Der Soldat Johann Müller stammte aus Schierlhof, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Oberschneiding, und war der Sohn eines Hofbesitzers. Im Ersten Weltkrieg diente er als Kanonier in der 1. Batterie des 24. bayerischen Fußartillerie-Bataillons. Am 10.07.1917 fiel er im Alter von 31 Jahren nach drei Jahre Kriegsdienst bei Bethincourt in der Nähe von Verdun in Frankreich.
Der Soldat Michael Kraus wurde am 27.12.1893 in Haag in Bayern geboren, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Ursensollen. Er arbeitete als Bäcker in München. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 1. Kompanie des 15. bayerischen Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernes Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 03.12.1916 fiel er im Alter von 22 Jahren bei Saint-Mihiel in der Nähe von Verdun. Die Stellungen, bei denen er getötet wurde, lagen bei Chauvoncourt und Menonville.
Lage des Todesortes:
Man begrub Michael Kraus auf dem Soldatenfriedhof Troyon in Block 1, Grab 178.
Sterbebild von Michael KrausRückseite des Sterbebildes von Michael Kraus
Der Soldat Johann Baptist Wimmer stammte aus der bayerischen Stadt Neuötting und war katholischer Theologe. Im Ersten Weltkrieg diente er als Krankenträger in der 1. bayerischn Sanitäts-Kompanie im 1. bayerischen Armee-Korps. Am 25.05.1916 fiel er im Alter von 27 Jahren während der Schlacht um Verdun bei den Kämpfen um die Wabengräben im Thiaumont-Wald und um die Thiaumont-Ferme.
Man begrub Johann Baptist (Anton) Wimmer auf dem Soldatenfriedhof Ville-devant-Chaumont in Block 1, Grab 199.
Der Soldat Sebastian Strauß wurde am 21.05.1882 in Bad Kohlgrub und war Fabrikarbeiter in Schongau. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 5. Kompanie des 15. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Ende 1914 wurde er im Gefecht leicht verwundet. Am 12.09.1915 fiel er dann im Alter von 33 Jahren.
Die Lage des Grabes von Sebastian Strauß ist unbekannt. Ich gehe jedoch davon aus, dass seine Gebeine, wenn sie geborgen wurden, anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel begraben wurden, wo man auch seine Regimentskameraden begrub, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.
Landsturmmann Konrad Deinböck, gefallen am 07.09.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in Block 2, Grab 320;
Ersatz-Reservist Wendelin Baur, gefallen am 12.09.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in Block 4, Grab 160;
Landsturmmann Franz Assinger, gefallen am 14.09.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in einem Massengrab;
Landsturmmann Andreas Völkl, gefallen am 13.09.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in Block 5, Grab 134;
Unteroffizier Jakob Hartmann, gefallen am 06.09.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in Block 5, Grab 118.
Sterbebild von Sebastian StraußRückseite des Sterbebildes von Sebastian Strauß
Der Soldat Karl Ringlstetter stammte aus der bayerischen Gemeinde Attenhofen und war der Sohn eines Hofbesitzers. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 2. Kompanie (Verlustliste: 3. Kompanie) des 11. bayerischen Infanterie-Regiments als Reservist. Am 05.05.1915 fiel er während eines Angriffs im Wald von Ailly im Alter von 24 Jahren durch Kopfschuss.
Über den Todestag und die Todesumstände von Karl Ringstetter berichtet die Regimentsgeschichte des 11. bayerischen Infanterie-Regiments:
„Ein eigener schwerer Angriff am 05.05. brachte die gesamte im April verlorengegangenen Linien wieder restlos in den Besitz des III. bayerischen Armee-Korps. Überraschend, nach kurzem Artillerievorbereitungsfeuer, stürmte das Regiment Carl, beiderseits eingerahmt von je einem Regiment der neu aufgesetzten 80. Infanterie-Brigade gegen die französischen Gräben an; in kurzer Zeit waren alle ehemaligen deutschen Linien wiedergewonnen und darüber hinaus noch die frühere vorderste Stellung der Franzosen besetzt. Mit einem Schlag war die Ruhe im Wald von Ailly hergestellt. Leider fiel gleich zu Beginn des Sturms der tapfere Kommandeur des Bataillons 11. Regiment, Major Georg Vogl.“
Offiziell ist für Karl Ringlstetter keine Grablage bekannt. Ich vermute jedoch, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Troyon beigesetzt wurde, wo man auch seine Regimentskameraden begrub, die im gleichen Zeitabschnitt fielen, u. a.
