Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.876: Karl Tanneberg

Der Soldat Karl Tanneberg wurde 24.02.1892 in Düsseldorf im heutigen Bundesland Nordrhein-Westfalen geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Ersatz-Reservist in der 8. Kompanie des 30. preußisches Infanterie-Regiments. Am 28.12.1914 fiel er im Alter von 22 Jahren bei einem Sturmangriff im Argonnerwald.

Die Lage des Grabes von Karl Tannenberg ist unbekannt.

Sterbebild von Karl Tanneberg
Rückseite des Sterbebildes von Karl Tanneberg

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.875: Alois Freiberger

Der Soldat Alois Freiberger stammte aus Gänsberg, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Kraiburg am Inn, und war der Sohn eines Landwirts ( Zieglerbauer). Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 4. Kompanie des 12. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 04.04.1918 wurde er bei den schweren Kämpfen an der Somme schwer verwundet. Am16.04.1918 verstarb er nach 30 Monaten Kriegsdienst im Alter von 23 Jahren auf dem Transport nach Düren.

Über die Umstände seiner Verwundung berichtet die Regimentsgeschichte des 12. bayerischen Infanterie-Regiments:

„Am 04.04.1918 sollte die Angriffshandlung fortgeführt werden mit dem Ziel, den Sénecat-Wald und die Höhe nördlich Rouvrel in die Hand zu bekommen, 15. und 20. Infanterie-Regiment sollten in erster, 12. Infanterie-Regiment in zweiter Linie vorgehen, dieses mit dem Auftrage, den Angriff bei einer etwaigen Stockung sofort vorwärts zu reißen.

Aus dem Waldlager von Beaucourt rückten die Bataillone in der Abenddämmerung des 03.04. zu ihren Bereitschaftsplätzen am Westrand von Villers-aux-Érables ab, wo I./12. (Hauptmann Guth) als Divisions-Reserve zunächst blieb. III./12. (Hauptmann Schäffer), gefolgt vom II./12. (Hauptmann Wingefelder), rückten unter Führung des Regimentskommandeurs, Oberstleutnant Wolf, nach Süden, überschritten östlich Genonville ferme die Avre und gelangten bei strömendem Regen vollständig durchnässt gegen 5 Uhr morgens an ihre Aufstellungsplätze.

Um 8 Uhr vormittags trat das III. Bataillon, als der Kommandeur sah, dass Teile des 15. bayerischen Infanterie-Regiments bereits den Hang 1 ½ Kilometer südwestlich Moreuil sich hinaufschoben, an. Im Hohlweg der Straße Morisel – Gauvillers wartete das Bataillon das Vorgehen der übrigen Teile des 15. bayerischen Infanterie-Regiments ab und unterstützte dieses durch flankierendes Maschinengewehr-Feuer. Sodann folgte es dem II./15. in lichten Wellen. Die 11. Kompanie griff das Wäldchen a an, doch erst nach dreimaligem Sturm blieb es endgültig in unserer Hand. Die übrigen drei Infanterie-Kompanien nahm der Bataillons-Kommandeur, um den unter starkem Flankenfeuer leidenden Fünfzehnern ihr Fortschreiten zu erleichtern, nach links aus der Angriffsrichtung heraus und setzte sie zum Angriff auf die Anchin Ferme an. Mit Hilfe des links verlängernden II./12. gelang das Vorgehen. Der Kompanieführer der 8. Kompanie (Leutnant der Reserve Winter) und sein nachfolger (Leutnant der Reserve Habecker) wurden verwundet; Vizefeldwebel Maurer führte die Kompanie weiter.

12.45 Uhr nachmittags wurde die Ferme von Teilen des 12. und 15. Infanterie-Regiments gemeinsam genommen.

Im weiteren Vorgehen kamen II. und III. Bataillon undseres Regiments bis etwa 600 Meter an Rouvrel heran, erhielten aber von dort so starkes Maschinengewehr-Feuer, dass in kurzer Zeit 50 % Verluste eintraten und die Kompanien am Abend ihre Linien etwas zurück verlegten, Leutnant der Reserve Wegelin, Kompanieführer der 5. Kompanie und sein Nachfolger, Leutnant der Reserve Gruber, wurden verwundet, der Adjutant des II. Bataillons, Leutnant der Reserve Feldenguth, um 6.30 Uhr abends durch Granatschuss getötet. Am späten Nachmittag schloss sich II./12. erneut dem Angriff der einschiebenden preußischen 14. Infanterie-Division Richtung Rouvrel an. Doch auch dieser kam bald zum Stehen. Ein in der Abenddämmerung unternommener Gegenangriff der Franzosen auf den linken Flügel unserer Division wurde gemeinsam zurückgewiesen.

Bis 1 Uhr nachmittags war das I. Bataillon aus eigenem Entschluss am Schlosspark von Moreuil herbei auch über die Avre gegangen und stand südlich Morisel verwendungsbereit. Von hier trat es 3.20 Uhr nachmittags befehlsgemäß zur Verstärkung der vordersten Linie und zum Vorwärtsreißen derselben an. In schönster Ordnung und in einem Zug kam es trotz stärkstem feindlichem Artilleriefeuer bei Anchin ferme an, riss die vorderste Linie noch etwas vor, wurde aber dann durch feindliches Feuer zu Boden gezwungen und grub sich ein. Die große Lücke, die sich zwischen ihm und den bereits im Sénecat-Wald eingedrungenen Zwanzigern ergeben hatte, konnte nur mühsam und unvollständig geschlossen werden.“

Sterbebild von Alois Freiberger
Rückseite des Sterbebildes von Alois Freiberger

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.874: Josef Bernhart

Der Soldat Josef Bernhart stammte aus Maisenberg, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Engelsberg, und war der Sohn eines Landwirts (Hitzenthalersohn). Am 23.06.1919 verstarb er im Alter von 44 Jahren an einer schweren Krankheit.

Sterbebild von Josef Bernhart
Rückseite des Sterbebildes von Josef Bernhart

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.873: Georg Schneider

Der Soldat Georg Schneider stammte aus Oberwald, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Taufkirchen, und war Dienstknecht (beim Stadler). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 7. Kompanie des 1. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 05.04.1917 fiel er im Alter von 37 Jahren durch eine schwere Verwundung bei Arras auf den Höhen von Vimy, westlich Bailleul.

Man begrub Georg Schneider auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in Block 2, Grab 253.

Seine Heimatgemeinde Taufkirchen gedenkt Georg Schneider noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/taufkirchen2_1870-71_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Georg Schneider
Rückseite des Sterbebildes von Georg Schneider