Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 2.034: Ludwig Hüfner

Der Soldat Ludwig Hüfner stammte aus Werberg, einem ehemaligen Dorf, das heute nicht mehr existiert und sich auf dem heutigen Truppenübungsplatz Wildflecken befand. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 4. Kompanie des 24. bayerischen Infanterie-Regiments als Infanterist. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 13.03.1917 fiel er im Alter von 23 Jahren bei Vigneulles während der Stellungskämpfe im Wald von Apremont und Ailly durch schwere Verwundung.

Über den Zeitraum des Todes von Ludwig Hüfner berichtet die Regimentsgeschichte des 24. bayerischen Infanterie-Regiments:

„Die vom Regiment besetzte Stellung bei St.-Mihiel lag östlich des Forts „Römerlager“ am sogenannten „Kuhkopf“, der die Denezieresschlucht überhöhte. Der Anmarschweg war durch dichten Waldbestand gegen Sicht geschützt, sodass die Ablösung unterwegs vorgenommen werden konnte. Die Stellung bestand aus einem fast unübersehrbaren Grabengewirr, das bei dem leicht brüchigen Boden, den in dieser Jahreszeit reichlichen Niederschlägen und dem häufig zutage tretenden Grundwasser nur schwer instand gehalten werden konnte. Innerhalb des Grabensystems waren besonders wichtige Stellen zu Stützpunkten ausgebaut. An den Gräben war viel, aber nicht planmäßig gearbeitet.

Die Front galt als ruhig. Wie jede Stellung im Westen ihre Besonderheit hatte, die gewissermaßen historisch zu erklären waren, so trat hier der ausgiebige Gebrauch von Minenwerfern, die zum großen Teil als bodenständig zur Stellung gehörten, in die Erscheinung. Der Gegner lag teilweise nur 40 Meter entfernt, sodass die Verwendung von Artillerie zur Beschießung der vordersten feindlichen Linie nicht mehr möglich war. Gelegentlich war die beiderseitige Minenwerfertätigkeit lebhafter, besonders wenn die feindlichen Minenwerfer die deutschen zu einem „Strafschießen“ herausforderten. Reger Patrouillenbetrieb unterblieb mit Rücksicht auf die Nähe des Gegners. Stärkeres feindliches Artilleriefeuer oder andere Gründe veranlassten manchmal die höhere Führung, die Gefechtsbereitschaft zu verschärfen und die in Ruhe befindlichen Teile des Regiments in die Stellung zu befehlen.

Das Ruhelager des Regiments „Neu-Württemberg“ war solide und geräumig gebaut. Jedes Bataillon hatte seine eigenen Quartiere mit allem Zubehör, wie Badeanstalt, Waschraum für die Wäsche, Marketenderei usw.

In der Stellung waren jeweils vier Kompanien in vorderer Linie. Zwei Kompanien standen in Bereitschaft (je eine Kompanie in der 3. Linie und am „Alten Erdwerk“), zwei Kompanien befanden sich im Lager „Neu-Württemberg“ als Regimentsreserve. Das Ruhebataillon wurde von Zeit zu Zeit zu Ausbildungszwecken nach Haumont und La Chaussée, später nach Chamblay, zurückgezogen. Die Regimentsbefehlsstelle war zuerst im Lager „Blümleinschlucht“, später im Lager „Neu-Württemberg“.

Alle 5 – 6 Tage wurde abgelöst. Am 11.01.1917 wurde das II. Bataillon für 15 Tage dem 1. bayerischen Infanterie-Regiment taktisch unterstellt und rückte nach St.-Mihiel. Während dieser Zeit versahen die beiden anderen Bataillone den Stellungsdienst alleine.

Am 31.01. unternahm das I. Bataillon eine gewaltsame Erkundung. Sie verlief planmäßig und führte zur Einbringung eines Gefangenen.

Nach ausgiebiger Artillerie- und Minenwerfervorbereitung machte der Gegner am 16.02. einen Vorstoß gegen die 1. und 2. Kompanie, ohne etwas zu erreichen.

Am 17.02. blieben dauernd zwei volle Bataillone in Stellung. Ein Bataillon besetzte wie bisher die vordere Linie, von dem zweiten Bataillon, dem Bereitschaftsbataillon, sollte eine Kompanie in die 3. linie, eine Kompanie in die 4. Linie, eine Kompanie in das „König-Karl-Lager“ und die letzte Kompanie in das „Alte Erdlager“ und in den „C-Graben“. Die Durchführung dieser Neugliederung war jedoch von der Schaffung einiger Unterstandsgruppen abhängig.

Am 02.03. drangen Franzosen in den Abschnitt der 8. Kompanie und machten zwei Mann zu Gefangenen. Wenige Tage später, am 15.03., gelang es einer Patrouille des II. Bataillons, den Gegner zu überrumpeln und einen Gefangenen einzubringen.“

Man begrub Ludwig Hüfner auf dem Soldatenfriedhof Thiaucourt-Regniéville in Block 19, Grab 111.

Sterbebild von Ludwig Hüfner
Rückseite des Sterbebildes von Ludwig Hüfner

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.887: Otto Schroll

Der Soldat Otto Schroll stammte aus Unterholzen, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Haselbach, und war der Sohn eines Landwirts. Er lebte in Windberg. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Reservist in der 5. Kompanie des 13. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 17.11.1914 fiel er im Alter von 27 Jahren bei Saint-Mihiel, in der Nähe von Verdun.

Die Lage des Grabes von Otto Schroll ist offiziell unbekannt. Ich vermute jedoch, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel begraben wurde, wo auch seine Regimentskameraden begraben wurden, die am gleichen Tag vielen, u. a.

  • Wehrmann Joseph Händl, gefallen am 17.11.1914, begraben auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in einem Massengrab;
  • Infanterist Otto Wittmann, gefallen am 17.11.1914 bei Maizey, begraben auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in einem Massengrab;
  • Infanterist Joseph Schmidtner, gefallen am 17.11.1914, begraben auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in Block 1, Grab 21;
  • Unteroffizier Hermann Stumpf, gefallen am 17.11.1914 bei Maizey, begraben auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in einem Massengrab.

Seine Heimatgemeinde Windberg gedenkt Otto Schroll noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/windberg_bay.htm

 

Sterbebild von Otto Schroll
Rückseite des Sterbebildes von Otto Schroll

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.837: Johann Röhrner

Der Soldat Johann Röhrner wurde am 16.08.1890 in Gschaid in Bayern geboren, heute ein Ortsteil der Gemeinde Dietersburg. Er lebte später im benachbarten Schatzbach, einem Ortsteil der bayerischen Gemeidne Bad Birnbach. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 6. Kompanie des 2. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 13.03.1917 fiel er im Alter von 26 Jahren im Wald von Apremont und Ailly während der erfolgreichen Abwehr eines Angriffs der Franzosen auf dem linken Flügel des Regimentes durch Herzschuss.

Johann Röhrner wurde zunächstauf dem Friedhof Servonieres begraben. Später bettete man ihn auf den Soldatenfriedhof St. Mihiel in Block 5, Grab 143 um.

Sterbebild von Johann Röhrner
Rückseite des Sterbebildes von Johann Röhrner

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.828: Wolfgang Bauriedl – eigentlich Bauridl

Der Infanterist Wolfgang Bauriedl – eigentlich Bauridl – stammte aus der bayerischen Gemeinde Trausnitz und war der Sohn eines Baders. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 6. Kompanie des 21. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 05.05.1915 fiel er im Alter von 20 Jahren im Ailly-Wald bei Saint-Mihiel bei einem Sturmangriff.

Man begrub Wolfgang Bauridl auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in einem Massengrab.

Sterbebild von Wolfgang Bauriedl
Rückseite des Sterbebildes von Wolfgang Bauriedl

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.822: Georg Graßl

Der Soldat Georg Graßl war Landwirtschaftspraktikant. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er im 10. bayerischen Infanterie-Regiment. Am 28.02.1916 verstarb er im Alter von 19 Jahren während der Stellungskämpfe im Aillywald an einer Lungenentzündung im Festungslazarett Diedenhofen. Er erkrankte sicherlich während der grausamen Stellungskämpfe in diesem Wald vor Satint-Mihiel während der emfindlich kalten Nächte in Lothringen.