Gefreiter Sebastian Roithmeier, gefallen am 05.05.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof Troyon in Block 13, Grab 134,
Leutnant Josef Mandl, gefallen am 05.05.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof Troyon in Block 12, Grab 20,
Reservist Jakob Schrögmeier, gefallen am 06.05.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof Troyon in Block 12, Grab 87.
Sterbebild von Karl RinglstetterRückseite des Sterbebildes von Karl Ringlstetter
Der Soldat Carl Friedrich Lucas von Tauentzien wurde am 01.04.1844 in Balkow geboren. Im Deutsch-Französischen-Krieg kämpfte er als Seconde-Leutnant im 2. brandenburgisches Dragoner-Regiment Nr. 12. Am 29.08.1870 fiel er im Alter von 26 Jahren bei Charny-sur-Meuse.
Man begrub Carl Friedrich Lucas von Tauenzien auf dem Soldatenfriedhof Metz Chambiere in Block 1.
Auf seiner Grabplatte ließen seine Eltern den Spruch Gedenkplatte der Eltern „Dulce et decorum est pro patria mori“ eingravieren.
Das Grab von von Hermann Barnim Otto Tobias von Haslingen und Carl Friedrich Lucas von Tauentzien
Der Soldat Hermann Barnim Otto Tobias von Haslingen wurde am 08.03.1841 in Berlin, der Haupstatdt des Königreichs Preußen, geboren. Im Deutsch-Französischen-Krieg kämpfte er als Premier-Leutnant im 2. brandenburgisches Dragoner-Regiment Nr. 12. Am 29.08.1870 fiel er im Alter von 29 Jahren bei Charny-sur-Meuse.
Man begrub Hermann Barnim Otto Tobias von Haslingen auf dem Soldatenfriedhof Metz Chambiere in Block 1.
Das Grab von von Hermann Barnim Otto Tobias von Haslingen und Carl Friedrich Lucas von Tauentzien
Der Soldat Josef Trautwein wurde am 29.03.1918 in Oberostendorf (Bayern) geboren. Im Zweiten Weltkrieg kämpfte er als Obergefreiter in der Wehrmacht. Am 23.08.1940 verstarb er im Alter von 22 Jahren in einem Armee-Lazarett in Verdun.
Man begrub Josef Trautwein auf dem Soldatenfriedhof Andilly in Block 15, Reihe 11, Grab 780.
Der Soldat Johann Stoiber wurde am 17.10.1925 in Bischofsmais geboren und lebte in Seiboldsried vorm Wald. Im Zweiten Weltkrieg kämpfte er als Gefreiter in einem Grenadier-Regiment. Am 22.10.1944 fiel er im Alter von 19 Jahren bei Leintrey in Lothringen.
Man begrub Johann Stoiber auf dem Soldatenfriedhof Andilly in einem Massengrab.
Der Soldat August Lory wurde am 11.12.1895 in Zwingen geboren, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Trauchgau. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 7. Kompanie des 2. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 27.05.1916 fiel er während der Schlacht um Verdun bei Thiaumont im Alter von 20 Jahren durch eine Granate.
Man begrub August Lory auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab.
Sterbebild von August LoryRückseite des Sterbebildes von August LoryEine Feld-Postkarte von August Lory aus dem Jahr 1915Rückseite der Feld-Postkarte von August Lory