Der Mühlenbesitzer Franz Sales Hirschenauer stammte aus Hub und lebte zuletzt in Engertsham, beides Ortsteile der bayerischen Gemeinde Fürstenzell. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 9. Kompanie des 2. Landwehr-Infanterie-Regiments. Am 22.08.1914 fiel er im Alter von 29 Jahren während der Vogesenkämpfe bei einem Gefecht bei Ingersheim.
Man begrub Franz Sales Hirschenauer auf dem Soldatenfriedhof Breitenbach in Block 9, Grab 135.
Sterbebild von Franz Sales HirschenauerRückseite des Sterbebildes von Franz Sales Hirschenauer
Der theoretische Weg von Franz Sales Hirschenauer von seinem Geburtsort über seinen Sterbeort zu seinem Grab:
Der Landwehrmann Ludwig Rauschecker stammte aus Ebenbichl, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Unterneukirchen, und war der Sohn eines Kleinbauern. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 6. Kompanie des 2. Landwehr-Infanterie-Regiments. Am 20.07.1915 fiel er im Alter von 33 Jahren in den Vogesen am Barrenkopf durch Verschüttung.
Offiziell ist für Ludwig Rauschecker keine Grablage bekannt. Ich gehe jedoch fest davon aus, dass er, sofern er geborgen wurde, anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Hohrod beigesetzt wurde. Dort ruhen die sterblichen Überreste seiner Regimentskameraden, die am gleichen Tag fielen, u. a.
Leutnant Josef Prähuber, gefallen am 20.07.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hohrod in Block 3, Grab 104;
Oberleutnant Gustav Voigt, gefallen am 20.07.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hohrod in Block 3, Grab 130;
Leutnant der Reserve August Hornick, gefallen am 20.07.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hohrod in Block 3, Grab 106;
Hauptmann Alois Ruidisch, gefallen am 22.07.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hohrod in Block 3, Grab 272.
Sterbebild von Ludwig RauscheckerRückseite des Sterbebildes von Ludwig Rauschecker
Der Reservist Franz Xaver Meier stammte aus Mitterbrünst, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Büchlberg. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 3. Kompanie des 18. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 06.03.1915 fiel er im Alter von 22 Jahren in den Vogesen, vermutlich bei der Schlacht um Münster (Elsass).
Offiziell ist eine Grablage für Franz Meier nicht bekannt. Ich bin jedoch fest davon überzeugt, dass er anonym auf dem Soldatenfriedhof Breitenbach in einem Massengrab beigesetzt wurde, wo fast alle Gefallene dieser Schlacht ruhen.
Alois Maier stammte aus Apfelbach, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Johanniskirchen, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 5. Kompanie des 18. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 05.05.1915 fiel er im Alter von 21 Jahren bei Metzeral im Münstertal in den Vogesen.
Man begrub Alois Maier auf dem Soldatenfriedhof Breitenbach in einem Massengrab.
Der Reservist Martin Böck wurde am 03.05.1891 in Faistenoy geboren, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Oy-Mittelberg. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Reservist in der 2. Kompanie des 3. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 29.08.1914 fiel er im Alter von 23 Jahren bei Lunéville.
Man begrub Martin Böck auf dem Soldatenfriedhof Gerbéviller in einem Massengrab.
Ignaz Deser wurde am 29.07.1894 geboren und stammte aus Burgkirchen an der Alz in Oberbayern. Im Ersten Weltkrieg diente er als Kanonier in der 2. Batterie des 6. bayerischen Reserve-Artillerie-Regiments. Am 12.08.1917 fiel er im Alter von 23 Jahren nach 20 Monaten Kriegsdienst in den Vogesen bei Niederspechbach (französisch: Spechbach-le-Bas) durch Verschüttung und Verbrennung in einem Unterstand, nachdem dieser einen Volltreffer erhielt. Es muss ein furchtbarer Tod gewesen sein, für die Angehörigen kaum zu ertragen.
Vermutlich wurden von Ignaz Deser keine sterblichen Überreste mehr geborgen. Er dürfte fast vollständig verbrannt sein. So ist auch zu erklären, dass für ihn eine Grablage nicht bekannt ist.
Sterbebild von Ignaz DeserRückseite des Sterbebildes von Ignaz Deser
Der Landsturmmann Johann Weinberger war ein Kleinbauer 08.06.1874 in Wolfsberg geboren, heute ein Ortsteil der oberbayerischen Gemeinde Obing. Er lebte zuletzt in Forsting. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 3. Kompanie des Wasserburger Landsturms. Am 27.05.1917 fiel er im Alter von 43 Jahren bei Brumath im Elsass durch einen Unglücksfall.
Man begrub Johann Weinberger auf dem Soldatenfriedhof Saverne in Block 2, Grab 105.
Sterbebild von Johann WeinbergerRückseite des Sterbebildes von Johann Weinberger
Der theoretische Weg von Johann Weinberger von seinem Geburtsort über seinen Sterbeort zu seinem Grab:
Bei Recherchen stieß ich auf das Buch „Sieben Monate in den Vogesen, in Flandern und in der Champagne“. Es wurde 1915 von Anna Kerler herausgegeben, nachdem ihr Sohn, Leutnant Otto Kerler am 07.03.1915 bei Sommepy-Tahure gefallen war. Es enthält die Briefe, die er seiner Mutter von seinem Kriegseinsatz schrieb. Ich möchte das Buch transkribieren und auf meiner Archivseite http://www.hauptarchiv.de veröffentlichen.
Otto Kerler stammte aus der bayerischen Stadt Erlangen, war von Beruf Agrikulturchemiker und diente als Leutnant der Landwehr in der 11. Kompanie des 2. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments.
Über seinen Todestag und die Todesumstände von Otto Kerler berichtet die Regimentsgeschichte des 2. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments:
„In der Abenddämmerung brachen von der rechten Gruppe die 8. und 11. Kompanie vor. Der Sturmlauf der 11. Kompanie wurde von dem feindlichen Infanteriefeuer, das vom rechten Verbindungsgraben her kam, gefasst. Der tapfere Kompanieführer, Hauptmann Ulrich, wurde schwer verwundet. Bald darauf fand Leutnant Kerler den Heldentod.“
Man begrub Otto Kerler auf dem Soldatenfriedhof Souain in einem Massengrab.
Der Mühlenbesitzer Josef Anton Kösl (Verlustliste: Koesl) wurde 13.02.1873 in Remnatsrid geboren, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Stötten am Auerberg, und war Bürgermeister. Im Ersten Weltkrieg diente er als Gefreiter im Bayerischen Landsturm-Infanterie-Bataillon Kempten. Am 06.03.1915 verstarb er nach schwerer Verwundung im Alter von 42 Jahren im Lazarett Wisch (französisch: Wisches) in den Vogesen in Frankreich. Er hinterließ fünf Kinder und seine Ehefrau.
Man begrub Anton Kösl auf dem Soldatenfriedhof La Broque in Block 1, Grab 137.
Sterbebild von Anton Kösl
Rückseite des Sterbebildes von Anton KöslSterbeanzeige von Joseph Anton KöslFoto von Joseph Anton Kösl
Der theoretische Weg von Anton Kösl von seinem Geburtsort über seinen Sterbeort zu seinem Grab: