Der Ersatz-Reservist Sebastian Weindl stammte aus Hofstetten, heute ein Ortsteil der oberbayerischen Gemeinde Egglkofen, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 9. Kompanie des 2. bayerisches Infanterie-Regiments. Am 22.01.1916 fiel er im Alter von 24 Jahren in Nordfrankreich bei Vimy
Man begrub Sebastian Weindl zunächst in einem Wald bei La Folie, bettete ihn später auf den Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in ein Massengrab um.
Der Reservist Georg Haas wurde am 26.09.1882 in Birkensee, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Offenhausen, als Fabrikarbeiterssohn geboren. Er fiel im Alter von 34 Jahren am 01.05.1917 in Frankreich während der Kämpfe bei Arras.
Man begrub Georg Haas auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.
Sterbebild von Georg HaasRückseite des Sterbebildes von Georg Haas
Der theoretische Weg von Georg Haas von seinem Geburtsort zu seinem Grab:
Der Bäckermeister Josef Schwenzl wurde am 31.03.1881 im bayerischen Fischen geboren. Er war Gemeindeverwaltungsmitglied in Fischen. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 8. Kompanie des 15. Reserve-Infanterie-Regiments als Landwehrmann. Am 28.10.1916 fiel er im Alter von 35 Jahren bei Le Transloy während der Schlacht an der Somme durch einen Granatschuss.
Man begrub Josef Schwenzl auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.
Der Infanterist Hans Titscher wurde am 18.09.1893 in Oberstdorf geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 4. Kompanie des 2. Reserve-Infanterie-Regiments. Am 06.03.1917 fiel er im Alter von 23 Jahren bei Arras.
Man begrub Hans Titscher auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in Block 2, Grab 596.
Ferdinand Greiter wurde am 04.10.1891 in Imberg, heute ein Ortsteil der bayerischen Stadt Sonthofen, geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 10. Kompanie des 16. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments, das Regiment List, in dem auch Adolf Hitler kämpfte. Am 08.10.1916 fiel er im Alter von 25 Jahren während der Schlacht an der Somme.
Offiziell ist keine Grablage für Ferdinand Greiter bekannt. Ich gehe davon aus, dass er auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy anonym in einem Massengrab beigesetzt wurde. Viele seiner Kameraden aus seiner Kompanie, die an diesem Tag fielen, wurden dort begraben:
Gefreiter Joseph Schwaiger, gefallen am 08.10.1916, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab
Ersatz-Reservist Jakob Gierl, gefallen am 04.10.1916 bei Warlencourt, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab
Sterbebild von Ferdinand GreiterRückseite des Sterbebildes von Ferdinand Greiter
Der Musiker Georg Heindl stammte aus Emmering. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 4. Kompanie des 12. Reserve-Infanterie-Regiment als Landwehrmann . Am 05.01.1915 fiel er im Alter von 30 Jahren bei Arras.
Die Lage des Grabes von Georg Heindl ist offiziell nicht bekannt. Ich gehe davon aus, dass er auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy anonym in einem Massengrab beigesetzt wurde, ebenso wie folgende dokumentierte Fälle aus seiner Kompanie:
Josef Megele, gefallen am 05.01.1915 bei Arras, beigesetzt auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.
Gefreiter Alois Kerner, gefallen am 05.01.1915 bei Arras, beigesetzt auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.
Wehrmann Josef Bickelbacher, gefallen am 06.01.1915 bei Arras, beigesetzt auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.
Der Bauerssohn Johann Aigner stammte aus Gailhausen, heute ein Ortsteil der oberbayerischen Gemeinde Engelsberg. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 9. Kompanie des 2. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments als Landwehrmann. Am 20.01.1915 fiel er im Alter von 33 Jahren bei den Kämpfen um Ecurie in Nordfrankreich.
Johann Aigners Leichnam wurde auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab beigesetzt.
