Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.459: Engelbert Hackner

Der Soldat Engelbert Hackner stammte aus Altmühldorf, einem Ortsteil der bayerischen Stadt Mühldorf am Inn, und war der Sohn eines Landwirts (Schnambergerbauerssohn). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 1. Kompanie des  24. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 25.05.1916 fiel er im Alter von 22 Jahren bei einem Sturmangriff während der Schlacht um Verdun.

Über den Todestag und die Todesumstände von Engelbert Hackner berichtet die Regimentsgeschichte des 24. bayerischen Infanterie-Regiments:

„Ein für den 25.06.1916, 6 Uhr vormittags angesetzter Angriff konnte nicht zur Ausführung gebracht werden, weil der Befehl verspätet eintraf. Der Sturm wurde daraufhin auf 6 Uhr nachmittags verlegt.

Im Laufe des Nachmittags versuchten I. und III. Bataillon, sich für den Angriff zu gliedern, und so gut es ging, für den Sturm bereitzustellen.

Um 5.45 Uhr nachmittags traten die 9. und 10. Kompanie von der Albainschlucht aus mit Anschluss rechts an das 6. Garde-Infanterie-Regiment zu Fuß zum Sturm an. Sie vereinigten sich dann nach kurzer Zeit mit der in 1. Linie stehenden 11. und 12. Kompanie zu einer Angriffswelle, überrannten die feindlichen Gräben und arbeiteten sich durch die Thiaumontschlucht vorwärts. Durch starkes Maschinengewehr-Feuer aus Richtung Thiaumontferme, die angeblich in unserem Besitz sein sollte, wurden die Kompanien unter großen Verlusten nach rechts abgedrängt und vermischten sich mit den Gardetruppen. Der Angriff kam schließlich zum Stehen.

Das Bataillon brachte drei Offiziere und etwa 100 Mann als Gefangene ein.

Das I. Bataillon fand noch schwierigere Verhältnisse vor. Als die 1. Kompanie eben den Sturmgraben verlassen hatte, wurde sie mit Feuer überschüttet und musste unter Zurücklassung einer großer Anzahl Toter und Verwundeter nach kurzem Anlauf in die Ausgangsstellung zurück.

Die 3. Kompanie, die sich noch im Abschnitt der 2. bayerischen Infanterie-Division befand, machte dort den Sturm mit.“

Man begrub Engelbert Hackner auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab.

Sterbebild von Engelbert Hackner
Rückseite des Sterbebildes von Engelbert Hackner

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.454: Michael Waldinger

Der Soldat Michael Waldinger wurde am 31.12.1879 in Gundelshausen geboren, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Schweitenkirchen, und war der Sohn eines Landwirts. Er lebte zuletzt in Larsbach, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Wolnzach. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Wehrmann in der 12. Kompanie des 7. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments (Fehler auf Sterbebild). Am 01.03.1915 fiel er im Alter von 35 Jahren im Argonnenwald bei Malancourt, nicht weit entfernt von dem Ort, an dem die furchtbare Schlacht um Verdun stattfand.

Über den Todestag von Michael Waldingervermerkt die Regimentsgeschichte des 7. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments lapidar:

„01.03.1915 Der Franzose wütet gegen uns mit Geschütz und baut sich wieder ein.“

Man begrub Michael Waldinger auf dem Soldatenfriedhof Consenvoye in einem Massengrab.

Sterbebild von Michael Waldinger
Rückseite des Sterbebildes von Michael Waldinger

Sonderbeitrag: Rudolf Engel

Oberleutnant der Reserve Rudolf Engel
Der Soldat Rudolf Engel wurde am 11.03.1881 in Stralsund im heutigen Bundesland Mecklenburg-Vorpommern geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Oberleutnant der Reserve im Stab des 74. Reserve-Infanterie-Regiments. Am 24.04.1916 verstarb er im Alter von 33 Jahren im 10. Feldlazarett des XVIII. Armee-Korps, nachdem er zuvor während der Schlacht um Verdun nahe Douaumont schwer verwundet worden war.

