Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.457: Wilhelm Neumeister

Wilhelm Neumeister wurde am 05.12.1893 in Twistringen in Niedersachsen geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 9. Kompanie des 148. Infanterie-Regiments. Am 03.09.1915 fiel er bei Friedrichstadt (Lettland, lettisch: Jaunjelgava) während der Stellungskämpfe an der Aa (Lettland, lettisch: Lielupe), Ekau (Lettland, lettisch: Iecava) und Düna bei einem Sturmangriff auf russische Stellungen.

Wie meist bei Gefallenen des Ersten Weltkrieges an der Ostfornt ist heute für Wilhelm Neumeister keine Grablage mehr bekannt.

Sterbebild von Wilhelm Neumeister
Rückseite des Sterbebildes von Wilhelm Neumeister

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.408: Martin Felber

Der Landwirt Martin Felber stammte aus Dorfen in Bayern. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 11. Kompanie des 1. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 06.06.1915 fiel er im Alter von 27 Jahren bei Fampoux in Nordfrankreich während der Kämpfe bei Arras.

Offiziell ist für Martin Felber keine Grablage bekannt. Ich gehe jedoch davon aus, dass er, wenn er geborgen wurde, anonym auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab beigesetzt wurde. Auf diesem Friedhof ruhen seine Regimentskameraden, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.

  • Infanterist Johann Brunnhuber, gefallen am 06.06.1915 bei Arras, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab;
  • Unteroffizier Alfred Rehm, gefallen am 16.06.1915 bei Arras, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab;
  • Unteroffizier Alfred Muschner, gefallen am 16.06.1915 bei Arras, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in Block 16, Grab 958;
  • Gefreiter Josef Naschreiner, gefallen am 16.06.1915 bei Arras, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.

 

Sterbebild von Martin Felber
Rückseite des Sterbebildes von Martin Felber

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 1.155: Joseph Stelzer

Joseph Stelzer stammte aus Steinburg, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Hunderdorf, und war der Sohn eines Müllers. Im Ersten Weltkrieg diente er als Gefreiter in einem Infanterie-Regiment und wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 02.08.1917 fiel er im Alter von 28 Jahren in Russland durch einen Kopfschuss. Die Lage seines Grabes ist unbekannt.

Sterbebild von Joseph Stelzer
Rückseite des Sterbebildes von Joseph Stelzer

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 1.118: Max Eichelseder

Der Gefreite Max Eichelseder stammte aus Engelsberg in Bayern und war ein Schreinermeister. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 6. Kompanie des 1. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments Am 24.10.1914 fiel er im Alter von 38 Jahren in Nordfrankreich.

Offiziell ist keine Grablage für Max Eichelseder bekannt. Ich vermute jedoch, dass Max Eichelseder anonym auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab beigesetzt wurde, wie es seinen anderen, am gleichen Tag gefallenen Kameraden der 6. Kompanie erging:

 

Sterbebild von Max Eichelseder
Rückseite des Sterbebildes von Max Eichelseder

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 977: Josef Dreher

Der Musketier Josef Dreher stammte aus Obermarchtal im heutigen Baden-Württemberg. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 5. Kompanie des 126. Infanterie-Regiments. Am 06.06.1916 fiel er im Alter von 21 Jahren bei der großen Schlacht um Verdun in Frankreich bei den Kämpfen um das Fort Vaux.

Offiziell ist keine Grablage für Josef Dreher bekannt, ebenso wie für alle Gefallene seines Regiments in diesen Tagen. Zu oft wurden das Schlachtfeld rund um Verdun im Laufe des Ersten Weltkriegs umgewühlt und zerstört, so dass die angelegten Gräber mehrfach zerstört wurden. Viele Gräber waren am Ende der Kämpfe nicht mehr zu finden oder die Gefallenen nicht mehr zu identifizieren, da die Grabmarkierungen zerstört waren. Auch ist die Wahrscheinlichkeit nicht gering, dass wegen der anhaltenden furchtbaren Kämpfe erst gar kein Grab für Josef Dreher angelegt wurde. Oftmals wurden die Gefallenen hinter den Schützengräben oder in abgelegenen Schützengräben abgelegt, um sie später zu beerdigen. Wurden diese Stellen dann später durch Angriffe, Granaten und Minen des Gegner oder der eigenen Truppen zerstört, waren die Leichen später nicht mehr auffindbar.

 

Sterbebild von Josef Dreher
Rückseite des Sterbebildes von Josef Dreher