Sterbebild von Johann AignerRückseite des Sterbebildes von Johann Aigner
Der Infanterist Sebastian Stadler stammte aus Aschau am Inn und war Maurerpalierssohn. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 12. Kompanie des 16. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 01.10.1915 fiel er im Alter von 21 Jahren bei Thélus.
Über den Zeitraum des Todes von Sebastian Stadler berichtet die Regimentsgeschichte des 16. bayerischen Infanterie-Regiments:
„Das III. Bataillon wurde plötzlich am 29.09. 2 Uhr früh von Peronne mit Eisenbahn nach Arleux befördert und dort zur Ablösung des während der schweren Kämpfe eingesetzten Infanterie-Regiment 63 verwendet. Das Bataillon bildete zusammen mit dem II./bayerisches Infanterie-Regiment und dem II./ bayerisches 15. Infanterie-Regiment das bayerische Infanterie-Regiment 1 unter Führung des Kommandeurs des 6. Reserve-Infanterie-Regiment. Der Einsatz der geschlossenen Bataillone erfolgte bereits am 30.09. morgens in dem südlichen vorspringenden Teil der Stellung zwischen dem Weg Thelus – Neuville und der Straße Lens – Arras. Das Bataillon fand nicht das, was man eine ideale Verteidigungsstellung nennen konnte. Das feindliche Artilleriefeuer hatte den Gräben erheblich zugesetzt, die vorderste gut ausgebaute Linie war zerschossen und auch verloren gegangen. Die Verteidiger waren in die zweite und dritte Linie, die noch nicht den guten Bauzustand erreicht hatten, zurückgedrängt worden. Die ehemaligen in die vordersten Gräben führenden Verbindungswege waren abgeriegelt worden, sowohl vom Feinde wie vom Verteidiger und so zu Sappen geworden, um die erbittert gekämpft wurde. Sie gaben allen Kämpfen der Kompanien des eingesetzten Bataillons den eigenartigen Charakter des Nahkampfes mit der Handgranate. Ein Großangriff erfolgte ja an dieser Stelle nicht mehr, aber täglich unternahm der Gegner Versuche, die Sappen in die Hand zu bekommen. Ein besonders beliebtes Angriffsziel bildeten die sogenannten „Hörnersappen“ am linken Flügel des Bataillons. Dort leisteten die 9. und 10. Kompanie in Abwehr und Gegenstoß ganz Hervorragendes und behielten in oft zweistündigem Handgranatenkampf unter heftogstem Artillerie- und Minenfeuer stets die Oberhand. Die Verluste waren der Kampfart entsprechend verhältnismäßig hoch.“
Man begrub Sebastian Stadler auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.
Der Bauerssohn August Auer wurde am 07.03.1890 in Tronetshofen geboren, heute ein Ortsteil des Marktes Fischach. Im Ersten Weltkrieg diente er in der Maschinengewehr-Kompanie des 2. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments als Reservist und Landsturmmann. Am 07.02.1916 fiel er im Alter von 25 Jahren in Nordfrankreich bei Arras.
Man begrub August Auer auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.
Morgen stelle ich das Schicksal seines Bruders Johann vor, der ebenfalls im Ersten Weltkrieg diente und fiel.
Sterbebild von August und Johann AuerRückseite des Sterbebildes von August und Johann Auer
Der theoretische Weg von August Auer von seinem Geburtsort zu seinem Grab:
Engelbert Stinn stammte aus Engertsham, heute ein Ortsteil Stadt Trostberg. Zuletzt wohnte er im Stadtteil Aspertsham. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 11. Kompanie des 1. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments als Gefreiter. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 04.04.1916 fiel er im Alter von 29 Jahren bei Fampoux.
Man begrub Engelbert Stinn auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.
Sterbebild von Engelbert StinnRückseite des Sterbebildes von Engelbert Stinn
Der theoretische Weg von Engelbert Stinn von seinem Geburtsort über seinen Sterbeort zu seinem Grab: