Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.553: Josef Hofmeister

Der Soldat Josef Hofmeister stammte aus Holzhausen, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Griesstätt, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 3. Kompanie des 3. bayerischen Infanterie-Leib-Regiments. Am 11.07.1916 fiel er im Alter von 20 Jahren während der Schlacht um Verdun in dem kleinen Dorf Fleury bei der Wegnahme der dortigen Munitionsräume.

Über den Todestag von Josef Hofmeister schreibt die Regimentsgeschichte des Infantrie-Leib-Regiments:

„11.07.1916 Ab Mitternacht Gasschießen der Artillerie. Mit Beginn des Tages Einsetzen des Zerstörungsschießens. 7.45 Uhr Antreten zum Sturm. Die vordersten Wellen der 1., 2. und 3. Kompanie überrennen die feindliche Linie, in der dicht massiert die Franzosen zu einem Angriff bereitstehen. Der in Fleury haltende Feind wird durch Umgehung zum Weichen gebracht. Vorderste Linie gräbt sich am Tagesziel ein, nach links ohne jeden Anschluss. Anscheinend traten die Regimenter links gar nicht an, aber das kümmerte zuerst nicht. Eigene Patroille von drei Mann bringt aus Filzlaus zwei Maschinengewehre und 70 Gefangene mit. Der Erfolg des Tages übertraf noch den des 23.06. 24 Offiziere und 1.500 Franzosen wurden gefangen, 20 Maschinengewehre und zwei Kanonen erbeutet, abgesehen von der großen Munitions- und sonstigen Beute aus den M-Räumen. Dort französische Brigandestab mit Flamnmenwerfer ausgeräuchert.“

Offiziell ist für Josef Hofmeister keine Grablage bekannt. Ich vermute jedoch, dass man ihn auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville anonym in einem Massengrab beigesetzt hat. Dort ruhen auch seine Regimentskameraden, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.

  • Unteroffizier Anton Baindl, gefallen am 11.07.1916 bei Fleury, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab;
  • Unteroffizier Christian Brodhauser, gefallen am 10.07.1916 bei Fleury, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab;
  • Gefreiter Georg Mögele, gefallen am 10.07.1916 bei Fleury, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab;
  • Unteroffizier Paul Lang, gefallen am 10.07.1916 bei Fleury, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab.

 

Sterbebild von Josef Hofmeister
Rückseite des Sterbebildes von Josef Hofmeister

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.464: Adalbert Hartmann

Der Gefreite Adalbert Hartmann wurde am 13.02.1890 im bayerischen Unterthingau als Sohn eines Landwirts geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 5. Kompanie des 20. bayerischen Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Verdienstkreuz mit Schwertern ausgezeichnet. Am 11.07.1916 (Fehler auf Sterbebild) verstarb er in einem Lazarett, nachdem er am 28.06.1916 bei den Kämpfen auf Kalter Erde und bei Fleury während der Schlacht um Verdun verwundet worden war.

Adalbert Hartmann wurde auf dem Soldatenfriedhof Pierrepont in Block 1, Grab 194, begraben.

Seine Heimatgemeinde Unterthingau gedenkt Adalbert Hartmann noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/unterthingau_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Adalbert Hartmann
Rückseite des Sterbebildes von Adalbert Hartmann

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.355: Wolfgang Rinkl

Wolfgang Rinkl wurde in Hinterfelling, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Rattenberg, als Sohn eines Landwirts geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der Maschinengewehr-Kompanie des 10. bayerischen Infanterie-Regiments und wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 03.07.1916 fiel er im Alter von 26 Jahren während der Schlacht um Verdun bei dem kleinen, heftig umkämpften Dorf Fleury.

Offiziell ist keine Grablage für Wolfgang Rinkl bekannt. Da jedoch seine Regimentskameraden, die im gleichen Zeitraum fielen, auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville begraben wurden, gehe ich davon aus, dass er auf diesem Friedhof anonym in einem Massengrab beigesetzt wurde:

  • Leutnant Hans Gipser, gefallen am 21.06.1916 im Fosse-Wald, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab;
  • Unteroffizier Xaver Leimböck, gefallen am 03.07.1916, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab;
  • Gefreiter Stephan Zauner, gefallen am 12.06.1916 bei Douaumon, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab;
  • Infanterist Lampert Rösl, gefallen am 03.07.1916 bei Fleury, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab.

 

Sterbebild von Wolfgang Rinkl
Rückseite des Sterbebildes von Wolfgang Rinkl

Der theoretische Weg von Wolfgang Rinkl von seinem Geburtsort über seinen Sterbeort zu seinem wahrscheinlichen Grab:

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.362: Matthias Putz

Der Unteroffizier Matthias Putz stammte aus Niederpretz, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Hutthurm, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 7. Kompanie des 24. bayerischen Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Verdienstkreuz 3. Klasse mit Krone und Schwertern ausgezeichnet. Am 23.06.1916 fiel er im Alter von 27 Jahren bei Fleury während der Schlacht um Verdun nach 23 Monate Kriegsdienst.

Offiziell ist für Matthias Putz keine Grablage bekannt. Ich gehe jedoch davon aus, dass er auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville anonym in einem Massengrab beigesetzt wurde. Dort ruhen seine Kameraden aus dem 24. bayerischen Infanterie-Regiment, die im gleichen Zeitraum fielen.

Sterbebild von Matthias Putz
Rückseite des Sterbebildes von Matthias Putz

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 1.139: Johann Loher

Johann Loher stammte aus Nußbaum, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Herbertsfelden, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 11. Kompanie (Irrtum auf Sterbebild) des 20. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 27.06.1916 fiel er im Alter von 21 Jahren in Frankreich während der furchtbaren Kämpfe auf Kalter Erde und bei Fleury, alos während der Schlacht um Verdun.

Offiziell ist für Johann Loher keine Grablage bekannt. Ich vermute jedoch, dass er während der Zusammenlegung von Begräbnisstätten auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab beigesetzt wurde. Dort wurde die anderen am gleichen Tag gefallenen Kameraden von Johann Loher aus der 11. Kompanie beigesetzt:

  1. Landsturmmann Josef Walch, gefallen am 27.06.1916 bei Douaumont, begarben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab;
  2. Landsturmmann Karl Herkommer, gefallen am 27.06.1916 bei Douaumont, begarben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab.

Sterbebild von Johann Loher
Rückseite des Sterbebildes von Johann Loher

 

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 919: Ignaz Poschner

Der Dienstknecht Ignaz Poschner stammte aus Rumersham, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Obing, und arbeitete in Emertsham. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 3. Kompanie des 1. Jäger-Bataillons. Am 08.08.1916 fiel er im Alter von 28 Jahren bei dem Dorf Fleury-devant-Douaumont und dem Zwischenwerk Thiaumont bei den sinnlosen und verlustreichen Kämpfen vor Verdun in Frankreich.

Eine Grablage ist für Ignaz Poschner offiziell nicht bekannt. Es könnte jedoch sein, dass seine sterblichen Überreste anonym auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab beigesetzt wurden. So erging es beispielsweise seinem Regimentskameraden Leutnant Jakob Gewolf, der ebenfalls am 08.08.1916 an der gleichen Stelle fiel.

Seine Heimatgemeinde Obing gedenkt noch heute Ignaz Poschner auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2011/obing_wk1_wk2_bay.html

Sterbebild von Ignatz Poschner
Rückseite des Sterbebildes von Ignatz Poschner