Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.576: Karl Ringlstetter

Der Soldat Karl Ringlstetter stammte aus der bayerischen Gemeinde Attenhofen und war der Sohn eines Hofbesitzers. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 2. Kompanie (Verlustliste: 3. Kompanie) des 11. bayerischen Infanterie-Regiments als Reservist. Am 05.05.1915 fiel er während eines Angriffs im Wald von Ailly im Alter von 24 Jahren durch Kopfschuss.

Über den Todestag und die Todesumstände von Karl Ringstetter berichtet die Regimentsgeschichte des 11. bayerischen Infanterie-Regiments:

„Ein eigener schwerer Angriff am 05.05. brachte die gesamte im April verlorengegangenen Linien wieder restlos in den Besitz des III. bayerischen Armee-Korps. Überraschend, nach kurzem Artillerievorbereitungsfeuer, stürmte das Regiment Carl, beiderseits eingerahmt von je einem Regiment der neu aufgesetzten 80. Infanterie-Brigade gegen die französischen Gräben an; in kurzer Zeit waren alle ehemaligen deutschen Linien wiedergewonnen und darüber hinaus noch die frühere vorderste Stellung der Franzosen besetzt. Mit einem Schlag war die Ruhe im Wald von Ailly hergestellt. Leider fiel gleich zu Beginn des Sturms der tapfere Kommandeur des Bataillons 11. Regiment, Major Georg Vogl.“

Offiziell ist für Karl Ringlstetter keine Grablage bekannt. Ich vermute jedoch, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Troyon beigesetzt wurde, wo man auch seine Regimentskameraden begrub, die im gleichen Zeitabschnitt fielen, u. a.

  • Gefreiter Sebastian Roithmeier, gefallen am 05.05.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof Troyon in Block 13, Grab 134,
  • Leutnant Josef Mandl, gefallen am 05.05.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof Troyon in Block 12, Grab 20,
  • Reservist Jakob Schrögmeier, gefallen am 06.05.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof Troyon in Block 12, Grab 87.

 

Sterbebild von Karl Ringlstetter
Rückseite des Sterbebildes von Karl Ringlstetter

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.554: Johann Wiedemann

Der Soldat Johann Wiedemann wurde am 04.12.1885 geboren und war Bäckermeister von Beruf. Im Ersten Weltkrieg diente er als Reservist in der 3. Kompanie des 12. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 09.10.1914 fiel er im Alter von 28 Jahren.

Über den Todestag und die Todesumstände berichtet die Regimentsgeschichte des 12. bayerischen Infanterie-Regiments:

„Am 09.10.1914 rückte das I. Bataillon beim Regiment wieder ein. In der Stellung wurde der Dienst in der Weise geregelt, dass ein Bataillon mit einem Maschinengewehr-Zug in der vordersten Linie, ein Bataillon mit einem Maschinengewehr-Zug als Bereitschaft bei la Toullette stand, während das letzte Bataillon mit zwei Maschinengewehren in Plessis-Cacheleux Verfügungstruppe des Regimentskommandeurs war. Am 11.10. machte der Feind nach Artillerievorbereitung einen Angriff gegen das in vorderster Linie befindliche II. Bataillon, wurde aber zurückgeschlagen. Hierbei wurden Leutnant Völkl (6. Kompanie) und 10 Mann verwundet, 5 Mann starben den Heldentod.“ 

Die Lage des Grabes von Johann Wiedemann ist offiziell unbekannt.

 

Sterbebild von Johann Wiedemann
Rückseite des Sterbebildes von Johann Wiedemann

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.531: Stephan Huber

Der Soldat Stephan Huber stammte aus dem bayerischen Dorf Haunersdorf und war Landwirt (Kehlbauer). Im  Ersten Weltkrieg diente er als Reservist in der 4. Kompanie des 16. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 02.10.1914 fiel er im Alter von 30 Jahren im Schlosshof von Chaulnes an der Somme.

Übrigens: Nach der Eroberung Chaulnes im September 1914 wurden die Bewohner Chaulnes nach Deutschland deportiert. Ein Verbrechen zu Beginn des Krieges.

Offiziell ist für Stephan Huber keine Grablage bekannt. Ich vermute jedoch sehr stark, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers beigesetzt wurde, wo man auch seine Regimentskameraden begrub, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.

  • Leutnant der Reserve Franz Schmid, gefallen am 26.09.1914 bei Chaulnes, begraben auf dem Soldatenfriedhdof Vermandovillers in einem Massengrab;
  • Sergeant Gustav Müller, gefallen am 26.09.1914 bei Chaulnes, begraben auf dem Soldatenfriedhdof Vermandovillers in einem Massengrab;
  • Unteroffizier Alfred Weckert, gefallen am 02.10.1914 bei Chaulnes, begraben auf dem Soldatenfriedhdof Vermandovillers in einem Massengrab;
  • Infanterist Franz Steinherr, gefallen am 25.09.1914 bei Chaulnes, begraben auf dem Soldatenfriedhdof Vermandovillers in einem Massengrab.

