Der Soldat Michael Zierhut stammte aus der bayerischen Stadt Neuötting und war der Sohn eines Hausbesitzers. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 2. Kompanie des 15. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 21.07.1915 fiel er im Alter von 23 Jahren im Wald bei La Vaux Fery bei Verdun in Frankreich.
Offiziell ist für Michael Zierhut keine Grablage bekannt. Ich vermute jedoch, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel beigesetzt wurde, wo man auch seine Regimentskameraden begrub, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.
Landwehrmann Januarius Bahmann, gefallen am 21.07.1915 bei La Vaux Fery, begraben auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in einem Massengrab;
Ersatz-Reservist Georg Niedermeier, gefallen am 25.07.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in Block 5, Grab 130.
Der Soldat Leonhard Mitterer stammte aus der bayerischen Gemeinde Teising und war der Sohn eines Kleinbauern (Gütlerssohn). Im Ersten Weltkrieg diente er als Landsturmmann in der 2. Kompanie des 15. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 03.03.1916 fiel er im Alter von 22 Jahren während der Schlacht um Verdun durch Verwundung.
Man begrub Leonhard Mitterer auf dem Soldatenfriedhof Harville in Grab 260.
Der Soldat Karl Steinle stammte aus Thannhausen in Schwaben (Bayern) und war Forstassistent der Regierung von Schwaben und Neuburg. Im Ersten Weltkrieg diente er als Offiziersstellvertreter in der 5. Kompanie des 15. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Vermutlich wurde er am 21.10.1914 schwer verwundet. Am 03.11.1914 verstarb er im Feldlazarett Buxières-sous-les-Côtes an seiner schwere Verwundung.
Man begrub Karl Steinle auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in Block 4, Grab 247.
Der Soldat Karl Hafenmair wurde am 08.11.1883 in Huttenwang geboren und lebte als Landwirt in Aitrang. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Landwehrmann in der 9. Kompanie des 15. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 04.05.1916 verstarb er während eines Erholungsurlaubs im Alter von 32 Jahren in seinem Heimatort Aitrang.
Karl Hafenmair dürfte in seinem Heimatort Hafenmair begraben worden sein. Vielleicht existiert das Grab noch heute.
Der Soldat Otto Altschäffl wurde am 20.09.1896 in Brettbach geboren, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Mengkofen, und lebte zuletzt in Entau, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Straßkirchen. Er war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er als Landsturmrekrut in der 7. Kompanie des 13. bayerischen Infanterie-Regiments. Altschäffl wurde bei den Stellungekämpfen in französisch Flandern in der Nähe von Marquillies gefangen genommen. Am 16.10.1916 verstarb er in einem Lazarett in englischer Gefangenschaft.
Die Engländer begruben Otto Altschäffl auf dem britischen Soldatenfriedhof Etaples in Block 13, Reihe D, Grab 1.