Über den Tag und die Umstände der tödlichen Verwundung von Rudolf Engel berichtet die Regimentsgeschichte des 74. Reserve-Infanterie-Regiments:

„Anderthalb Stunden später trifft von Leutnant Schlüter die Trauerbotschaft ein: „Oberleutnant Engel ist um 11 Uhr vormittags in der Stellung des Bataillons schwer verwundet. Granate rechten Teil des Beckens zerschmettert. Ist sofort zurückgebracht worden, hatte starke Schmerzen, ich habe ihn noch gesprochen.“

In seiner gewohnten Selbstbeherrschung und Kaltblütigkeit ist Oberleutnant Engel die Stellung abgegangen, als dicht in seiner Nähe eine schwere Granate einschlug. Obwohl eine gewaltige Zertrümmerungswunde seinen Körper schwächt, will er vorne den Abschnitt nicht verlassen. Die gleiche Granate hat seinem Melder Eilers ein Bein abgeschossen, er stirbt bald darauf. Drei Kameraden, die zum Verbinden heraneilen, werden durch eine neue Granate getötet. Als Oberleutnant Engel durch den starken Blutverlust seine Kräfte schwinden fühlt, lässt er sich mit einem Tragknüppel zur Minze zurückbringen. Tapfer hält er die Schmerzen beim Verbinden aus. Aber es ist zu spät. Er bekommt das Wundfieber dazu und haucht sein Leben aus. Einen der schneidigsten und beliebtesten Offiziere haben wir mit ihm verloren.„

Man begrub Rudolf Engel auf dem Soldatenfriedhof Azannes I. in Block 1, Grab 508.

 

In Stellung am Reichsackerkopf – Von rechts nach links: Oberleutnant Engel, Leutnant Haase, Fähnrich Butt, Offiziersstellvertreter Eschenbüscher, Landsturmmann Stephan, Gefreiter Riese

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.429: Michael Geitner

Der Soldat Michael Geitner stammte aus Reusch, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Kastl (Lauterachtal) und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Landsturmmann in der 9. Kompanie des 6. bayerischen Infanterie-Regiments. Er fiel Ende Juli 1916 im Alter von 34 Jahren während der Schlacht um Verdun.

Die Lage des Grabes von Michael Geitner ist unbekannt, ich vermute jedoch, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville begraben worden sein kann, wo man auch Regimentskameraden von ihm begrub, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.

  • Oberleutnant Friedrich Neumeier, gefallen am 30.07.1916 bei Fleury, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab;
  • Landsturmmann Franz Xaver Diepold, gefallen am 27.07.1916 bei Fleury, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab.

 

Seine Heimatgemeinde Hausen gedenkt Michael Geitner noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2011/Ursensollen-Hausen_wk1u2_bay.html

Sterbebild von Michael Geitner
Rückseite des Sterbebildes von Michael Geitner

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.426: Alois Pöschl

Der Soldat Alois Pöschl stammte aus der bayerischen Gemeinde Nußdorf, wurde am 04.06.1882 geboren und war Besitzer einer Ziegelei. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 5. Kompanie des bayerischen Infanterie-Leib-Regiments. Am 04.07.1916 fiel er während der Schlacht um Verdun bei Fleury-devant-Douaumont im Alter von 33 Jahren durch eine Granatsplitterverletzung.

Offiziell ist für Alois Pöschl keine Grablage bekannt. Die Gefallenen von Felury-devant-Douaumont wurden jedoch in Hautecourt-lès-Broville beigesetzt. Daher vermute ich, dass er dort anonym in einem Massengrab begraben wurde.

Sterbebild von Alois Pöschl
Rückseite des Sterbebildes von Alois Pöschl

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.425: Matthäus Bräustetter

Der Soldat Matthäus Bräustetter stammte aus Winden, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Haag in Oberbayern, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 2. Kompanie des 1. bayerischen Jäger-Bataillons. Seit dem 09.07.1916 gilt er als während der Schlacht um Verdun vermisst. Er kam bei den Kämpfen um Fleury-devant-Douaumont ums Leben und wurde 21 Jahre alt.

Laut Volksbund ist Mathäus Bräustetter am 11.12.1916 gefallen und in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville begraben worden.

Sterbebild von Matthäus Bräustetter
Rückseite des Sterbebildes von Matthäus Bräustetter

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.419: Franz Xaver Stögmeier

Der Soldat Franz Xaver Stögmeier stammte aus der bayerischen Gemeinde Hausham. Er war von Beruf Bergmann. Im Ersten Weltkrieg diente er als Reservist und Infanterist in der 6. Kompanie des 159. preußischen Infanterie-Regiments. Am 02.08.1916 fiel er am Pfefferrücken während der Stellungskämpfe bei Verdun im Alter von 27 Jahren nach zwei Jahren Kriegsdienst.

Die Lage des Grabes von Franz Xaver Stögmeier ist unbekannt.

Sterbebild von Franz Xaver Stögmeier
Rückseite des Sterbebildes von Franz Xaver Stögmeier

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.418: Ewald Stöppler

Der Soldat Ewald Stöppler wurde am 25.10.1896 in Nordwalde gebroren, eine Gemeinde im heutigen Bundesland Nordrhein-Westfalen. Im Ersten Weltkrieg diente er als Musketier in der 4. Kompanie des 130. preußischen Infanterie-Regiments. Am 23.08.1916 wurde er bei einem Gefecht bei Fleury-devant-Douaumont während der Schlacht um Verdun schwer verwundet. Am 10.09.1916 verstarb er im Alter von 19 Jahren im Feldlazarett 4 in Frankreich.