 

Sterbebild von Stephan Huber
Rückseite des Sterbebildes von Stephan Huber

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.527: Franz Xaver Geltinger

Der Soldat Franz Xaver Geltinger stammte aus Leberskirchen, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Schalkham, und der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Reservist im 2. bayerischen Ersatz-Bataillon, 1. gemischte Ersatz-Brigade. Am 04.09.1914 fiel er im Alter von 25 Jahren bei Laveline während der Kämpfe bei Mandray.

Die Lage des Grabes von Franz Xaver Geltinger ist offiziell unbekannt.

Sterbebild von Franz Xaver Geltinger
Rückseite des Sterbebildes von Franz Xaver Geltinger

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.521: Georg Brandl

Der Soldat Georg Brandl wurde am 25.02.1890 in Johannesbrunn geboren, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Schalkham, und war der Sohn eines Tagelöhners. Im Ersten Weltkrieg diente er als Reservist in der 4. Kompanie des 16. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 05.08.1915 wurde er bei Arras schwer verwundet und verstarb am 09.06.1915 im Alter von 25 Jahren im Lazarett Frankfurt.

Man begrub Georg Brandl auf dem Soldatenfriedhof Hauptfriedhof Frankfurt in Reihe C, Grab 31.

Sterbebild von Georg Brandl
Rückseite des Sterbebildes von Georg Brandl

Sonderbeitrag: Ludwig Reinöhl

Der Soldat Ludwig Reinöhl wurde am 29.04.1885 in der bayerischen Stadt Augsburg geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Reservist in der 7. Kompanie des 99. Reserve-Infanterie-Regiments. Am 26.12.1914 verstarb er nach schwerer Verwundung während der Kämpfe in den Vogesen im Alter von 29 Jahren im Hilfslazarett Bürgerspital Straßburg.

Man begrub Ludwig Reinöhl auf dem Soldatenfriedhof Strasbourg-Cronenbourg  in Block 4 Grab 126. Seine Heimatstadt Augsburg errichtete einen besonderen, dekorativen Grabstein für Ludwig Reinöhl, da dieser sein Vermögen den Kriegsinvaliden seiner Heimatstadt spendete.

Das Grab von Ludwig Reinöhl auf dem Soldatenfriedhof Strasbourg-Cronenbourg

 

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.511: Johann Schmid

Der Soldat Johann Schmid stammte aus der bayerischen Stadt Olching und war der Sohn eines Fabrikarbeiters. Im Ersten Weltkrieg diente er als Reservist in der 10. Kompanie des 15. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 03.05.1916 fiel er im Alter von 24 Jahren bei Thelus durch einen Minentreffer.

Man begrub Johann Schmid auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.

Seine Heimatgemeinde Olching gedenkt noch heute Johann Schmid auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2010/olching_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Johann Schmid
Rückseite des Sterbebildes von Johann Schmid

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.499: Xaver Zisler

Der Soldat Xaver Zisler wurde am 27.02.1889 in Lesmannsried als Sohn eines Landwirts geboren, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Dachselsried. Im Ersten Weltkrieg diente er als Reservist in der 6. Kompanie des 11. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 27.12.1914 (Verlustlisten und Volksbund: 28.12.1914) wure er im Alter von 25 Jahren bei den ersten Kämpfen bei Saint-Mihiel an der Maas, wenige Kilometer von Verdun entfernt, schwer verwundet und verstarb.

Man begrub Xaver Zisler auf dem Soldatenfriedhof Troyon in Block 1, Grab 98.

Seine Heimatsgemeinde Dachselsried gedenkt Xaver Zisler noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/drachselsried_bay.htm

Sterbebild von Xaver Zisler
Rückseite des Sterbebildes von Xaver Zisler

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.482: Friedrich Widmann

Der Soldat Friedrich Widmann stammte aus Ruhpolding und arbeitete für die Bahn. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Reservist und Infanterist im Maschinengewehr-Zug des 4. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 09.04.1915 fiel er im Alter von 28 Jahren im Bois d’Ailly, in der Nähe von Saint-Mihiel in Frankreich.

Man begrub Friedrich Widmann auf dem Soldatenfriedhof Troyon in Block 1, Grab 247.

Seine Heimatgemeinde Ruhpolding gedenkt Friedrich Widmann noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/ruhpolding_1870-71_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Friedrich Widmann
Rückseite des Sterbebildes von Friedrich Widmann

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.407: Josef Metzger

Der Soldat Josef Metzger stammte aus Nordholz, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Buch, und wurde am 22.10.1891 geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er als Reservist in der 4. Kompanie des 4. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 18.03.1915 fiel er im Alter von 23 Jahren in der Nähe von Combres-sous-les-Côtes bei Verdun.

Man begrub Josef Metzger auf dem Soldatenfriedhof Troyon in einem Massengrab.

Sterbebild von Josef Metzger
Rückseite des Sterbebildes von Josef Metzger