Offiziell ist für Georg Graßl keine Grablage bekannt. Da er im Festungslazarett Diedenhofen verstarb, gehe ich davon aus, dass er auf dem Soldatenfriedhof Thionville anonym in einem Massengrab beigesetzt wurde.

Sterbebild von Georg Graßl
Rückseite des Sterbebildes von Georg Graßl

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.814: Michl Mühlbauer

Der Landwirt Michl Mühlbauer stammte aus Hudlach, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Hohenwarth im Landkreis Cham. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Landwehrmann im 10. Infanterie-Regiment. Am 26.04.1916 fiel er im Alter von 32 Jahren während der Schlacht um Verdun bei den Stellungskämpfen im Aillywald vor Satint-Mihiel durch Granatschuss.

Wenn nach dem Granattreffer noch sterbliche Überreste von Michel Mühlbauer noch übrig waren, wurden diese wahrscheinlich auf dem Soldatenfriedhof Sasint-Mihiel oder Troyon beigesetzt. Offiziell ist seine Grablage unbekannt.

Sterbebild von Michl Mühlbauer
Rückseite des Sterbebildes von Michl Mühlbauer

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.806: Johann Kurz

Der Soldat Johann Kurz stammte aus Hilling, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Pleiskirchen, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 2. Kompanie des 15. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments (Fehler auf Sterbebild). Am 07.07.1915 fiel er im Alter von 24 Jahren durch einen Lungenschuss.

Offiziell ist für Johann Kurz keine Grablage bekannt. Ich vermute jedoch, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel begraben wurde, wo auch seine Regimentskameraden beerdigt wurden, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a. 

  • Infanterist Josef Wieland, geboren am 18.03.1885 in Girching, gefallen am 07.07.1915 im Bois la Vaux Fery, begraben auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in einem Massengrab;
  • Reservist Gottfried Schwarz, gefallen am 07.07.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in einem Massengrab;
  • Ersatz-Reservist Martin Görbert, gefallen am 07.07.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in einem Massengrab;
  • Landwehrmann Georg Schneid, gefallen am 07.07.1915 im Bois la Vaux Fery , begraben auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in einem Massengrab.

 

Sterbebild von Johann Kurz
Rückseite des Sterbebildes von Johann Kurz

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.793: Philipp Lechner

Der Soldat Philipp Lechner wurde am 23.07.1889 in Gattern geboren, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Bernau. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 1. Kompanie des 15. bayerischen Infanterie-Regiments als Reservist. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 10.04.1917 fiel er nach 32 Monaten Kriegsdienst während der Stellungskrieges bei Sait-Mihiel bei Verdun durch Verschüttung zwischen Menonville und Chauvoncourt, nachdem er rund ein Jahr vorher bereits einmal leicht verwundet worden war..

Sterbebild von Philipp Lechner
Rückseite des Sterbebildes von Philipp Lechner

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.759: Franz Xaver Hannecker

Der Soldat Franz Xaver Hannecker stammte aus Aufhausen, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Eichendorf, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 8. Kompanie des 21. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 15.02.1916 fiel er im Alter von 20 Jahren bei Saint-Mihiel vor Verdun durch Kopfschuss.

Franz Xaver Hannecker wurde zunächst in Savonierres begraben, später jedoch auf den Soldatenfriedhof St. Mihiel in Block 4, Grab 178 umgebettet.

Sterbebild von Franz Xaver Hannecker
Rückseite des Sterbebildes von Franz Xaver Hannecker

Der theoretische Weg von Franz Xaver Hannecker von seinem Geburtsort zu seinem Sterbeort und Grab:

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.752: Michael Eitenbihler

Der Mechaniker Michael Eitenbihler wurde am 04.03.1891 in Altenstadt geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er in einer technischen Abteilung als Monteur. Am 16.02.1917 fiel er im Alter von 25 Jahren bei Saint-Mihiel, vor Verdun.

Man begrub Michael Eitenbihler auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in Block 4, Grab 209.

Michael Eitenbihler ist in dem Gedenkbuch auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel verewigt: http://www.denkmalprojekt.org/2008/saint-mihiel_kgs_wk1_namen_e_fr.htm

Sterbebild von Michael Eitenbihler
Rückseite des Sterbebildes von Michael Eitenbihler