Über den Tag der schweren Verwundung von Ewald Stöppler berichtet die Regimentsgeschichte des 130. preußischen Infanterie-Regiments:

„6. Kompanie löst am 23.08.1916 morgens die 2./98. bei Fleury ab und schlägt 4 Uhr und 7 Uhr nachmittags starke Angriffe ab. Nachts vergast der Feind die Fleurystellung, so dass das zum Gegenangriff herangezogene II. Bataillon erst um 5.50 Uhr in Stellung gelangt (5./98.; 8., 6./130.; 6., 7., 8. und 12./98; 5./130 Reserve; alles unter III./98).

Schon um 6 Uhr vormittags beginnt die Artillerievorbereitung und um 6.15 Uhr vormittags der Sturm. Da es nicht gelungen war, alle Kompanien rechtzeitig zu benachrichtigen, stürmen nur 6. und 7./98 und 6. und 8./130 vor. Diese gelangen bis an die 1. französische Linie, wo sie mit Maschinengewehr-Feuer empfangen werden. Bald greifen Schwarze die rechte Flanke der 8. Kompanie an. In heftigem Nahkampf, unterstützt durch ein Maschinengewehr, werden diese Söhne Frankreichs zurückgeschlagen. Vizefeldwebel Soltwedel fällt hierbei, ebenso der Fähnrich Fuchslocher, als er einen Verwundeten bergen will. Im lebhaften feindlichen Feuer bleiben die Kompanien den Tag über zwischen den Linien liegen. Als es gilt, eine Meldung zum Fort zu bringen, meldet sich der Gefreite Koppa der 8. Kompanie freiwillig und führt seinen Auftrag am hellichten Tag in dem völlig ebenen von drei Siten einsehbaren Gelände von Trichter zu Trichter springen aus.

Abends verstärkt die 5. Kompanie die 8. und 6./98, 7. Kompanie löst 12./98 ab. 3. und 4. Kompanie werden zusammen mit 5. und 7./56 in die Lücke zwischen 33. Infanterie-Division und 14. Infanterie-Division eingesetzt, wo 5./98 vermisst wird.“

Die Lage des Grabes von Ewald Stöppler ist unbekannt. Ich vermute, er könnte auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville anonym in einem Massengrab beigesetzt worden sein könnte. Ich habe jedoch keine Anhaltspunkte dafür finden. Es ist eine reine Spekulation.

Seine Heimatgemeinde Nordwalde gedenkt Ewald Stöppler noch ehuet auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2012/nordwalde_kreis-steinfurt_wk1_nrw.html

Sterbebild von Ewald Stöppler
Rückseite des Sterbebildes von Ewald Stöppler

Sonderbeitrag: Johanna Gabriel, Krankenschwester

Johanna Gabriel war eine Krankenschwester und stammte aus Chemnitz im heutigen Bundesland Sachsen. Sie starb am 30.10.1916 während der Schlacht um Verdun in Stenay an einer Krankheit.

Man begrub Johanna Gabriel auf dem Soldatenfriedhof Consenvoye in einem Massengrab (siehe unten).

Die Inschrift für Johanna Gabriel am Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Consenvoye
Die Namensplatte mit der Inschrift für Johanna Gabriel am Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Consenvoye
In diesem Massengrab wurde Johanna Gabriel begraben.

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.410: Wilhelm Riedl

Der Soldat Wilhelm Riedl wurde am 11.02.1885 in Ecknach, einem Ortsteil der bayerischen Stadt Aichach, als Sohn eines Kleinbauern geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er er in der 12. Kompanie des 15. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 28.02.1916 fiel er im Alter von 31 Jahren während der Schlacht um Verdun bei Haudiomont. Zunächst wurde gemeldet, er sei schwer verwundet worden, dann ergänzte man drei Monate später, er sei auch vermisst. Schließlich erhielt man Gewissheit: Er war gefallen.

Es ist keine Grablage für Wilhelm Riedl bekannt. Ich kann auch keine Vermutung über den Ort seines Grabes anstellen, da seine Kameraden über die Soldatenfriedhöfe rund um Verdun verstreut liegen. Offensichtlich ging man bei der Zusammenlegung der Soldatenfriedhöfe nach dem Ersten Weltkrieg recht wahllos vor.

Sterbebild von Wilhelm Riedl
Rückseite des Sterbebildes von Wilhelm Riedl