Sonderbeitrag: Sammy Rothenberger

Der jüdische Soldat Semmy Rothenberger wurde am 24.07.1883 in der hessischen Universitätsstadt Gießen geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Gefreiter in der 8. Kompanie des 116. Reserve-Infanterie-Regiments. Er wurde am 24.09.1914 bei Servon schwer verwundet. Am 26.09.1914 verstarb er im Alter von 31 Jahren im Kriegslazarett 1 des XVIII. Armee-Korps in Sedan.

Man begrub Semmy Rothenberger auf dem jüdischen Teil des Neuen Friedhofs in Gießen.

Die Todesanzeige für Sammy Rothenberger im Gießener Anzeiger

Sonderbeitrag Hugo Freiherr von Nordeck zur Rabenau

Der Soldat Hugo Freiherr von Nordeck zur Rabenau wurde am 25.10.1873 in der hessischen Universitätsstadt Gießen geboren. Er war Großherzöglicher hessischer Kammerherr. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Hauptmann der Schutztruppe a. D. in der 9. Kompanie des 81. Reserve-Infanterie-Regiments. Am 10.09.1914 fiel er bei Vassincourt an der Maas.

Die Lage des Grabes von Hugo Freiherr von Nordeck zur Rabenau konnte ich nicht ermitteln.

Die Todesanzeige für Hugo Freiherr von Nordeck zur Rabenau im Gießener Anzeiger

Sonderbeitrag: Wilhelm Feller

Der Soldat Wilhelm Feller stammte aus der hessischen Stadt Lollar. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Hauptmann und Kompanieführer in der 6. Kompanie des 112. Infanterie-Regiments. Am 21.08.1914 (Regimentsgeschichte und Volksbund: 20.08.1914) fiel er während der Kämpfe in Lothringen nahe der Ortschaft Saarburg (französisch: Sarrebourg).

Über den Todestag und die Todesumstände von Wilhelm Feller berichtet die Regimentsgeschichte des 112. Infanterie-Regiments:

„20. August: Allgemeine Lage: Der Feind war der ausweichenden 6. Armee nur langsam und zögernd gefolgt. Um Klarheit zuschaffen, ob ein feindlicher Hauptangriff durch Lothringen bevorsteht, entschließt sich der Führer der 6. Armee mit 6. und links anschließender 7. Armee zum Angriff überzugehen. 9:15 vorm. entwickelt sich das Regiment zum Angriff. RechterFlügel geht auf Kapelle südlich Saarburg, linker Flügel auf Kirchturm Bühl. Es sind eingesetzt: rechts III., links II., I. folgt hinterder Mitte. Beim Ueberschreiten des Bahndammes ostwärts Saarburg erhalten die Kompagnien Infanteriefeuer aus Richtung Riedinger Bahnhof. Der Angriff geht zunächst durch den Wustholz Wald durch und dann gegen Bühl. 1:45 ist der Ort Bühl, den der Feind heftig verteidigte, genommen und 100 Gefangene gemacht. Mit neugeordneten Verbänden steht das Regiment 3:00 nachm. am Westrand Bühl, die Reserve am Nordausgang des Ortes. Gegen 5:30 nachm. geht der Angriff auf die Höhen südlich Saarburg weiter. Der rechte Flügel des Regiments an der Straße Bühl, Saarburg erhält heftiges Infanteriefeuer aus den Kasernen und Friedhof Saarburg. 2 Kompagnien des Reserve-Bataillons werden am rechten Flügel eingesetzt, der Angriff geht langsam weiter. UmSaarburg wird vom I. Bahr. A.K. noch hart gekämpft. Endlich ist Saarburg genommen, die feindliche Infanterie geht hinter die Höhen südlich Saarburg zurück. Das Regiment erhält 6:40 nachm. den Befehl sich hinter der Höhe dicht südlich Saarburg zu sammeln. Während des Sammelns erfolgt ein feindlicher Gegenangriff vom Mückenhof und dem Rhein-Marne-Kanal her, der unter schwerenVerlusten für den Feind abgewiesen wird. Die Nacht verbringt das Regiment auf dem Sammelplatz. Auf der ganzen Linie zwischen Metz und den Vogesen waren die Franzosen geworfen. Die 6. und 7. Armee setzen am folgenden Tagdie Verfolgung fort.“

Man begrub Wilhelm Feller auf dem Soldatenfriedhof Plaine-de-Walsch in Grab 39.

Die Todesanzeige für Wilhelm Feller im Gießener Anzeiger

Sonderbeitrag: Eugen Wirth

Der Soldat Eugen Wirth stammte aus der Stadt Eppingen im heutigen Bundesland Baden-Württemberg. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als kriegsfreiwilliger Oberjäger in der 3. Kompanie des Garde-Schützen-Bataillons. Man zeichnete ihn mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und mit der badischen Tapferkeitsmedaille aus. Am 13.08.1916 fiel er während der Kämpfe in den Vogesen im Alter von 20 Jahren durch schwere Verwundung nahe Schweighausen bei Thann (französisch: Schweighouse-Thann).

Man begrub Eugen Wirth auf dem Soldatenfriedhof Cernay in Block 6, Grab 257.

