Der Bauerssohn Johann Ganghofer stammte aus Unterremmelsberg, heute ebenso wie Taufkirchen ein Ortsteil der Gemeinde Falkenberg in Niederbayern. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 3. Kompanie des 2. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments als Reservist. Am 07.12.1914 verstarb er im Alter von 25 Jahren in einem Lazarett in Aachen an der Verwundung durch einen Lungenschuss, den er sich am am 21.10.1914 bei Arras zugezogen hatte.
Eine Grablage ist offiziell nicht bekannt. Ich gehe jedoch davon aus, dass Johann Ganghofer auf dem Waldfriedhof Aachen beigesetzt wurde.
Mathias Stürzer war ein Stiefsohn in Manhart, heute ein Ortsteil der Gemeinde Reichertsheim. Später lebte er in Berging in Oberbayern. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 1. Kompanie des 2. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments als Soldat. Am 13.08.1915 verstarb er im Alter von 30 Jahren im Kriegslazarett in Büren (Westfalen) an einer Krankheit.
Ich vermute, Mathias Stürzer wurde auf dem lokalen zivilen Friedhof beigesetzt worden. Eine Grablage ist für ihn allerdings nicht bekannt.
Der Unteroffizier Johann Immerz wurde am 11.08.1892 in Oberostendorf geboren und war Käser von Beruf. 1912 leistete er beim 8. Infanterie-Regiment in Metz seinen Wehrdienst ab. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 6. Kompanie des 18. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 20.08.1914 wurde er durch einen Schuss in den Schenkel verwundet. Am 06.03.1915 war er wieder hergestellt und kehrte zur Truppe zurück. Er wurde zum 22. Reserve-Infanterie-Regiment versetzt – 6. Kompanie. Am 18.04.1915 fiel er im Alter von 22 Jahren am Sattelkopf im Münstertal (Vogesen) in Frankreich.
Eine Grablage ist für Johann Immerz nicht bekannt. Ich gehe jedoch davon aus, dass er auf dem Soldatenfriedhof Breitenbach in einem Massengrab beigesetzt wurde. Ich begründe meine Annahme mit dem Schicksal und Verbleib seiner gefallenen Kameraden aus seiner Kompanie:
Infanterist Ludwig Lutz, gefallen am 18.04.1915 bei Mühlbach, beigesetzt auf dem Soldatenfriedhof Breitenbach in einem Massengrab;
Unteroffizier Wilhelm Stein, gefallen am 18.04.1915 bei Mühlbach, beigesetzt auf dem Soldatenfriedhof Breitenbach in Block 4 Grab 16;
Infanterist Georg Klemm, gefallen am 18.04.1915 am Sattelköpfle, beigesetzt auf dem Soldatenfriedhof Breitenbach in einem Massengrab;
Infanterist Bernhard Dries, gefallen am 18.04.1915, beigesetzt auf dem Soldatenfriedhof Breitenbach in einem Massengrab.
Der Infanterist Sebastian Wölfle wurde am 27.08.1893 in Remmelsberg geboren, heute ein Ortsteil der Gemeinde Untrasried. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 3. Kompanie des 17. Infanterie-Regiments. Am 05.09.1914 fiel er im Alter von 21 Jahren bei Gerberviller.
Eine Grablage ist für Sebastian Wölfle nicht bekannt. Ich gehe jedoch davon aus, dass er als unbekannter Toter in einem Massengrab des Soldatenfriedhofs Gerbéviller beigesetzt wurde. Ich begründe meine Annahme mit dem Schicksal seines Kameraden Unteroffizier Wilhelm Göbel, gefallen am 05.09.1914 bei Gerbeviller, begraben auf dem Soldatenfriedhof Gerbéviller in einem Massengrab.
Der Wehrmann Karl Klotz wurde am 25.04.1894 in Honsolgen geboren, heute ein Ortsteil der Stadt Buchloe in Bayern. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 5. Kompanie des 20. Infanterie-Regiments als Soldat. Am 01.06.1915 fiel er im Alter von 21 Jahren in Frankreich bei Fay an der Somme.
Das Grab von Karlk Klotz befindet sich auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers. Man setzte ihn dort in einem Massengrab bei.
Der Wehrmann Heinrich Blumberger stammte aus Mitterhausen, heute ein Ortsteil der Stadt Neuötting, und war der Sohn eines Kleinlandwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 5. Kompanie des 2. Landwehr-Infanterie-Regiments als Soldat. Am 04.08.1915 fiel er im Alter von 33 Jahren während der Kämpfe in den Vogesen.
Das Grab von Heinrich Blumberg befindet sich auf dem Soldatenfriedhof Hohrod in Block 2, Grab 449.
Der Gefreite Ludwig Bachhuber stammte aus Wang in Oberbayern. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er bei einem bayerischen Reserve-Infanterie-Regiment. Am 11.07.1917 fiel er in Nordfrankreich im Alter von 37 Jahren durch einen Bauchschuss. Ein Bauchschuss war im Ersten Weltkrieg mit einem Todesurteil gleichbedeutend, schließlich gab es noch kein Antibiotikum.
Man begrub Ludwig Bachhuber auf dem Soldatenfriedhof Annoeullin in Block 4, Grab 274.
Schreinermeister Gebhard Hieble wurde am 21.03.1883 in Lindenberg geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 1. Kompanie des 1. Landwehr-Infanterie-Regiments (Falschangabe auf dem Sterbebild) als Ersatz-Reservist. Am 22.07.1915 fiel er im Alter von 32 Jahren in den Vogesen in Frankreich während der zweiten Schlacht um Münster.
Man begrub Gebhard Hieble auf dem Soldatenfriedhof Hohrod im Block 1, Grab 70.
Der Wehrmann Josef Hengge wurde am 12.01.1880 in Rieden bei Immenstadt geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 5. Kompanie des 3. Landwehr-Infanterie-Regiments. Am 16.10.1914 fiel er im Alter von 34 Jahren bei Urbeis in den Vogesen.
Man begrub Josef Hengge auf dem Soldatenfriedhof Hohrod in Block, 2 Grab 403.