In seiner Heimatstadt Eppingen gedenkt man Eugen Wirth noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2017/eppingen_lk-heilbronn_wk1_wk2_bw.html

Die Todesanzeige für Eugen Wirth im Gießener Anzeiger

Sonderbeitrag: Heinrich Dern

Der Soldat Heinrich Dern stammte aus Langsdorf, einem Stadtteil der hessischen Stadt Lich. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Unteroffizier in der 1. Kompanie des 87. Reserve-Infanterie-Regiments. Er wurde mit der Hessische Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet. Am 21.08.1916 fiel er während der Schlacht um Verdun. Er wurde während der Kämpfe im Chapitre-Wald – der Souville-Schlucht – und Bergwald getötet.

Die Lage des Grabes von Heinrich Dern ist unbekannt.

In seinem Heimatort Langsdorf gedenkt man Heinrich Dern noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2017/langsdorf_stadt-lich_lk-giessen_wk1_wk2_hs.html

Die Todesanzeige des Turnverein Lich-Langsdorf für Heinrich Dern im Gießener Anzeiger

Sonderbeitrag: Gerichtsreferendar August Metz

Der Soldat August Metz stammte aus der hessischen Stadt Nidda und lebte in Metz. Er war Gerichtsreferendar. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Leutnant der Reserve in der 11. Kompanie des 116. Infanterie-Regiments. Am 10.09.1914 wurde er schwer verwundet und geriet in Kriegsgefangenschaft. Dort starb er im Alter von 23 Jahren. Er wurde ein Opfer der Schlacht an der Marne.

Die Lage des Grabes von August Metz ist unbekannt.

In seiner Heimatstadt Nidda gedenkt man August Metz noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2018/nidda_lk-wetterau_wk1_wk2_hs.html

Die Todesanzeige der C. C. Starkenburgia für August Metz

Sonderbeitrag: Oberleutnant Adolf Leib

Der Soldat Adolf Leib stammte aus der hessischen Universitätsstadt Gießen und war kaiserlicher Bankbuchhalter in der Reichsbanknebenstelle in Konstanz . Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Oberleutnant des Reserve und Kompanieführer der 7. Kompanie des  418. Infanterie-Regiments. Eigentlich gehörte er zum 87. Infanterie-Regiment, war aber abgeordnet. Man zeichnete ihn mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und mit der Hessischen Tapferkeitsmedaille  aus. Am 25.10.1916 fiel er während der Schlacht um Verdun in Frankreich.

Man begrub Adolf Leib auf dem Soldatenfriedhof Amel-sur-l’Etang in Block 2, Grab 397.

Die Todesanzeige für Adolf Leib im Gießener Anzeiger

Sonderbeitrag: Der Lehrer Adam Kaiser

Der Lehrer Adam Kaiser stammte aus Langenhain, heute ein Teil der Ortschaft Langenhain-Ziegenberg, einem Ortsteil der hessischen Gemeinde Ober-Mörlen. Er war vermutlich Lehrer in Auerbach, einem Teil der Stadt hessischen Bensheim Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Unteroffizier in der 2. Kompanie des 118. Reserve-Infanterie-Regiments. Am 02.09.1916 fiel er im Alter von 24 Jahren, vermutlich bei der Erstürmung der französischen Stellungen beiderseits der Souville-Schlucht.

Der Sterbeort von Adam Kaiser:

Die Lage des Grabes von Adam Kaiser ist unbekannt.

In seiner Heimatstadt Auerbach gedenkt man Adam Kaier noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2013/auerbach_stadt-bensheim_kreis-bergstrasse_wk1_hs.html

Die Todesanzeige für den Lehrer Adam Kaiser im Gießener Anzeiger

Sonderbeitrag: Walter Ziemssen

Der Soldat Walter Ziemssen wurde am 04.12.1875 in Graudenz (seit 1945 polnisch: Grudziądz) geboren und lebte in Bad Honnef im heutigen Bundesland Nordrhein-Westfalen. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Hauptmann und Kompanieführer in der 9. Kompanie des 112. Infanterie-Regiments. Am 09.08.1914 fiel er im Alter von 38 Jahren bei Rixheim.

Man begrub Walter Ziemssen auf dem Soldatenfriedhof Illfurth in Block 7, Grab 52.

In seiner Heimatstadt Bad Honnef gedenkt man Walter Ziemssen noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/bad_honnef_wk1_nrw.htm, ebenso in Stralsund (St. Marien) im heutigen Bundesland  Mecklenburg-Vorpommern: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/stralsund_st_marien_wk1_ziemssen_mvp.htm

Das Grab von Walter Ziemssen auf dem Soldatenfriedhof Illfurth

Sonderbeitrag: Major Ludwig Schaake

Der Soldat Ludwig Schaake stammte aus Cosel in Schlesien (seit 1945 polnisch: Koźle) Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Major im Stab des III. Bataillons des 112. Infanterie-Regiments. Am 09.08.1914 fiel er nahe Mülhausen (französisch: Mulhouse) bei Rixheim.

Man begrub Ludwig Schaake auf dem Soldatenfriedhof Illfurth in Block 7, Grab 16.

Das Grab von Major Ludwig Schaake auf dem Soldatenfriedhof Illfurth